Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 05.06.2020

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Grafikstiftung Neo Rauch zeigt Papierarbeiten

Die Grafikstiftung Neo Rauch in Aschersleben präsentiert ab Samstag unter dem Titel «Neo Rauch. Das Fortwährende» ihre neunte Jahresausstellung. Das Spektrum der rund 80 gezeigten Werke des Künstlers aus den Jahren 1989 bis 1995 umfasst hauptsächlich Unikate auf Papier sowie ausgewählte Grafiken aus dem Konvolut der Stiftung, wie die Grafikstiftung mitteilte. In diesen Jahren habe Neo Rauch das Medium Papier bevorzugt, um in der Zeichnung, der Malerei und der Druckgrafik eine eigene Bildsprache zu entwickeln.

Die Ausstellung wird bis zum 2. Mai 2021 zu sehen sein. Die Grafikstiftung wurde 2012 in Aschersleben gegründet. Rauch, Jahrgang 1960, ist in Aschersleben aufgewachsen. Er gilt als einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler und Vertreter der sogenannten Neuen Leipziger Schule.

Stand: 16:30 Uhr


Keine Einigung im Landtag über Rundfunkbeitrag

Sachsen-Anhalts schwarz-rot-grüne Regierungskoalition hat in der Debatte um die Erhöhung des Rundfunkbeitrags noch immer keine gemeinsame Linie gefunden. Der Medienausschuss des Landtags konnte sich am Freitag auf keine gemeinsame Stellungnahme einigen. Damit wird das Thema am kommenden Freitag ohne Empfehlung des Fachgremiums im Landtag diskutiert. Die Debatte gilt als Stimmungstest darüber, ob der Landtag der geplanten Erhöhung zu einem späteren Zeitpunkt zustimmt oder nicht. Geplant ist eine Erhöhung von 86 Cent.

Die Medienpolitiker von SPD und Grünen beteuerten am Freitag erneut ihre Bereitschaft, die geplante Erhöhung trotz Kritikpunkten mitzutragen. Dennoch sehen sie Einsparpotenziale bei ARD, ZDF und Deutschlandfunk. Die CDU fordert darüber hinaus eine Strukturreform der Öffentlich-Rechtlichen und wirft den Anstalten fehlende Sparbemühungen vor. Die Fraktion will der Erhöhung der Beiträge daher nicht zustimmen. Auch die Opposition aus AfD und Linken lehnt die Erhöhung ab.

Damit der Rundfunkbeitrag steigen kann, müssen alle Ministerpräsidenten den Staatsvertrag unterschreiben und alle Länderparlamente zustimmen. Sachsen-Anhalt gilt als Wackelkandidat.

Stand: 16:30 Uhr


Ermittlungen gegen Polizisten in Hakenkreuzfall von Halle

Nach dem Fund eines Hakenkreuzes vor der Jüdischen Gemeinde in Halle wird gegen einen Polizisten ermittelt. Das teilte die hallesche Polizeidirektion mit. Demnach war der Beamte vor drei Tagen zusammen mit einem Kollegen an den Fundort geschickt worden. Anschließend meldete er, nichts entdeckt zu haben. Auf Videobildern ist allerdings zu sehen, wie der Polizist auf das aus Zellstoff gefertigte Hakenkreuz tritt und es entfernt. Gegen ihn wird nun wegen Strafvereitelung im Amt ermittelt. Er wurde zudem in eine andere Diensstelle versetzt.

Stand: 16:30 Uhr


Wieder Corona-Neuinfektionen in Magdeburg

Erstmals seit mehr als einem Monat sind in Magdeburg wieder Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das teilte das Sozialministerium mit. Laut Oberbürgermeister Trümper haben sich die Betroffenen in Schweden angesteckt. Auch in der Börde kamen seit gestern zwei neue Fälle hinzu, im Landkreis Mansfeld-Südharz einer. Damit gibt es aktuell in Sachsen-Anhalt 1.717 bestätigte Corona-Infektionen. Die Zahl der Menschen, die mit dem Virus starben, blieb konstant bei 55.

