Kleingärtner in Sachsen-Anhalt "Solange wie's geht, geb' ich den Garten nicht ab"

Gernot Ullmann ist Rentner und beinahe jeden Tag in seinem Kleingarten in Halle, den er seit den 60er Jahren bewirtschaftet. Familie Bethke aus Magdeburg wollte eigentlich nie einen Kleingarten haben – und verbringt jetzt doch jedes Wochenende dort. Trotz Leerstand in Kleingartenanlagen gibt es immer noch viele Gartenliebhaber. Wie unterschiedlich sie ihre "grünen Oasen" nutzen, hat sich MDR SACHSEN-ANHALT angeschaut.

Alisa Sonntag
Bildrechte: MDR/Martin Paul

von Alisa Sonntag, MDR SACHSEN-ANHALT

Ein älterer Herr steht vor einer Laube an einem Bahndamm, inmitten eines Beetes.
Gernot Ullmann hat seinen Kleingarten von den Eltern übernommen. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag

Der gepflegte Kleingarten von Gernot Ullmann in der Kleingartenanlage "Im Winkel" in Halle-Trotha ist seit etwa 65 Jahren in Familienbesitz. Er hat ihn in den 60er Jahren von seinen Eltern übernommen, als die ihn selbst nicht mehr weiterführen konnten – damals, als Kleingärten noch hart umkämpft waren.

Ein junges Paar lächelt in die Kamera.
Melanie und Benjamin Bethke haben einen Kleingarten in der Nähe von Magdeburg. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag

Auch die Eltern von Melanie und Benjamin Bethke hatten Kleingärten. Die zu übernehmen, daran hätte das Paar aber nie im Traum gedacht: "Vor zehn, zwölf Jahren hätte man mich damit jagen können, ich fand Kleingärten ganz furchtbar." Seit sieben Jahren haben die Bethkes jetzt ihren eigenen Garten, in dem sie jedes Wochenende verbringen. Furchtbar finden sie Kleingärten nicht mehr.

Eigentlich sollten im Garten nur die Bienen stehen

Eigentlich war trotzdem alles ganz anders geplant. Ursprünglich sollte der weitläufige Garten im Magdeburger Gartenverein "Eintracht" nur ein Stellplatz für die Bienen von Imker Benjamin Bethke sein. Bienen in einem Kleingartenverein zu halten, ist nur in Absprache mit dem Vereinsvorstand möglich. Der sei von Bethkes Vorschlag aber restlos begeistert gewesen und habe sich gefreut, dass mit den Bienen wahrscheinlich auch die Gartenerträge steigen würden.

Ein Mensch in Imkerkleidung arbeitet hinter einem Mandelbäumchen an einer Bienenbeute.
Benjamin Bethke beim Imkern in seinem Garten. Bildrechte: MDR/Benjamin Bethke

Den anderen Vereinsmitgliedern habe der Vorstand aber erst ein Jahr später von den Bienen erzählt. "Dann haben sich alle erstmal aufgeregt – bis der Vorstand gesagt hat: 'Die Bienen sind schon seit einem Jahr da – und, habt ihr etwas davon gemerkt?'"

Fünf Jahre lang habe Benjamin Bethke im Kleingarten drei Bienenvölker stehen gehabt, bis die Bienen 2017 wegen der Varroa-Milbe gestorben seien. Seitdem hat der Imker sich noch kein neues Bienenvolk gekauft.

Zwei Jahre Bäume sägen

Im Garten ist in der Zwischenzeit jedoch einiges passiert. Als die Familie, die heute zwei kleine Töchter hat, den Garten 2012 übernahm, war er so zugewachsen, dass sie ihn quasi geschenkt bekamen. Melanie Bethke erinnert sich lachend: "Alle haben gefragt, ob wir wirklich sicher sind, dass wir ausgerechnet diesen Garten wollen."

