Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 15.01.2020

Logo Kurznachrichten
Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT

Beschlossen: Poggemann wird neue Innenstaatssekretärin

Nach der gescheiterten Ernennung des Polizeigewerkschafters Wendt zum Innenstaatssekretär ist die Personalsuche jetzt auch offiziell beendet. Am Donnerstagnachmittag wird Anne Poggemann von Ministerpräsident Reiner Haseloff ernannt. Das hat die Staatskanzlei am Mittwoch mitgeteilt. Haseloff folgt damit einem Vorschlag von Innenminister Holger Stahlknecht. Poggemann war zuletzt Büroleiterin des Ministers.

Stand: 19:30 Uhr


AMEOS-Mitarbeiten stimmen über unbefristete Streiks ab

Der Klinikbetreiber AMEOS bereitet den Abbau hunderter Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt vor. Nachdem der Betriebsrat ein gemeinsames Gespräch mit der Geschäftsleitung zum sogenannten Zukunftspaket abgelehnt hat, sagte AMEOS-Regionalgeschäftsführer Lars Timm MDR SACHSEN-ANHALT, das Horrorszenario rücke immer näher. Es gehe um 800 Mitarbeiter. Der Klinikbetreiber will einen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft ver.di verhindern und stattdessen mit dem Betriebsrat verhandeln. Der lehnt das ab. Donnerstag und am Freitag beginnen in den AMEOS-Kliniken in Aschersleben-Staßfurt, Bernburg, Schönebeck und Haldensleben die Urabstimmungen über einen unbefristeten Streik.

Stand: 17:00 Uhr


6,5 Millionen Euro für Kloster in Magdeburg

Die Stadt Madgeburg erhält mehr als 6,5 Millionen Euro für die Sanierung des Klosters Unser Lieben Frauen. Staats- und Kulturminister Rainer Robra hat Oberbürgermeister Lutz Trümper am Mittwoch die entsprechenden Bescheide überreicht. Das Geld stammt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Mit dem Geld soll der Nordflügel des Kunstmuseums und der Innenraum der Klosterkirche saniert und aufgewertet werden. So sollen etwa fehlende Gewölbe und Emporen wiederhergestellt. Die Stadt selbst steuert etwa 1,8 Millionen Euro bei. Die Klostergebäude wurden im 11. und 12. Jahrhundert erbaut und werden als Museum sowie für Ausstellungen und Konzerte genutzt.

Stand: 19:30 Uhr


Verstärkung für Dessau-Wörlitzer Eisenbahn

Die Dessau-Wörlitzer Eisenbahn bekommt Verstärkung. Ab dem Frühjahr werden zusätzlich drei Triebfahrzeuge aus dem Burgenlandkreis auf der 19 Kilometer langen Strecke zwischen Dessau und Wörlitz unterwegs sein. In der vergangenen Saison hatte Fürst Franz geschwächelt – der Triebwagen mit dem auffälligen Schriftzug war wegen technischer Probelme nicht fahrbereit. Fürstin Louise war also allein unterwegs – eine logistsche Heraufsorderung. Mit der neuen Saison, die Ende März beginnt, fahren nun zusätzliche die Triebwagen aus dem Burgenlandkreis. Mit den neuen Wagen können künftig auch mehr Gäste mit Fahrrädern mitgenommen werden.

Stand: 17:00 Uhr


Illegal eingereiste Männer in LKW in Bernburg gefunden

In einem LKW sind in Bernburg fünf Männer aus Afghanistan entdeckt worden. Wie die Bundespolizei mitteilte, waren die Männer an Bord eines aus Nordmazedonien kommenden Lastwagens in Kisten versteckt. Der Fahrer habe die illegal Eingereisten bei seiner Ankunft in einer Spedition entdeckt. Als er den Laderaum des Fahrzeugs öffnen wollte, habe er Geräusche gehört und die Polizei gerufen. Unklar blieb laut Polizei zunächst, wo und wie die Männer im Alter von 19 bis 31 Jahren in den LKW gelangt seien und wer möglicherweise als Schleuser fungiert habe.

Stand: 16:00 Uhr


Bauern fordern schnelles Internet auf den Äckern

Die Bauern in Sachsen-Anhalt befürchten, beim Ausbau des 5G-Datennetzes abgehängt zu werden. Der Vizepräsident des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt, Borchert, fordert deshalb die Politik auf, den ländlichen Raum nicht zu vergessen. Schnelles Internet auf den Äckern sei Grundvoraussetzung für eine zukunftsfähige Landwirtschaft, so Borchert. Drei Viertel der Landwirtschaftsbetriebe im Land hätten bislang keine ausreichende Netz-Anbindung. Schon heute kämen die Bauern schnell an ihre Grenzen, weil nicht an jeder Feldkante vernünftiges Internet vorhanden sei.

