Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 31.07.2020

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Baby bei Verkehrsunfall im Harz schwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall im Harz sind vier Menschen verletzt worden. Darunter ist ein elf Monate altes Mädchen. Wie die Polizei mitteilte, übersah eine Autofahrerin auf einer Landstraße bei Stapelburg beim Überholen ein entgegenkommendes Fahrzeug. Beide Autos stießen zusammen. Die 34 Jahre alte Unfallverursacherin und das Baby wurden schwer verletzt. Die Insassen des entgegenkommenden Wagens erlitten leichte Verletzungen. Der Sachschaden beträgt laut Polizei rund 100.000 Euro.

Stand: 20:00 Uhr


Magdeburg: Schnelleres Abschleppen von Falschparkern

Falschparker, die in Magdeburg Straßenbahnen und Busse blockieren, können künftig schneller abgeschleppt werden. Das haben die Landeshauptstadt und die Magdeburger Verkehrsbetriebe vereinbart. Demnach wurde acht Mitarbeiter zu sogenannten Ehrenbeamten ernannt. Ihnen ist es erlaubt, Abschleppunternehmen zu beauftragen, wenn die Funkzentrale des Ordnungsamtes nicht besetzt ist. Auf die Falschparker kommen nach Angaben der Stadt neben einem Verwarngeld von 35 Euro auch die Kosten für den Abschleppauftrag zu. Die lägen bei etwa 150 Euro.

Stand: 20:00 Uhr


Wenige Hallenser nutzten Corona-Tests am Flughafen

Nur wenige Hallenser haben sich bislang am Flughafen Leipzig/Halle auf das Corona-Virus testen lassen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, nahmen bis zum Freitagnachmittag nur drei Urlaubsrückkehrer das Angebot an. Für zwei Tests lägen Ergebnisse vor, beide seien negativ. Die Stadt Halle hatte am Montag eine Teststation auf dem Flughafen eingerichtet. Dort dürfen sich ausschließlich Bewohner der Stadt untersuchen lassen. Für Reiserückkehrer mit Erkältungssymptomen und Rückkehrer aus Risikogebieten sind die Tests den Angaben zufolge kostenlos.

Stand: 19:00 Uhr


Freyburger Winzerfest endgültig abgesagt

Das Freyburger Winzerfest fällt in diesem Jahr endgültig aus. Wie die Stadt mitteilte, hatten die Behörden das vorgelegte Corona-Hygienekonzept abgelehnt. Zu dem Fest im September kommen jedes Jahr tausende Besucher in die Weinregion Saale-Unstrut. Freyburgs Bürgermeister Udo Mänicke (parteilos) sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dass sich trotzdem viele Hotelgäste zur Weinlese im September angekündigt hätten. Öffentliche Veranstaltungen werde es nicht geben. Die Winzer selbst würden aber ihre Weine anbieten.

Stand: 16:30 Uhr


IG BAU: Baubranche in Sachsen-Anhalt erleidet Imageverlust

Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Lohn-Prellerei haben in Sachsen-Anhalts Baubranche einen Millionenschaden verursacht. Das verdeutlichen Zahlen des Bundesfinanzministeriums. Demnach kontrollierten Beamte des Hauptzollamtes Magdeburg im vergangenen Jahr insgesamt 622 Baufirmen in der Region. Wie die Generalzolldirektion errechnet hat, entgingen dem Land und den Sozialkassen wegen illegaler Praktiken in der Branche 5,2 Millionen Euro. 358 Ermittlungsverfahren seien eingeleitet worden. Die Bezirkschefin der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Bobles, spricht von einem „erschreckenden Ausmaß krimineller Energie". Das beste Mittel gegen unerlaubte Geschäfte am Bau ist ein fairer Wettbewerb zu fairen Löhnen und Arbeitsbedingungen.

Stand: 16:00 Uhr


Hochschule Anhalt startet internationales Wein-Projekt in der Region Saale-Unstrut

In der Weinregion Saale-Unstrut startet ab heute ein internationales Weinberg-Projekt der Hochschule Anhalt. In den nächsten Wochen werden besondere Weinberge angelegt. Auf einer Fläche von neun Hektar entstehen sogenannte Biodiversitäts-Weinberge. Dort forschen Studierende für Naturschutz und Landschafts-Planung an einem nachhaltigen Weinbau, angepasst an den Klimawandel. Im Fokus steht eine Maximierung von Ökosystem-Leistungen wie Schädlingsbekämpfung, Boden-Lebewesen, Wasser-Speicherung oder Klimagas-Reduktion. Wie die Hochschule heute mitteilte, sind auch Arbeitsgruppen aus Frankreich, Österreich und Ungarn am Projekt beteiligt. Das Landes-Umweltministerium steuert zudem eine finanzielle Unterstützung bei.

