Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 04.06.2020

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Bundeswehr-Soldaten aus Burg vor Einsatz in Afghanistan

150 Bundeswehr-Soldatinnen und Soldaten aus dem Logistikbataillon Burg stehen kurz vor einem Einsatz in Afghanistan. Sie wurden am Donnerstag offiziell verabschiedet und begeben sich zunächst für zwei Wochen in Quarantäne. Anschließend werden sie in das Feldlager Mazar-e Sharif verlegt. Der Chef des Logistik-Bataillons, Fregatten-Kapitän Hinz, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, man werde im Camp in Afghanistan auf strenge Hygienemaßnahmen achten. So würden zum Beispiel bei Schießübungen die Waffen nochmal desinfiziert, bevor er ein anderer Schütze daran gehe. Diese besonderen Zeiten erforderten besondere Maßnahmen. Man sei in der Lage, diese auch durchzuführen.

Stand: 20:00 Uhr


Stromausfall nach Feuer auf Containerplatz in Dessau

Ein Feuer hat in der Nacht zu Donnerstag in Dessau rund 100.000 Euro Schaden angerichtet. Zunächst brannte Müll auf einem Containerstellplatz. Die Flammen erfassten einen Stromschaltkasten. In mehreren Straßenzügen fiel anschließend der Strom aus. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Stand: 19:00 Uhr


Haseloff ruft zu Wachsamkeit gegenüber Antisemitismus auf

Angesichts der jüngsten antisemitischen Vorfälle auch in Sachsen-Anhalt ruft Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) zu Wachsamkeit und Zivilcourage auf. "Der Antisemitismus ist aus unserer Gesellschaft nicht verschwunden. Er ist eine Gefahr für die grundlegenden Werte unserer Demokratie", sagte Haseloff am Donnerstag in Magdeburg. Hass und Vorurteile seien eine Bedrohung für jede liberale und weltoffene Gesellschaft. Sie seien ein "schleichendes Gift".

Gegenüber Antisemitismus und Rassismus dürfe es keine Toleranz geben, so der Ministerpräsident. Es gelte, gegenüber gesellschaftlichen Tendenzen und Personen Zivilcourage zu zeigen und sehr wachsam zu bleiben.

In Halle war es innerhalb weniger Tage zu drei antisemitischen Straftaten gekommen. Vor einem Gebäude der Jüdischen Gemeinde wurde zweimal ein Hakenkreuz abgelegt, dass aus einen Papiertaschentuch gebastelt worden war. Die Polizei sucht Zeugen. Außerdem hatte eine Synagogengemeinde in Halle einen Hassbrief mit beleidigendem und volksverhetzendem Inhalt erhalten.

Stand: 16:00 Uhr


Städte und Gemeindebund vorsichtig nach Beschluss zum Konjunkturpaket

Der Städte-und Gemeindebund Sachsen-Anhalts hat sich vorsichtig zum Konjunkturpaket der Bundesregierung geäußert. Geschäftsführer Jürgen Leindecker sagte MDR SACHSEN-ANHALT, man müsse anerkennen, dass sich alle Beteiligten bemüht hätten, auch für die Kommunen lösbare Aufgaben zu finden. Ob die Gelder in Sachsen-Anhalt ankämen, müsse man abwarten.

Leindecker sagte weiter, er sei dennoch skeptisch: "Skepsis kommt vor allem aus der Tatsache heraus, dass einige Dinge, die verabredet worden sind, sich auf die Einnahmen und Ausgaben der Kommunen auswirken." Man müsse sehen, ob man ausreichend Handlungsrahmen und finanziellen Spielraum habe, um die Mehrbelastungen, die auf die Kommunen zukämen, auszutarieren. Leindecker: "Wir müssen erst mal sehen, wie wir das, was auf dem Papier ist, in der Administration umsetzen können. Dann können wir nachdenken, wenn noch etwas fehlt, wo nachjustiert werden muss."

Man sei auch schon in Gesprächen mit dem Finanzminister und Abgeordneten im Deutschen Bundestag, so der Chef des Städte-und Gemeindetages. Er denke, man finde Wege, dass die Unebenheiten, die sich möglicherweise abzeichneten, geglättet würden.

Stand: 15:30 Uhr


Stromausfall nach Feuer auf Containerplatz in Dessau

Ein Feuer hat in der Nacht zum Donnerstag in Dessau rund 100.000 Euro Schaden angerichtet. Zunächst brannte Müll auf einem Containerstellplatz. Die Flammen erfassten einen Stromschaltkasten. In mehreren Straßenzügen fiel anschließend der Strom aus. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Stand: 17:00 Uhr


Ermittlungen gegen Naumburger wegen Aufruf zu Straftaten im Zusammenhang mit Lübcke-Mord

Die Polizei ist mit bundesweiten Razzien gegen Hetze im Internet vorgegangen. Konkret richteten sich die Aktionen gegen Personen, die im Netz den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke verleumdet haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stehen 40 Beschuldigte im Visier, darunter auch ein Mann aus Naumburg. Gegen den 58-Jährigen wird laut Behörde ermittelt, weil er öffentlich zu Straftaten aufgefordert hatte. Lübcke war vor einem Jahr auf der Terrasse seines Wohnhauses erschossen worden. Er hatte sich für Flüchtlinge stark gemacht. Mitte Juni beginnt vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt am Main der Mordprozess gegen zwei Beschuldigte.

