Nach Online-Demos Fridays for Future: Klimastreiks wieder auf der Straße

Unter dem Motto "Kein Grad weiter" hatte Fridays for Future am Freitag zum fünften globalen Klimastreik aufgerufen. Gemeinsam sollte auf der Straße ein starkes Zeichen für Klimagerechtigkeit gesetzt werden. Gefolgt seien dem Aufruf mehr als zwanzig for-Future-Gruppen und weitere Klima-Initiativen deutschlandweit. Demonstriert wurde aber auch, damit der Klimaschutz nicht weiterhin im Schatten von Corona stehe.

Friday for Future-Demonstranten verschiedenen Alters demonstrieren für den Klimaschutz. In den Händen halten einige von ihnen Schilder und Plakate.
Am Freitag ging es wieder für den Klimaschutz auf die Straße – wie hier in Magdeburg. Bildrechte: MDR/Leonard Schubert

Am Freitag wurde weltweit wieder für den Klimaschutz auf den Straßen demonstriert. Gemeinsam, aber coronakonform, sollte ein starkes Zeichen für Klimagerechtigkeit gesetzt werden, wie Fridays for Future Magdeburg mitteilte. Gefordert wurde unter anderem der Kohleausstieg bis 2030 und die Klimaneutralität Deutschlands bis 2035.

In den vergangenen Monaten dominierte die Corona-Pandemie die Debatten. Demonstrationen wurden auf ein Minimum reduziert. Dadurch fand der letzte globale Klimastreik zum Großteil online statt. Am Freitag aber nun ging es wieder auf die Straße: Unter dem Motto "Kein Grad weiter" hatte Fridays for Future zum fünften globalen Klimastreik aufgerufen. Weltweit waren Demonstrationen in mehr als 2.400 Städten geplant.

Klimaschutz darf trotz Corona nicht vergessen werden

Friday for Future. Demonstranten verschiedenen Alters demonstrieren für den Klimaschutz. In den Händen halten einige von ihnen Schilder und Plakate.
Auch in Sachsen-Anhalt demonstrierte Jung und Alt für den Klimaschutz. Hier Halle/Saale. Bildrechte: MDR/Duy Tran

Die Demonstration auf der Straße sei wichtig, damit der Klimaschutz durch Corona nicht weiterhin im Schatten bleibe, so Tarek Schwaneberg von der Magdeburger Bewegung: "Wir stehen an einem Scheideweg: Rasen wir weiter auf den Abgrund zu oder ziehen wir die Notbremse? 2019 haben wir die Klimakrise auf die politische Agenda gesetzt. 2020 müssen auch trotz Corona endlich die notwendigen Maßnahmen folgen."

Jenny Haker von Fridays for Future Magdeburg sagte, die Corona-Krise habe gezeigt, dass die Regierung entschlossen handeln könne, wenn sie es möchte. "Umso wichtiger ist es nun, jede Krise ernst zu nehmen und wie eine Krise zu behandeln. In der Klimakrise läuft uns die Zeit davon. Wie müssen jetzt ganz klar sagen: Kein Grad weiter!"

Streiks auch in Magdeburg und Halle

Auch in Sachsen-Anhalt sind die Menschen für den Klimaschutz auf die Straßen gegangen. Hier einige Eindrücke aus Magdeburg und Halle.

Fridays for Future 5. globaler Klimastreik: Impressionen aus Halle und Magdeburg

Demonstranten in Halle/Saale. Bildrechte: MDR/Duy Tran
Demonstranten in Halle/Saale. Bildrechte: MDR/Duy Tran
Demonstranten in Halle/Saale. Bildrechte: MDR/Duy Tran
Demonstranten in Halle/Saale. Bildrechte: MDR/Duy Tran
Demonstranten in Halle/Saale. Bildrechte: MDR/Duy Tran
Ein Plakat von Demonstranten in Halle/Saale. Bildrechte: MDR/Duy Tran
Friday for Future-Demonstranten verschiedenen Alters demonstrieren für den Klimaschutz. In den Händen halten einige von ihnen Schilder und Plakate.
Demonstranten in Magdeburg. Bildrechte: MDR/Leonard Schubert
Friday for Future-Demonstranten verschiedenen Alters demonstrieren für den Klimaschutz vor dem Magdeburger Dom. In den Händen halten einige von ihnen Schilder und Plakate.
Demonstranten in Magdeburg. Bildrechte: MDR/Leonard Schubert
Friday for Future. Demonstranten verschiedenen Alters demonstrieren für den Klimaschutz. In den Händen halten einige von ihnen Schilder und Plakate.
Demonstranten in Magdeburg. Bildrechte: MDR/Leonard Schubert
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Quelle: MDR/mf

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 25. September 2020 | 19:00 Uhr

8 Kommentare

Hans Frieder leistner vor 4 Wochen

Für eine sachliche Disskussion bin ich immer aufgeschlossen. Die tägliche Veränderung der Temperatur ist nicht das Klima. Haben sie aber auch mal bedacht, daß das Schmelzen des Arktiseises durch den Abbruch des Golfstroms zu einer neuen Eiszeit führen wird? Das dauert zwar noch eine Weile, aber es wird so kommen. Ich verneine ja nicht, daß sich das Klima ändert, aber so wie sich das unbedarfte Menschen vorstellen, ist es aber nicht. Der Mensch hat kaum Einfluß darauf.

aus Elbflorenz vor 4 Wochen

Eine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten, bringt den Diskurs nicht voran. Es könnte eher der Verdacht entstehen, dass die wahre Bedeutung von "Klimagerechtigkeit" nicht offenbart werden soll und dieser Begriff nur
dazu diene, Abgaben gegen den Bürger und Transformation bzw. Umverteilung auf dem Gebiet des Energiemarkets verschleiern solle.

Steffen 1978 vor 4 Wochen

Realitätsverlust sieht man an den Demonstranten soll doch jeder einen Baum pflanzten und pflegen oder Müll sammeln da wäre die zeit besser genutzt die sollten erstmal was leisten und sich selbst ernähren bevor sie Demonstrieren

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