Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 25.09.2020

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Verdi: Auch ÖPNV in Mitteldeutschland soll bestreikt werden

Die Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr werden auch viele tausend Pendler in Mitteldeutschland treffen. In Sachsen kündigte die Gewerkschaft Verdi für kommenden Dienstag Aktionen in Leipzig, Chemnitz, Zwickau und Plauen an. Dort sollen mit Beginn der Frühschicht Busse und Straßenbahnen in den Depots bleiben. In Thüringen sind Erfurt, Jena und Gera betroffen. In Sachsen-Anhalt will die Gewerkschaft den Öffentlichen Nahverkehr in Magdeburg, Halle, Dessau und im Burgenlandkreis lahmlegen. Die Gewerkschaft hat zu einem bundesweiten Warnstreiktag aufgerufen. Sie will damit in den laufenden Tarifverhandlungen einen Rahmenvertrag durchsetzen, der in allen Bundesländern gelten soll.

Stand: 16:00 Uhr


Klima-Proteste in Sachsen-Anhalt

Am weltweiten Klimaaktionstag haben heute auch Menschen in Sachsen-Anhalt an mehreren Orten teilgenommen. Fridays for Future, die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland und weitere Initiativen hatten in Städten wie Magdeburg, Halle, Dessau-Roßlau und Wernigerode unter dem Motto "Kein Grad weiter" zu den Klima-Demonstrationen aufgerufen. In Magdeburg etwa kamen mehrere Hundert Demonstranten auf dem Domplatz zusammen. In Halle waren laut einem Polizeisprecher am frühen Nachmittag etwa 750 Menschen bei der Klima-Demo dabei. Insgesamt waren bundesweit mehr als 400 Protestaktionen angemeldet. Bei der zentralen Veranstaltung in Berlin starteten am Mittag mehrere Demonstrationszüge sowie ein Sitzstreik vor dem Brandenburger Tor.

Stand: 15:30 Uhr


Aussteller: Lange hält die Branche nicht mehr durch

Auf dem Gutshof Döbbelin bei Stendal ist die Ausstellung "LebensArt" eröffnet worden. Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Messe für Garten, Wohnen und Lifestyle ein halbes Jahr später als sonst. Veranstalter Martin Schmidt sagte MDR SACHSEN-ANHALT, unter freiem Himmel ließen sich auch unter Corona-Bedingungen Ausstellungen gut organisieren. Für die Herbst- und Wintersaison brauche es aber neue Impulse. Wichtig sei der Diskurs zwischen Politik und Branche. Es bringe nichts, wenn die Politik etwas ohne die Fachkenntnis der Branche entscheide. Schmidt sieht in der Ausstellung in Döbbelin ein "...deutliches Statement, dass auch unter den jetzigen Bedingungen größere Veranstaltungen machbar sind. Das ist unerlässlich, wenn man nicht auf die komplette Branche verzichten will. Lange hält die Branche das nicht mehr aus." - Die Ausstellung geht bis Sonntag.

Stand: 15:30 Uhr


Mann in Merseburg niedergestochen

In eine Mehrfamilienhaus in Merseburg ist am Vormittag ein Mann niedergestochen worden. Wie die Polizei berichtet, hatten Zeugen den 40-Jährigen gefunden. Er kam mit Stichverletzungen ins Krankenhaus. Die Beamten haben einen 33 Jahre alten Verdächtigen aus Halle festgenommen. Genauere Angaben zur Tat und zum Motiv gibt es noch nicht.

Stand: 14:30 Uhr


Haseloff: An neuem Batterieprüfzentrum kommt niemand vorbei

In Sandersdorf-Brehna im Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist am Freitag ein Batterieprüfzentrum in Betrieb gegangen. Gebaut hat es die FEV-Gruppe aus Aachen. Knapp 100 Mitarbeiter entwickeln und prüfen dort Batteriesysteme für Pkw und Nutzfahrzeuge. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte MDR SACHSEN-ANHALT am Freitag, die Technologie sei weltweit einzigartig. Das bedeute, dass die Vergleichbarkeit von technischen Angeboten bei Fahrzeugtypen in Sachsen-Anhalt entschieden werde. "Wer uns und FEV nicht ihm Zertifikat nachweisen kann, der hat kaum eine Chance, im Markt dauerhaft zu bestehen." Die FEV-Gruppe hat weltweit mehr als 40 Standorte mit fast 7000 Mitarbeitern.

Stand: 14:30 Uhr


Neue Erlebniswelt im Eisenmorrbad Bad Schmiedeberg

Im Eisenmoorbad in Bad Schmiedeberg wird am Abend eine neue Erlebniswelt eröffnet. Kurdirektor Deddo Lehmann sagte MDR SACHSEN-ANHALT, Corona setze dem Bad erheblich zu. Um für die Gäste attraktiv zu bleiben, investiere man trotzdem. Für 1,4 Millionen Euro sei die Moorlandschaft modernisiert und eine Salzwelt gebaut worden. Herzstück sei ein Stollen, in dem Besucher salzhaltige Luft einatmen könnten. Lehmann zufolge läuft bereits die nächste Großinvestition. Am Schwanenteich werde ein Gradierwerk gebaut.

Stand: 14:30 Uhr


Politiker fordern: Heidebahn soll wieder fahren

Die Heide-Bahn soll wieder fahren. Das fordern Politiker und Unternehmer aus Sachsen-Anhalt und Sachsen. In einem gemeinsamen Arbeitspapier heißt es, spätestens 2023 solle die Bahn wieder unterwegs sein auf der Strecke Wittenberg-Bad Schmiedeberg-Bad Düben-Eilenburg. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sepp Müller sagte MDR SACHSEN-ANHALT am Freitag, die Kurregionen Bad Schmiedeberg in Sachsen-Anhalt und Bad Düben in Sachsen seien wichtige Arbeitgeber. Es wäre ein großer Standortnachteil, wenn sie vom Zugverkehr abgekoppelt blieben. - Die Heide-Bahn wird von einem Förderverein betrieben.

