Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 25.06.2020

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"Freundlich ausgeladen": Mutter-Kind-Klinik in Arendsee nimmt keine Gäste aus NRW-Risikogebieten auf

Sachsen-Anhalts einzige Mutter-Kind-Klinik nimmt zurzeit keine Kur-Gäste aus den Corona-Risikogebieten in Nordrhein-Westfalen auf. Wie die Klinik in Arendsee MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, sind eigentlich gebuchte Patienten aus den Landkreisen Gütersloh und Wahrendorf "freundlich ausgeladen" worden. Klinik-Chefin Danner sagte, man habe ihnen einen positiven Corona-Test nach der Anreise nach Arendsee ersparen wollen und daher die Termine verlegt. Sachsen-Anhalts Landesregierung will in der kommenden Woche über ein Beherbergungsverbot für Touristen aus Risiko-Gebieten entscheiden. Andere Länder haben so ein Verbot bereits erlassen.

Stand: 19:45 Uhr


FCM muss im Saison-Endspurt vorerst auf Laprevotte verzichten

Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg muss in der Schlussphase der Saison größtenteils auf Charles-Elie Laprevotte verzichten. Der Mittelfeldspieler wurde vom DFB-Sportgericht nach seiner roten Karte im Spiel gegen Unterhaching mit einer Zwei-Spiele-Sperre belegt. Laprevotte war wegen groben Foulspiels vom Platz gestellt worden. Spieler und Verein haben dem Urteil bereits zugestimmt.

Stand: 19:15 Uhr


Tönnies schließt Coronavirus-Ausbruch in Weißenfels aus

Der Fleischproduzent Tönnies schließt einen Coronavirus-Ausbruch am Standort Weißenfels im Burgenlandkreis aus. Dort war zuvor ein Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Der Mann hatte das Werk aber noch nicht betreten. Ein Unternehmensprecher verwies bei MDR SACHSEN-ANHALT auf ein Vorsorgesystem, nachdem jeder neue Mitarbeiter getestet werde, bevor er seine Arbeit in Weißenfels aufnehmen könne – das habe gegriffen. Nach dem Virus-Ausbruch bei Tönnies in Nordrhein-Westfalen hatte der Burgenlandkreis die Firma aufgefordert, in Weißenfels alle Mitarbeiter einem Test zu unterziehen - auch die Leiharbeiter. Tönnies erklärte dazu, man verschließe sich dem nicht und wolle mehr testen.

Stand: 17:00 Uhr


Corona-Fall in Grundschule: 200 Menschen in Salzwedel in Quarantäne

In Salzwedel müssen etwa 200 Menschen in Quarantäne. Die Sprecherin des Altmarkkreises Salzwedel, Birgit Eurich, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, in der Grundschule "Perver" sei eine Erzieherin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Von der Quarantäne betroffen sind rund 180 Kinder, der engste Familienkreis der Erzieherin, technisches Personal und Lehrer. Die Schule musste geschlossen werden.

Der Altmarkkreis ist in der Corona-Krise einer mit den wenigsten Infizierten. Bis heute hat es dort 34 Infektionen und einen Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 gegeben.

Stand: 16:00 Uhr


Wedringen: 20 Koi-Karpfen aus Teich gestohlen

Unbekannte haben aus einem Gartenteich im Landkreis Börde 20 Koi-Karpfen gestohlen. Nach Polizeiangaben beläuft sich der Schaden auf rund 1.100 Euro. Die Tat habe sich bereits Ende vergangener Woche in Wedringen bei Haldensleben ereignet. Die Polizei sucht nun mögliche Zeugen des Diebstahls.

