Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 20.01.2021

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Hebammen im Hörsaal: Halle mit neuem Studiengang

Angehende Hebammen können künftig in Halle studieren. Wie der Dekan der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität, Gekle, sagte, soll der neue Bachelorstudiengang im Wintersemester 2021/22 starten. Der Beruf der Hebamme sei in den vergangenen Jahren zunehmend anspruchsvoller geworden. Daher habe der Bundesrat im vergangenen Jahr einer Reform der Hebammenausbildung zu gestimmt. Angehende Hebammen sollen künftig in einem praxisnahen Studium ausgebildet werden.

Stand: 20:00 Uhr


Polizisten finden Marihuana-Pflanzen und Ernte bei Durchsuchung

Bei einer Hausdurchsuchung in Hörsingen im Landkreis Börde haben Polizisten 80 Marihuana-Pflanzen gefunden. Wie die Beamten mitteilten, fanden sie außerdem ein halbes Kilogramm geernteter Pflanzenteile und eine Schreckschusswaffe. Die Kriminalpolizisten seien eigentlich auf der Suche nach technischen Aufzeichnungen gewesen und hätten Computer, Handys und andere Geräte im Blick gehabt.

Stand: 19:00 Uhr


Linke verschiebt Parteitag zum Landtagswahlprogramm

Sachsen-Anhalts Linke hat coronabedingt ihren für Ende Januar geplanten Parteitag verschoben. Wie der Landesverband mitteilte, soll das Programm für die Landtagswahl nun im März beschlossen werden. Die Form der Zusammenkunft hänge von der Entwicklung der Pandemie ab. Möglich seien ein Hybridparteitag mit einem digitalen und einem Präsenzteil sowie eine komplett digitale Variante. Die Kandidatenliste für die Landtagswahl soll voraussichtlich am 30. Januar aufgestellt werden.

Stand: 19:00 Uhr


Condor-Start vom Flughafen Leipzig/Halle verzögert sich

Die Fluggesellschaft Condor verschiebt ihre geplanten Flüge ab dem Flughafen Leipzig/Halle. Eine Condor-Sprecherin sagte MDR SACHSEN-ANHALT, Grund sei die aktuelle Corona-Lage. Flugbeginn solle nun am 19. Februar sein. Condor wollte ursprünglich ab Ende Januar fünf Mal pro Woche von Leipzig/Halle aus auf die Kanaren und nach Ägypten fliegen. Verbraucherschützer hatten das wegen der Pandemie kritisiert. Derzeit starten und landen am Flughafen ausschließlich Frachtflugzeuge. Den letzten Flug mit Passagieren hatte es Anfang Dezember gegeben.

Stand: 18:00 Uhr


Tullner: Halbjahreszeugnisse trotz Corona-Notbetrieb

Sachsen-Anhalts Schülerinnen und Schüler sollen trotz der verlängerten Schulschließungen Halbjahreszeugnisse bekommen. Bildungsminister Tullner sagte, wer Präsenzunterricht habe, bekomme sein Zeugnis am 5. Februar ausgehändigt. Die anderen könnten ihr Exemplar abholen oder bekämen es, wenn sie zum Unterricht in die Schulen zurückkehrten. Laufbahnempfehlungen sollten die Lehrer telefonisch oder per Videokonferenz mit den Eltern besprechen. Tullner erklärte außerdem, die Schulen wieder vollständig zu öffnen, sobald die Zahl der Corona-Ansteckungen deutlich zurückgegangen sei.

Stand: 18:00 Uhr


Kindstod in Wefensleben: Gesuchte Mutter stellt sich

Die Mutter eines toten Kleinkindes im Landkreis Börde hat sich der Polizei gestellt. Die Frau war im September nach dem Tod des 14 Monate alten Jungen mit ihren anderen drei Kindern aus Wefensleben verschwunden und seitdem gesucht worden. Wie die Beamten mitteilten, wurde die 43-Jährige ins Gefängnis gebracht. Gegen sie lag ein Haftbefehl wegen Totschlags vor. Sie und ihr Mann werden verdächtigt, dass sie ihr Kind hätten retten können. Als damals der Rettungsdienst kam, konnte er nur den Tod des Jungen feststellen. Der Vater sitzt bereits seit Monaten in Untersuchungshaft.

