Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 27.01.2021

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Holocaust-Gedenken in Osterburg und Gardelegen-Isenschnibbe

In Osterburg in der Altmark haben Gymnasiasten der Opfer des Holocaust gedacht. Die Schülerinnen und Schüler säuberten so genannte Stolpersteine, die an Ermordete und Deportierte in der NS-Zeit erinnern. Am Nachmittag besuchten Ministerpräsident Haseloff und Landtagspräsidentin Brakebusch die Gedenkstätte Gardelegen-Isenschnibbe. Dort hatten die Nationalsozialisten im April 1945 mehr als eintausend KZ-Häftlinge in eine Scheune getrieben und das Gebäude angezündet. Am Holocaust-Gedenktag wird weltweit an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Am 27. Januar 1945 hatten sowjetische Soldaten das Vernichtungslagers Auschwitz befreit.

Stand: 16:00 Uhr


Impfzentrum in Dessau-Roßlau startet

In der Anhalt-Arena in Dessau-Roßlau hat am Mittwoch erstmals das Impfzentrum geöffnet. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT sollten am Nachmittag die ersten 60 Impftermine für Senioren über 80 Jahre angesetzt sein. Am Vormittag ist medizinisches Personal geimpft worden. Eigentlich sind in der Dessauer Anhalt-Arena bis zu 500 Corona-Schutzimpfungen pro Tag möglich. Aber auch in Dessau-Roßlau fehlt es an Impfdosen.

Stand: 15:00 Uhr


Unfall mit Güterzug im Saalekreis

Bei Lössen im Saalekreis hat es am Mittwochmorgen einen Unfall mit einem Zug gegeben. Wie Polizeisprecher Sebastian Schulzik MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, war ein Traktor mit einem Güterzug zusammengestoßen. Dadurch seien der Traktor umgekippt und der Zug entgleist. Der Traktorfahrer sei schwer, der Zugführer leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Der entstandene Schaden gehe in die Millionen. Die Unfallursache sei noch nicht geklärt. Die Strecke bleibe gesperrt. Personenzüge seien davon nicht betroffen.

Stand: 13:30 Uhr


Grüne fordern Stufenplan für Schulöffnung

Die Grünen in Sachsen-Anhalt fordern einen Stufenplan für den pandemie-sicheren Schulbetrieb. Fraktionschefin Lüddemann sagte, die hohe Zahl an Neuinfektionen und die Gefahr von Corona-Mutationen ließen einen regulären Unterricht aktuell nicht zu. Kinder und Jugendliche müssten aber so schnell wie möglich wieder eine geordnete Lern-Atmosphäre bekommen. Bildungsminister Tullner solle dazu bis zur Kabinettssitzung am 2. Februar ein Konzept vorlegen. Die Grünen sind laut Lüddemann für ein regional angepasstes Vorgehen, das sich an den Infektionszahlen orientiert. Außerdem sollte das Land Selbst-Tests anschaffen. Diese könnten zum Beispiel für die Abschlussklassen eingesetzt werden.

Stand: 13:30 Uhr


AfD behält sich Klage gegen Verfassungsschutz vor

Die AfD in Sachsen-Anhalt behält sich eine Klage wegen der möglichen Beobachtung durch den Landesverfassungsschutz vor. Das teilte Landesparteichef Reichardt MDR SACHSEN-ANHALT mit. Reichardt sagte, sofern sich die Presseberichte bestätigten, werde seine Partei Rechtsmittel einlegen. Zuvor hatten verschiedene Medien berichtet, dass das Landesamt für Verfassungsschutz die AfD als Gesamtverband im Land seit 12. Januar mit nachrichtendienstlichen Mitteln überwache und ihn als rechtsextremen Verdachtsfall einzustufe. Unterdessen kritisierte Sachsen-Anhalts Innenminister Richter, dass geheime Informationen öffentlich geworden sind. Am Montag hatte das Parlamentarische Kontrollgremium getagt. Erkenntnisse aus dieser Runde müssen Mitglieder für sich behalten.

Stand: 13:30 Uhr


73-Jährige aus Aschersleben verliert bei Telefonbetrug 12.000 Euro

In Aschersleben hat eine Rentnerin durch einen Telefonbetrug mehrere Tausend Euro verloren. Wie die Polizei mitteilte, wurde die 73-Jährige von einer weinenden Frau angerufen, die sich als Tochter ausgab. Die Anruferin habe erklärt, bei einem Unfall jemanden totgefahren zu haben. Der Rentnerin wurde mitgeteilt, dass die achtjährige Haftstrafe ihrer vermeintlichen Tochter gegen eine Kaution ausgesetzt werden könnte. Die Rentnerin übergab später 12.000 Euro an eine unbekannte Frau. Bei einem Telefonat mit ihrer tatsächlichen Tochter bekam die 73-Jährige mit, dass sie auf Betrüger reingefallen war. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur.

