Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 30.06.2020

Logo Kurznachrichten
Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT


Feuerwehrverband fordert leichtere Schutzausrüstung

Sachsen-Anhalts Feuerwehrverband fordert für die Kameraden sommertaugliche Schutzausrüstung. Verbandsvorsitzender Kai-Uwe Lohse sagte dem MDR, wegen des Klimawandels habe die Zahl der Wald- und Feldbrände in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Bei Einsätzen in unwegsamem Gelände komme es verstärkt zu Zwischenfällen. Dazu zählten etwa die Überhitzung der Einsatzkräfte und Kreislaufzusammenbrüche. Nach den Worten Lohses können einige dieser Fälle durch eine leichtere Schutzkleidung verhindert werden. Er wünsche sich deshalb neue Bekleidung, wie es sie beispielsweise bei Kollegen in Südeuropa gebe.

Stand: 21:00 Uhr


Millionenhilfen für Kunst- und Kulturszene

Sachsen-Anhalt greift Künstlern und Kulturschaffenden erneut mit einem millionenschweren Hilfskonzept unter die Arme. Staatskanzleichef Rainer Robra sagte, es würden insgesamt sechs Millionen Euro bereitgestellt. Künstler und Engagierte in der Kulturszene könnten für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten insgesamt 3.000 Euro erhalten. Das Geld könne vom 20. Juli an bis zum 31. August beantragt werden. Den Anträgen müsse allerdings eine kurze Projektskizze über das künstlerische Vorhaben beigefügt werden. Ziel sei, Optimismus in der Kulturszene Sachsen-Anhalts zu verbreiten. Von den Hilfen sollen bis zu 2.000 Künstler und Kulturschaffende in Sachsen-Anhalt profitieren.

Stand: 21:00 Uhr


Sachsen-Anhalt will Kohle-Hilfen mit zusätzlichem Personal managen

Sachsen-Anhalt will mehr Personal einsetzen, um die geplanten Strukturhilfen für das vom Kohleausstieg betroffene Revier zu managen. Zeitnah sollen 50 Jobs in Ministerien und Behörden geschaffen werden, wie Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Dienstag nach einer Sitzung der schwarz-rot-grünen Regierungskoalition ankündigte. So sollen die "Leuchtturmprogramme" und Finanzhilfen für die Kohleregion im Süden des Landes umgesetzt werden. Die Staatskanzlei werde den Prozess federführend koordinieren. Hintergrund ist, dass diese Woche alle Gesetze zum Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohleverstromung von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden sollen. Geplant ist, dass bis 2038 alle Kohle-Kraftwerke vom Netz gehen. Im Gegenzug gibt es 40 Milliarden Euro an Hilfen für betroffene Regionen und Entschädigungen für Betreiber. Sachsen-Anhalt stehen aus diesem Paket rund 4,8 Milliarden Euro zu, wie Regierungschef Haseloff sagte. Davon könne das Land 1,2 Milliarden Euro für selbst gewählte Projekte ausgeben. Am Freitag wolle er dazu mehr bekannt geben.

Stand: 18:00 Uhr


Regulärbetrieb in Kitas und Schulen für nach den Sommerferien angekündigt

Bereits nach den Sommerferien könnte in Sachsen-Anhalt der Regelbetrieb an allen Schulen und in Kitas starten. Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) stellte dies für den 29. August in Aussicht. Wie sie zur Landespressekonferenz am Dienstag weiter mitteilte, würden dann die bisherigen Gruppenregelungen wegfallen. Derzeit können Kinder zwar täglich Kitas und Grundschulen besuchen. Allerdings gilt eine strikte Einteilung in Gruppen mit fest zugeteilten Pädagogen, die nicht gemischt werden dürfen. An den weiterführenden Schulen sind die Klassen bislang in mehrere Gruppen geteilt und lernen tageweise abwechselnd zuhause und in der Schule. Für die Kitas soll die Einteilung in strikt getrennte Gruppen schon während der Sommerferien gelockert werden. Vorgaben zu Abstand und Hygiene soll es laut Grimm-Benne jedoch weiterhin geben. Offizielle Beschlüsse gibt es zur Rückkehr zum Regelbetrieb noch nicht.

