Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 10.07.2020

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Ärztekammer: Behandlungen während der Pandemie nicht länger aufschieben

Die Ärztekammer in Sachsen-Anhalt appelliert an Patienten, Behandlungen während der Corona-Pandemie nicht länger aufzuschieben. Die geringen Infektionszahlen ließen Spielraum für einen großen Schritt in Richtung Normalität. Man halte es für fatal, wenn aus unnötiger Angst sinnvolle Untersuchungen, Impfungen oder Behandlungen ausblieben, teilte die Ärztekammer mit. Hierdurch entstehe oft ein viel höheres Gesundheitsrisiko.

Stand: 19:45 Uhr


Nach Corona-Fall in Kita in Halberstadt: Bislang alle Tests negativ

In Halberstadt sind nach der Coronavirus-Infektion eines Kindes in einer Kita alle bislang durchgeführten Tests negativ ausgefallen. Das hat der Landkreis Harz am Abend mitgeteilt. Insgesamt wurden demnach mehr als 80 Proben genommen. Bis auf vier seien alle Tests analysiert worden. Die Ergebnisse der verbliebenen Proben werden den Angaben zufolge Sonnabendmittag erwartet. Nach der Infektion eines Kindes hatte der Kreis die Kita "Regenbogen" in Halberstadt bis Ende kommender Woche geschlossen. Für 61 Kinder, 54 Erziehungsberechtigte und elf Kita-Mitarbeiter gilt eine zehntägige Quarantäne.

Stand: 19:00 Uhr


Offenbar keine Hoffnung mehr für Karstadt-Filiale in Dessau-Roßlau

Für die von der Schließung bedrohte Karstadt-Kaufhof-Filiale in Dessau-Roßlau gibt es offenbar keine Hoffnung mehr. Wie die Stadt mitteilte, geht das aus einem Gespräch zwischen Oberbürgermeister Kuras und dem Insolvenzverwalter hervor. Grund für die Entscheidung sei in erster Linie, dass die Mietkosten nicht weiter gesenkt werden konnten. Der Vermieter hätte bereits in der Vergangenheit erhebliche Nachlässe eingeräumt. In den letzten Tagen waren einige Karstadt-Kaufhof-Häuser gerettet worden, weil die Vermieter die Kosten gesenkt hatten. Die Filiale in Dessau-Roßlau wird vermutlich Ende Oktober geschlossen. Ursprünglich sollten 62 Häuser dicht gemacht werden, nach aktualisierten Plänen sind noch 56 im Gespräch.

Stand: 19:00 Uhr


Polizei gelingt Schlag gegen Bandenkriminalität

Ermittlern aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen ist offenbar ein Schlag gegen die Bandenkriminalität gelungen. Wie die Polizei mitteilte, konnten bereits in der Nacht zu Donnerstag drei mutmaßliche Einbrecher in Magdeburg von Spezialeinsatzkräften festgenommen werden. Die Männer sollen zuvor in einen Supermarkt in Weferlingen im Landkreis Börde eingebrochen sein. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie Tätergruppe angehören, die für mehrere Einbrüche in Geschäfte in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen veranwortlich ist. Gegen die Männer wurde Haftbefehl erlassen. Einer der drei sitzt in Haft.

Stand: 17:30 Uhr


Millionenschaden nach Feuer in der Nähe von Osterburg

In der Nähe von Osterburg im Landkreis Stendal ist in der Nacht zu Freitag bei einem Feuer ein Millionenschaden entstanden. Das teilte die Polizei mit. Den Angaben zufolge brannte eine Lagerhalle mit Fahrzeugen und Agrartechnik ab. Außerdem sei auf dem Dach eine Solarstromanlage installiert gewesen. Der Schaden wird auf rund eine Million Euro geschätzt. Nach Polizeiangaben war die Halle umzäunt und verschlossen. Die Brandurdsache ist noch unklar.

Stand: 15:45 Uhr


Strukturhilfen für Kohleregionen können jetzt verplant werden

Die Strukturhilfen für die Kohleregionen können nun verplant werden. Das teilte der Landrat des Burgenlandkreises, Ulrich, MDR SACHSEN-ANHALT nach einem Treffen mit weiteren Kommunalpolitikern und Ministerpräsident Haseloff in Hohenmölsen mit. Ulrich sagte, jetzt könne man über konkrete Projekte reden, die umgesetzt werden sollten. Im Burgenlandkreis gehe es in erster Linie um den Industriepark Zeitz. Außerdem müsse der Gewerbestandort Hohenmölsen besser an die A 38 angebunden werden. Der Bund hatte zuletzt den Weg für milliardenschwere Strukturhilfen freigemacht. Insgesamt sollen rund 40 Milliarden Euro in die vom Kohleausstieg betroffenen Reviere fließen. Auf Sachsen-Anhalt entfallen 4,8 Milliarden Euro.

