Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 20.11.2020

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Nach Einbruchserie Tatverdächtiger bei Bernburg geschnappt

Nach einer Serie von Einbrüchen in Oberfranken hat die Polizei bei Bernburg einen Tatverdächtigen festgenommen. Beamte hätten in seinem Transporter acht in Hof gestohlene Fahrräder gefunden. Seit Mitte Juli waren in den Landkreisen Hof und Wunsiedel insgesamt 79 Einbrüche registriert worden. Den Wert des Diebesguts schätzt die Polizei auf rund 29.000 Euro. Wie viele der Einbrüche auf das Konto des 44-Jährigen gehen, muss noch ermittelt werden.

Stand: 22:00 Uhr


Erster Schnee im Harz

Im Harz ist der erste Schnee dieses Winters gefallen. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, lag auf dem Brocken eine dünne Schneeschicht. Spätestens am Sonntag würden die Temperaturen aber auch im Oberharz wieder über dem Gefrierpunkt liegen. Es gebe stürmisches und ungemütliches Novemberwetter.

Stand: 20:00 Uhr


Neues Azubi-Ticket in Vorbereitung

Lehrlinge in Sachsen-Anhalt können bald ein neues verbilligtes Azubi-Ticket beantragen. Wie ein Sprecher der landeseigenen Nahverkehrsgesellschaft, Nasa, sagte, startet im Dezember der Vorverkauf für das Abo-Modell. Die verbilligte Monatskarte für Auszubildende soll ab dem 1. Januar nächsten Jahres gelten und 50 Euro kosten. Damit könnten Lehrlinge landesweit Bus und Bahn nutzen. Derzeit liefen noch die nötigen Vorbereitungen, damit sich alle Verkehrsunternehmen beteiligen.

Stand: 19:00 Uhr


Landes-CDU verteidigt Nein zur Rundfunkbeitragserhöhung

Die CDU in Sachsen-Anhalt hat ihre Entscheidung verteidigt, die geplante Erhöhung des Rundfunkbeitrags abzulehnen. CDU-Generalsekretär Sven Schulze sagte MDR SACHSEN-ANHALT, man halte sich schlicht an den Koalitionsvertrag. Darin habe man sich auf einen stabilen Beitrag geeinigt, nicht auf eine Erhöhung. Den Vorwurf der Bundes-SPD, die CDU in Sachsen-Anhalt mache sich mit einer offen rechtsradikalen Landes-AfD gemein, wies Schulze entschieden zurück. Als CDU sei man klar für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, verlange aber Reformen. Die Gründe der AfD seien ganz andere. Mit ihrer Ablehnung hätte die CDU in Sachsen-Anhalt zusammen mit der AfD die nötige Mehrheit, um die Erhöhung des Rundfunkbeitrags in ganz Deutschland zu kippen.

Stand: 19:00 Uhr


Prozess um Tod von Zweijährigen in Querfurt beginnt im Dezember

Der Prozess um den gewaltsamen Tod eines zweijährigen Jungen in Querfurt im Saalekreis wird noch in diesem Jahr beginnen. Das Landgericht Halle teilte mit, die Verhandlung gegen die Mutter des Kindes und deren Lebensgefährten beginne Mitte Dezember. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Hauptangeklagten Mord und zehnfachen Kindesmissbrauch vor. Die Mutter muss sich wegen Tötung durch Unterlassen verantworten. Der Zweijährige war Anfang Juli tot in der Familienwohnung entdeckt worden.

Stand: 16:00 Uhr


Mögliche Verlagerung von Lungenklinik in Ballenstedt Thema im Landtag

Im Landtag ist am Freitag über die Zukunft der Lungenklinik in Ballenstedt im Landkreis Harz diskutiert worden. Hintergrund ist ein Gutachten, in dem vorgeschlagen wird, das Zentrum für Lungenerkrankungen künftig in Quedlinburg anzusiedeln. Beschlossen ist dies aber noch nicht. Die AfD im Landtag forderte am Freitag, die Landesregierung müsse sich für den Erhalt der Lungenklinik in Ballenstedt einsetzen und zudem die Geburtshilfe und Kinderklinik in Quedlinburg erhalten. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte, eine Zentralisierung erhöhe oft die Qualität von Krankenhäusern. Nicht jedes Krankenhaus müsse dieselben Leistungen anbieten. Letztlich müsse der Kreistag über eine mögliche Verlagerung der Ballenstedter Klinik entscheiden, sagte auch der CDU-Abgeordnete Ulrich Thomas. Noch sei nichts entschieden.