Stand: 15:30 Uhr


Eimerkettenbagger schaufelt Straße weg

Ein 250 Tonnen schwerer Eimerkettenbagger hat sich seinen Weg zum neuen Einsatzort selbst freigebaggert. Wie ein Reporter von MDR SACHSEN-ANHALT am Dienstag berichtet, wurde das 50 Meter lange Gerät zwischen Steinsdorf und Zwuschen im östlichen Landkreis Wittenberg an einen Kiessee umgesetzt. Dabei bahnte sich der Koloss selbst seinen Weg und räumte mit Genehmigung auch eine Kreisstraße beseite. Der Leiter des Kieswerks Lindwerder, Marcus Leonhardt, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, den Bagger für einen Transport zu demontieren, sei zu zeitaufwändig und zudem teurer gewesen, als die Straße wiederherzustellen. Der zerstörte Straßenabschnitt werde bereits wieder hergerichtet.

Stand: 16:30 Uhr


Freispruch im Prozess um Tod in Magdeburger Fahrstuhlschacht

Im Prozess um den Tod eines Mannes in einem Fahrstuhlschacht ist der Angeklagte am Dienstag freigesprochen worden. Der Vorsitzende Richter am Amtsgericht Magdeburg begründete den Freispruch mit zu vielen Zweifeln. Vor Gericht war dem 54 Jahre alten Mann vorgeworfen worden, den Tod seines Bekannten fahrlässig verursacht zu haben. Dieser war im Januar 2013 in einen Fahrstuhlschacht geklettert; ob er das tat, um dort Metall zu stehlen oder um Drogen zu verstecken, blieb unklar. Der Fahrstuhl fuhr nach unten, das Opfer wurde erdrückt und starb. Die Staatsanwaltschaft forderte ein Jahr und sechs Monate auf Bewährung für den Angeklagten. Ihrer Ansicht nach war er für den Tod verantwortlich: Er habe dem Opfer die Kletterausrüstung geliehen, und zugelassen, dass sich die Einstiegstür in den Schacht geschlossen habe und der Fahrstuhl daraufhin nach unten gefahren sei. Dieser Argumentation wollte das Gericht aber nicht folgen, da es dafür weder Spuren noch Zeugen gebe. Auch die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.

Stand: 16:30 Uhr


Aus für Fähre Ferchland - Kommunen wollen neue Elbüberquerung

Nach den frühzeitigen Stopp der Fähre Ferchland/Grieben wollen sich die Anrainer-Gemeinden für eine neue Elbe-Überquerung einsetzten. Die Landkreise teilten mit, dass nun ein Gutachten erstellt werden solle. Experten sollten klären, wie der Fluss auch bei Niedrigwassser von Pendlern und Toruisten überquert werden könne und ob sich eine moderne Fährverbindung wirtschaftlich lohne. Die Fähre Ferchland/Grieben hatte ihren Betrieb bereits Am Dienstagmorgen, statt wie geplant am Abend eingestellt. Versuche, die Fähre zu privatisieren oder den Betrieb fortzusetzten, waren gescheitert. Auf dem rund 60 Kilometer langen Elbe-Stück zwischen Magdeburg und Tangermünde gibt es nur noch die Fähre Rogätz.

Stand: 15:30 Uhr


Stipendienprogramm für Kulturschaffende

Das Land Sachsen-Anhalt ruft ein Stipendienprogramm für Kulturschaffende ins Leben. Wie die Staatskanzlei mitteilte, können Anträge für das Prgramm "Kultur ans Netz" ab 20. Juli 2020 bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt gestellt werden. Staats- und Kulturminister Rainer Robra sagte, mit dem Stipendium sollen freischaffende Künstlerinnen und Künstler entlastet werden, die von den Auswirkungen der Corona-Pandemie in empfindlichem Maße getroffen wurden. Projekte und Maßnahmen von freiberuflich tätigen Kulturschaffenden werden mit insgesamt 6 Mio. Euro gefördert. Für eine künstlerische Leistung gewährt das Land einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro monatlich, für die Dauer von bis zu drei Monaten - vorausgesetzt wird ein Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt sowie eine Mitgliedschaft in der Künstler- und Sozialkasse (KSK).

Stand: 14:00 Uhr


Plötzkau: Unfallopfer identifiziert

Nach einem Autounfall mit drei Toten im Salzlandkreis hat die Polizei die Opfer identifiziert. Es handle sich um drei Rentnerinnen im Alter von 72 bis 82 Jahren. Die drei Frauen hätten vergangenen Dienstag einen Ausflug machen wollen. Wegen gesundheitlicher Probleme der 82 Jahre alten Fahrerin sei der Wagen von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Dabei sei das Auto in Brand geraten. Der Unfall ereignete sich auf der Landstraße 65 zwischen Aschersleben und Plötzkau.

