Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 28.10.2020

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Hotel- und Gaststättenverband erwägt rechtliche Schritte

Sachsen-Anhalts Hotel- und Gaststättenverband hat die neuen Corona-Beschränkungen scharf kritisiert. Dehoga-Chef Schmidt nannte den "Teil-Lockdown" eine große Enttäuschung. Die Hotels und Gaststätten im Land seien nicht Treiber der Pandemie. Deshalb prüfe sein Verband nun rechtliche Schritte gegen den Beschluss. Neben den strängeren Maßnahmen haben Bund und Länder am Mittwoch auch neue Corona-Nothilfen beschlossen. Betroffene Betriebe sollen vom Bund bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes aus dem November 2019 erstattet bekommen.

Stand: 20:30 Uhr


Halle: Wiegand kündigt weitere Corona-Beschränkungen ab Freitag an

In Halle hat Oberbürgermeister Wiegand am Mittwoch ebenfalls weitere Einschränkungen angekündigt. Diese sollen bereits ab Freitag gelten. Bevor konkrete Bereiche genannt werden, wollte Wiegand noch die Ergebnisse der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten abwarten. Halle gilt weiterhin als Corona-Risikogebiet mit einem aktuellen Schwellenwert von rund 53 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Laut Wiegand sind private Feiern sowie Reisen die Hauptursache für neue Corona-Fälle in der Stadt.

Stand: 17:30 Uhr


Magdeburger Wirtschaftswissenschaftler warnt vor massiven Einschränkungen in der Weihnachtszeit

Der Magdeburger Wirtschaftswissenschaftler Joachim Weimann warnt vor massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Weihnachtszeit. Weimann sprach bei MDR SACHSEN-ANHALT von katastrophalen Auswirkungen, insbesondere für den Einzelhandel und die Gastronomie. Wenn weitreichende Beschränkungen nötig seien, müssten sie jetzt und frühzeitig kommen, um die Weihnachtszeit zu schützen. Der Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Magdeburg erwartet im ersten Halbjahr 2021 eine Pleitewelle. Kanzlerin Merkel will wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten weitreichende Maßnahmen beschließen. Aus einer Vorlage für die Beratungen gehen unter anderem drastische Kontaktbeschränkungen und Schließungen von Einrichtungen hervor, darunter Theater, Kinos, Sportanlagen und Bars.

Stand: 12:45 Uhr


Arbeitsunfall in Munitionsfabrik Silberhütte

Bei einem Arbeitsunfall in der Munitionsfabrik Silberhütte im Harz ist ein Mann schwer verletzt worden. Nach Polizeiangaben kam es am Morgen im Fertigungs-Bereich für Pyrotechnik zu einer Verpuffung. Ein 37-jähriger Angestellter aus Harzgerode wurde demnach an Gesicht und Händen verletzt. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Halle gebracht. Die Ursache des Unglücks ist noch unbekannt.

Stand: 14:00 Uhr


Gegenstände auf Bahnstrecke: Unbekannte sorgen für massive Behinderungen

Unbekannte haben am Dienstag bei Schkopau Gegenstände auf Bahngleise gelegt und auf der Strecke von Halle nach Merseburg für erhebliche Verspätungen gesorgt. Wie die Bundespolizei mitteilte, lagen unter anderem Äste, Steine und Kabel. auf den Schienen. Ein Zug sei am Nachmittag dagegengefahren und habe die Gegenstände auf mehrere hundert Meter verteilt. Die Bahnstrecke wurde demnach für circa 50 Minuten gesperrt. Dadurch kam es bei 13 Zügen zu insgesamt rund 400 Minuten Verspätung. Um die Täter zu ermitteln, bittet die Polizei Zeugen um Mithilfe.

Stand: 12:45 Uhr


Geflüchtete an der A2 – Schleuser brachten Menschen per Lastwagen

Fünf Menschen sind per Lastwagen nach Deutschland geschleust und im Landkreis Börde abgesetzt worden. Wie die Polizei mitteilte, handelte es sich um Afghanen im Alter von 15 bis 25 Jahre. Einem Bundespolizisten seien sie am Dienstagnachmittag an einem Imbiss in Hermsdorf aufgefallen. Die Menschen seien nach eigenen Angaben am Rastplatz Irxleben/Hohenwarsleben an der Autobahn 2 abgesetzt worden. Bereits Mitte des Monats waren auf einem Firmengelände in Kabelsketal (Saalekreis) vier Menschen aus Afghanistan in einem Sattelauflieger entdeckt worden.

Stand: 14 Uhr


Brand einer Lagerhalle in Roitzsch im Kreis Anhalt-Bitterfeld

In Roitzsch im Landkreis Anhalt-Bitterfeld hat eine Lagerhalle für Kartoffeln gebrannt. Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz. Wegen der Rauchentwicklung wurden Anwohner in Roitzsch gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Das Feuer ist unter Kontrolle.