Stand: 16:00 Uhr


Burgenlandkreis plant Ausgangssperren

Im Burgendlandkreis wird eine Ausgangssperre wahrscheinlich. Grund sind die weiter stark steigenden Corona-Infektionszahlen. Landrat Ulrich sagte, Ausgangsbeschränkungen seien das letzte Instrument, das noch bleibe. Der Landkreis bereite eine entsprechende Verordnung vor. Laut Ulrich hat auch die Zahl der Corona-Toten einen großen Sprung gemacht. In der vergangenen Woche seien 100 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Ministerpräsident Haseloff kündigte heute zusätzliche Konrollen in Altenheimen in Hotspot-Regionen wie dem Burgenlandkreis an. Es müsse überprüft werden, ob dort Hygiene-Vorschriften eingehalten würden.

Stand: 16:00 Uhr


Sachsen-Anhalt lockert Kontaktregeln zugunsten Kinderbetreuung

In Sachsen-Anhalt werden die Kontaktregeln etwas gelockert. Damit sollen sich Familien bei der Kinderbetreuung unterstützen können. Das teilte Landesgesundheitsministerin Grimm-Benne nach Beratungen der Landesregierung mit. Demnach ist es von Montag an erlaubt, Kinder bis 14 Jahre von maximal zwei Haushalten zu betreuen. Dabei sollten möglichst feste Betreuungsgruppen gebildet werden. Ministerpräsident Haseloff ergänzte, da der Lockdown bis Mitte Februar verlängert werde, würden auch die zusätzlichen Kinderkrankentage nicht reichen. Mit der Nachbarschaftshilfe solle trotzdem eine Betreuung organisiert werden können. Um die Corona-Zahlen deutlicher als bisher zu senken, müssen zudem ab Montag in Bussen, Bahnen und Geschäften FFP2- oder OP-Masken getragen werden. Arbeitgeber werden stärker verpflichtet, ihren Beschäftigten das Arbeiten von zu Hause aus zu ermöglichen.

Stand: 15:00 Uhr


Millionen-Loch im Landeshaushalt 2020 aufgetaucht

Das Jahr 2020 hat dem Haushalt von Sachsen-Anhalt ein dreistelliges Millionenloch beschert. Landesfinanzminister Richter sagte, das Land habe im vergangenen Jahr 777 Millionen Euro weniger eingenommen als geplant. Das gehe aus dem vorläufigen Jahresabschluss hervor. Genaueres werde man erst im März wissen. Wegen der Corona-Pandemie seien vor allem Steuereinnahmen weggebrochen. Dass Sachsen-Anhalt nicht noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht ist, liegt auch daran, dass es weniger Geld ausgegeben hat. Laut Finanzministerium wurden geplante Investitionen über fast 450 Millionen Euro nicht umgesetzt.

Stand: 14:00 Uhr


Brockenstraße wieder frei

Die Straße zum Brocken ist wieder frei. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT gelang es den Räum-Diensten am Mittwochmorgen, die Straße zum Harzgipfel von Schnee, Verwehungen und Eis zu befreien. Sie war am Dienstag wegen der extremen Wetterbedingungen im Oberharz gesperrt worden. Auf dem Brocken-Plateau liegen inzwischen Berge von Schnee. Weil Bäume unter der Schneelast umstürzen könnten, bleiben zahlreiche Wanderwege zum Brocken gesperrt.

Stand: 14:00 Uhr


Wehrhafte Seniorin in Magdeburg

Eine wehrhafte Seniorin hat in Magdeburg zwei Räuber in die Flucht geschlagen. Laut Polizei war die 83-Jährige auf der Polizeiwache erschienen, um einen Überfall zu melden. Sie gab an, nach einem Bank-Besuch von zwei Jugendlichen aufgefordert worden zu sein, das zuvor abgehobene Geld rauszugeben. Als sie das ablehnte, soll sie einer der beiden jungen Männer festgehalten haben. Daraufhin hat die Frau den Mann getreten. Beide Jugendliche liefen danach weg. Die Seniorin blieb unverletzt.

