Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 14.07.2020

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Totes Kind in Querfurt: Innenminister will Vorwürfen gegen Polizei nachgehen

Nach dem gewaltsamen Tod eines zwei Jahre alten Jungen in Querfurt im Saalekreis soll den Vorwürfen gegen die Polizei nachgegangen werden. Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) sagte MDR SACHSEN-ANHALT, ihm sei der Sachverhalt bekannt. Man werde die Vorwürfe prüfen.

Der Zweijährige war am Sonnabend tot in der Wohnung der Mutter in Querfurt gefunden worden. Sie und ihr Lebensgefährte sitzen in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft ist das Kind erschlagen worden. Die Spuren sprächen zudem für einen schweren sexuellen Missbrauch.

Nachbarn hatten bei MDR SACHSEN-ANHALT schwere Vorwürfe gegen Jugendamt und Polizei erhoben. Es habe mehr als nur kleine Alarmsignale gegeben, doch niemand habe gehandelt. Das Jugendamt des Saalekreises wollte sich mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern.

Stand: 18:00 Uhr


Halle: Haftstrafe für Serieneinbrecher

Das Landgericht Halle hat einen Serieneinbrecher verurteilt. Der Mann muss fünf Jahre ins Gefängnis. Nach Ansicht der Richter ist der 21-Jährige für Ladendiebstähle sowie Einbrüche in Drogerie- und Supermärkte in Weißenfels und Naumburg verantwortlich. Als Motiv hatte er seine Drogensucht angegeben. Deshalb muss er nun eine Entziehungskur machen.

Stand: 16:00 Uhr


Sachsen-Anhalt stellt freiwillige Ferien-Lern-Angebote bereit

Sachsen-Anhalt stellt freiwillige Lernangebote für die Sommerferien bereit. Wie das Bildungsministerium mitteilte, wurden Aufgaben für die wichtigsten Fächer zusammengestellt. Mit den Angeboten könnten Schülerinnen und Schüler die Lern-Lücken durch die wochenlangen Corona-Einschränkungen schließen. Für Lehrkräfte gebe es freiwillige Fortbildungen, um mehr über digitalen Unterricht zu lernen.

Stand: 16:00 Uhr


Sattelzug in Köckern aus Verkehr gezogen

Die Polizei hat auf der Autobahn 9 bei Köckern im Kreis Anhalt-Bitterfeld einen überladenen und verkehrsunsicheren Sattelzug aus dem Verkehr gezogen. Der aufgeladene Bau-Container und eine Betonmisch-Anlage neigten sich bei der Kontrolle gefährlich zur Seite. Zudem war die Fracht für den Sattelzug zu breit, zu hoch und lediglich mit Spanngurten gesichert, so die Polizei. Zugleich stellten die Beamten fest, dass die Reifen des Lastwagens abgefahren waren. Der 39 Jahre alte Fahrer hatte zudem seine Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt.

Stand: 15:00 Uhr


FCM präsentiert fünf Neuzugänge

Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg holt für die kommende Saison gleich fünf Neuzugänge. Von Sonnenhof Großaspach wechseln Abwehrspieler Korbinian Burger und Angreifer Kai Brünker nach Magdeburg. Außerdem hat der FCM den 19-jährigen Mittelfeldspieler Andreas Müller unter Vertrag genommen. Er kommt vom Südwest-Regionalligisten Astoria Walldorf. Als Jüngster kehrt der ebenfalls 19 Jahre alte Abwehrspieler Nico Mai vom VfL Wolfsburg zurück. Auch Henry Rorig, der bislang bei der U23 von Werder Bremen spielte, soll die Magdeburger Abwehr verstärken.

Stand: 15:00 Uhr


Magdeburg: Ermittlungen zum Schiffsunfall auf der Elbe

Bei einem Schiffsunfall auf der Elbe in Magdeburg ist ein Gütermotorschiff leck geschlagen. In den Motorraum des etwa 80 Meter langen Schiffes sei am Montag Wasser eingedrungen, teilten die Polizei und die Feuerwehr am Dienstag mit. Der Schiffsführer habe sofort die nächste Liegestelle angesteuert und das Schiff gegen das Sinken gesichert. Die Berufsfeuerwehr Magdeburg habe eine Ölsperre ausgebracht, um den möglichen Austritt umweltgefährdender Stoffe in das Gewässer zu verhindern.

Zur Ermittlung der Unfallursache hat das Wasser und Schifffahrtsamt Magdeburg eine Peilung des Elbgrundes veranlasst. Bis die ermittelten Daten vorliegen, kommt es den Angaben zufolge zu Einschränkungen der Schifffahrt. Bei der Lokalisierung des Lecks am Schiff wurden auch Taucher eingesetzt.