Stand: 16:00 Uhr


Streit um Kraftwerk Schkopau beim Kohle-Gipfel

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff will verhindern, dass das Kraftwerk Schkopau früher als geplant vom Netz genommen wird. Haseloff sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es sei immer klar gewesen, dass es beim Kohleausstieg eine Reihenfolge gebe. Ältere Kraftwerke hätten Vorrang. Der Mehrheitseigner des Kraftwerks Schkopau, Uniper, pocht dagegen darauf, das Werk früher abzuschalten. Haseloff wirft Uniper vor, sich nicht an Vereinbarungen zu halten. Außerdem kritisierte er, dass der Konzern auch noch auf Entschädigungszahlungen für die Schließung von Schkopau dränge. Das sei dem Steuerzahler überhaupt nicht vermittelbar, so Haseloff. Am Mittwochabend wird beim Kohle-Gipfel im Kanzleramt über die Zukunft der Kraftwerke entschieden.

Stand: 14:00 Uhr


Haushalt für Altmarkkreis Salzwedel genehmigt

Das Landesverwaltungsamt hat grünes Licht für die Haushaltssatzung 2020 des Altmarkkreises Salzwedel gegeben. Der Kreis ist damit eine der ersten Kommunen im Land, die in diesem Jahr einen genehmigten Haushalt vorweisen können. Der Altmarkkreis verfüge damit über die notwendige Rechtsgrundlage für sein wirtschaftliches Handeln, sagte der Präsident des Landesverwaltungsamtes Pleye. Mit der seit Jahren ausgeglichenen Ergebnisplanung gebe es auch Spielräume für notwendige Investitionen. Der Altmarkkreis Salzwedel hat angekündigt, acht Millionen Euro zu investieren – unter anderem in Schulsanierungen und den Ausbau von Radwegen.

Stand: 14:00 Uhr


Gewaltsamer Tod von Dessauerin in Hannover: Täter schweigt noch immer

Vier Tage nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Frau in Hannover schweigt der mutmaßliche Täter noch immer. Die 23-Jährige sei an Stichverletzungen im Hals gestorben, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover am Mittwoch. Der 34 Jahre alte Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft, er hat sich am Sonntag – einen Tag nach dem Verbrechen – der Polizei in Dessau in Sachsen-Anhalt gestellt und die Tat gestanden. "Sonst schweigt er", sagte die Sprecherin der Anklagebehörde. Das genaue Motiv sei weiterhin unklar.

Stand: 11:30 Uhr


Nach Explosion in Blankenburg: Mehr als 40.000 Euro Spenden

Gut einen Monat nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Blankenburg sind mehr als 40.000 Euro Spenden gesammelt worden. Wie die Stadt meldet, steht aber noch nicht fest, wann und wie die Gelder ausgezahlt werden. Zunächst soll der Bedarf in jedem Einzelfall ermittelt werden. Die Wohnungsbaugesellschaft kündigte an, allen Betroffenen bis Ende Januar neuen Wohnraum anbieten zu wollen. Bei der Explosion war Mitte Dezember ein Mensch ums Leben gekommen, 15 weitere wurden verletzt. 36 Wohnungen sind nicht mehr bewohnbar.

Stand: 11:00 Uhr


Sanierung von LKA-Gebäude in Magdeburg verzögert sich

Die Gebäudesanierung des Landeskriminalamtes in Magdeburg verzögert sich. Vor drei Jahren waren in dem Bau aus DDR-Zeiten gesundheitsgefährdende Stoffe entdeckt worden. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT haben die Arbeiten noch nicht begonnen. Ein Sprecher der Gewerkschaft der Polizei sagte, die Sanierung sei sogar vom Tisch. Da es kein Ausweichquartier gebe, habe das Liegenschaftsamt einen Neubau vorgeschlagen. Der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Erben, sagte, nach seinem Kenntnisstand werde frühestens 2030 neu gebaut. Erben kündigte an, das Thema heute auf die Tagesordnung des Finanzausschusses zu setzen.

Stand: 10:00 Uhr


Kosmetik-Unternehmen Colep baut in Bad Schmiedeberg 160 Stellen ab

Beim Kosmetikabfüller Colep in Bad Schmiedeberg im Kreis Wittenberg steht ein Personalabbau an. Geschäftsführer Hirsch bestätigte MDR SACHSEN-ANHALT, dass nur noch mit 75 Mitarbeitern geplant werde. Aktuell habe Colep 230 Mitarbeiter. Es gebe bereits Gespräche mit dem Betriebsrat. Die Produktion werde beendet und nach Polen verlagert. Als Grund nannte Hirsch den hohen Preisdruck in der Branche. Colep befüllt in Bad Schmiedeberg Sprayflaschen und stellt Cremes, Duschgel und Shampoo her.

Stand: 07:00 Uhr


Leiche in Merseburg entdeckt – Identität noch unklar

In Merseburg ist eine Leiche entdeckt worden. Eine Passantin fand sie am Dienstagnachmittag im Stadtpark am Ufer eines Gewässers, teilte die Polizei mit. Es handele sich um eine Frau, deren Identität noch geklärt werden muss. Die Todesursache wird ermittelt.

Stand: 06:00 Uhr


Weitere Meldungen aus den Regionalstudios

Über Themen aus den Kurznachrichten berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im .... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR um 11 | 11:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2020, 19:48 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus Sachsen-Anhalt