Stand: 13:00 Uhr


TechniSat in Staßfurt will FFP2-Masken produzieren

Beim Elektronik-Hersteller TechniSat in Staßfurt sollen bald FFP2-Masken produziert werden. Das bestätigte das Unternehmen MDR SACHSEN-ANHALT. Demnach werden aktuell die ersten Maschinen installiert. Bei dem Standort handele es sich um die ehemaligen RFT-Werke, an dem auch die Fernseher gebaut würden. Es würden zusätzlich 40 Mitarbeiter eingestellt. - Seit vergangenem Sommer produziert TechniSat bereits an seinem Standort in Schöneck im Vogtland FFP2-Masken. Die Firma plant für dieses Jahr, insgesamt rund 140 Millionen dieser Schutzmasken herzustellen.

Stand: 11:00 Uhr


Mann durch Stichflamme schwer verletzt

In Mansfeld ist ein Mann durch eine Stichflamme schwer verletzt worden. Nach Polizeiangaben hatte der 71-Jährige in einem Schuppen seinen Gefrierschrank mit einer gezündeten Gasflasche enteisen wollen. Anschließend trat er ins Freie. Als er wenige Minuten später die Schuppentür wieder öffnete, schlug ihm das Feuer entgegen. Er kam mit Brandverletzungen ins Krankenhaus.

Stand: 11:00 Uhr


Saalekreis hat genehmigten Haushalt

Der Saalekreis kann mit einem genehmigten Haushalt wirtschaften. Das Landesverwaltungsamt gab Grünes Licht für den Etat 2021. Präsident Pleye teilte mit, das sei gerade in Zeiten dieser Pandemie wichtig, um Projekte und Bauvorhaben realisieren zu können. Der Saalekreis plant Investitionen in Höhe von mehr als sieben Millionen Euro und will knapp vier Millionen Euro an Krediten aufnehmen. So sind unter anderem in diesem Jahr Bauarbeiten an mehreren Gymnasien und Sekundarschulen vorgesehen, etwa in Querfurt, Höhnstedt, Wettin und Bad Dürrenberg.

Stand: 11:00 Uhr


Weniger Menschen im Homeoffice als im Frühjahr

In Sachsen-Anhalt arbeiten weniger Menschen im Homeoffice als beim ersten Lockdown. Das geht aus Recherchen von MDR SACHSEN-ANHALT hervor. Zu einem ähnlichen Befund kam auch die Hans-Böckler-Stiftung. Sie geht davon aus, dass lediglich 14 Prozent der Menschen in Deutschland im Homeoffice arbeiten. Im Frühjahr seien es doppelt so viele gewesen. Offiziell werden die Zahlen von Heimarbeit allerdings nicht erfasst, da die Entscheidung bei den Unternehmen liegt.

Im Landkreis Wittenberg beispielsweise arbeiteten im April bei einem deutlich niedrigeren Inzidenzwert mehr Menschen von zu Hause. Jetzt sind dort den Recherchen zufolge gerade auch bei großen Unternehmen und kommunalen Betrieben kaum noch Mitarbeiter im Homeoffice. Gründe dafür seien oft die mangelnde technische Ausstattung in den eigenen vier Wänden. Wittenbergs Oberbürgermeister Thorsten Zugehör sagte, es gebe aber auch Bereiche, in denen eine Präsenz am Arbeitsplatz notwendig sei. Als Beispiel nannte er Bürgerbüros. In der Wittenberger Verwaltung sind den Angaben zufolge von 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund 100 im Homeoffice.

Magdeburgs Oberbürgermeister Trümper kündigte an, überprüfen zu wollen, wo in der Verwaltung noch mehr Heimarbeit möglich gemacht werden könne. Allerdings räumte der SPD-Politiker ein, müsse die Arbeit trotzdem gemacht werden. Wenn Menschen im Büro in der Verwaltung arbeiten müssten, werde darauf geachtet, dass sie dort allein seien oder dass in Schichten gearbeitet werden könne. Homeoffice sei eine gute Idee, so Trümper. Sie funktioniere aber nicht überall. Als positives Beispiel sticht in Sachsen-Anhalt unter anderem das Umweltbundesamt in Dessau hervor. Bereits vor der Pandemie seien zwei Tage Homeoffice pro Woche möglich gewesen. Inzwischen arbeiten die mehr als 1.000 Beschäftigten nahezu komplett von zu Hause aus.

Stand: 05:00 Uhr


IWH-Präsident: Produktion muss weiterlaufen

Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Halle begrüßt, dass Bund und Länder keinen Wirtschaftslockdown beschlossen haben. Präsident Reint Gropp sagte MDR SACHSEN-ANHALT, ein Wirtschaftslockdown hätte nicht viel geholfen, dafür aber hohe Kosten verursacht. Als Beispiele nannte der den Staatshaushalt, Arbeitslosigkeit und die Vernichtung von Existenzen. Man sei besser bedient, die Produktion laufen zu lassen. Gropp rechnet dennoch mit einem deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 6 bis 8 Prozent.