So unterschiedlichen sehen Kleingärten aus

Eine ältere Frau steht vor einem Pool.
Barbara Rose verbringt ihre Sommer eigentlich meist in Griechenland. Wenn sie in Deutschland ist, verbringt sie die Zeit gern im Garten ihres Sohnes im Magdeburger Gartenverein "Deutsche Reichsbahn Buckau e.V.". Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
Eine ältere Frau steht vor einem Pool.
Barbara Rose verbringt ihre Sommer eigentlich meist in Griechenland. Wenn sie in Deutschland ist, verbringt sie die Zeit gern im Garten ihres Sohnes im Magdeburger Gartenverein "Deutsche Reichsbahn Buckau e.V.". Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
Ein beinahe unbepflanztes Beet hinter einem weißen Gartenzaun.
Seit drei Jahren hat die Familie den Garten, noch ist laut Rose aber viel zu tun. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
Ein hölzerner Bauwagen steht in einem etwas verwilderten Garten.
Kathleen K. hat ihren Garten im Magdeburger Gartenverein "Eintracht e.V." seit zwei Jahren und betreibt ihn allein mit ihrem vierjährigen Sohn. Die Gräser und Pflanzen hat sie absichtlich lang wachsen lassen für die Bienen und Hummeln. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
Ein älteres Paar steht auf einer kleinen Holzbrücke über einem Gartenteich.
Sigrid und Franz Ratai haben ihren Garten im Magdeburger Verein "Deutsche Reichsbahn Buckau e.V." seit 2009. Im Sommer sind die beiden Rentner jeden Tag hier. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
Ein älterer Mann vor einer Telefonzelle, in die ein Waschbecken eingebaut ist.
Die meisten Sachen im Garten hat Franz Ratai selbst gebaut. In die ehemalige DDR-Telefonzelle hat er ein Waschbecken gebaut. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
Eine leuchtend blaue Holzlaube steht in einem etwas verwilderten Garten.
In der Gartensparte "Deutsche Reichsbahn Buckau e.V." sind akkurat gemähte, gepflegte Gärten direkt neben etwas wilderen, in denen die Insekten einen Rückzugsort finden. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
Ein Paar steht vor einem Beet und einer weiß gestrichenen Gartenlaube, auf einer Wiese.
Undine und Hans-Peter Müller haben ihren Garten in der Gartensparte "Im Winkel" in Halle-Trotha seit anderthalb Jahren. Sie führen ihn neben der Arbeit gemeinsam mit ihrem Sohn und dessen Familie. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
Ein älterer Herr steht vor einer Laube an einem Bahndamm, inmitten eines Beetes.
Gernot Ullmann hat seinen Garten in der Gartensparte "Im Winkel" in Halle in den 60er Jahren von seinen Eltern übernommen. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
Schwarze Tomaten hängen an einem Strauch.
Mit Leidenschaft baut er ungewöhnliche Pflanzen an, wie etwa diese schwarzen Tomaten. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
Ein graues Gebäude im DDR-Stil.
Außerdem kümmert er sich um das Vereinsheim der Gartensparte. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
An einem Johannisbeerstrauch hängt ein Zettel, auf dem steht: 'Du darfst mich gern abernten'.
In der Gartensparte "Im Winkel" in Halle ist Teilen wichtig: Kleingartenpächter haben dort einen Johannisbeerstrauch direkt am Gartenzaun für die Allgemeinheit freigegeben. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
Ein junges Paar auf einer Wiese vor einem Baum und einem Pool.
Melanie und Benjamin Bethke wollten eigentlich nie einen Kleingarten – jetzt haben sie ihren schon seit sieben Jahren. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
Zwei Sonnenliegen vor einem Pool.
Im Garten gibt es alles, was das Herz begehrt: Einen Pool, Sonnenliegen... Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
Zwei Sonnenliegen vor einem Spielplatz.
...und einen Spielplatz für die beiden Töchter der Familie. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
Zwei rote Holzhütten auf einer Wiese.
Außerdem hat die Familie ein Küchen- und ein Toilettenhäuschen selbst gebaut.. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
Zwischen hohen Sonnenblumen steht eine Vogelscheuche, dahinter eine kleine, rote Holzhütte.
..und liebevoll eine Vogelscheuche für das Beet gebastelt. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
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Links und rechts von einem gepflasterten Weg stehen verschiedenste Gartenzäune.
In einer Kleingartenanlage finden sich häufig viele unterschiedliche Gärten (Symbolbild). Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag

Zuvor sei außerdem die Laube des Kleingartens von einem "Feuerteufel" niedergebrannt worden. An der habe das Paar aber ohnehin kein Interesse gehabt: "Den DDR-Mief, mit Mäusen und Ratten und vielleicht sogar Schimmel, wollten wir nicht." 30 bis 40 Nadelbäume, schätzt Benjamin Bethke, habe er in den ersten Jahren aus dem Garten entfernt. "Ich habe bestimmt zwei Jahre lang nur gesägt", sagt er. "Das hat zwar auch Spaß gemacht, nochmal will ich das trotzdem nicht machen."

Gartennachbarn als Freunde fürs Leben

Ein älterer Herr steht zwischen Pflanzen.
Im Kleingartenverein hat Gernot Ullmann Freunde fürs Leben gefunden. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag

Auch für Gernot Ullmann aus Halle war es nicht immer leicht, seinen Garten zu bewirtschaften. Bevor der heute 75-Jährige in Rente gegangen ist, hat er mehrere Jahre lang in München gearbeitet. In seinem Garten konnte er in der Zeit nur aller vierzehn Tage am Wochenende arbeiten – und dann gab es immer eine Menge zu tun. Ullmann lebt von seiner Frau getrennt und bewirtschaftet den Garten allein. "Ich wollte den Garten damals eigentlich aufgeben, aber meine Nachbarn haben gesagt, ich soll ihn behalten. Sie haben unter der Woche für mich mit gegossen."

Früher haben wir Tische vors Vereinsheim gestellt und dann haben sich alle zusammengesetzt.

Gernot Ullmann erinnert sich an frühere Jahre

Ohne die Hilfe seiner Gartennachbarn könnte der Rentner nicht mehr den Garten bewirtschaften, in dem vor ihm schon seine Eltern Unkraut rupften. In der Gartensparte hat Ullmann Freunde fürs Leben gefunden. Abends sitzt er mit seinen Nachbarn auch heute noch gern bei einem Bier zusammen. Er bedauert, dass die Gemeinschaft im Kleingartenverein heute nicht mehr so eng sei wie vor wenigen Jahrzehnten: "Früher haben wir am Wochenende Tische vors Vereinsheim gestellt und dann haben sich alle zusammengesetzt."

Frühschoppen im Winter

Ein graues Gebäude im DDR-Stil.
Im Winter gibt es im Vereinsheim Frühschoppen. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag

Ein paar Freunde aus der Zeit seien zwar noch geblieben. Die meisten Kleingärtner zögen sich heute aber lieber in ihren Garten zurück. In der Gartensparte kümmert Gernot Ullmann sich um das Vereinsheim der Gartensparte – den Ort, an dem man früher zusammengekommen ist. Für 15 Euro kann man das Vereinsheim am Wochenende mieten und darin Feste feiern.

Damit das alte Gebäude im Winter nicht anfängt zu schimmeln, muss es regelmäßig geheizt werden. Mehrmals in der Woche treffen die älteren Herrschaften der Gartensparte sich also zum Frühschoppen, wenn es kalt wird. "Früher kamen dazu immer um die 20 Personen, heute sind wir nur noch ungefähr fünf", sagt Ullmann.

