Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 29.09.2020

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Widerstand gegen Windpark bei Dessau

Gegen die geplante Erweiterung eines Windparks bei Dessau regt sich Widerstand. Eine Bürgerinitiative prüft nach eigenen Angaben, juristisch gegen das Projekt vorzugehen. Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld hatte zuvor die Baugenehmigung für drei weitere Windräder erteilt. In dem Windpark zwischen Quellendorf, Libbesdorf und Mosigkau sind bereits 24 Anlagen in Betrieb. Anwohner befürchten durch die zusätzlich geplanten 250 Meter hohen Windräder eine erhebliche Lärmbelästigung. Die Rotorblätter seien zudem eine Gefahr für Vögel.

Stand: 21:00 Uhr


Jerichower Land: Wolf muss Chefsache werden

Der Landrat des Jerichower Landes, Burchardt, will, dass der Wolf Chefsache wird. Der SPD-Politiker sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Weidetierbesitzer hätten schwere Verluste erlitten und liefen teilweise den Entschädigungen hinterher. Wenn der Wolf die Tiere jetzt schon aus dem Garten hole und nicht mehr nur auf abgelegenen Weiden, dann sei die Nähe zum Menschen zu groß. Burchhardt hatte bereits gestern gefordert, einzelne Abschüsse zu erlauben. Im Landkreis Jerichower Land haben Wölfe allein im August mehr Nutztiere gerissen als im gesamten Jahr 2019. Erst am Wochenende waren im Raum Möckern mehrere Schafe und eine trächtige Stute getötet worden.

Stand: 20:00 Uhr


HFC verlängert vorzeitig mit Boyd

Der Hallesche FC hat den Vertrag mit Terrence Boyd vorzeitig um ein Jahr verlängert. Wie der Fußball-Drittligist meldet, bleibt der Stürmer bis Juni 2022. Boyd hatte in der vergangenen Saison 14 Tore erzielt. Das war vorher noch keinem HFC-Spieler gelungen.

Stand: 17:00 Uhr


Fliegerbombe im Saalekreis gesprengt

In Leuna ist bei Schachtarbeiten eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Nach intensiver Prüfung des Blindgängers wurde ein Transport des Kampfmittels zur Kiesgrube Wallendorf beschlossen. Dort wurde sie kontrolliert gesprengt. Im Zuge des Transportes wurde die Verbindungsstraße zwischen Wallendorf und Tollwitz kurzzeitig gesperrt.

Stand: 16:30 Uhr


Paritätsgesetz: Landesregierung sieht hohe Hürden

Ein Paritätsgesetz auf Landes- oder Kommunalebene in Sachsen-Anhalt ist nur mit einer Grundgesetz-Änderung möglich. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten der Universität Halle. Es war vom Landes-Justizministerium in Auftrag gegeben worden. Die Landesregierung war im Koalitionsvertrag mit der Prüfung eines Paritätsgesetzes beauftragt worden. Eine solches Gesetz würde sicherstellen, dass Parteien gleichermaßen Frauen und Männer als Kandidaten für Wahlen aufstellen. In Thüringen hatten Richter ein solches Gesetz im Sommer gestoppt.

Stand: 16:00 Uhr


Schloßplatz: Abrissarbeiten in Dessau verzögern sich

Die Abrissarbeiten am Dessauer Schloßplatz verzögern sich. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT ist im Plattenbau der ehemaligen Berufsschule Asbest gefunden worden. Das Gebäude soll für einen Hotelneubau abgerissen werden. Die Stadtverwaltung wollte auf Anfrage noch nichts zu den Verzögerungen sagen. Bei Asbest handelt es sich um Mineralfasern. Werden sie eingeatmet, können sie schwere Atemwegserkrankungen verursachen. Asbest muss als gesonderter Abfall entsorgt werden.


Fußball: HFC verlängert vorzeitig mit Boyd

Der Hallesche FC hat den Vertrag mit Terrence Boyd vorzeitig um ein Jahr verlängert. Wie der Fußball-Drittligist meldet, bleibt der Stürmer bis Juni 2022. Boyd hatte in der vergangenen Saison 14 Tore erzielt. Das war vorher noch keinem HFC-Spieler gelungen.

Stand: 16:00 Uhr


Lebenserwartung: In Sachsen-Anhalt geringer als im Bundesschnitt

Die durchschnittliche Lebenserwartung in Sachsen-Anhalt liegt weiter deutlich unter dem Bundesschnitt. Das Zahlen haben die Statistikämter heute veröffentlicht. Neugeborene Mädchen werden in Sachsen-Anhalt 82,7 Jahre alt. Das sind acht Monate weniger. Bei den neugeborenen Jungen liegt die Differenz bei zwei Jahren und drei Monaten. Sie werden in Sachsen-Anhalt 76,4 Jahre alt. Insgesamt hat sich die Lebenserwartung weiter erhöht.

