Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 22.05.2020

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Bistum erlaubt Ende Mai wieder Besuch von Gottesdiensten

Das katholische Bistum Magdeburg erlaubt nach dem 24. Mai, also ab kommender Woche, wieder öffentliche Gottesdienste. Das teilte das Bistum am Freitag mit. Bischof Gerhard Feige brachte in der Mitteilung zum Ausdruck, dass seine Bedenken zwar nicht ausgeräumt seien. Unter Einhaltung der Abstands- und Hygienregeln sei das Feiern von Gottsdiensten aber zu verantworten. Ehren- und Hauptamtliche sollten sich dazu vor Ort abstimmen. Am Sonntag will das Bistum zunächst erneut einen Livestream schalten, vom Gottesdienst aus der Kirche St. Sebastian in Magdeburg.

Stand: 16:00 Uhr


Land macht Druck beim Kohleausstieg

Sachsen-Anhalt drückt beim Thema Kohleausstieg aufs Tempo. Die Bundesregierung hatte vor einem Jahr angekündigt, den Ausstieg aus der Braunkohle mit 40 Milliarden Euro zu unterstützen. Bis heute fehlen aber die verbindlichen Vorgaben. Dazu sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) MDR SACHSEN-ANHALT, man brauche jetzt unbedingt das "Go" aus Berlin. Der Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ulrich, sagte, die betroffenen Regionen brauchten endlich Klarheit darüber, in welchem Rahmen sie agieren und wofür die Mittel des Bundes ausgegeben werden dürften. Es wachse die Sorge, dass das Corona-Virus die versprochenen Milliarden-Summen verschlingen könnte.

Stand: 13:30 Uhr


Frau stirbt bei Brand in Tangermünde

In Tangermünde ist eine Frau bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei war das Feuer am Freitagmorgen in einer Doppelhaushälfte ausgebrochen. Für die 81-Jährige kam demnach jede Hilfe zu spät. Ihr 82 Jahre alter Ehemann und die 58-jährige Tochter konnten das Wohnhaus rechtzeitig verlassen. Sie kamen mit Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Krankenhaus. Was das Feuer in Tangermünde ausgelöst hat, muss noch untersucht werden.

Stand: 10:00 Uhr


Zahl bestätigter Sars-CoV-2-Fälle unverändert im Land

In Sachsen-Anhalt hat es von Donnerstag auf Freitag keine neu gemeldete Infektion mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 gegeben. Das Sozialministerium teilte am Freitag mit, dass die Zahl der bestätigten Infektionen im Land damit unverändert bei 1693 Fällen liege. Davon gelten nach Schätzungen 1561 Menschen als genesen. Am Donnerstag war ein Feiertag, daher bleibt offen, ob keine neue Infektion festgestellt oder ob die Meldekette dadurch verzögert wurde. Bereits am 16. Mai hatte Sachsen-Anhalt einen Tag ohne neu bekannt gewordene Fälle. Regional und lokal gibt es bereits viele Tage am Stück ohne neue Infektionsmeldungen. So wurden zum Beispiel in Magdeburg seit dem 2. Mai keine neuen Infektionen bestätigt.

Stand: 15:00 Uhr


Für Start ins Training: HFC weicht ins Münsterland aus

Fußball-Drittligist Hallescher FC fährt am Samstag in ein Trainingslager ins Münsterland. Dort will sich die Mannschaft auf den durch den DFB angeordneten Neustart der 3. Liga am 30. Mai vorbereiten. Vom Verein hieß es, das Münsterland sei ausgewählt worden, weil dort anders als in Sachsen-Anhalt das Mannschaftstraining erlaubt sei. Außerdem sei dann der Weg zum Auswärtsspiel in Münster nicht so lang.

