Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 24.09.2020

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Bauernpräsident: Ernte dieses Jahr "unterdurchschnittlich"

Die Bauern in Sachsen-Anhalt haben in diesem Jahr eine unterdurchschnittliche Ernte eingefahren. Der Präsident des Landesbauernverbandes, Olaf Feuerborn, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, das sei eine bittere Pille. Man habe schon in den vergangenen zwei Jahren extrem schlechte Erträge gehabt. Vor allem die heißen Temperaturen im August und die anhaltende Trockenheit hätten dazu geführt, dass die Erträge der Herbstkulturen wie Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln gesunken seien, ebenso die Futtergrundlage für die Weidetierhaltung. Man habe gehofft, dass diese Kulturen zu einem Ernteausgleich führen würden. Das sei so nicht eingetreten. Trotz der niedrigen Grundwasserstände seien die Landwirte verwundert, welche Erträge die Pflanzen doch noch leisten könnten. Genaue Zahlen zur Erntebilanz stehen noch aus.

Stand: 17:30 Uhr


U-Ausschuss zu Brüchau und Teutschenthal

Im Fall der Giftschlammdeponie Brüchau hat ein Untersuchungsausschuss im Landtag seine Arbeit aufgenommen. Nach eigenen Angaben soll das Gremium klären, warum dort nach dem Giftschlamm auch noch weiterer Müll entsorgt wurde. Inzwischen drohen dort giftige Stoffe ins Grundwasser zu sickern. Auch die Einlagerung von Industriemüll in die Grube Teutschenthal soll untersucht werden. Die Anwohner dort klagen seit Jahren über den Gestank aus dem ehemaligen Bergwerk. Gremien-Chef Kolze von der CDU sagte, es gehe vor allem darum, die Vorgänge nachzuweisen und Verantwortliche zu benennen. Der Linken-Abgeordnete Lange bezeichnete den Ausschuss als ersten Schritt.

Stand: 16:00 Uhr


Wernigerode: Neunjähriger bei Verkehrsunfall schwer verletzt

Ein neun Jahre altes Kind ist bei einem Verkehrsunfall in Wernigerode schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei war der Junge gestern mit seinem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs. Eine 53-Jährige Autofahrerin fuhr in einer schmalen Straße zu weit links und kollidierte frontal mit dem Jungen, nachdem dieser in die Straße eingebogen war. Das Kind prallte dabei mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe des Autos. Der Polizei zufolge verhinderte der Fahrradhelm des Jungen schlimmere Verletzungen. Der Neunjährige musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Autofahrerin blieb unverletzt.

Stand: 16:00 Uhr


BUND klagt gegen B6n-Anschluss

Umweltschützer des BUND in Sachsen-Anhalt klagen gegen die Baupläne zum Anschluss der Bundestraße 6n an die Autobahn 9 bei Thurland (Landkreis Anhalt-Bitterfeld). Das hat das Bundesverwaltungsgericht MDR Sachsen-Anhalt bestätigt. Kurz vor Ende der Frist hat der BUND Klage eingereicht. Das Landesverkehrsministerium teilte mit, dass sich die Bauarbeiten dadurch aber nicht verzögerten. Die Bauvorbereitungen könnten beginnen. Trotzdem müsse das Ergebnis der gerichtlichen Auseinandersetzung abgewartet werden. Der Lückenschluss der B6n an die A9 ist die Querverbindung zur A14. Es fehlen dafür noch elf Kilometer Baustrecke. Das Verkehrsministerium geht von mindestens vier Jahren Bauzeit aus. Die Baupläne waren bereits überarbeitet worden, weil an der Baustrecke Kröten und Frösche leben. Für den Bürgermeister von Zörbig, Matthias Egert (CDU) ist der Lückenschluss nördlich der Stadt wichtig. Egert sagte MDR SACHSEN-ANHALT, man sei damit mittendrin in einem Transitgebiet, wo sich Firmen ansiedeln könnten.

Stand: 14:30 Uhr


Dynamo Dresden an an HFC-Sportdirektor interessiert

Auf der Suche nach einem neuen kaufmännischen Geschäftsführer hat Fußball-Drittligist Dynamo Dresden auch den Sportdirektor des Halleschen FC, Ralf Heskamp, im Blick. Heskamp bestätigte MDR SACHSEN-ANHALT, dass Dynamo Dresden auf ihn zugegangen sei. Demnach ist Heskamp einer von fünf Kandidaten für die Nachfolge des freigestellten Michael Born. In Halle hat Heskamp noch einen Vertrag bis Ende 2022. Heskamp sagte, er gehe davon aus, dass er den Vertrag noch erfülle.

