Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 19.01.2021

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Novemberhilfen über 15 Mio. € in Sachsen-Anhalt ausgezahlt

In Sachsen-Anhalt geht die Auszahlung der Novemberhilfen für Unternehmen allmählich voran. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, hat die Investitionsbank seit dem Start vor einer Woche rund 70 Prozent der eingereichten Anträge bewilligt. Mehr als 15 Millionen Euro seien überwiesen worden. Zahlreiche Unternehmer und Selbstständige in Sachsen-Anhalt warten seit Wochen auf die versprochenen Corona-Hilfen des Bundes. Wegen technischer Probleme funktionierte mehrfach die Internet-Plattform des Bundeswirtschaftsministeriums nicht. Deshalb konnten Millionen Euro zunächst nicht ausgezahlt werden.

Stand: 17:00 Uhr


Ermittlung wegen Volksverhetzung gegen drei Männer

Die Bundespolizei ermittelt gegen drei Männer wegen Volksverhetzung. Wie die Beamten mitteilten, sollen die beiden 19-Jährigen und der 39-Jährige gestern in Eilsleben in einen Zug nach Magdeburg gestiegen sein und dabei unter anderem "Sieg Heil" gerufen haben. Außerdem habe der 39-Jährige eine geladene Schreckschusswaffe und zusätzliche Knallpatronen bei sich gehabt, ohne den dafür notwendigen Waffenschein zu besitzen. Nach einer Kontrolle auf dem Magdeburger Hauptbahnhof hätten die drei Männer auch noch ein verbotenes Lied gesungen.

Stand: 17:00 Uhr


Oberbürgermeister Trümper: Start des Impfzentrums Magdeburg nicht vor Februar

Das Impfzentrum in Magdeburg wird nicht vor Februar öffnen. Oberbürgermeister Trümper sagte MDR SACHSEN-ANHALT, zuerst müsse in den Pflegeheimen zu Ende geimpft werden. Vier Heime stünden noch aus. Sobald neuer Impfstoff käme, werde es Impf-Termine für Menschen über 80 Jahre geben. Die Stadt Magdeburg hat im Landesvergleich die niedrigsten Infektionszahlen. Binnen einer Woche steckten sich hier auf 100.000 Einwohner rund 81 Menschen an. Im Landkreis Wittenberg liegt dieser Wert fünfmal so hoch. Der Magdeburger Amtsarzt Hennig sagte, in der Landeshaupstadt liege der Schwerpunkt auf den Pflegeheimen. Es gebe eine FFP2-Maskenpflicht; Besucher müssten sich testen lassen, bevor sie das Heim betreten.

Stand: 17:00 Uhr


Schutzzäune gegen Schweinepest im Jerichower Land

Der Landkreis Jerichower Land will sich besser vor der Afrikanischen Schweinepest schützen. Wie die Kreisverwaltung mitteilte, wurden spezielle Wildschutzzäune angeschafft. Bei Bedarf könne damit eine insgesamt 25 Kilometer lange Barriere aufgebaut und an den entsprechenden Stellen eingesetzt werden. In Sachsen-Anhalt gab es bisher noch keine Fälle von Afrikanischer Schweinepest, dafür aber im östlichen Brandenburg und Sachsen entlang der Grenze zu Polen. Die Tierseuche ist für Menschen unbedenklich, für Schweine jedoch tödlich.

Stand: 14:00 Uhr


Letzter Strafprozess im Wirbelsäulenskandal von Gardelegen

Im Prozess um fragwürdige Wirbelsäulen-OPs in Gardelegen ist heute ein Arzt freigesprochen worden. Nach dem Urteil des Landgerichtes Stendal hat der 46-Jährige keine medizinischen Pflichten verletzt. Bei dem Verfahren handelte es sich um den letzten Strafprozess in dieser Sache. Vor rund zehn Jahren war das Altmark-Klinikum Gardelegen in die Schlagzeilen geraten, weil hier besonders viele der lukrativen Wirbelsäulen-Operationen durchgeführt worden waren. Zahlreiche Operationen sollen aber medizinisch nicht notwendig gewesen sein.