Stand: 13:30 Uhr


Bilanz in Weißenfels: Weiter keine Corona-Fälle am Schlachthof

In Weißenfels liegen nun die restlichen Ergebnisse der Testungen auf Sars-CoV-2 vor, die bei den Mitarbeiterin im Schlachthof von Tönnies gemacht worden waren: Alle negativ, teilte der Burgenlandkreis mit. Bei dem freiwilligen Massentest hatten bis Mittwoch über mehrere Tage verteilt 1186 Mitarbeiter einen Abstrich machen lassen. Die Auswertung lief bis Freitagmorgen. Insgesamt arbeiten rund 2.500 Mitarbeiter in dem Werk. Land und Landkreis hatten sich mit dem Betreiber Tönnies auf das Vorgehen verständigt, weil es in anderen Bundesländern zu Ausbrüchen mit dem neuartigen Coronavirus gekommen war. Es ging um eine vorsorgliche "Nachschau", wie es hieß. Der Schlachthof in Weißenfels ist der größte in Sachsen-Anhalt. Tönnies hat unterdessen angekündigt, ein eigenes Testcenter aufzubauen, in dem Testungen für die Mitarbeiter möglich sein sollen.

Stand: 13:30 Uhr


Zollbeamte in Entenbraterei im Einsatz

Magdeburger Zollbeamte haben bei einer Prüfung in Sachen Schwarzarbeit gegen mehrere Menschen Verfahren eingeleitet. Zu der Kontrolle sei es bereits am Mittwoch in einer Entenbraterei gekommen. "Dabei stießen die Bediensteten nicht nur auf lecker gebratene Enten, sondern auch auf insgesamt sieben, sich illegal in Deutschland aufhaltende Personen", teilte ein Zollsprecher mit.

Zwei der Personen seien geflüchtet. Aber: "Ein eingesetzter Diensthund erschnüffelte dabei nicht die gebratenen Enten, sondern die beiden flüchtigen Personen, welche sich im Gebäude gut versteckt hatten." Neben dem Zoll waren auch Polizei und Veterinäramt im Einsatz.

Stand: 09:30 Uhr


Rechte Musik und Nazi-Parolen in Halle und Eisleben

Im Süden Sachsen-Anhalts sind Polizisten am Männertag wegen Zwischenfällen mit mutmaßlich Rechten ausgerückt. Wie die Polizei mitteilte, spielten in Eisleben zwei Männer rechte Musik ab und riefen "Sieg Heil". Gegen die beiden wurde Anzeige gestellt.

Bei einem Einsatz in einer Gartenanlage in Halle hatte zuvor ein anderer Mann Beamten den verbotenen Hitlergruß gezeigt und sie beleidigt. Gegen ihn wird nun ebenfalls ermittelt. Auch der Staatsschutz ist involviert.

Stand: 09:00 Uhr


Forschungsprojekt: Kinder und Corona

Geschlossene Kindergärten, gesperrte Spielplätze und Abstand halten: Wie erleben eigentlich Kinder die aktuelle Corona-Zeit? Das will eine Forscherin der Hochschule Magdeburg-Stendal herausfinden – gemeinsam mit Kolleginnen aus Estland, Japan und den USA. Dafür werden aktuell auch noch Familien gesucht, die an dem Projekt teilnehmen.

Nach Angaben der Hochschule untersuchen die Forscherinnen Unterhaltungen zwischen Kindern im Alter von dreieinhalb bis viereinhalb Jahren und ihren Eltern und werten diese gemeinsam mit einer Online-Umfrage aus. Dabei geht es auch um Familienhintergrund, Lebensumstände und die Familien-Routine. Später, 2023, sollen die Kinder erneut zu ihren Erinnerungen an die jetzige Pandemie befragt werden.

Stand: 08:30 Uhr


Bisher kein Lehrernotstand durch Corona-Atteste

In Sachsen-Anhalt haben sich aus Sorge vor einer Corona-Infektion bislang nur wenige Lehrer von der Präsenzpflicht im Unterricht befreien lassen. Laut Bildungsministerium arbeiten aktuell zehn Prozent der 13.000 Lehrer aus gesundheitlichen Gründen von zu Hause. Um sich freistellen zu lassen, ist ein ärztliches Attest nötig.

Stand: 08:00 Uhr


Weitere Meldungen aus den Regionalstudios

Über Themen aus den Kurznachrichten berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im .... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
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