Stand: 13:30 Uhr


Haseloff: Auch zweiter Corona-Test negativ

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat sich am Donnerstag einem zweiten Corona-Test an der Uniklinik in Magdeburg unterzogen. Wie Regierungssprecher Matthias Schuppe MDR SACHSEN-ANHALT bestätigte, sei auch dieser Test negativ ausgefallen. Damit könne der Ministerpräsident wieder ganz normal seinen Amtsgeschäften nachgehen. Haseloff hatte vor einer Woche (17. September) während eines Diensttermines Kontakt zu einer corona-positiven Person gehabt. Daraufhin hatte er sich am Montag einem ersten Test im Uni-Klinikum unterzogen. Er hatte alle Termine in geschlossenen Räumen abgesagt und nur noch Termine an der frischen Luft wahrgenommen.

Stand: 13:30 Uhr


Amtsarzt-Quote soll Nachwuchsprobleme lösen

Sachsen-Anhalt hat Probleme, offene Stellen von Amtsärzten zu besetzten. Von den 88 Arztstellen in den Gesundheitsämtern blieben in diesem Frühjahr 31 unbesetzt. Wissenschaftsminister Willingmann macht sich deshalb für eine Amtsarzt-Quote stark. Seinem Vorschlag nach sollen an den Unis in Sachsen-Anhalt Plätze freigehalten werden. Die Studierenden müssten sich aber verpflichten, Amts-Arzt zu werden. Ein Problem bei der Besetzung von Amtsarztstellen ist offenbar die Bezahlung. Der Leiter des Magdeburger Gesundheitsamtes, Eike Hennig, sagte dem MDR, Amtsärzte seien, was das Gehalt innerhalb der Branche betreffe, Schlusslicht. Ein Arzt im Gesundheitsamt verdiene deutlich weniger als ein Arzt in Krankenhäusern oder beim medizinischen Dienst der Krankenkassen. Hennig prognostiziert: Wenn das so bleibt, werden für die Nachwuchssorgen keine Lösungen gefunden.

Stand: 13:30 Uhr


Wolf auf der A2 bei Magdeburg überfahren

Auf der Autobahn 2 bei Magdeburg ist ein Wolf überfahren worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte das Tier am Mittwochabend nahe der Ausfahrt Burg-Zentrum einen Wildzaun überwunden und wurde auf der Fahrbahn von einem Lkw erfasst und getötet. Der Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt.

Stand: 11 Uhr


Bundeswehr vergrößert Standort in Burg

Der Bundeswehrstandort in Burg im Jerichower Land wächst. Wie die Bundeswehr mitteilte, wird in der Kreisstadt ab heute das neue Logistikregiment 1 angesiedelt. Vorgesehen seien 150 neue Dienstposten. Zum heutigen Aufstellungsappell wird unter anderem Ministerpräsident Haseloff erwartet. Zusammen mit dem neuen Logistikregiment sind insgesamt 2.000 Soldaten und zivile Mitarbeiter in Burg stationert. Es ist der größte Bundeswehrstandort in Sachsen-Anhalt.

Stand: 11:00 Uhr


Polizei Halle verteidigt Genehmigung für rechte Kundgebung

Nach der Kritik von Halles Oberbürgermeister Wiegand an der Genehmigung einer rechten Kundgebung hat die Polizei Vorwürfe zurückgewiesen. Ein Sprecher verwies darauf, dass nach dem Landesversammlungsrecht die Polizei entscheidet, wann eine Demonstrantion genehmigt wird. Wiegand hatte die Polizei scharf dafür kritisiert, dass die Kundgebung eines bekannten Rechtsextremisten am Montag auf dem Marktplatz stattfinden konnte. Zu diesem Zeitpunkt war auch die Freiluftausstellung in Gedenken an die Opfer des Halle-Attentats eröffnet worden.

Stand: 11:00 Uhr


Willingmann: Künftig Studienplätze für Amtsärzte reservieren

In den Universitäten in Sachsen-Anhalt werden möglicherweise in Zukunft Studienplätze für künftige Amts-Ärzte reserviert. Einen entsprechenden Vorschlag hat Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) gemacht. Es sei in der Corona-Pandemie offensichtlich geworden, dass es in den Gesundheitsämtern an Nachwuchs mangele. Er werde sich dafür einsetzen, dass an den Unis in Sachsen-Anhalt Plätze freigehalten würden. Die Studierenden müssten sich aber verpflichten, Amts-Arzt zu werden.

Stand: 11:00 Uhr


Zusammenstoß der Straßenbahnen in Halberstadt – Fehlersuche führt zum Fahrer

Nach dem Straßenbahnunglück in Halberstadt mit zehn leicht verletzten Fahrgästen geht die Ursachensuche weiter. Möglicherweise sei der Zusammenstoß zweier Bahnen durch einen Fehler bei der Weichenstellung verursacht worden. Das teilte die Polizei mit. Auch die Halberstädter Verkehrsbetriebe schließen einen technischen Defekt bislang aus. Aller Wahrscheinlichkeit habe der Fehler demnach bei einem der Fahrer gelegen. Zwei Bahnen waren am Dienstag frontal ineinander gefahren, an der Ecke Holzmarkt und Kühlinger Straße.

Stand: 11:00 Uhr


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