Stand: 15:30 Uhr


Kinderschutzbund begrüßt Kinderbonus für Familien

Wegen des Kinderbonus im Corona-Konjunkturpaket gibt es Zuspruch vom Kinderschutzbund in Sachsen-Anhalt. Landesvorsitzende Andrea Wegener sagte MDR SACHSEN-ANHALT, Geld sei immer gut; 300 Euro seien 300 Euro. Damit könne man die größte Not lindern und einige Löcher stopfen. Positiv sei auch, dass dieses Geld nicht auf die Hartz-Vier-Leistungen angerechnet werde. Insgesamt sei der Kinderbonus ein Schritt in die richtige Richtung. Auf Dauer müsse aber die Kindergrundsicherung kommen. Nur so könne man die Benachteiligung von Kindern aufgrund von Herkunft und Einkommen dauerhaft beseitigen. Die Große Koalition hatte sich am Mittwoch auf ein Konjunkturprogramm über 130 Milliarden Euro verständigt. Damit sollen die Folgen der Corona-Pandemie abgemildert werden. Familien wird mit einem einmaligen Kinderbonus über 300 Euro unter die Arme gegriffen. Das Geld soll gemeinsam mit dem Kindergeld ausgezahlt werden.

Stand: 15:00 Uhr


Haseloff reagiert positiv auf Konjunkturpaket

Ministerpräsident Reiner Haseloff hat auf das neue Konjunkturprogramm der Bundesregierung positiv reagiert. Haseloff sagte, das Paket erfülle weitgehend seine Erwartungen. So würden unter anderem die Kommunen angesichts ihrer Steuerausfälle gestärkt. Enttäuscht zeigt sich dagegen die Autobranche. Der Verband der Automobilindustrie bedauerte, dass es für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor keine Abwrackprämie geben soll. Die Regierung hatte stattdessen eine Kaufprämie für E-Autos beschlossen. Branchenexperten gehen davon aus, dass vor allem ausländische Hersteller davon profitieren. Nur etwa ein Viertel der förderfähigen E-Autos seien deutsche Modelle. - Das Konjunkturpaket des Bundes umfasst 130 Milliarden Euro und soll die Folgen der Corona-Krise abmildern.

Stand: 14:00 Uhr


SEK-Einsatz nach Schussgeräuschen in Halle-Neustadt

Schüsse in einem Hochhaus haben in Halle-Neustadt einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Bewohner hatte aus einer Wohnung Schussgeräusche gehört. Als er an der Wohungstür klingelte, soll er von dem mutmaßlichen Schützen angegriffen worden sein. Weil dieser Mann bereits polizeibekannt ist, wurde ein Spezialeinsatzkommando alarmiert. Die Ermittler fanden dann in der Wohnung mehrere Schreckschuss-und Druckluftwaffen sowie Munition. Gegen den Mann wurde ein Verfahren eingeleitet.

Stand: 13:00 Uhr


Würdigung des verstorbenen Magdeburger Bildhauers Heinrich Apel

Der Magdeburger Bildhauer und Restaurator Heinrich Apel ist im Alter von 85 Jahren gestorben, das teilte seine Familie mit. Mit seinen Skulpturen und Brunnen (wie dem Faunbrunnen in der Leiterstraße oder dem Eulenspiegel Brunnen auf dem Alten Markt) prägte er Magdeburgs Stadtlandschaft. Wer aufmerksam durch die Innenstadt Magdeburgs läuft, kommt immer wieder mit der Kunst des 1935 in Schwaneberg im Sülzetal geboren Bildhauers in Berührung. Apel gestaltete unter anderem Türklinken so auch an der Paradiespforte im Dom oder spielerisch witzig ein Mann mit Hut am Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen. Studiert hatte Apel in Halle an der Burg Giebichenstein bis er 1959 nach Magdeburg kam, neben seinen Außenraumplastiken, die auch in Berlin und Dresden zu finden sind, hat er auch Collagen, Textilien, Kleinplastiken und Bilder gearbeitet. Kunsthistoriker Uwe Gellner sagte, er habe das Gesicht Magdeburgs über viele Jahre mit seinen Ideen und seiner Kenntnis künstlerisch bereichert.

Stand: 13:00 Uhr


Lkw übersieht Radfahrerin in Wittenberg

Bei einem Unfall in Wittenberg ist eine Radfahrerin schwer verletzt worden. Die 77-Jährige war am Mittwochmorgen in der Dessauer Straße unterwegs. Ein 57 Jahre alter Lkw-Fahrer übersah die Frau beim Abbiegen, die Radfahrerin geriet unter das tonnenschwere Fahrzeug. Die Frau kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock. Während des Einsatzes am Unfallort soll ein Kamerad der Feuerwehr von einem weiteren Autofahrer beschimpft und angefahren worden sein. Der Feuerwehrmann blieb unverletzt.