Stand: 05:00 Uhr


Haseloff fordert konsequente Umsetzung

In Sachsen-Anhalt soll die neuen Corona-Verordnung am Freitag in Kraft treten. Das kündigte Ministerpräsident Haseloff an. Die bereits vorhandenen Maßnahmen müssten noch besser durchgesetzt werden. Zudem sollten alle Landkreise mit einer Wochen-Inzidenz über 200 schärfere Corona-Regeln erlassen. Diese dürften dann auch nicht bereits nach leichten Verbesserungen gelockert werden. Mit Blick auf die Maskenpflicht, sagte Haseloff, der Bund werde eine große Menge an FFP2-Masken zu Sonderkonditionen verteilen. - Am Dienstag hatten sich Kanzlerin Merkel und die Regierungschefs der Länder nach stundenlangen Beratungen auf eine Verlängerung des Corona-Lockdowns verständigt. Damit bleiben auch Schulen und Kitas vorerst bis 14. Februar dicht. Einige Maßnahmen werden zudem verschärft. So müssen in Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr in Zukunft medizinische Masken getragen werden. Arbeitgeber sollen überall dort, wo es möglich ist, den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen.

Stand: 05:00 Uhr


Weniger Impfstoff für Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt erhält in den kommenden Wochen deutlich weniger Impfstoff als zunächst vorgesehen. Nach Angaben des Sozialministeriums reduzieren sich die Lieferungen auf etwa die Hälfte bis drei Viertel. Hintergrund sind Umbauten im Pfizer-Werk in Belgien, die höhere Produktionskapazitäten schaffen sollen. Ab dem 22. Februar will der Hersteller Biontech/Pfizer dann aber mehr Impfstoff liefern als bisher geplant. - Heute ist in Sachsen-Anhalt eine weitere Impfstoff-Lieferung angekommen. Nach Angaben des Sozialministeriums handelt es sich um 23.400 Impfdosen.

Stand: 05:00 Uhr


Tourismuseinbruch in Sachsen-Anhalt niedriger als Bundesdurchschnitt

In Sachsen-Anhalt fällt der corona-bedingte Einbruch der Tourismuszahlen insgesamt etwas geringer aus als im Bundesdurchschnitt. Das zeigen Zahlen des Statistischen Landesamts. Für den Zeitraum zwischen Januar und November 2020 zählten die Beherbergungsbetriebe in Sachsen-Anhalt 2,2 Millionen Gästeankünfte und 5,8 Millionen Übernachtungen. Das entspricht einem Minus von 34,7 Prozentpunkten bei den Gästen und von 27,8 Prozentpunkten bei den Übernachtungen. Der Bundesdurchschnitt lag im Vergleichszeitraum bei -36,4 Prozentpunkten bei den Übernachtungen. Der Geschäftsführer der Investitions- und Marketinggesellschaft des Landes, Thomas Einsfelder, begründet den geringeren Rückgang bei MDR SACHSEN-ANHALT damit, dass Sachsen-Anhalt nicht zu den touristischen Hauptzielen in Deutschland zählt. Im Vorjahr 2019 habe es mit insgesamt 8,6 Millionen Übernachtungen einen neuen Höchststand in Sachsen-Anhalt gegeben. Danach habe die Pandemie Trends verstärkt, die sich im Tourismus schon länger abzeichneten. Dazu zähle nachhaltigeres, sogenanntes grünes Reisen: "Der Begriff Flugscham machte ja die Runde, die Tendenz zu erdgebundenen Transporten war schon vor Corona zu spüren."

Einsfelder geht davon aus, dass die Zahlen für 2021 positiver ausfallen: "Deutschland hat ein sehr gutes Image im Bereich Sicherheit und auch im Bereich Hygiene. Und da sind Punkte, die nach einem Hochfahren des Tourismus sich auch auf unsere Betreibe positiv auswirken werden." Deshalb unterstütze die Investitions- und Marketinggesellschaft Überlegungen zur Einführung eines Qualitäts- und Hygienesiegels im Tourismus.

Stand: 05:00 Uhr


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