Der AfD-Gesundheitspolitiker Ulrich Siegmund kritisierte, das Land halte sich erneut aus einer wichtigen Frage der Gesundheitsversorgung. Das sei schon bei der Schließung des Krankenhauses in Havelberg ähnlich gewesen.

Stand: 15:45 Uhr


Nach Stör-Aktionen im Bundestag: Landtag denkt über schärfere Sicherheitsregeln nach

Nach den Stör-Aktionen am Mittwoch im Bundestag wird im Landtag von Sachsen-Anhalt darüber nachgedacht, die Sicherheitsregeln zu verschärfen. Landtagspräsidentin Brakebusch erklärte, man werde darüber beraten müssen, ob es nicht notwendig sei, dass alle Gäste angemeldet werden müssten. Die CDU-Politikerin nannte den Vorfall um pöbelnde Gäste einiger AfD-Bundetagsabgeordneter unentschuldbar. Sie sagte MDR SACHSEN-ANHALT, wenn man als Abgeordneter Gäste hereinbringe, sei man für diese verantwortlich. Man müsse auch damit rechnen, dass sich bei einer Demonstration vor dem Gebäude die Stimmung auf etwaige Besucher übertrage. Das könne den Landtag von Sachsen-Anhalt ganz genauso treffen.--Vor der Abstimmung zum Infektionsschutz-Gesetz hatten im Bundestag Gäste von AfD-Abgeordneten mehrere Parlamentarier bedrängt und beschimpft.

Stand: 15:45 Uhr


Stendaler Wochenmarkt öffnet wieder

Ab kommenden Mittwoch wird der Wochenmarkt in der Hansestadt Stendal wieder den Betrieb aufnehmen. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Nach eingehender Prüfung wurde eine Variante gefunden, mit der der Wochenmarkt auch unter den aktuell verschärften Kontaktbeschränkungen stattfinden kann. Bis die Eindämmungsmaßnahmen wieder gelockert werden, wird der Parkplatz zwischen der Brüderstraße und der Deichstraße genutzt. Besucher werden über den Zugang in der Brüderstraße ein- und ausgelassen. Bis zu 100 Personen dürfen zeitgleich auf der Fläche sein. Die Marktzeit geht von 8:00 bis 14:00 Uhr.

Stand: 15:00 Uhr


Sachsenring Bike: Gehälter bis Januar gesichert

Die Gehälter der 130 Beschäftigten des insolventen MIFA-Nachfolgers Sachsenring Bike in Sangerhausen sind für die kommenden drei Monate gesichert. Das teilte der vorläufige Insolvenzverwalter mit. Sie würden aus dem Insolvenz-Geld der Bundes-Arbeitsagentur gezahlt. Die Gewerkschaft IG Metall Halle-Dessau hatte mitgeteilt, für Oktober sei noch kein Lohn gezahlt worden. Der neue Insolvenzverwalter kündigte ein Sanierungskonzept bis Jahresende an und sagte, es liefen bereits Gespräche mit potenziellen Investoren. Es ist damit bereits das vierte Mal nach der Wende, dass den Sangerhäuser Fahrradherstellern in der Tradition von MIFA finanziell die Puste ausgeht.

Stand: 15:00 Uhr


Warnung vor Rechtstextremismus auf Corona-Demos

Politiker mehrerer Parteien haben im Landtag Sachsen-Anhalt vor einem Zulauf für Rechtsextremisten auf Demonstrationen gegen die Corona-Regeln gewarnt. Linke-Politikerin Henriette Quade sagte, die Corona-Leugner-Proteste seien nicht Versammlungen verwirrter Spinner, sondern die größte rechtsextreme Mobilisierung hier seit Jahren. Justizministerin Anne-Marie Keding betonte in der Debatte die hohe Bedeutung des Versammlungsrechts. Die Christdemokratin sagte, sie habe indes kein Verständnis für diejenigen, die die Demos vereinnahmten.