Stand: 16:00 Uhr


Erster Tönnies-Mitarbeiter in Weißenfels positiv auf Corona getestet

Im Burgenlandkreis ist erstmals ein Tönnies-Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden. In einer Mitteilung des Kreises heißt es, der Mitarbeiter sei vor Arbeitsantritt positiv getestet worden. Laut Fleischproduzent Tönnies hatte der Mann seine Arbeit in Weißenfels noch nicht aufgenommen. Der Mitarbeiter und seine ermittelten Kontaktpersonen seien in Quarantäne.-- Insgesamt wurden im Burgenlandkreis zwei Menschen positiv getestet. Zwei Befunde stünden noch aus. Am Tönnies-Standort in Zerbst werden seit Dienstag alle 450 Mitarbeiter auf das Virus getestet. Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Stand: 14:45 Uhr


Russischer Finanzinvestor übernimmt Warenhauskette Real

Der russische Finanzinvestor SCP hat die kriselnde Warenhauskette Real übernommen. Wie SCP und der bisherige Eigentümer Metro mitteilten, wurde damit der im Frühjahr vereinbarte Verkauf vollzogen. Real hat bundesweit noch rund 270 Märkte mit etwa 34.000 Beschäftigten. Elf Märkte befinden sich in Sachsen-Anhalt. Der neue Besitzer hat bereits angekündigt, die Kette zu zerschlagen. Für 140 Märkte hat er bereits Käufer gefunden. Sie gehen an die Konkurrenten Kaufland und Edeka. Den Online-Marktplatz von Real soll die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland übernehmen.

Stand: 14:30 Uhr


Ziergiebel-Bergung in Bernburg hat begonnen

In der Bernburger Innenstadt läuft seit Vormittag ein Großeinsatz mit einem Kran. Grund ist der Ziergiebel des früheren Regierungsgebäudes am Alten Markt. Der Giebel droht abzustürzen und soll nun abgenommen werden. Der Chef des Hochbauamtes, Ihl, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Bergung sei schwierig. Der 40 Tonnen schwere Giebel sei mit großen Reliefplatten aus Sandstein verblendet. Diese müssten einzeln abgenommen werden. Zudem sei das Mauerwerk dahinter instabil. -Der Ziergiebel soll in Quedlinburg restauriert werden und danach zum Jahresende an seinen alten Platz in Bernburg zurückkehren.

Stand: 13:00 Uhr


Kirschernte in Sachsen-Anhalt hat begonnen

In Sachsen-Anhalt wird die Kirschernte in dieser Saison geringer ausfallen. Verbandschef Jentzsch sagte, die Obstbauern rechnen lediglich mit 1.500 Tonnen Süßkirschen, 500 weniger als im vergangenen Jahr. Grund sei der Frost während der Kirschblüte gewesen. Dadurch seien die Knospen erfroren. Verbraucher müssten sich daher auf steigende Preise einstellen. In Beesenstedt im Saalekreis war heute offzieller Start der Kirschernte im Land.

Stand: 13:00 Uhr


Sachsen-Anhalt wartet beim Mathe-Abitur ab

In Sachsen-Anhalt ist noch unklar, ob Abiturienten wegen der Corona-Pandemie mit einem Zensuren-Bonus rechnen können. Ein Sprecher des Bildungsministeriums teilte MDR SACHSEN-ANHALT mit, eine Anhebung der Note beim Mathematik-Abitur stehe derzeit nicht zur Debatte. Zunächst müssten im Juli die Prüfungsergebnisse abgewartet werden. Derzeit gebe es aber keine Hinweise darauf, dass sie anders ausfallen könnten als in anderen Jahren. -In Sachsen werden in diesem Jahr die Abi-Noten in Mathe um einen Punkt angehoben. Eine Erhebung bei den Gymnasien hatte ergeben, dass der Notendurchschnitt im Leistungskurs im Vergleich zum Vorjahr schlechter war.