Stand: 15:00 Uhr


Corona: Bundes- und Landesregierungen beraten weiteres Vorgehen

Bundeskanzlerin Merkel und die Länder-Ministerpräsidenten beraten am Dienstag, wie in der Coronavirus-Pandemie weiter vorgegangen werden soll. Verschiedene Medien haben bereits aus der Vorlage des Bundes zitiert. Demnach könnten in Gaststätten in besonders betroffenen Regionen zeitlich begrenzte Ausschankverbote erteilt werden. Für Feiern in privaten oder öffentlichen Räumen soll es Obergrenzen von 25 beziehungsweise 50 Teilnehmern geben. Der Bund schlägt außerdem ein Bußgeld von 50 Euro für Menschen vor, die im Restaurant falsche Angaben machen.

Stand: 13:30 Uhr


Halle: Cyberagentur sucht größeren Standort

Die Cyberagentur des Bundes sucht einen größeren Standort in Halle. Bislang hat die Agentur neben den beiden Geschäftsführern einen Mitarbeiter. Am Ende sollen es bis zu 100 sein. Bis Ende des Jahres läuft eine Wirtschaftlichkeitsprüfung, ob die Cyberagentur am Flughafen Leipzig/ Halle angesiedelt werden soll. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT ist ein Standort dort aber unwahrscheinlich. Die von Verteidigungs- und Innenministerium gegründete Agentur soll Forschung zur Cybersicherheit in Deutschland anstoßen. Sie hat derzeit ein Büro in Halle.

Stand: 13:00 Uhr


Gefängnis: Neubau in Halle verzögert sich weiter

Der Neubau des Gefängnisses in Halle verzögert sich weiter. Das hat das Finanzministerium auf Anfrage der Linken-Landtagsfraktion eingeräumt. Wie groß der Zeitverzug sein wird, ist aber noch unklar. Die Suche nach einem Generalunternehmer muss wiederholt werden. 2018 hatte die Landesregierung angekündigt, spätestens in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen zu wollen. Mit einer Fertigstellung wurde nach drei Jahren gerechnet. Das neue Gefängnis soll 600 statt bisher 400 Plätze haben. Das Land will 170 Millionen Euro investieren. Hintergrund sind Vorgaben der EU. Danach haben Gefangene ab 2025 das Recht auf eine Einzelzelle und mehr Platz.

Stand: 11:00 Uhr


Supermarkt-Überfall in Hettstedt

In Hettstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz hat ein Unbekannter einen Supermarkt überfallen. Wie die Polizei mitteilte, betrat der Mann am Abend das Geschäft und bedrohte die Angestellten mit einem Messer. Anschließend sei der Täter mit Bargeld in unbekannter Höhe geflohen.

Stand: 11:00 Uhr


Sachsen-Anhalt: Sorge vor Ausbruch der Schweinepest wächst

In Sachsen-Anhalt wächst die Sorge vor einem Ausbruch der afrikanischen Schweinepest. Im Burgenlandkreis tritt morgen eine Regelung in Kraft, wonach Jäger möglichst viele Wildschweine erlegen sollen. Der Kreis übernimmt im Gegenzug die Kosten für die notwendige Untersuchung des Wildes. Vergangene Woche hatte der Altmarkkreis Salzwedel bereits Spaziergänger aufgefordert, auf Wildschweinkadaver im Wald zu achten und die Fundorte zu melden. Obwohl es bislang noch keinen nachgewiesenen Fall von afrikanischer Schweinepest in Sachsen-Anhalt gibt, müssen Schweinehalter hierzulande bereits erhebliche Einbußen verkraften. Der Landesbauernverband spricht von Verlusten um die 30 Prozent, weil unter anderem China kein deutsches Schweinefleisch mehr importiert.

Stand: 11:00 Uhr


Protest gegen Windpark bei Dessau

Gegen die geplante Erweiterung eines Windparks bei Dessau regt sich Widerstand. Eine Bürgerinitiative prüft nach eigenen Angaben juristisch gegen das Projekt vorzugehen. Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld hatte zuvor die Baugenehmigung für drei weitere Windräder erteilt. In dem Windpark zwischen Quellendorf, Libbesdorf und Mosigkau sind bereits 24 Anlagen in Betrieb. Anwohner befürchten durch die zusätzlich geplanten 250 Meter hohen Windräder eine erhebliche Lärmbelästigung. Die Rotorblätter seien zudem eine Gefahr für Vögel.

Stand: 11:00 Uhr


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