Stand: 15:30 Uhr


Bewährungsstrafen gegen Planenschlitzer

Das Amtsgericht Halle hat vier Planenschlitzer zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Nach Angaben des Landeskriminalamtes sind die Urteile wegen Diebstahls in besonders schweren Fall bereits rechtskräftig. Die Männer waren Ende Oktober des vergangenen Jahres auf einem Parkplatz an der Autobahn 143 erwischt worden, nachdem sie mehrere Sattelzüge aufgeschlitzt hatten. Das gestohlene Spielzeug wollten sie in ihr Auto umladen. Experten schätzen den durch Ladungsdiebstahl in Deutschland auf jährlich 1,3 Milliarden Euro.

Stand: 15:30 Uhr


Magdeburg hebt Quarantäne eher auf als gedacht

Die Stadt Magdeburg hebt die Quarantäne für über 500 Personen in mehreren Wohnhäusern früher auf. Wie Oberbürgermeister Trümper auf einer Pressekonferenz mitteilte, dürfen die Bewohner bereits am Samstagmorgen ihre Häuser verlassen. Eigentlich sollte die Ausgangssperre erst in der Nacht zu Sonntag aufgehoben werden. Die Bewohner sollen sich aber am Samstag und Sonntag in der Fieberambulanz in Magdeburg auf Covid-19 testen lassen können. Ist der Test negativ, dürfen sie ab Montag, dem 6. Juli, wieder zur Schule und zur Arbeit gehen. Vor zwei Wochen war das Virus in Magdeburg ausgebrochen. Elf Schulen wurden geschlossen. Nach Angaben der Stadt öffnen sie jetzt nach und nach bis Ende dieser Woche. Seit Freitag vergangener Woche wurde in Magdeburg keine neue Corona-Infektion registriert.

Stand: 14:00 Uhr


MVB fordern Polizei zur Maskenpflichtkontrolle auf

Die Magdeburger Verkehrsbetriebe, MVB, fordern eine stärkere Kontrolle der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. MVB-Sprecher Tim Stein sagte MDR SACHSEN-ANHALT, Ordnungsamt und Polizei müssten die Verkehrsunternehmen besser unterstützen. Zwar werde die Einhaltung der Maskenpflicht von den Fahrkartenkontrolleuren mit überprüft. "Die Kontrolle ist aber eine hoheitliche Aufgabe, der wir selbst nicht nachkommen können." Sollte das Land ein Bußgeld für den Verstoß gegen die Maskenpflicht beschließen, sei auch das nur durch die Ordnungsbehörden einzutreiben. Stein wies darauf hin, dass der Großteil der Fahrgäste in Bussen und Bahnen mit Mund-Nase-Schutz unterwegs sei. Vor allem in der Innenstadt und im Berufsverkehr gebe es kaum Probleme. "Allerdings zeigt sich vor allem in den Abendstunden oder in Bahnen mit wenigen Fahrgästen, dass einige keine Maske tragen." Darunter seien oft Jugendliche.

Stand: 13:00 Uhr


Größte Photovoltaikanlage Halle geht ans Netz

In Halle geht am Dienstag die bislang größte Photovoltaikanlage der Stadt in Betrieb. Fast 40.0000 Solarmodule sollen für mehr grünen Strom sorgen. Sie stehen auf einer ehemaligen Aschedeponie in Sennewitz nahe der Saalestadt. Nach Angaben der Stadtwerke Halle wurden 10 Millionen Euro in die Anlage investiert.

Stand: 13:00 Uhr


Sachsen-Anhalt will neue Corona-Verordnung beschließen

Sachsen-Anhalts Landesregierung will heute eine neue Corona-Verordnung vorstellen. Aus Verboten sollen Gebote werden. Die Landesregierung empfiehlt, dass man sich nicht mit mehr als 10 Personen treffen sollte. Ein Kontaktverbot soll aber nicht mehr bestehen. Außerdem werden zu privaten und öffentlichen Veranstaltungen mehr Teilnehmer zugelassen. Zum Beispiel dürfen an Freiluft-Veranstatungen und Sportwettkämpfen bis zu 1.000 Personen teilnehmen. Die Abstandsregel von 1,50 Metern zwischen den Personen und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gelten weiterhin.