Stand: 13:00 Uhr


Batterie-Prüfzentrum in Sandersdorf-Brehna eröffnet

In Sandersdorf-Brehna im Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist am Freitag ein Batterieprüfzentrum in Betrieb gegangen. Gebaut hat es die FEV-Gruppe aus Aachen. Knapp 100 Mitarbeiter entwickeln und prüfen in dem Werk Batteriesysteme für Pkw und Nutzfahrzeuge. Die Batterien werden beispielsweise sehr hohen und tiefen Temperaturen ausgesetzt. Die Energie dafür wird fast vollständig über Solarmodule auf dem Dach des Werkes gewonnen. Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) sagte bei der Eröffnung, die Ansiedelung trage dazu bei, dass der Automotiv-Standort Sachsen-Anhalt für nationale und internationale Investoren immer attraktiver werde. Die FEV-Gruppe hat weltweit mehr als 40 Standorte mit fast 7000 Mitarbeitern.

Stand: 12:00 Uhr


Klima-Aktionstag in Halle

In Halle gibt es heute einen Klima-Aktionstag. Dazu aufgerufen haben die Initiative "Fridays for Future" und die Gewerkschaft Ver.di. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT ist am Mittag eine Demonstration für Klimagerechtigkeit sowie eine Verkehrs-, Agrar- und Energiewende geplant. Am Nachmittag soll es eine Kundgebung geben. Laut Polizei werden in der Innenstadt zahlreiche Straßen gesperrt.

Stand: 12:00 Uhr


Zoll deckt Schwarzarbeit bei Paketdienstleistern auf

In Sachsen-Anhalt ist dem Zoll ein Schlag gegen Schwarzarbeit in der Zustellerbranche gelungen. Nach Angaben des Hauptzollamts in Magdeburg wurden im Rahmen einer groß angelegten Kontrolle zahlreiche Vergehen bei Kurier-, Express- und Paketdienstleistern aufgedeckt. Festgestellt worden seien 42 Delikte in 38 Betrieben. Unter anderem ging es bei den Kontrollen um die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns und die illegale Beschäftigung von Ausländern. Die Kontrolle fand bereits am 17. September statt und war Teil einer bundesweiten Aktion.

Stand: 11:00 Uhr


Bauernverband beklagt unterdurchschnittliche Ernte

Die Bauern in Sachsen-Anhalt klagen über eine unterdurchschnittliche Ernte in diesem Jahr. Der Präsident des Landesbauernverbandes, Feuerborn, sprach bei MDR SACHSEN-ANHALT von einer bitteren Pille. Man habe schon in den vergangenen zwei Jahren extrem schlechte Erträge gehabt. Vor allem die heißen Temperaturen im August und die anhaltende Trockenheit hätten dazu geführt, dass die Erträge der Herbstkulturen wie Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln gesunken seien. Genaue Zahlen zur Erntebilanz stehen noch aus.

Stand: 11 Uhr


Mädchen aus Halle, Mann aus Magdeburg – Zwei schwere Unfälle auf Rügen

Auf der Insel Rügen ist ein zweijähriges Mädchen aus Halle bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war das Kind aus einer Gruppe heraus auf eine Bundesstraße gelaufen. Eine Autofahrerin konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Das Mädchen geriet mit den Beinen unter das Fahrzeug. Ein 57-jähriger Magdeburger ist bei einem Unfall von seinem eigenen Wohnmobil überrollt und tödlich verletzt worden. An der Einfahrtschranke zu einem Campingplatz bei Göhren hatte er den Wagen gestoppt und war ausgestiegen. Wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte, hatte er aber wohl vergessen, die Handbremse anzuziehen. Das Wohnmobil rollte rückwärts. Als der Fahrer zurücklaufen wollte, um die Handbremse noch zu ziehen, rutschte er aus und wurde überrollt. Der Verunglückte kam per Rettungshubschrauber mit lebensbedrohlichen Verletzungen in eine Klinik, wo er wenig später starb. Der Mann war mit seiner Frau unterwegs gewesen. Sie unverletzt blieb. Die Ermittlungen dauerten noch an.

Stand: 11:00 Uhr


Totschlag: Neuer Prozess nach BGH-Urteil in Halle

Am Landgericht Halle wird ab heute ein Prozess wegen versuchten Totschlags neu aufgerollt. Angeklagt ist ein 42-jähriger. Der Mann war bereits im April zu neun Jahren Gefängnis wegen versuchten Mordes verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil jedoch auf und verwies es zurück nach Halle. Die Begründung: Mordmerkmale seien nicht erkennbar gewesen. Deshalb wird jetzt wegen versuchten Totschlags verhandelt. - Im November 2018 soll der 42-jährige vor einer Schule auf seine getrennt lebende Ehefrau gewartet und dann mit einem Klappmesser mehrfach auf sie eingestochen haben. Sie überlebte schwer verletzt.

Stand: 11:00 Uhr


Halle: Sechs Verletzte bei Feuer in Mehrfamilienhaus

In Halle sind bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus sechs Bewohner verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war am Hauseingang abgestellter Unrat in Flammen aufgegangen. Das Feuer griff auf die Überdachung des Eingangs über. Dichter Qualm breitete sich aus und zog zwei Wohnungen im Erdgeschoss in Mitleidenschaft. Die Bewohner des Hauses konnten sich ins Freie retten. Die Ursache des Feuers ist noch unklar.

Stand: 11:00 Uhr


Weitere Meldungen aus den Regionalstudios


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