Gartenpartys und Mittagsruhe

Ein junges Paar auf einer Wiese vor einem Baum und einem Pool.
Auch die Töchter von Familie Bethke haben sich schon daran gewöhnt, während der Mittagsruhe leiser zu sein. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag

Auch Melanie und Benjamin Bethke sind mit einigen Gartennachbarn befreundet, mit anderen haben sie kaum Kontakt. Die Gärten um sie herum gehörten größtenteils Rentnern. Das sei schön, sagt die 40-jährige Mutter: "Wenn deren Enkelkinder kommen, spielen sie mit unseren, das passt gut zusammen." Dass die Familie sich im Kleingarten an Regeln wie etwa die Mittagsruhe halten muss, stört Melanie und Benjamin Bethke nicht: "Das ist wie überall in einer Gemeinschaft, man muss eben ein bisschen Rücksicht aufeinander nehmen."

Zwei oder drei Gartenpartys im Jahr feiert Familie Bethke trotzdem. Neulich erst seien zum Babybrunch 20 bis 30 Gäste dagewesen. "Da machen wir vorher einen Aushang am schwarzen Brett, damit die Nachbarn Bescheid wissen", erklärt Melanie Bethke, "Gestört hat das noch keinen."

Die jungen Leute sind weg, ihr Müll ist geblieben

Gernot Ullmann sagt, er habe in seiner Gartensparte schlechte Erfahrungen mit jungen Leuten gemacht. Eigentlich sei es zwar gut, wenn mehr junge Leute Mitglied in einem Gartenverein würden – leider hätten die aber meist ganz andere Vorstellungen davon, was ein Garten bedeute. "Ein Garten ist immer mit Arbeit verbunden", sagt Ullman, "die sind aber gekommen, haben einen Swimmingpool aufgestellt und dann gar nichts mehr gemacht, außer zu grillen." Jetzt seien die jungen Menschen verschwunden, ihren Müll hätten sie aber im Garten liegen gelassen.

Schwarze Tomaten hängen an einem Strauch.
Auf seine schwarzen Tomaten ist Gernot Ullmann besonders stolz. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag

Ullmann geht beinahe jeden Tag in seinen Garten. Er wohnt nur fünf Minuten Spaziergang entfernt. "Ich genieße die Ruhe, die ich hier habe", erklärt der 75-Jährige. Jeder brauche einen Ort, an dem er sich wohlfühle: "Bei anderen ist das eben die Kneipe, bei mir ist es der Garten." Das Gärtnern sei für ihn vor allem ein Hobby. Es mache ihm Spaß, jedes Jahr ungewöhnliche Pflanzen zu entdecken und anzupflanzen. In diesem Jahr hat er die sogenannte Eierpflanze in seinem Garten – und schwarze Tomaten. Die Pflanzen ziehe er jedes Jahr selbst am heimischen Fenster aus den Samen vom Vorjahr.

Der Garten als Ruhepol

Familie Bethke hat es zu ihrem Kleingarten, der am Stadtrand liegt, deutlich weiter als Gernot Ullmann. Etwa 15 Minuten braucht die Familie, wenn sie mit dem Auto in den Garten fährt. Die Anreise sei aber kein Problem, ganz im Gegenteil, sagt Melanie Bethke – sie finde es gut, wenn Garten und Wohnung deutlich getrennt seien. "Der Garten ist mein Ruhepol, meine Auszeit vom stressigen Alltag. Die Wohnung kann mir das nicht geben, da sehe ich an jeder Ecke, was noch gewaschen, geputzt, eingekauft werden müsste." Aktuell sind beide Elternteile in der Elternzeit und deswegen wie Gernot Ullmann fast jeden Tag in ihrem Garten.

Wir haben einfach Möhren im Supermarkt gekauft und in die Erde gesteckt.

Familie Bethke zur kreativen Gärtnerhilfe für ihre fünfjährige Tochter
Ein Holzpferd zum Spielen mit einem Ledersattel.
Für ihre fünfjährige Tochter hat Familie Bethke ein Holzpferd zum Spielen selbst gebaut. Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag

Für die Kinder, die fünfjährige Amelie und die elf Wochen alte Pauline, sei der Garten besonders schön. "Pauline schläft hier draußen, trotz der Nähe zum Flugplatz, viel besser als daheim, vier bis fünf Stunden am Stück", erzählt Melanie Bethke. Und die fünfjährige Amelie habe sogar ein eigenes Beet und pflanze dort beispielsweise Möhren an. Bethke erzählt lachend: "Als ihre Möhren nichts geworden sind, war Amelie ganz traurig. Da haben wir einfach Möhren im Supermarkt gekauft und in die Erde gesteckt."

