Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 20.10.2020

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Grimm-Benne verteidigt Aussetzung neuer Corona-Lockerungen

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Grimm-Benne hat die Aussetzung neuer Corona-Lockerungen verteidigt. Sie sagte, die Lage der Pandemie befinde sich in Sachsen-Anhalt nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen und beherrschbaren Niveau. Allerdings gelte es, diesen Vorteil nicht zu verspielen. Steige die Zahl der Neuinfektionen in Landkreisen oder kreisfreien Städten über die festgelegten Schwellenwerte, werde vor Ort reagiert. An dem Beherbergungsverbot wolle man festhalten. - Ministerpräsident Haseloff hatte zuvor bekanntgegeben, dass die für November vorgesehenen Lockerungen verschoben werden. Dazu hätte auch die Wiederöffnung von Clubs und Diskotheken gehört.

Stand: 20:00 Uhr


Halle bereitet Ausweitung der Maskenpflicht vor

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen bereitet die Stadt Halle eine Ausweitung der Maskenpflicht vor. Wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) mitteilte, solle sie in Kraft treten, sobald der Wert von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten wird. Zurzeit liege der Wert bei etwa 32. Die neuen Regelungen würden eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in Teilen der Altstadt und in Veranstaltungsräumen vorsehen. Private Feiern in geschlossenen Räumen sollen dann auf maximal 15 Personen begrenzt, Feiern auf öffentlichen Plätzen untersagt werden. Sperrstunden in der Gastronomie und in Beherbergungsbetrieben soll es aber nicht geben.

Stand: 18:00 Uhr


Stiftung fördert Restaurierung des Klosters Memleben

Die Restaurierungsarbeiten am Kloster Memleben im Burgenlandkreis werden weiter gefördert. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellt nach eigenen Angaben von Dienstag weitere 10.000 Euro zur Verfügung. Seit 1993 wurden demnach Fördermittel weit über einer halben Million Euro für den Erhaltung der Klosterkirche bereitgestellt. Das Kloster gehört zu den mehr als 590 Objekten, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz allein in Sachsen-Anhalt bislang gefördert hat.

Stand: 18:00 Uhr


 Scheune bei Quedlinburg brennt ab – Hinweise auf Brandstiftung

Nach dem Brand einer Scheune bei Quedlinburg ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung. Nach Angaben der Polizei waren in dem Gebäude an der B79 insgesamt 500 Strohballen gelagert. Die Feuerwehr habe den Brand nicht mehr löschen können. Die Scheune sei unter Aufsicht kontrolliert abgebrannt. Der Schaden belaufe sich auf etwa 30.000 Euro. Der Polizei zufolge gibt es Hinweise auf Brandstiftung. Die Beamten suchen nun nach Zeugen.

Stand: 16:00 Uhr


Halle: Infizierter flüchtet aus Krankenhaus

In Halle ist ein positiv auf das Corona-Virus getesteter Mann gestern aus dem Krankenhaus geflüchtet. Der Polizei zufolge entdeckte das Personal im Krankenhaus Martha-Maria am späten Abend das Fehlen des Mannes. Beamte hätten ihn später in seiner Wohnung gefunden. Der Mann habe sich heftig gewehrt, sei aber wieder in das Krankenhaus zurückgebracht worden. Die beteiligten Beamten seien umgehend in Quarantäne geschickt worden. Auf seiner Flucht sei der Mann allerdings in einem Bus vom Krankenhaus nach Heide-Nord gefahren - zusammen mit zwei weiteren Fahrgästen. Um welche Personen es sich dabei handelt, sei nicht bekannt. Die Polizei ruft mögliche Betroffene aber dazu auf, auf Erkältungssymptome zu achten.

Stand: 16:00 Uhr


Fracht-Aufkommen am Flughafen Leipzig/Halle steigt

Der Frachtverkehr am Flughafen Leipzig/Halle hat weiter stark zugenommen. Das teilten die Betreiber mit. Demnach stieg das Fracht-Aufkommen im September im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 18 Prozent. Das sei der stärkste Zuwachs seit acht Jahren. Seit Januar seien knapp eine Million Tonnen Güter umgeschlagen worden.