Stand: 14:30 Uhr


Bauarbeiten zwischen Drüsedau und B189 dauern an

Die Bauarbeiten an der L12 zwischen Drüsedau und der B189 dauern eine Woche länger als ursprünglich geplant. Bis nächste Woche Freitag muss die Umleitung noch aufrechterhalten werden. Laut Straßenbaubehörte kam es Witterungsbedingt zu Verzögerungen im Bauablauf.

Stand: 13:00 Uhr


Landtag berät über Corona-Hilfen für Unternehmen

Der Landtag Sachsen-Anhalts berät am Freitag über Hilfsfonds für Branchen, die besonders hart von der Corona-Krise betroffen sind. In einem Antrag der SPD-Fraktion heißt es, Unternehmen, die seit den ersten Einschränkungen im Frühjahr nicht mehr öffnen durften, seien von der Insolvenz bedroht, wenn die staatlichen Hilfen nicht besser auf sie zugeschnitten würden. Das betreffe auch Clubs und die Veranstaltungsbranche. Die Linke will erreichen, dass Soloselbstständige aus Kunst- und Kultur ein monatliches Grundeinkommen von 1.200 Euro bekommen. Vor dem Landtag haben sich Künstler versammelt, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Außerdem will der Landtag über die Schulpolitik und mehrere Verkehrs- und Infrastrukturthemen beraten.

Stand: 11:00 Uhr


Sachsen-Anhalts Innenminister vorsorglich in Quarantäne

Sachsen-Anhalts Innenminister Stahlknecht hat sich vorsorglich in Corona-Quarantäne begeben. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte MDR SACHSEN-ANHALT, der CDU-Politiker und seine Staatssekretärin Anne Poggemann arbeiteten zunächst von zu Hause aus. Erste Schnelltests seien negativ gewesen nun würden ergänzende Labortests abgewartet. Zuvor war bekannt geworden, dass es einen positiven Test bei einem Teilnehmer einer Besprechung gegeben hatte. Danach wurden alle in Quarantäne geschickt, die bei der Besprechung zugegen waren.

Stand: 11:00 Uhr


Prozess um versuchten Totschlag in Halle

In Halle muss sich eine 26-jährige Frau ab Freitag wegen versuchten Totschlags verantworten. Sie soll Ende Mai den Lebensgefährten ihrer Mutter mit einem Hammer und einem Messer lebensgefährlich verletzt haben. Als Motiv hatte die Angeklagte angegeben, ihr Stiefvater habe ihr Leben sowie das Leben ihrer Schwester und ihrer Mutter ruiniert.

Stand: 11:00 Uhr


Kinderwagen in Merseburg in Brand gesetzt

In einem Mehrfamilienhaus in der Naumburger Straße in Merseburg ist am Donnerstagabend ein im Treppenhaus abgestellter Kinderwagen in Brand geraten. Sieben Hausbewohner mussten während der Löscharbeiten der Feuerwehr vorübergehend evakuiert werden; zwei Männer (21 und 37 Jahre alt) wurden wegen des Verdachts auf Rauchintoxination ambulant versorgt. Durch das Feuer, dessen Ursache noch unklar ist, wurde das Treppenhaus stark verrußt - die Bewohner konnten nach dem Feuerwehreinsatz in ihre Wohnungen zurückkehren.

Stand: 10:00 Uhr


Pläne für Wellness-Angebote im Landkreis Stendal in der Kritik

Ein Berliner Architekt will im Elbdörfchen Räbel mehrere Gästehäuser bauen und Wellness-Urlaub anbieten. Das Projekt wurde jetzt im Stadtrat vorgestellt. Viele Menschen in Räbel, einem Ortsteil der Hansestadt Werben, fürchten um die beschauliche Idylle. Dabei handelt es sich laut Architekt Dag Staffarczyk nur um eine Bauvoranfrage für mehrere dreistöckige Gästehäuser, aber nicht um einen Bauantrag. Trotzdem werden die Bedenken größer. Eine Mehrheit stand in einer ersten Beratung dem Projekt wohlwollend gegenüber. Anfang Dezember will der mögliche Investor ein weiteres Projekt im Stadtrat vorstellen.