Stand: 14 Uhr


Wiegand: Gefahr für Synagoge war vor Halle-Anschlag nicht absehbar

Im Untersuchungsausschuss zum rechtsterroristischen Anschlag auf die Synagoge in Halle sagte Bernd Wiegand (parteilos), Oberbürgermeister der Saalestadt, am Mittwoch, die Gefahr für die Synagoge sei nicht absehbar gewesen. Demnach habe die Stadt "keinerlei Anhaltspunkte" für eine Gefahr der Synagoge gesehen, sagte Wiegand. Auch die Jüdische Gemeinde habe solche Hinweise nicht gegeben. Nach dem Anschlag hatte es unter anderem Kritik am geringen Schutz der Synagoge gegeben. Sie wurde nicht, wie in anderen Bundesländern üblich, dauerhaft von der Polizei bewacht, sondern nur unregelmäßig bestreift. Die Ausschusssitzung am Mittwoch zeigte, dass die staatlichen Stellen offenbar nicht wussten, dass der Tag des Anschlags der höchste jüdische Feiertag Jom Kippur war. Sowohl Wiegand als auch sein Sicherheitschef Tobias Teschner und die frühere Innenstaatssekretärin Tamara Zieschang sagten vor dem Ausschuss am Donnerstag, dass sie von dem Feiertag nicht wussten.

Stand: 13.15 Uhr


Zwei Tote bei Unfällen auf auf A2

Auf der A2 sind an der Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandeburg bei zwei Unfällen ein Lkw-Fahrer und der Fahrer eines Kleintransporters ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, war zunächst ein Lkw-Fahrer zwischen Ziesar und Wollin in die Mittelleitplanke gefahren und tot geborgen worden. Er sei aber nicht eingeklemmt gewesen. Was genau zu seinem Tod führte und wie es zu dem Unfall kam, ist noch unklar. Bei einem Folge-Unfall fuhr ein Kleinlasttransporter am Stauende in einen Lkw. Der Fahrer des Kleinlasttransporters starb.

Stand: 11:00 Uhr


Bundeswehr unterstützt Sachsen-Anhalts Gesundheitsämter

Viele Gesundheitsämter in Sachsen-Anhalt haben sich angesichts steigender Corona-Infektionszahlen Verstärkung von der Bundeswehr geholt. Wie ein Bundeswehr-Sprecher MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, unterstützen derzeit rund 56 Soldatinnen und Soldaten die Behörden im Land. Sie seien in 14 Städten und Regionen im Einsatz. Deutschlandweit stellt die Bundeswehr bis zu 15.000 Einsatzkräfte bereit, um bei der Nachverfolgung von Infektionsketten und Tests zu helfen.

Stand: 11:00 Uhr


Sachsen-Anhalt möchte Schulschließungen verhindern

Sachsen-Anhalts Landesregierung möchte eine erneute Schließung von Schulen und Kitas unbedingt verhindern. Das teilte der Chef der Staatskanzlei, Rainer Robra, vor dem Treffen zwischen der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten mit. Um das zu erreichen, müsse man wahrscheinlich jedoch in anderen Bereichen erhebliche Einschränkungen in Kauf nehmen. Robra nannte als Beispiel strengere Kontaktbeschränkungen, eine Sperrstunde und eine weitere Begrenzung von Gästen bei Feiern und Veranstaltungen. Auch Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) bereitete die Sachsen-Anhalter heute darauf vor, dass am Mittag über einen zweiten Lockdown diskutiert werde. Auf einer Pressekonferenz deutete er an, dass dieser drei bis vier Wochen lang gelten könnte.

Stand: 11:00 Uhr


FCM stellt zwei Spieler frei

Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg hat zwei seiner Profis vom Training freigestellt. Wie der FCM am Abend auf Twitter mitteilte, betrifft das Sören Bertram und Jürgen Gjasula. Beide Spieler hätten einen individuellen Trainingsplan erhalten und seien auf unbestimmte Zeit vom Training freigestellt. Die Gründe sind bislang unbekannt. Die Magdeburger sind aktuell Vorletzter in der Tabelle.

Stand: 11:00 Uhr


Halle-Anschlag: Topbeamte im Untersuchungs-Ausschuss

Der Parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Landtages zum Anschlag von Halle befragt heute eine Reihe von Topbeamten. Geladen sind neben Innenminister Stahlknecht und seiner damaligen Staatssekretärin auch Halles Oberbürgermeister Wiegand und der Sicherheitschef des Stadt. Nach Aussage des Ausschussvorsitzenden Striegel von den Grünen soll dabei vor allem die politische Verantwortung für den Polizeieinsatz sowie die Kommunikation zwischen den Sicherheitsbehörden beleuchtet werden.

Stand: 11:00 Uhr


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