Stand: 16:00 Uhr


Sachsen-Anhalts Dehoga-Präsident warnt vor Leichtsinn mit Corona

Angesichts steigender Infektionszahlen in Deutschland warnt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband vor Leichtsinn im Umgang mit der Corona Pandemie. Sachsen-Anhalts Dehoga-Präsident Schmidt zeigte sich heute besorgt. So würden immer mehr Gäste falsche Namen in die Namenslisten eintragen. In vielen Restaurant würden zudem die Abstände zwischen den Tischen wieder verringert und Speisekarten nicht regelmäßig desinfiziert. Laut Schmidt wäre ein weiterer Shutdown das Schlimmste, was der Branche passieren könnte. Vielen Betrieben würde dann die Insolvenz drohen.

Stand: 14:00 Uhr


Treblinka: Enge Zusammenarbeit mit Zentrale für polititische Bildung

Die Gedenkstätte des polnischen Vernichtungslagers Treblinka hat eine enge Zusammenarbeit mit Sachsen-Anhalts Landeszentrale für politische Bildung beschlossen. Wie die stellvertretende Direktorin der Landeszentrale, Cornelia Habisch, MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, würde durch den Kooperationsvertrag der fachliche Austausch vertieft. Schülergruppen aus Deutschland und Polen würden gemeinsam Fachmaterial entwickeln. Ziel sei es, den Erinnerungsort Treblinka für Menschen in Sachsen-Anhalt bekannter zu machen. Bereits jetzt gebe es schon viele Anmeldungen für Schulfahrten. In das Arbeits- und Vernichtungslager Treblinka wurden während der Diktatur der Nationalsozialisten hunderttausende Menschen verschleppt.

Stand: 14:00 Uhr


Rattengift in Gewässern belastet Fische

In Dessau-Roßlau fordert das Umweltbundesamt die Kommunen auf, sich an die Vorgaben zum Gewässerschutz zu halten. Das Amt verwies heute auf ein aktuelles Forschungsprojekt, das sich mit dem Einsatz von Rattengift in kommunalen Kanalisationen beschäftigt hat. Demnach hat die Studie gezeigt, dass bei Starkregen das Gift aus den Ködern in das Abwasser gelangt und von den Klärwerken nicht vollständig abgebaut wird. Somit konnten Gift-Rückstände in Leber-Proben von Karpfen gefunden werden, die in Teichen mit gereinigtem kommunalen Abwasser gehalten wurden. Wie sich die Gift-Rückstände auf die Fische auswirkt, soll nun in einem Folge-Vorhaben untersucht werden.

Stand: 14:00 Uhr


FCM nimmt Sebastian Jakubiak unter Vertrag

Fussball-Drittligist 1. FC Magdeburg hat einen neuen Mittelfeldspieler. Wie der Verein heute mitteilte, unterschrieb Sebastian Jakubiak einen Zweijahresvertrag beim FCM. Der 27-Jährige wechselt vom niederländischen Erstligisten Heracles Almelo an die Elbe. Der FCM bezeichnet ihn als vielseitig einsetzbaren offensiven Mittelfeldspieler. Jakubiak wird den Kader des 1. FC Magdeburg ab der Saison 2020/2021 angehören.

Stand: 13:30 Uhr


Deutlich weniger Auszubildende im Handwerk in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt hat in diesem Jahr deutlich weniger Azubis im Handwerk. Im Bezirk der Handwerkskammer Halle beginnen im August 400 junge Menschen eine Ausbildung, Anfang September starte für 100 weitere die Lehrzeit. Das teilte heute ein Sprecher mit. Im Handwerkskammer-Bezirk Magdeburg sind in diesem Jahr zehn Prozent weniger Ausbildungsverträge geschlossen worden als im Vorjahr. Als Ursache sehen die Kammern die Corona-Pandemie. Der Präsident der Handwerkskammer Magdeburg, Mauer, sagte, der Corona-Shutdown habe bei Schülern und Bewerbern für Unsicherheit im Hinblick auf eine Ausbildung gesorgt. Während der Schul-Schließungen konnten zudem viele geplante Veranstaltungen zur Berufs-Orientierung nicht stattfinden.

Stand: 12:30 Uhr


Fahrzeug-Brand im Harz: sechsköpfige Familie kann sich retten

Im Harz ist gestern Nachmittag kurz hinter dem Tunnel der Rappbodetalsperre ein Auto in Brand geraten. Wie die Polizei mitteilte, befand sich eine sechsköpfige Familie in dem Wagen. Nach der Fahrt durch den Tunnel sei Feuer aus der Lüftungsanlage gedrungen. Die sechs Insassen konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Das Auto brannte jedoch vollständig aus. Nach ersten Erkenntnissen vermutet die Polizei einen technischen Defekt an dem Van. Wie es heißt, könnte eine Diesel-Leitung defekt gewesen sein.