Stand: 15:30 Uhr


Stau auf A38 nach Unfall bei Querfurt

Auf der Autobahn 38 ist bei Querfurt ein Kleintransporter auf einen Tanklastwagen aufgefahren. Der Fahrer des Transporters wurde laut Polizei eingeklemmt und dabei schwer verletzt. Er kam per Hubschrauber ins Krankenhaus. Wegen des Unfalls musste die A38 Richtung Göttingen gesperrt werden. Die Bergungsarbeiten dauern noch an. Zwischen dem Dreieck Halle-Süd und Eisleben staut sich der Verkehr.

Stand: 15:00 Uhr


Buchhandlungspreis: Zwei Läden aus Sachsen-Anhalt dabei

Zwei Buchläden aus Sachsen-Anhalt sind im Rennen um den Deutschen Buchhandlungspreis. Die Kulturstaatsministerin des Bundes, Monika Grütters (CDU), hat am Dienstag die Nominierten bekannt gegeben. Auf der Liste stehen insgesamt 100 Buchläden aus ganz Deutschland, darunter "Jacobi und Müller" aus Halle und "Mein Buchladen" aus Köthen. Beide Geschäfte erhalten dafür jeweils 7.000 Euro. Eine Jury entscheidet nun über die Hauptpreise, die noch in diesem Jahr verliehen werden sollen. Wann und wie ist aber noch unklar. Die drei besten Buchhandlungen erhalten nochmals 25.000 Euro.

Stand: 15:00 Uhr


Parteien in Sachsen-Anhalt für mehr Mitsprache bei Corona-Politik

Die Parteien in Sachsen-Anhalt fordern, den Landtag mehr in Corona-Entscheidungen einzubinden. CDU-Fraktionschef Siegfried Borgwardt sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Landesregierung sei gut beraten, das Parlament zu beteiligen. Je länger die Krise dauere, desto wichtiger sei es. Grünen-Fraktionschefin Cornelia Lüddemann sprach sich für einen Pandemiebeirat mit Landtagsabgeordneten aus. Der Vorsitzende der Linksfraktion, Thomas Lippmann, warf der Landesregierung vor, seit Monaten bei den Corona-Maßnahmen am Parlament vorbei zu handeln. AfD-Fraktionschef Oliver Kirchner sagte, spätestens mit den ersten Schulschließungen hätte der Landtag eingebunden werden müssen.

Stand: 13:30 Uhr


A9 Richtung München nach Auffahrunfall gesperrt

Ein Auffahrunfall auf der A9 nahe der Landesgrenze zu Thüringen behindert seit Stunden den Verkehr. Nach Polizeiangaben war am Montagmorgen ein LKW bei Eisenberg wegen eines Defekts auf dem rechten Fahrstreifen liegengeblieben. Ein nachfolgender Lastwagen war in den stehenden Sattelzug gerast. Der Fahrer wurde eingeklemmt und dabei schwer verletzt. Die A 9 Richtung München ist wegen der Bergungsarbeiten zwischen Droyßig und Eisenberg gesperrt. Der Verkehr staut sich derzeit bis Naumburg zurück.

Stand: 13:00 Uhr


HFC holt Innenverteidiger Vučur

Fußball-Drittligist Hallescher FC reagiert auf die Verletzungsmisere seiner Abwehrspieler. Der Verein verpflichtete deshalb den bisher vereinslosen Innenverteidiger Stipe Vučur bis Jahresende. Für die Partie am MIttwoch gegen Meppen kann Vučur aber noch nicht spielen. Er muss erst einen Corona-Schnelltest machen. Liga-Konkurrent 1. FC Magdeburg verschiebt seine für November geplante Mitgliederversammlung ins Frühjahr. Als Grund gab der Club die Corona-Lage an, die sich täglich verschlechtere.

Stand: 13:00 Uhr


Herrenloser Koffer sorgt für Polizeieinsatz

Ein herrenloser Koffer in einer Regionalbahn im Landkreis Börde hat einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Ermittler mitteilten, hatte ein Bahnmitarbeiter gestern Abend das Gepäckstück am Halt in Eilsleben auf einem Sitz entdeckt. Er schaltete die Polizei ein, die daraufhin den Zug und den Bahnsteig räumte. Ein Spürhund wurde eingesetzt, der aber nicht anschlug. Wenig später meldete sich ein 19-Jähriger bei den Beamten. Er gab an, seinen Koffer im Zug vergessen zu haben.