Stand: 13:30 Uhr


Wegen Corona: Kita in Halberstadt bis Ende nächster Woche geschlossen

In Halberstadt muss eine kommunale Kindertagesstätte Corona-bedingt bis Ende nächster Woche geschlossen bleiben. Nach Angaben des Landkreises Harz war in die Kita "Regenbogen" bis zum Mittwoch ein Kind gegangen, das sich bei seinen Eltern mit dem Corona-Virus angesteckt hat. Das Gesundheitsamt beschloss deshalb, alle betroffenen Kinder, Erzieher und Servicekräfte zu testen. Die 77 Tests wurden bis zum Mittag abgeschlossen und werden nun im Landesamt für Verbraucherschutz ausgewertet. Erste Ergebnisse erwartet der Kreis im Laufe des Abends. Unabhängig davon müssen betroffene Kinder und Erzieher in eine zehntägige Quarantäne. Nicht betroffene Kinder können nach Angaben der Stadt Halberstadt die ebenfalls kommunale Kita "Sonnenschein" besuchen.

Stand: 13:30 Uhr


Juraprofessorin Härtel aus Staßfurt zu Richterin am Bundesverfassungsgericht ernannt

Die aus Staßfurt stammende Juraprofessorin Ines Härtel ist zur Richterin am Bundesverfassungsgericht ernannt worden. Die 48-Jährige erhielt die Ernennungsurkunde in Berlin von Bundespräsident Steinmeier. Sie ist damit die erste Ostdeutsche am höchsten deutschen Gericht. Steinmeier sagte, das sei 30 Jahre nach der Wiedervereinigung wichtig. Härtel hatte in Göttingen studiert und war Lehrbeauftragte an der Martin-Luther-Universität Halle, wo sie zum Agrar- und Umweltrecht promovierte. Zuletzt arbeitete sie als Professorin an der Europauniversität in Frankfurt an der Oder. Am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe soll Härtel in Zukunft für Grundrechtsfragen zuständig sein.

Stand: 13:30 Uhr


Entwarnung in Dessau - vermutete Weltkriegs-Bombe ist Stahlrohr

Einwohnern in Dessau bleibt eine großangelegte Evakuierung erspart. Nach Polizeiangaben hat sich eine im Boden vermutete Weltkriegsbombe als drei Meter langes Stahlrohr entpuppt. Der verdächtige Gegenstand war bei Bodensondierungen vor mehreren Tagen entdeckt worden. Die Stadt hatte daraufhin für morgen eine Evakuierung der Wohngebiete "Ziebigk" und "Siedlung" vorbereitet. Betroffen wären bis zu 7.800 Bewohner gewesen.

Stand: 11:00 Uhr


Harz: Eckerlochstieg zum Brocken wieder frei

Brockenwanderern steht pünktlich zum Wochenende wieder der kürzeste Weg zum Gipfel zur Verfügung. Wie die Harzer Nationalparkverwaltung mitteilte, ist der Eckerlochstieg wieder offen. Der Weg von Schierke zum Brockengipfel war in den vergangenen Tagen zwischen Goethebrücke, Brockenbahn und Eckerloch gesperrt. Dort wurden umgestürzte Bäume freigeschnitten. Außerdem erneuerten Nationalpark-Mitarbeiter eine in die Jahre gekommene Holz-Brücke über das Schwarze Schluftwasser.

Stand: 11:00 Uhr


Neue Corona-Zuschüsse für Unternehmer und Selbstständige

Selbstständige und mittelständische Unternehmen in Sachsen-Anhalt können ab heute weitere Corona-Zuschüsse beantragen. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, sollen damit Umsatzeinbußen durch die Corona-Pandemie abgefedert werden. Möglich seien Überbrückungshilfen bis zu einer Höhe von 150.000 Euro. Wer das Geld bekommen wolle, müsse über seinen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer einen digitalen Antrag bei der landeseigenen Investitionsbank stellen. Laut Ministerium richtet sich das Angebot an kleine Unternehmen, Mittelständler, gemeinnützige Organisationen und auch Soloselbstständige.

Stand: 09:00 Uhr


Coronafälle in Schule und Fleischbetrieben

In Sachsen-Anhalt sind Corona-Infektionen an einer Schule und zwei Fleischbetrieben nachgewiesen worden. In Magdeburg ist ein Lehrer des Norbertus-Gymnasiums positiv auf das neue Virus getestet worden. Wie die Stadt mitteilte, müssen rund 100 Schüler und zehn Mitglieder des Schulpersonals in Quarantäne. Auch die übrigen Schüler des Gymnasiums sollten wennmöglich vorläufig zu Hause bleiben. In Weißenfels im Burgenlandkreis ist zudem ein weiterer Infektionsfall beim Fleischverarbeiter Tönnies gemeldet worden. Hinzu kommen drei Fälle in dem Kaufland Fleischbetrieb in Osterfeld.

Stand: 05:00 Uhr


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