Schneller und wendiger Ordnungsämter setzen auf E-Bikes

Mitarbeiter vieler Kommunen in Sachsen-Anhalt sind inzwischen mit dem Rad unterwegs – teils auch mit dem E-Bike. Vor allem die Ordnungsämter setzen auf die Räder: Mit ihnen können Dienstwege meist schneller erledigt werden.

Schriftzug Ordnungsamt auf dem Rücken der Jacke einer Politesse
In einigen Städten sind die Mitarbeiter des Ordnungsamtes inzwischen auch auf Rädern unterwegs. (Symboldbild) Bildrechte: imago/Deutzmann

Meist geht es schneller, als mit dem Auto, und ist zudem umweltfreundlicher: Viele Kommunen in Sachsen-Anhalt stellen ihren Mitarbeitern inzwischen Fahrräder bereit, vielerorts sind auch E-Bikes im Einsatz. Genutzt werden sie meistens vom Ordnungsamt. So stehen fünf Mitarbeitern des Magdeburger Ordnungsamtes seit Anfang Mai zwei elektrisch betriebene Räder zur Verfügung. Laut der Stadt Magdeburg sind sie damit vor allem Falschparkern auf der Spur. Mit den E-Bikes könnten die Mitarbeiter auch längere Strecken zurückgelegen.

Elektrisch unterwegs in Zeitz und im Jerichower Land

Auch in Zeitz im Burgenlandkreis wird seit März ein E-Bike getestet. Stadtsprecherin Sophie Schlehahn betont, dass mit dem Rad vor allem Zeit gespart wird: "Die Mitarbeiter im Ordnungsamt finden, dass die E-Bikes im Berufsalltag eine sehr gute Alternative sind, wenn es schnell gehen soll." Auch in engen Straßen mache es sich gut. Das Test-Rad kam bereits zum Einsatz, um Altkleidercontainer im Stadtgebiet zu erfassen. Ob sich die Stadt selbst ein E-Bike zulegen wird, darüber wird laut Schlehahn noch beraten. Bislang wird das Rad von den örtlichen Stadtwerken geliehen.

Mitarbeiter des Landkreises Jerichower Land sind ebenfalls mit E-Bikes unterwegs. Hier werden die Räder nach Informationen einer Sprecherin vorwiegend im Sommer genutzt. Für bestimmte Aufgaben seien sie nicht gedacht, vielmehr könnten sie von allen Mitarbeitern für Dienstwege genutzt werden. Laut der Sprecherin fahren die Mitarbeiter etwa 20 bis 30 Kilometer, bis der Akku leer ist. Dieser wird dann an der Steckdose aufgeladen. Auch der Landkreis Jerichower Land leiht die Räder.

Stendal und Dessau-Roßlau mit Rad ohne Antrieb

Mit Rad, allerdings ohne Antrieb sind die Mitarbeiter des Ordnungsamtes in Stendal unterwegs. Die drei Fahrräder können sie für Dienstwege nutzen. "Das Thema Fahrräder beschäftigt gerade unsere Politik und Verwaltung", erklärte Sprecher Armin Fischbach. Derzeit prüfe die Verwaltung, wo Dienstfahrräder und E-Roller sinnvoll sein könnten. 

Ähnlich wie in Stendal verfügt auch Dessau-Roßlau über drei Fahrräder ohne elektrische Unterstützung. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung seien viel mit dem eigenen Rad unterwegs, erklärte Sprecher Carsten Sauer.

Keinen Bedarf an Fahrrädern gibt es in Wernigerode. Sprecherin Winnie Zagrodnik sagte: "Im Allgemeinen sind dafür die Strecken zu kurz." Bislang habe auch noch kein Mitarbeiter danach gefragt. Jedoch verwies die Stadt darauf, dass sie zwei Elektroautos nutze.

Quelle: dpa, MDR/sp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 19. Mai 2019 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Mai 2019, 12:35 Uhr

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1 Kommentar

19.05.2019 13:48 Maik Feudel Haustein 1

Sehr geehrte Damen und Herren , statt auf E-Bik's sich um zustellen ,sollte viel lieber auf passende Brillen mit genügend Sehstaerke geachtet werden . Begründung dafür : Bei meinen wochenendlichen Spaziergängen in den grossen Parks von Magdeburg Stelle ich jedes Mal wieder eine geduldete Umweltverschmutzung durch Grill und Fressorgien auf Wiesen ,Wegen und genehmigten Grillplätzen fest.Dies ist auch fotografisch festgehalten.Sich aber vom Ordnungsamt in der Pflicht fühlen ,wenn man ihnen mit unangeleinten Vierbeiner entgegen kommt bzw der Hund sein Geschäft tief im Gestrueb verrichtet.Das Problem ist , das Hundescheisse stinkt wenn man rein tritt aber Müll halt nur Scheisse aussieht .
Bevor dieses geduldete Problem nicht behoben wird , bitte ich von jeglichen Ordnungsgeldern bei Hundehaltern Abstand zunehmen.

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