Stand: 14:00 Uhr


Händel-Fest statt Händel-Festspiele - Händel-Day in Halle

Die Händelfestspiele in Halle sind das größte Musikfestival in Sachsen-Anhalt - und sie fallen coronabedingt in diesem Jahr aus. Zumindest im ursprünglich geplanten Umfang. Statt dessen lädt die Stiftung Händel-Haus für Samstag zum großen Händel-Day ein. International gefeierte Barockstars sind dabei - vor Ort in Halle und verteilt in der ganzen Welt. Das Publikum kann den Konzert-Marathon von 16 bis 22 Uhr im Livestream verfolgen - kostenfrei auf den Internetseiten von MDR KULTUR und MDR Klassik.

Stand: 13:00 Uhr


Nach Großbrand in Brunau: Halbe Million Euro Schaden

Der Großbrand in der Fabrikhalle in Brunau gestern Morgen hat einen Schaden von etwa einer halben Million Euro verursacht. Das schätzt die Salzwedeler Polizei. Die Brandursache bleibt weiter unbekannt. Die Ermittlungen der Spezialisten gestern Nachmittag hätten noch nichts Endgültiges ergebe, so eine Sprecherin der Polizei heute Morgen. Der Brandort bleibt weiter gesperrt. In der Halle waren unter anderem Farbspritzanlagen, Schweißgeräte und mehrere Gabelstapler gelagert gewesen.

Stand: 11:00 Uhr


Bühnen Halle planen Sommerprogramm

Die Bühnen in Halle planen ein Sommerprogramm. Unter dem Namen "Fünf Ensembles unter einem Himmel" wollen Schauspiel, Staatskapelle, Ballett, Oper und Puppenspiel gemeinsam auftreten. Gespielt wird auf der Hofbühne im Neuen Theater. Zwischen 30 und 60 Personen sollen bei einer Aufführung zuschauen können. Allerdings muss die Stadt Halle dem eingereichten Hygienekonzept noch zustimmen.

Stand: 11:00 Uhr


Prügelvorwürfe: Boxstall SES distanziert sich von Tom Schwarz

Nach Prügelvorwürfen ist die sportliche Zukunft des halleschen Box-Profis Tom Schwarz ungewiss. Sein Magdeburger Profiboxclub SES hat sich von dem 26-Jährigen distanziert und ihn mit sofortiger Wirkung suspendiert. Schwarz ist dort seit sieben Jahren unter Vertrag. Box-Manager Ulf Steinforth sagte MDR SACHSEN-ANHALT, man lehne jegliche Form von Gewalt ab. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, werde man über weitere Schritte nachdenken. Der Box-Profi soll am Pfingswochenende in Lostau im Jerichower Land eine Frau mit der Faust niedergeschlagen haben. Die Polizei bestätigte einen entsprechenden Vorfall, nannte aber keine Namen. Der 1,97 Meter große Boxer gilt als deutsche Schwergewichtshoffnung. Vor einem Jahr stand Schwarz beim Kampf gegen den britischen Superstar Tyson Fury in Las Vegas im Rampenlicht. Tom Schwarz verlor durch KO in der zweiten Runde.

Stand: 11:00 Uhr


Diebe rasen in Juweliergeschäft in Hohenmölsen

In Hohenmölsen im Burgenlandkreis sind Unbekannte mit einem Auto in ein Juweliergeschäft gerast und mit Beute in unbekannter Höhe geflohen. Nach Angaben der Polizei waren die Täter am frühen Morgen mit zwei Wagen vorgefahren. Eines der Autos raste in die Front des Geschäfts. Die Täter hätten mehrere Gegenstände gestohlen. Was genau fehle, sei noch unklar. Erst vor knapp zwei Wochen raste ein Wagen in ein Juweliergeschäft in Bitterfeld-Wolfen und richtete hohen Schaden an. Die Polizei prüft, ob es einen Zusammenhang gibt.

