Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 26.05.2020

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Antragsfrist für Corona-Soforthilfe endet

Die Antragsfrist für das Corona-Soforthilfeprogramm der Landesregierung läuft am Ende der Woche aus. Wirtschaftsminister Armin Willingmann sagte, mit dem Programm sei es gelungen, Unternehmen in Sachsen-Anhalt vor der Insolvenz zu bewahren und tausende Arbeitsplätze zu retten. Insgesamt seien bisher über 260 Millionen Euro ausgezahlt worden. Von den 40.000 eingegangenen Anträgen seien knapp 35.000 bewilligt worden. Nun gehe es darum, die Hilfen für Branchen, die weiterhin von großen Umsatzeinbußen betroffen sind, passgenau zu verlängern. Unter den bewilligten Anträgen würden zudem knapp 150 mögliche Betrugsfälle untersucht. Allein in diesen Fällen seien 750.000 Euro geflossen.

Stand: 21:00 Uhr


Frist für Volksbegehren verlängert

Die Frist für das Volksbegehren zur besseren Unterrichtsversorgung in Sachsen-Anhalt wurde verlängert. Das hat die Landesregierung mitgeteilt. Wegen der Corona-Pandemie können die 170.000 nötigen Unterschriften noch bis zum 18. August gesammelt werden. Hinter dem Volksbegehren steht das Bündnis "Den Mangel beenden - Unseren Kindern Zukunft geben!" Es will die Planungszahlen zu Lehrern, pädagogischen Mitarbeitern und Schulsozialarbeitern gesetzlich verankern.

Stand: 20:00 Uhr


Schwellenwerte für künftige Infektions-Fälle festgelegt

Die Landesregierung hat eine neue Strategie für auftretende Corona-Infektionen entworfen. Dem Sozialministerium zufolge wurden dazu gewisse Schwellenwerte festgelegt. Werden binnen einer Woche fünf bestätigte Infektionen auf 100.000 Einwohner festgestellt, sollen Nachforschungen in den entsprechenden Landkreisen oder Städten angestellt werden. Diese werden vom Landesamt für Verbraucherschutz und den örtlichen Gesundheitsämtern übernommen. Bei noch höheren Infektionszahlen können dann örtliche Schließungen von Einrichtungen oder Betrieben folgen. Im Extremfall gebe es vor Ort einen neuen Lockdown.

Stand: 17:30 Uhr


FCM kann voraussichtlich zu Hause spielen

Der 1. FC Magdeburg kann am Sonnabend voraussichtlich vor heimischer Kulisse spielen. Die Landesregierung hat Spiele und Training im Profisport wieder gestattet. Dem Kabinett zufolge, liegt des letzte Wort jeweils bei den Städten. Der FCM hat währenddessen seinen Antrag auf Verschiebung der Spiele zurückgenommen. Der Deutsche Fußballbund hatte beschlossen, Spiele einer Mannschaft vorerst auch ohne Rücksicht die festgelegte Pause von 72 Stunden ansetzen zu wollen. Der FCM erklärte, dies könne er nicht verantworten. Der Verein bleibe jedoch bei seinen Vorwürfen, dass der DFB beim Neustart der dritten Liga keine gleichen Bedingungen für alle Teilnehmer gewähren konnte. - Der Hallesche FC bestreitet sein Spiel am Sonntag auswärts.

Stand: 17:30 Uhr


Identitäre Bewegung beendet Hausprojekt in Halle

Das Hausprojekt der Identitären Bewegung in Halle scheint endgültig beendet zu sein. Wie eine Polizeisprecherin MDR SACHSEN-ANHALT auf Nachfrage sagte, versammelten sich am Dienstagnachmittag spontan rund 55 junge Leute vor dem Haus in der Adam-Kuckhoff-Straße unter den Klängen von Andrea Bocellis und Sarah Brightmans "Time To Say Goodbye". Grund für die Versammlung waren offensichtliche Umzugsaktivitäten im Haus. Polizisten waren vor Ort. Laut Polizei verlief die Versammlung friedlich und ohne Vorkommnisse.