Stand: 13:00 Uhr


Roßtrappe: Stahlknecht weist Kritik an Löscheinsatz zurück

Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) hat Kritik zurückgewiesen, beim Brand unterhalb der Roßtrappe im Harz seien die Hubschrauber zu spät im Einsatz gewesen. Stahlknecht erklärte bei MDR SACHSEN-ANHALT, der Vorwurf sei falsch. Die Anforderung durch den Löschhubschrauber sei im Lagezentrum des Ministeriums am Montagabend zügig beantwortet worden. Die Hubschrauber von Bund und Land hätten nur in der Nacht nicht mehr fliegen können. Das sei für die Piloten zu gefährlich gewesen. - Auf einem Hang unterhalb der Roßtrappe in Thale hatte es seit Montag gebrannt. Das Feuer konnte erst heute Morgen gelöscht werden.

Stand: 11 Uhr


Feuer in Gemeinschaftsunterkunft in Rübeland

In einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in Oberharz am Brocken (Landkreis Harz) hat es am Donnerstagmorgen gebrannt. Das Feuer ereignete sich in Rübeland. Wie die Polizei weiter mitteilte, wurde niemand verletzt. Der Brand sei gegen 2.50 Uhr aus noch ungeklärter Ursache im Dachstuhl ausgebrochen. Die Bewohner konnten sich rechtzeitig ins Freie retten. Nach etwa einer Stunde war das Feuer gelöscht. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 150 000 Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen in alle Richtungen.

Stand: 11:00 Uhr


FAZ: Enercon will weitere Stellen streichen

Bei Enercon werden voraussichtlich weitere Jobs gestrichen. Das hat ein Manager des Windkraftanlagen-Herstellers in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" angekündigt. Das sei nötig, um die eigenen Kosten im Anlagenbau auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu bringen. – Enercon hatte in den vergangenen Monaten bundesweit 3.000 Stellen gestrichen, 1.600 davon allein in Magdeburg. Mehrere Tochterfirmen mussten hier schließen.

Stand: 11:00 Uhr


HFC unterliegt Braunschweig mit 0:1

In der dritten Fußball-Liga unterlag der HFC am Mittwochabend im heimischen Stadion gegen Braunschweig 0:1. Es war das zwölfte Spiel ohne Sieg. Halle bleibt nur wegen des Torverhältnisses vor der Abstiegszone. Der 1.FC Magdeburg hatte bereits Dienstag in Würzburg 1:0 gewonnen und sich damit etwas Luft im Abstiegskampf verschafft.

Stand: 11:00 Uhr


Theater in Eisleben öffnet wieder den Vorhang

Das Theater Eisleben startet wieder seinen Vorstellungsbetrieb. Drei Monate war die Bühne wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Nun gibt es am Sonnabend nach dieser Zwangspause eine erste Vorführung mit Videoprojektionen. Nach Angaben des Eisleber Theaters gelten für Darsteller und Musiker Abstandsregeln. Auch das Publikum muss die Corona-Regeln einhalten.

Stand: 11:00 Uhr


Geplatzter Autoreifen: Stadt Sandersdorf-Brehna muss nicht zahlen

Ein geplatzter Autoreifen geht nicht zu Lasten der Stadt Sandersdof-Brehna. Das hat das Landgericht Dessau-Roßlau entschieden und die Klage eines Mannes damit abgewiesen. Der Mann war mit seinem Auto im November 2017 im Ortsteil Roitzsch unterwegs. Dabei platzte ihm der Autoreifen - aus seiner Sicht wegen eines zu tiefen Regenabflusses am Straßenrand. Nach Meinung der Stadt Sandersdorf-Brehna wäre der Regenabluss aber bereits aus großer Distanz sichtbar. Das Gericht entschied jetzt gegen den Mann. Er forderte 2.400 Euro - geht aber nun leer aus.

Stand: 8:00 Uhr


Naturschutzprojekte in der Region erhalten Förderung

Sachsen-Anhalts Umweltministerium wird auch in den kommenden beiden Jahren wichtige Naturschutzprojekte finanzieren. So stehen landesweit für die Förderung der Artenvielfalt insgesamt zehn Millionen Euro zur Verfügung. Umweltministerin Claudia Dalbert will Blühwiesen finanziell fördern, damit sich dort möglichst viele Insekten tummeln können. Außerdem sollen in den Naturparks in Sachsen-Anhalt verstärkt Fledermauskästen angebracht werden. Wichtig sei auch, das Verschlammen beziehungsweise Austrocknen von Bächen zu stoppen. So erhält der Naturpark Dübener Heide 65.000 Euro für ein Rekultivierungsprojekt in Reinharz bei Bad Schmiedeberg. Dort sollen am Heidemühlteich der Damm und marode Ständerbauwerke instandgesetzt werden. Darum soll sich das Team von Axel Mitzka kümmern, das bereits den Schlosspark in Burgkemnitz bei Bitterfeld auf Vordermann gebracht hat.

Stand: 8:00 Uhr


Weitere Meldungen aus den Regionalstudios


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