Stand: 11:00 Uhr


Demonstration in Havelberg für das Krankenhaus

Die Frist läuft ab - bis zum 30. Juni muss ein neuer Betreiber für das Krankenhaus in Havelberg gefunden werden. Ansonsten strukturiert die KMG Klinik das Haus zu einem Seniorenheim um. Für den Erhalt der medizinischen Versorgung soll heute noch einmal demonstriert werden. "Letzte Chance das Krankenhaus zu retten" - das steht auf einem Transparent. Der Appell soll möglichst viele Havelberger und Bürger der Region zur heutige Demonstration bewegen. Der Betriebsrat des Havelberger Krankenhauses hofft auf etwa 500 Teilnehmer. Deshalb wird die sogenannte "aktive Mittagspause" dieses Mal auf dem großen Domplatz veranstaltet - auch, um Abstandsregeln in dieser Corona-Krise umsetzen zu können. Die Demonstration beginnt um 12 Uhr, organisiert durch den Bürger und Mitarbeiter. Der Kampf um die Arbeitsplätze begann am 10. Januar.

Stand: 11:00 Uhr


Haseloff spricht sich für Beherbergungsverbot aus

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff hat Einschränkungen für Urlauber aus Risiko-Gebieten angekündigt. Haseloff sagte dem MDR, man erwäge ein Beherbergungsverbot. Das Kabinett werde nächsten Dienstag darüber entscheiden. Haseloff betonte zugleich, er wünsche sich eine einvernehmliche Regelung mit anderen Ländern, damit kein Flickenteppich entstehe. Niedersachsen hat wegen des Corona-Ausbruchs beim Fleischproduzenten Tönnies in NRW bereits ein Beherbergungsverbot für Touristen aus dem Raum Gütersloh erlassen. Auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gibt es entsprechende Regelungen.

Stand: 10:00 Uhr


Kaum kurzfristige Corona-Tests vor Urlaub möglich

In Sachsen-Anhalt ist es momentan schwierig, sich vor einem Urlaub freiwillig auf das Corona-Virus testen zu lassen. Der Magdeburger Amtsarzt Henning sagte dem MDR, kurzfristig einen Test zu bekommen, sei allenfalls theoretisch machbar. Ein Test in der Fieberambulanz sei nur möglich, wenn man Symptome habe. Urlauber müssten also mit ihrem Hausarzt eine Vereinbarung treffen und den Test dann selbst bezahlen.

Stand: 10:00 Uhr


Sandersdorf-Brehna: Stadtrat stoppt Firmenansiedlung

Der Stadtrat von Sandersdorf-Brehna hat eine Firmenansiedlung abgeleht. Grund waren Sorgen vor einer möglichen Geruchsbelästigung. Das Recycling-Unternehmen Recon T wollte im Industriegebiet der Stadt eine Sortieranlage für Papier und Gewerbe-Abfälle errichten. Zu den Kunden sollte die neue Papierfabrik in direkter Nachbarschaft gehören, die Verpackungsmaterial etwa für den Internet-Konzern Amazon herstellen will. Die Stadträte sahen vor allem die Pläne für die Sortieranlage für Gewerbeabfälle kritisch.

Stand: 09:00 Uhr


Runder Tisch zum Stausee Kelbra

Der Stausee in Kelbra ist nach dem umstrittenen Ablassen des Wassers im Frühjahr wieder gut gefüllt. Doch der Streit über die Entleerung ist noch längst nicht zu Ende. Heute gibt es in Kelbra einen runden Tisch, zu dem die Umweltministerin eingeladen hat. Der runde Tisch wird fast so große wie der Stauseee selbst werden. Denn mit dem geboten Mindestabstand sitzen über 30 Parteien mit ganz unterschiedlichen Ansichten mit am Tisch. Neben dem Talsperrenbetrieb, dem Kreisanglerverein Sangerhausen oder dem Kyffhäuser Segelclub sind auch Umweltschützer und Ornithologen mit an Bord, um über die künftige Nutzung des Stausee zu sprechen. Der Landesbetrieb für Hochwasserschutz, der dem Umweltministerium untersteht, hatte Ende Februar das Ablassen des Stausees trotz massiver Proteste veranlasst. Seitdem schwelt besonders zwischen Anglern und Umweltschützern ein Konflikt.

Stand: 07:00 Uhr


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