Die Identitäre Bewegung ist eine völkisch orientiere Gruppierung. Verfassungsschützer rechnen sie dem Rechtsextremismus zu. Das Hausprojekt in Halle wurde vor drei Jahren bezogen. Zeitweise hatte der AfD-Landtagsabgeordnete Hans-Thomas Tillschneider ein Abgeordnetenbüro in dem Haus.

Stand: 16:30 Uhr


Kritik an Corona-Konjunkturpaket der SPD

Die Forderung von Sachsen-Anhalts SPD nach einem Corona-Konjunkturpaket stößt auf Kritik. Landtagsabgeordneter Olaf Meister von den Grünen sagte MDR SACHSEN-ANHALT, er begrüße zwar ein Konjunkturprogramm. Ausgaben in Höhe von zwei Milliarden Euro anzusetzen, halte er aber für nicht nachvollziehbar. Ähnlich äußerte sich CDU-Finanzexperte Daniel Szarata. Die CDU habe das Gefühl, in dem Plan stehe alles, was man sowieso schon immer einmal aufschreiben wollte. Ziel müsse es sein, neue Schulden möglichst gering zu halten. Sachsen-Anhalts SPD hatte für das Land ein Krisen-Paket in Höhe von zwei Milliarden Euro gefordert, um die Wirtschaft in der Corona-Zeit wieder anzukurbeln.

Stand: 16:00 Uhr


Sachsen-Anhalt will Pflege-Bonus für Altenpfleger aufstocken

Altenpflegerinnen und Altenpfleger in Sachsen-Anhalt sollen in diesem Jahr eine Prämie von bis zu 1.500 Euro bekommen. Wie Ministerpräsident Reiner Haseloff mitteilte, werden dafür 17,5 Millionen Euro aus dem Corona-Nachtragshaushalt verwendet. Morgen werde der Finanzausschuss des Landtages darüber abstimmen. Der Bund will den Pflegekräften eine Einmalzahlung in Höhe von 1.000 Euro vergüten. Die Länder können den Bonus um 500 Euro aufstocken. Nach Angaben der Landesregierung kommt das Geld rund 39.000 Beschäftigten zugute.

Stand: 16:00 Uhr


Corona-Krise: SPD will Zwei-Milliarden-Euro-Konjunkturprogramm

Sachsen-Anhalts SPD fordert ein Konjunkturprogramm für das Land in Höhe von zwei Milliarden Euro. Dadurch soll die Wirtschaft in Zeiten der Coronavirus-Pandemie angekurbelt werden. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Katja Pähle sagte MDR SACHSEN-ANHALT, mit dem Paket sollten bei kleinen und mittelständischen Unternehmen Arbeitsplätze gesichert werden. Die öffentliche Hand solle in Krankenhäuser und Schulen investieren können, um so die Nachfrage privater Haushalte zu ersetzen. Die SPD sei bereit, dafür auch neue Schulden zu machen. Kritik an dem Vorschlag kommt vom Landesrechnungshof. Präsident Kai Barthel erklärte, bevor man neue Schulden mache, gehörten zunächst alle öffentlichen Ausgaben auf den Prüfstand.

Stand: 13:30 Uhr


Halles Marktkirche wird saniert

Die Marktkirche in Halle mit ihren vier Türmen ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Sachsen-Anhalt. Nun soll der kulturhistorische Schatz für Besucher noch attraktiver werden. Mit neuer Lichtgestaltung, einem Kirchencafe und einer besseren Präsentation von Luthers Totenmaske. Am Dienstag ist dafür der Startschuss gegeben worden. Über drei Millionen Euro aus dem EFRE Kulturerbeprogramm stehen zur Verfügung. In einem europäischen Wettbewerb hatte das Projekt Marktkirche überzeugt. Im kommenden Jahr soll alles fertig sein.