Stand: 11:00 Uhr


Bahnhof Hordorf wird versteigert

Der sanierungsbedürftige Bahnhof Hordorf bei Oschersleben kommt heute unter den Hammer. Auf einer Grundstücksaution in Leipzig steht er zum Verkauf. Die Auktion findet live im Internet statt. Die Deutsche Bahn verlangt für das 1.600 Quadratmeter große Areal mindestens 2.000 Euro. Im Januar 2011 ist an dem Bahnhof ein Zugunglück geschehen, bei ein Güterzug in einen Personerzug gerast war; zehn Menschen kamen ums Leben, viele wurden verletzt.

Stand: 11:00 Uhr


Staatsvertrag zu neuer Schlösserstiftung wird überarbeitet

Nach langem Hin und Her und Kritik von mehreren Seiten gibt es eine Art Neustart bei der gemeinsamen Schlösserstiftung von Thüringen und Sachsen-Anhalt. Der Entwurf für den entsprechenden Staatsvertrag wird nun doch nochmal überarbeitet. Der Zeitplan dafür ist straff gesteckt: Noch im Juni soll der neue Staatsvertrag zur Schlösserstiftung mit Sachsen-Analt abgestimmt und dem thüringer Kabinett vorgelegt werden. Was genau überabreitet wird, ist nicht bekannt. Die Thüringer Staatskanzlei hüllt sich in Schweigen. Thüringens Kulturminister Hoff hat die Pläne bisher immer verteidigt. Es wäre ein unverzeihlicher Fehler, die Chance für das Kulturerbe nicht zu ergreifen. CDU und Grüne im Freistaat zeigen sich froh über die Überabreitung des Staatsvertrages. Der bisherige Entwurf wurde in Thüringen harsch kritisiert. Zu den Streitpunkten zählt etwa, dass der Hauptsitz der neuen Stiftung im sachsen-anhaltischen Halle liegen und Thüringen lediglich den Verwaltungssitz in Rudolstadt erhalten soll.

Stand: 10:00 Uhr


Lob fürs Konjunkturpaket aus Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff hat das Konjunkturpaket positiv bewertet. Er sagte, das Paket erfülle weitgehend seine Erwartungen. So würden unter anderem die Kommunen angesichts ihrer Steuerausfälle gestärkt. Wirtschaftsminister Willingmann erklärte, die breitgefächerten Maßnahmen können wichtige Impulse setzen. Enttäuscht zeigte sich Willingmann darüber, dass kleine und mittlere Unternehmen nur noch bis August Überbrückungshilfen erhalten. Viele Bereiche, wie der Tourismus oder die Messe- und Veranstaltungsbranche, würden auch danach noch mit erheblichen Umsatzeinbußen zu kämpfen haben.

Stand: 9:00 Uhr


Spielbetrieb in Bad Lauchstädt wird wieder aufgenommen

Der Historische Kursaal und das Goethe-Theater in Bad Lauchstädt nehmen ab Freitag den Spielbetrieb wieder auf. Als Auftakt wird es einen Literarischen Salon im Kursaal geben. Die Schriftstellerin Monika Maron liest aus ihrem Roman "Munin oder Chaos im Kopf". Das Goethe-Theater sei damit die erste Kultureinrichtung, die in Sachsen-Anhalt wieder regelmäßig öffentliche Veranstaltungen durchführen kann, heißt es aus der Staatskanzlei in Magdeburg. In den kommenden Wochen werden vor allem Veranstaltungen mit maximal vier Künstlern auf der Bühne des Theaters oder auf dem Konzertpodium angeboten. Die zulässigen Zuschauerzahlen werden erheblich reduziert, um vorgeschriebene Abstandsflächen gewährleisten zu können.

Stand: 8:00 Uhr


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