Stand: 14:00 Uhr


Neue Impfstoffstofflieferung angekommen

In Sachsen-Anhalt ist eine weitere Lieferung mit Corona-Impfstoff angekommen. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT handelt es sich um 19.500 Impfdosen. Sie werden zwischenzeitlich in einem Lager in Irxleben in der Börde deponiert, bevor sie am Dienstag auf die Landkreise verteilt werden. Bisher haben in Sachsen-Anhalt rund 33.000 Menschen eine erste Impfung bekommen. Im bundesweiten Vergleich ist das Land weiter zurückgefallen und liegt jetzt nur noch im Mittefeld. Wegen des knappen Impfstoffs werden in Sachsen-Anhalts Impfzentren deutlich weniger Menschen versorgt, als eigentlich möglich wären. Wie eine Recherche von MDR SACHSEN-ANHALT zeigt, werden nur bis zu 30 Prozent der eigentlichen Kapazitäten genutzt.

Stand: 11:00 Uhr


Wieder kostenlose Corona-Schnelltests in Magdeburg

In Magdeburg sind wieder kostenlose Corona-Schnelltests möglich. Der Ärztliche Direktor der Uni-Klinik, Heinze, sagte, Ziel sei es, genau die infizierten Menschen zu finden, die sonst vermutlich unwissentlich Andere angesteckt hätten. Schon vor Weihnachten hatte die Universitätsmedizin Magdeburg die Schnelltests angeboten. Damals war bei 1,8 Prozent der Getesteten eine Corona-Infektion nachgewiesen worden.

Stand: 11:00 Uhr


Bombenfunde: Neues Sicherheitskonzept in Halle

Wegen zahlreicher Bombenfunde bei den Bauarbeiten für das neue Nachwuchsleistungszentrums des Halleschen FC hat die Stadt ein neues Sicherheitskonzept entwickelt. Im Fall erneuter Kampfmittelfunde werden künftig acht große, mit Sand gefüllte Stahlcontainer um den Einsatzort herum aufgestellt. Damit sollen Evakuierungen so gut wie ausgeschlossen werden. Im Dezember hatten im Stadteil Silberhöhe dreimal innerhalb von 4 Wochen tausende Menschen wegen Bombenfunden ihre Wohnungen verlassen müssen.

Stand: 11:00 Uhr


IWH-Chef gegen kompletten Lockdown

Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle hat sich gegen einen kompletten Lockdown ausgesprochen. IWH-Präsident Gropp sagte dem MDR, die Infektionszahlen seien nicht deshalb so hoch, weil es Ansteckungen in der Produktion gegeben habe. Es sei eher wahrscheinlich, dass sich die Leute im privaten Umfeld nicht an Regeln hielten. Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff hatte zuletzt vor Aktionismus gewarnt. Bevor Maßnahmen weiter verschärft würden, müssten die bestehenden zunächst konsequenter umgesetzt werden. Die Wirtschaft werde gebraucht, um die Kosten für die Corona-Maßnahmen zu finanzieren. Bundeskanzlerin Merkel berät am Dienstag mit den Ministerpräsidenten der Länder über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Wie schon vor der Schaltkonferenz deutlich wurde, dürfte der Lockdown bis in den Februar verlängert werden.

Stand: 11:00 Uhr


Kinderschutzbund fordert Einbeziehung von Kindern bei Corona-Maßnahmen

Der Kinderschutzbund in Sachsen-Anhalt fordert, bei den Corona-Maßnahmen mehr auf die Bedürfnisse der Kinder zu achten. Landesgeschäftsführerin Wegner sagte MDR SACHSEN-ANHALT, Kinder hätten für vieles Verständnis, würden aber selten gefragt. So werde etwa beim Thema Schule über ihre Köpfe hinweg entschieden. Wegner schlug vor, mit den Kindern gemeinsam Konzepte zu entwickeln, damit sie sich zum Beispiel wieder zum Spielen an der frischen Luft treffen könnten.

Stand: 11:00 Uhr


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