Stand: 15:30 Uhr


Leben für Rentner in Sachsen-Anhalt besonders günstig

Das Leben ist für Rentner in Sachsen-Anhalt besonders günstig. Eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos hat ergeben, dass die Lebenshaltungskosten hierzulande unter dem Bundesdurchschnitt liegen. In der Studie wurde verglichen, was sich Senioen für 1.000 Euro in den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten leisten können. Demnach hat die Summe im Landkreis Wittenberg einen realen Wert von 1.138 Euro, ähnlich ist es im Salzlandkreis. In München sind es dagegen 760 Euro.

Stand: 13:30 Uhr


Erneut gegen Bombendrohung gegen Ärztehaus in Halle

In Halle hat es am Dienstagmorgen erneut eine Bombendrohung gegen das Ärztehaus in der Ernst-Kamieth-Straße gegeben. Laut einer Polizeisprecherin habe man kurz nach acht Uhr von dem Sachverhalt erfahren. Die Straße wurde zwischenzeitlich gesperrt. Gegen 9.30 Uhr konnten alle Maßnahmen beendet werden. Bereits am Montag musste das Ärztehaus wegen einer Bombendrohung geräumt werden.

Stand: 13:30 Uhr

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Corona-Testzentrum am Schlachthof in Weißenfels eröffnet

Am Schlachthof in Weißenfels ist ein Corona-Testzentrum eröffnet worden. Mitarbeiter des Unternehmens Tönnies werden dort nun regelmäßig auf Covid-19 getestet. Bereits Mitte Mai hatte es großangelegte Tests gegeben, nachdem in der Fleischindustrie gehäuft Corona-Fälle auftraten. Im Schlachthof Weißenfels arbeiten 2.500 Menschen. Bislang wurde niemand positiv getestet.

Stand: 12:30 Uhr


Mieten in Sachsen-Anhalt im bundesweiten Durchschnitt günstig

In Sachsen-Anhalt sind die Mieten im bundesweiten Durchschnitt vergleichsweise günstig. Das hat eine Analyse des Internetportals "Immowelt" ergeben. Vor allem in kleineren Großstädten zahlen Mieter demnach mehr für ihre Wohnung. Beispielsweise in Reutlingen in Baden-Württemberg sind die Mieten Anfang April zwölf Prozent teurer gewesen als noch Ende 2019. Ähnlich ist die Lage in Mainz und Moers. In Halle und Magdeburg liegt der Preis pro Quadratmeter weiterhin bei sechs Euro. Immowelt hatte die Mieten im vergangenen Halbjahr von rund 80 Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern verglichen.

Stand: 12:30 Uhr


Land will weitreichende Lockerungen beschließen

Die Landesregierung will heute die bisher umfangreichsten Corona-Lockerungen für Sachsen-Anhalt beschließen. Gut zwei Monate nach Beginn des Lockdowns soll die neue Landesverordnung weitere Öffnungen bereits ab Donnerstag ermöglichen. Der Beschluss soll am Vormittag fallen, eine Pressekonferenz ist zu 14 Uhr angesetzt. Von Sport in geschlossenen Räumen und in Schwimmbädern über Kultur in Theatern, privaten Veranstaltungen mit größerem Teilnehmerkreis bis hin zu Kongressen und Touristen aus anderen Bundesländern soll vieles erlaubt sein. Das alles allerdings unter Auflagen mit entsprechenden Hygienkonzepten, die teils vom zuständigen Landkreis oder der zuständigen Stadt genehmigt werden müssen.

Stand: 11:00 Uhr


1. FC Magdeburg trauert um Jürgen Ohm

Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg trauert um seinen ehemaligen Verteidiger Jürgen Ohm. Der 76-Jährige starb nach Angaben des Vereins nach schwerer Krankheit. Ohm gehörte zu der Mannschaft, die mit dem FCM den Europapokal im Jahr 1974 holte.