Stand: 12:00 Uhr


Eigenanteile für Pflege im Heim in Sachsen-Anhalt am niedrigsten

Pflegebedürftige müssen für die Betreuung im Heim deutschlandweit immer mehr selbst bezahlen. In Sachsen-Anhalt ist diese Summe aber deutlich niedriger als in allen anderen Bundesländern. Das geht aus Daten des Verbandes der Ersatzkassen hervor. Demnach müssen Pflegebedürftige in Sachsen-Anhalt im Schnitt 1.465 Euro pro Monat dazu zahlen. Der bundesweite Durchschnitt lag zum Jahresanfang bei 2.068 Euro. Am teuersten bleiben Heimplätze in Nordrhein-Westfalen. Dort ist der Eigenanteil durchschnittlich 1.000 Euro höher pro Monat als in Sachsen-Anhalt.

Stand: 11:00 Uhr


Holocaust-Gedenktag in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt wird heute mit Kranzniederlegungen und – pandemiebedingt – verschiedenen Online-Formaten der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch und Ministerpräsident Reiner Haseloff werden dazu am Nachmittag in der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe in Gardelegen erwartet. Eine Gedenkstunde mit prominenten Rednern gibt es heute auch im Bundestag. Anlass ist der Holocaust-Gedenktag, an dem weltweit der Opfer gedacht wird. Am 27. Januar 1945, heute vor 76 Jahren, befreiten sowjetische Soldaten die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz

Stand: 11:00 Uhr


CDU im Landkreis Börde entscheidet über Listenplatz

Die CDU im Landkreis Börde entscheidet heute, wen sie für die Landtagswahl im Juni dieses Jahres ins Rennen schickt. Ursprünglich war für den zweiten Platz auf der Landesliste Ex-Innenminister Stahlknecht vorgesehen. Er hatte aber seinen Verzicht angeboten – sollte die CDU statt ihm eine "Frau mit Zukunft" aufstellen. Heute Abend wird sich der CDU-Kreisverband entscheiden. Einem Bericht der Volksstimme zufolge fällt die Entscheidung zwischen der CDU-Schatzmeisterin des Kreises, Eileen Koch, und der bisherigen Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch.

Stand: 11:00 Uhr


CDU-Bundestagsabgeordneter fordert AstraZeneca-Exportstopp

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Müller aus der Lutherstadt Wittenberg fordert einen Exportstopp für den Corona-Impfstoff von AstraZeneca. Das schwedisch-britische Unternehmen liefert sich derzeit einen Streit mit der Europäischen Union, weil nicht einmal die Hälfte der zugesagten 80 Millionen Impfdosen geliefert werden sollen. Ein Teil des Serums wird vom Pharmaunternehmen IDT Biologika in Dessau abgefüllt und ins Ausland verschickt. Müller sagte, es habe doch ein Geschmäckle, wenn das Unternehmen in dem Land, in dem der Impfstoff hergestellt werde, bewusst Lieferungen nicht einhalte.

Stand: 11:00 Uhr


Halle: Tafeln und Stadtmission warten auf medizinische Masken

In Halle warten die Tafel und die Evangelische Stadtmission auf medizinische Masken für bedürftige Menschen. Wie MDR SACHSEN-ANHALT erfuhr, fehlen in der Wohnungshilfe seit einer Woche Masken für die 130 Bewohnerinnen und Bewohner. Ein Antrag sei gestellt worden. Die Stadt teilte gestern mit, dass grundsätzlich alle wohnungslosen Menschen mit medizinischen Masken versorgt werden. Auch bei der Evangelischen Stadtmission fehlen medizinische Mund-Nasen-Schutze. Vorstandsmitglied Ronneberger sagte MDR SACHSEN-ANHALT, sie hoffe, dass die 5.000 bestellten Masken noch in dieser Woche eintreffen. Sie seien für die Gäste und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorgesehen. Der Landesverband der Tafeln habe versichert, dass medizinische OP-Masken und auch FFP-2-Masken an die Einrichtungen gehen.

Stand: 11:00 Uhr


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1 Kommentar

Will vor 5 Wochen

Zum Thema Eigenanteile für Pflegeheim in Sachsen/Anhalt kann ich den Artikel nicht zustimmen. Mein Vater hatte im vorigen Jahr einen Eigenanteil von 1950,00 € im Pflegeheim "Am Lerchenberg" in Lutherstadt Wittenberg für ein kleines Zimmer.

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