Stand: 13:00 Uhr


Briefe unterschlagen: Postzusteller in Dessau vor Gericht

In Dessau muss sich am Dienstag ein Postzusteller erneut vor Gericht verantworten. Der 46-jährige Mann aus Coswig soll zwischen 2012 und 2015 mehr als 1.000 Postsendungen nicht befördert haben. Laut Anklage deponierte er stattdessen die Briefe und Päckchen bei sich zu Hause in der Wohnung. Damit habe er das Postgeheimnis verletzt. Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe. In einem ersten Prozess war der Briefträger zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Dagegen legte er Berufung ein. Auch die Staatsanwaltschaft ging gegen das Urteil vor, weil sie eine höhere Strafe fordert.

Stand: 11:00 Uhr


Farasis in Bitterfeld-Wolfen soll Lithium-Ionen-Batterien für türkisches E-Auto liefern

Der chinesische Batteriehersteller Farasis sammelt weiter Kunden für sein künftiges Werk in Bitterfeld-Wolfen. Wie der Konzern am Dienstagmorgen mitteilte, wurde eine Kooperation mit dem türkischen Autobauer Togg beschlossen. Farasis soll demnach Lithium-Ionen-Batterien für das erste türkische E-Auto liefern, an dem Togg gerade arbeitet. Die Zellen sollen aus dem Werk in Bitterfeld kommen, erklärte Farasis-Europa-Chef Sebastian Wolf. Farasis habe sich gegen mehr als 30 Mitbewerber aus aller Welt durchgesetzt, sagte Togg-CEO Gürcan Karakas.

Das Farasis-Werk in Bitterfeld soll 2022 eröffnen. Farasis investiert nach eigenen Angaben rund 600 Millionen Euro und wll 600 Jobs schaffen. Der Standort soll neuer Europa-Sitz des Konzerns werden. Im Juli hatte Farasis bereits Daimler als Auftraggeber an Land gezogen.

Stand: 11:00 Uhr


Corona: Genügend Schutzartikel in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt sieht sich für die zweite Corona-Welle gut ausgestattet mit Schutzartikeln. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums hat das Land etwa zehn Millionen normale Schutzmasken und dreieinhalb Millionen FFP-2-Masken auf Lager. Außerdem habe man große Bestände an Visieren und Desinfektionsmittel.

Stand: 10:00 Uhr


Wefensleben: Suche nach Mutter von totem Jungen wird ausgeweitet

Die Suche nach der Mutter des toten Kleinkindes in Wefensleben im Kreis Börde wird intensiviert. Das hat ein Polizeisprecher MDR SACHEN-ANHALT mitgeteilt. Unter anderem gebe es eine Öffentlichkeitsfahndung. Die Polizei vermutet, dass die Frau ihre drei anderen Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren bei sich hat. Seit dem Fund des toten, 14 Monate alten Jungen am 3. September sind Mutter und Geschwister verschwunden. Die Staatsanwaltschaft wirft Mutter und Vater des Jungen Totschlag durch Unterlassung vor. Sie sollen ihrem schwerkranken Sohn eine rettende medizinische Behandlung vorenthalten haben. Der Vater sitzt bereits seit Ende September in Untersuchungshaft. Er verweigert die Aussage.

Stand: 10:00 Uhr


Straßenbahnen in Halle öffnen ab Mittwoch bei jedem Halt alle Türen

In Halle öffnen die Straßenbahnen ab Mittwoch beim Halt alle Türen. Laut Verkehrs-AG sollen die Fahrzeuge so besser durchlüftet werden. Zudem wird an den Endstellen eine zusätzliche Lüftung vorgenommen. Die HAVAG verstärkt darüber hinaus ihre Kontrollen in Bussen und Bahnen. Die Mitarbeiter überprüfen, ob alle Fahrgäste einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Sie werden von der Polizei unterstützt.

Stand: 10:00 Uhr


Tausende Kraniche machen Rast im Süden von Sachsen-Anhalt

Ein besonderes Schauspiel bietet sich zurzeit Vogelbeobachtern im Süden Sachsen-Anhalts: Rund 12.000 Kraniche machen momentan Station rund um den Stausee Berga-Kelbra im Landkreis Mansfeld-Südharz. Vogelexperten gehen davon aus, dass es in den nächsten Tagen bis zu 40.000 werden könnten. Die Kraniche sammeln sich dort, um weiter gen Süden zu fliegen.

Stand: 09:00 Uhr


Weitere Meldungen aus den Regionalstudios


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