Stand: 14:00 Uhr


Osterweddingen: Amazon-Logistik-Zentrum startet im August

Das neue Amazon-Logistik-Zentrum in Osterweddingen im Landkreis Börde ist startklar. Nach Recherchen von MDR SACHSEN-ANHALT soll es am 3. August in Betrieb gehen. Aus anfangs 170 Mitarbeitern sollen im Laufe der Zeit mehr als 1.000 werden. Sie schicken von Osterweddingen aus Waren in alle Welt. Zu Spitzenzeiten sollen es mehr als 100-tausend Pakete pro Tag sein. Schwerpunkt sind größere Artikel wie Gartengeräte.

Stand: 13:00 Uhr


Erster Coronavirus-Fall in JVA Burg

Im Gefängnis Burg gibt es einen ersten Coronavirus-Fall. Nach Angaben des Justizministeriums wurde ein Gefangener zweimal positiv getestet. Bei dem Mann handele es sich um einen Neuzugang, der wegen der Hygiene-Vorschriften ohnehin separat untergebracht sei. Andere Häftlinge und Bedienstete seien nicht in Gefahr. Die Quarantäne gelte daher nur für den positiv getesteten Gefangenen.

Stand: 13:00 Uhr


Telefon-Betrüger im Raum Wittenberg

Im Raum Wittenberg treibt ein Telefon-Betrüger sein Unwesen. Wie die Polizei mitteilte, hat ein Unbekannter bei einer älteren Frau aus Horstdorf angerufen und dabei die Telefonnummer 110 anzeigen lassen. Dann habe er sich als Hauptkommissar vorgestellt und vorgegeben, bei Diebesgut habe man persönliche Daten gefunden, die er abgleichen wolle. Die Frau sei skeptisch geworden, habe das Telefonat beendet und die "richtige" Polizei informiert. Die Ermittler weisen noch einmal daraufhin, dass Polizeibeamte niemals Bankdaten abfragen.

Stand: 13:00 Uhr


Gewaltdelikte: Razzien in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt – auch in Ilsenburg

In Sachsen-Anhalt und Niedersachsen finden seit Dienstagmorgen Großrazzien statt. Sie stehen laut Polizei in Zusammenhang mit Ermittlungen zu verschiedenen Gewaltdelikten. Die Beamten durchsuchen demnach 17 Objekte – unter anderem in Ilsenburg im Harz und in Göttingen. Angaben, um was für Gewaltdelikte es sich handelt, machte die Polizei bislang nicht.

Stand: 10:00 Uhr


Sportchef Maik Franz verlässt den 1. FC Magdeburg

Sportchef Maik Franz verlässt den 1. FC Magdeburg. Nach Angaben des Vereins wurde der Arbeitsvertrag zwischen dem Fußball-Drittligisten und Franz einvernehmlich aufgelöst. Franz sagte, hinter ihm lägen viereinhalb ereignisreiche Jahre mit emotionalen Hochs und Tiefs. Er behalte aber vor allem die positiven Momente in Erinnerung. Bereits vor wenigen Monaten hatte Geschäftsführer Mario Kallnik in der Krise des FCM Aufgaben von Franz übernommen.

Stand: 10:00 Uhr


Vereinbarung: Geburtenstation am Klinikum Zeitz bleibt bestehen

Im Klinikum Zeitz wird es auch in Zukunft eine Geburtenstation geben. Darauf haben sich Burgenlandkreis und Klinikbetreiber geeinigt. Der Kreistag stimmte der Vereinbarung am Montagabend zu. Danach erhält der neue Klinikbetreiber SRH einen finanziellen Zuschuss. Details wurden nicht genannt. Bei der Übernahme der insolventen Klinik durch SRH war noch unklar, ob die Geburtsabteilung in Zeitz bestehen bleiben kann.

Stand: 08:00 Uhr


Experte: Sachsen-Anhalt muss künftig mit Wassermangel rechnen

Sachsen-Anhalt muss in Zukunft mit Wassermangel rechnen. Das sagte der Geschäftsführer der Trinkwasserversorgung Magdeburg, Ruhland, MDR SACHSEN-ANHALT. Noch reiche das Trinkwasser, aber bereits jetzt gebe es Konflikte um die Wassernutzung. Die Grundwasserpegel würden auch als Folge Klimawandels sinken. Ruhland fordert die Landespolitik auf, das Problem nicht auf die lange Bank zu schieben.

Stand: 07:00 Uhr


Weitere Meldungen aus den Regionalstudios


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