Stand: 10:00 Uhr


Schwerer Unfall im Landkreis Wittenberg

Bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 182 unweit von Trebitz im Landkreis Wittenberg sind sieben Menschen verletzt worden, fünf von ihnen schwer. Unweit der Unfallstelle starb eine Person, wie die Polizei in Wittenberg mitteilte. Sie sei ersten Erkenntnissen zufolge nicht direkt am Unfall beteiligt gewesen. Bei dem Unfall auf der B 182 war ein Auto beim Überholen mit dem vorausfahrenden Wagen kollidiert und dann in den Gegenverkehr geraten. Es kam demnach zu einem Totalschaden an drei Fahrzeugen. Die Bundesstraße war stundenlang gesperrt.

Stand: 07:00 Uhr


Stendal-Süd könnte für Häuslebauer interessant werden

In Stendal gibt es kaum Baugrund. Nun soll in Süd künftig ein Wohnhausbau möglich werden. Zwei Fraktionen im Stadtrat schlagen dies vor. Die Infrastruktur aus Straßen und Versorgungsleitungen sei vorhanden, heißt es. Der Flächennutzungsplan muss für das Vorhaben geändert werden. Im Stadtentwicklungsausschuss bekam die Idee jetzt eine Mehrheit, Anfang des kommenden Jahres soll der Stadtrat entscheiden. Die Verwaltung hat Bedenken. Die Idee sei städtebaulich nicht sinnvoll, zumindest so lange, wie die verbliebenen Plattenbauten noch in privater Hand sind. In der Vergangenheit waren mehrere Versuche der Stadt gescheitert, die leerstehenden Häuser günstig zu erwerben.

Stand: 07:00 Uhr


SCM: Verdachtsfall nicht bestätigt

Der Corona-Verdachtsfall beim Handball-Bundesligisten SC Magdeburg hat sich nicht bestätigt. Wie der Verein mitteilte, ist ein weiterer Test gestern negativ ausgefallen und die Quarantäne für die Spieler sofort aufgehoben worden. Die Partie gegen TuSEM Essen gestern Abend war aber bereits im Vorfeld abgesagt und verschoben worden.

Stand: 05:00 Uhr


IG Metall: MIFA-Nachfolger zahlt schon länger unregelmäßig Löhne

Nach dem Insolvenzantrag des MIFA-Nachfolgers Sachsenring Bike in Sangerhausen hat die Gewerkschaft die Unternehmensleitung scharf kritisiert. Wie die IG Metall Halle-Dessau mitteilte, warten die rund 130 Beschäftigten des Fahrradbauers noch auf ihre Oktoberlöhne. Zudem seien die Zahlungen bereits seit Sommer letzen Jahres regelmäßig unvollständig und verspätet erfolgt. Sachsenring Bike hatte am Donnerstag seine Insolvenz bestätigt. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters sind die Gehälter der Mitarbeiter für die kommenden drei Monate über das Insolvenz-Geld der Bundes-Arbeitsagentur gesichert. Bis Jahresende solle ein Sanierungskonzept vorgelegt werden.

Stand: 05:00 Uhr


Wohnhaus in Jessen in Flammen

In Jessen ermittelt die Polizei nach einem Wohnhausbrand. Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer an einer technischen Anlage im Keller aus. Dadurch zog dichter Rauch in den Hausflur. Die Feuerwehr rettete die Bewohner, die mit Hilfe von Leitern aus den Fenstern klettern konnten. Ein Mieter musste mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Auch die Bewohner des Nachbareingangs wurden evakuiert und sind zunächst in einer Sporthalle untergekommen. Ob Brandstiftung oder ein technischer Defekt vorliegt soll jetzt eine Ursachenermittlung der Polizei klären.

Stand: 05:00 Uhr


Vorzeitige Winterpause für Amateurfußball

Der Amateurfußball in Sachsen-Anhalt ist corona-bedingt in der vorzeitigen Winterpause. Das hat der Fußballlandesverband entschieden, da der Spielbetrieb für alle Alters- und Spielklassen auf Landes- und Kreis-Ebene ohnehin untersagt ist. Geplant sei, den Spielbetrieb am 6. Januar wieder aufzunehmen.

Stand: 5:00 Uhr


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