Stand: 12:30 Uhr


Offiziell: Brückenbauarbeiten an der A2 starten nach Pfingsten

Autofahrer auf der A2 bei Magdeburg müssen nach dem Pfingstwochende mit Staus und Behinderungen rechnen. Der Grund: Dann sollen die lange erwarteten umfangreichen Sanierungsarbeiten zwischen Hohenwarthe und dem Magdeburger Kreuz beginnen. Wie die Straßenbaubehörde mitteilte, wird zum einen in Fahrtrichtung Hannover der Beton erneuert. Zum anderen müsse in derselben Fahrtrichtung eine der Elbebrücken bei Hohenwarthe repariert werden. Dort hatten die Experten Risse festgestellt. Zudem: Auch auf der Umleitungsstrecke über die vielbefahrene B1 quer durch Magdeburg stehen Bauarbeiten an. In Höhe Elbauenpark wird ab August für drei Wochen ein Abschnitt der Bundesstraße erneuert.

Stand: 11:00 Uhr


Weitere Millioneninvestition in Sandersdorf-Brehna geplant

In Sandersdorf-Brehna im Landkreis Anhalt-Bitterfeld bahnt sich nach der Ansiedlung einer Papierfabrik nun eine weitere Millioneninvestition an. Das Brandenburger Unternehmen RECON T will eine Papiersortieranlage bauen. Geschäftsführer Uwe Bartz sagte MDR SACHSEN-ANHALT, seine Firma wolle 38 Millionen Euro investieren. Nach Einschätzung von Bartz könne die Anlage in zwei Jahren entstehen. Knapp 50 Arbeitsplätze würden geschaffen. Die Anlage soll hinter der Papierfabrik stehen, die derzeit noch gebaut wird. Somit gebe es kurze Wege bei der Zusammenarbeit.

Stand: 11:00 Uhr


Bisher 450 Benutzerkonten im "digitalen Rathaus" von Tangerhütte

Das "digitale Rathaus" der Einheitsgemeinde Tangerhütte hat bislang 450 registrierte Benutzerkonten. Das teilte Hagen Woecht, der Geschäftsführer des betreuenden Unternehmens für den technischen Support von Innocon Systems, mit. Er setzt das Modellprojekt für die Einheitsgemeinde um. Das Ziel der Gemeinde ist, dass Bürger, Unternehmen und Vereine Leistungen der Verwaltung online nutzen können. Der Dienst wurde im März gestartet.

Stand: 11:00 Uhr


Dritte Liga ab 30. Mai – HFC und FCM unter Vorbehalt am Start

Die dritte Fußball-Liga wird am Wochenende fortgesetzt. Bei einem außerordentlicher Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes stimmten 95 Prozent der 250 Delegierten für einen Neustart. Der Geschäftsführer des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt, Frank Pohl, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, echte Chancen auf einen Saison-Abbruch habe man sich zwar nicht ausgerechnet. Dieses klare Votum habe dann aber doch überrascht. Damit empfängt der 1.FC Magdeburg am Samstag Kaiserslautern. Der Hallesche FC muss am Sonntag bei Preußen Münster ran. Beide Vereine hatten einen Saison-Abbruch gefordert und erklärten nun, zunächst unter Vorbehalt anzutreten.

Stand: 11:00 Uhr


Autokino-Betreiber bisher zufrieden

Wernigerode, Halberstadt, Aschersleben oder Magdeburg haben seit kurzem eines gemeinsam: In diesen Orten gibt es Autokinos. Die Veranstalter teilten MDR SACHSEN-ANHALT mit, die Veranstaltungen seien super angelaufen. Allerdings merken die Betreiber nach eigenen Angaben inzwischen, dass immer mehr Lockerungen in Kraft treten. Das Freizeit-Angebot sei dadurch vielfältiger geworden. Allerdings: Die Autokino-Veranstalter zeigen nicht nur Filme: Es gibt auch Autokino-Konzerte, Disko, sogar Kindertheater ist im Harz in Planung. Wie lange die Autokinos geöffnet bleiben, das hängt letztlich vom Zuspruch des Publikums ab.


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