Stand: 12:30 Uhr


Jede zweite Sachsen-Anhalterin geht nicht zur Brustkrebs-Vorsorge

Im Zuge einer frühzeitigen Erkennung von Brustkrebs lässt knapp jede zweite Sachsen-Anhalterin die Einladung zur Vorsorge verfallen. Laut Kassenärztlicher Versorgung haben sich im vergangenen Jahr knapp 53 Prozent der Frauen im Land untersuchen lassen. 2018 waren es noch knapp 54 Prozent. Im Bundesvergleich sei die Teilnahmequote in Sachsen-Anhalt jedoch im oberen Bereich. Deutschlandweit gingen 49 Prozent der Frauen zum sogenannten Mammografie-Screening. Zu Brustkrebs-Vorsorge werden alle Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren eingeladen.

Stand: 12:00 Uhr


Nach Großbrand in Ballenstedt: keine sichtbaren Umweltschäden

Das Großfeuer im Gummi-Werk in Ballenstedt im Landkreis Harz hat keine spürbaren Umweltschäden hinterlassen. Das geht aus ersten Kontrollen des Umweltamtes des Landkreises hervor. Sachverständige untersuchten nach dem Brand das Betriebsgelände und die Umgebung. Der biologisch abbaubare Lösch-Schaum sei größtenteils aufgefangen und zurück gepumpt worden. Zudem sei nicht damit zu rechnen, dass die Asche auf den angrenzenden Feldern der Mais-Ernte schade. Das Feuer war am Sonntag auf dem Gelände des Gummi-Werks ausgebrochen. Die Ermittler gehen nach ersten Erkenntnissen von Brandstiftung aus. Auf einer Fläche von rund tausend Quadratmetern brannten Reifen, Gummi-Reste und Förderbänder.

Stand: 11:00 Uhr


Lufthansa streicht Verbindung Leipzig-Frankfurt

Die Lufthansa dünnt ihr Flugangebot am Flughafen Leipzig/Halle aus. Eine Konzern-Sprecherin teilte MDR SACHSEN-ANHALT mit, ab September werde die Lufthansa Frankfurt nicht mehr anfliegen. Die Fluggäste könnten stattdessen ab Leipzig in speziell reservierten Bereichen im ICE zum Frankfurter Flughafen fahren. Nach München solle es aber wieder Flugverbindungen geben. Eine Flughafensprecherin sagte, man rechne damit, dass sich wegen der Corona-Krise der gesamte Linienverkehr stark verändere.

Stand: 11 Uhr


Mann fällt vom Gerüst und stirbt

In Euper bei Wittenberg ist ein Mann auf seinem Grundstück von einem Baugerüst gefallen und gestorben. Nach Polizeiangaben war das Gerüst vier Meter hoch. Obwohl sofort der Notarzt kam, konnte der 50-Jährige nicht gerettet werden. Wie der Unfall passieren konnte, ist noch unklar.

Stand: 11:00 Uhr


Staatsanwaltschaft ermittelt wegen heimlicher Videos in Sauna

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen heimlich gedrehter Videos in der Sauna des Spaßbades Maya Mare in Halle. Die Behörde bestätigte MDR SACHSEN-ANHALT, dass die Stadtwerke Halle als Betreiber Strafanzeige erstattet haben. - Unbekannte hatten in der Sauna des Spaßbades gefilmt und die Videos auf eine Porno-Internetseite hochgeladen. Auf den Aufnahmen sollen die Gesichter der Gäste und weitere Details gut erkennbar sein. Die Stadtwerke hatten davon nach eigenen Angaben vor zwei Tagen erfahren. Die Videos sollen mittlerweile gelöscht worden sein.

Stand: 11:00 Uhr


Autodieb flüchtet vor Polizei mit bis zu 250 Stundenkilometern

Auf der Autobahn 2 bei Braunschweig hat sich heute Morgen ein Autodieb mit der Polizei eine rasante Verfolgungsjagd geliefert. Zuvor war der Mann bei einer Verkehrskontrolle aufgeflogen. Laut Angaben brauste der 31-Jährige mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 Kilometern pro Stunde über die Autobahn in Richtung Berlin. Dabei überholte er andere Autos teilweise über den Standstreifen. Nach mehr als 50 Kilometern fuhr der Mann bei Eilsleben ab. In der Gemeinde Erxleben ließ er sein Auto stehen und flüchtete zu Fuß. Die Beamten entdeckten ihn kurze Zeit später in einem Gebüsch und nahmen ihn fest. Er soll nun einem Haftrichter vorgeführt werden.

Stand: 11:00 Uhr


Weitere Meldungen aus den Regionalstudios


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