Stand: 11:00 Uhr


Mann stirbt bei Unfall auf A2

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 2 ist am Dienstag ein Autofahrer ums Leben gekommen. Laut Polizei fuhr der Mann mit seinem Transporter bei Ziesar nahezu ungebremst in einen LKW, der an einem Stauende stand. Der Transporter wurde bei dem Aufprall völlig zerstört. Der Fahrer wurde in dem Wrack eingeklemmt. Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehr verstarb der Mann noch an der Unfallstelle.

Stand: 11:00 Uhr


Nach Explosion in Blankenburg: Mehrfamilienhaus wird zum Großteil abgerissen

Das bei einer Explosion beschädigte Mehrfamilienhaus in Blankenburg wird zum Großteil abgerissen. Das teilte die zuständige Wohnungsgesellschaft mit. Demnach werden die Eingänge mit den Hausnummern eins bis drei abgerissen. Der Eingang Nummer vier werde saniert. Die strukturellen Schäden seien teilweise zu groß gewesen. Was mit dem Gelände passiert, ist noch unklar. Bei der Explosion im Dezember vergangenen Jahres in Blankenburg waren ein Mann getötet und 15 Menschen verletzt worden. Eine 76-Jährige erlag später im Krankenhaus ihre Verletzungen. Die Ermittler gehen davon aus, dass Flüssiggas zur Explosion führte.

Stand: 10:00 Uhr


Mehrere Brände in Halle beschäftigen Polizei und Feuerwehr

In Halle haben in der Nacht zu Dienstag mehrere Brände Feuerwehr und Polizei beschäftigt. Zunächst war ein Feuer in einem Wohnzentrum für Flüchtlinge ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt nach eigenen wegen schwerer Brandstiftung gegen einen 20-Jährigen aus Äthiopien. Teile der Unterkunft sind nicht mehr bewohnbar. Am Dienstag soll die Statik des Gebäudes überprüft werden. Kurz nach 22 Uhr rückte die Feuerwehr in Halle in die Delitzscher Straße aus. Dort brannten mehrere Firmenhallen. Laut Polizei sind unter anderem mehrere Fahrzeuge auf dem Gelände eines Autohandels ausgebrannt.

Stand: 09:30 Uhr


Fähre Ferchland-Grieben fährt schon seit dem Morgen nicht mehr

Die Elbfähre zwischen Ferchland und Grieben pendelt seit Dienstagmorgen nicht mehr. Überraschend wurde der Betrieb schon früher eingestellt als geplant. Einen Grund teilte die zuständige Gemeinde Elbe-Parey nicht mit. Ursprünglich war geplant, den Betrieb erst am Dienstagabend aus Kostengründen einzustellen. Viele Pendler wurden deshalb kalt erwischt. Gespräche über eine Fortführung des Fährbetriebs mit den Landkreisen und dem Land brachten bislang keinen Erfolg. Auch der Versuch, die Fähre zu privatisieren, scheiterte vor wenigen Tagen.

Stand: 09:00 Uhr


Motorradfahrer im Landkreis Harz tödlich verunglückt

In Falkenstein im Landkreis Harz ist ein Motorradfahrer bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, war der 21-Jährige bereits Montag auf einer Kreisstraße von der Fahrbahn abgekommen und gegen die Leitplanke geprallt. Er starb noch vor Ort an seinen Verletzungen.

Stand: 09:00 Uhr


Kurz vor den Sommerferien: Wieder mehr Ferienflieger ab Leipzig/Halle

Pünktlich vor den beginnenden Sommerferien heben vom Flughafen Leipzig/Halle wieder die ersten Urlaubsflieger Richtung Südeuropa ab. Bereits seit einigen Tagen werden die beliebten Schwarzmeer-Ziele Burgas und Varna in Bulgarien wieder angeflogen. Ab Mittwoch heben die ersten Chartermaschinen zur Mittelmeer-Ferieninsel Rhodos ab – ebenso zur Kanareninsel Fuerteventura. Ab Sonnabend steht dann auch wieder Kreta auf dem Flugplan, einen Tag später Gran Canaria und ab Montag Kos. Zur Lieblingsinsel der Deutschen – Mallorca – geht es wieder ab dem ersten Ferientag.

Stand: 08:00 Uhr


Weitere Meldungen aus den Regionalstudios

Über Themen aus den Kurznachrichten berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im .... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR um 11 | 11:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19:00 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus Sachsen-Anhalt