Den Garten gegen ein Wohnmobil tauschen

Sollen die beiden Töchter den Garten später einmal übernehmen, so wie Gernot Ullmann den Kleingarten seiner Eltern? "Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das wollen", sagt Benjamin Bethke. Auch die beiden Eltern planen nicht, den Garten bis zur Rente zu behalten: "Unser Traum ist es, wenn die Kinder aus dem Haus sind, in Vollzeit mit einem Wohnmobil um die Welt zu reisen. Dafür brauchen wir keinen Garten."

Auch bei Gernot Ullman werden die Kinder den Garten wahrscheinlich nicht übernehmen. Doch Ullmann freut sich über jedes Jahr, in dem er seinen Kleingarten noch selbst behalten kann. Er sagt: "Solange wie's geht, geb' ich den Garten nicht ab."

Alisa Sonntag
Bildrechte: MDR/Martin Paul

Über die Autorin Neugierig ist Alisa Sonntag schon immer gewesen - mit Leidenschaft auch beruflich. 1994 geboren, beendet sie aktuell ihre Master in Multimedia und Autorschaft und International Area Studies in Halle. Dabei schreibt sie außer für den MDR SACHSEN-ANHALT unter anderem auch für das Journalismus-Startup The Buzzard - und träumt davon, in einem Garten ihre eigenen Tomaten anzubauen.

Quelle: MDR/aso

MDR SACHSEN-ANHALT

Zuletzt aktualisiert: 11. August 2019, 18:52 Uhr

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5 Kommentare

12.08.2019 15:32 Bernd 5

@Torsten, eine jaehrliche Begehung ist eigentlich ok. Aber gewisse Weitsich und Verstaendnis sind gefragt. Zu DDR-Zeiten waren Leute die um 4 Feierabend hatten wenige Minuten spaeter im Garten. Heute gibt es Leute die koennen nur am WE im Garten sein. Regnet es dann am Samstag geht Rasen maehen nicht. Schoen wenn die Verantwortlichen darauf Ruecksicht nehmen. Dann behaelt man auch Mitglieder, aber nicht wenn man mit Belehrungen und Abmahnungen um sich wirft. Und es gibt irgendwo den Spaghat naturnah und entsprechend Kleingartengesetz zu finden.

12.08.2019 14:00 reiner202 4

Wir haben 21 Gärten,und können uns kaum vor Anfragen retten. Das liegt daran das wir unter keinen Zwang zu leiden haben. Was ist in vielen Anlagen nicht so.

12.08.2019 08:48 Torsten B. 3

Liebe Luise, einen Garten zu haben bedeutet in erster Linie, viel Arbeit und Zeit, die man haben muss. Man geht mit der Übernahme des Pachtvertrages sehr viel Verpflichtungen ein, sei es der geregelte Anbau von Obst und Gemüse, sei es die die Höhe der Hecken oder die Nutzung einer Trockentoilette. Es ist einfach unser Zeitgeist, es sind die Menschen selbst, die den Kleingarten als solches zur Eigenversorgung oder Erholung nicht mehr brauchen. Es gibt sehr viele andere Möglichkeiten ohne irgendeine Bevormundung einzugehen. Jährliche Begehungen durch den Vorstand, wie bei uns, enden in Auflagen und Belehrungen. Nicht viele neue Interessenten wollen sich das antun. Nur immer Investoren die Schuld zu geben, ist eindeutig zu kurz gesprungen. Ich habe meinen Garten auch von meinem Vater übernommen, ich wollte einfach sein Werk fortführen, aber bei den strengen Auflagen überlegt man schon, alles hinzuschmeißen.

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