Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 15.07.2020

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Strackeljahn bleibt Uni-Rektor in Magdeburg

Jens Strackeljan bleibt Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Der erweiterte Senat bestätigte den 1962 geborenen Maschinenbauer am Mittwoch im Amt, wie die Uni mitteilte. Die dritte vierjährige Amtszeit des Professors für Technische Mechanik beginne am 1. Oktober 2020. Strackeljan erklärte, die Uni mit rund 14 000 Studierenden habe in den vergangenen acht Jahren eine sehr positive Entwicklung genommen. Derzeit sei die größte Herausforderung, in Zeiten der Pandemie ein attraktives Wintersemester zu gestalten und zu organisieren.

Stand: 19:00 Uhr


Geburtsklinik Bitterfeld Thema im Stadtrat

Die Zukunft der Geburtsklinik in Bitterfeld-Wolfen ist am Abend Thema im Stadtrat. Die Klinik war Anfang April coronabedingt geschlossen worden. Danach tauchte ein Gutachten auf, wonach sich die Klinik erst ab etwa 1.000 Neugeborenen pro Jahr rechne. Bislang war es nicht einmal die Hälfte. Die Stadträte wollen sich heute für den Erhalt stark machen. Die Entscheidung liegt aber beim Landkreis Anhalt-Bitterfeld.

Stand: 17:00 Uhr


Stadt Seeland plant Grundschulzentrum

Die Stadt Seeland will langfristig Schulen schließen. Der Stadtrat hat sich für den Bau eines Grundschulzentrums ausgesprochen. Dort sollen dann alle Kinder aus den Orten Hoym, Nachterstedt und Gatersleben lernen. Die Stadt will das Konzept jetzt prüfen und überlegen, wie es sich umsetzen lässt.

Stand: 17:00 Uhr


Bilanz zu Aufstiegskrawallen in Magdeburg

Gut zwei Jahre nach den schweren Ausschreitungen bei den Aufstiegsfeiern des 1. FC Magdeburg in die zweite Bundesliga hat die Ermittlungsgruppe der Polizei ihre Arbeit beendet. Die Leiterin der Ermittler, Liebe, sagte, die Beamten hätten 80 Täter im Alter zwischen 16 und 53 Jahren ermittelt. 35 von ihnen gehörten der organisierten Fanszene des FCM an. Die Ermittlungen zu den Krawallen seien aber noch nicht beendet. Sie würden beim Revier weitergeführt. -- Im April 2018 hatten zunächst rund 2.000 Menschen an der Kneipenmeile am Hasselbachplatz gefeiert. Dann kam es zu schweren Ausschreitungen. 32 Polizisten wurden verletzt.

Stand: 15:00 Uhr


Schwere Unfälle auf A2

Auf der Autobahn 2 haben sich zwei schwere Unfälle ereignet. Am Vormittag wurden bei Marienborn zwei Männer schwer verletzt. Laut Polizei war ihr Auto in Richtung Berlin gegen die Mittelleitplanke geprallt und über alle drei Spuren auf die rechte Fahrbahnseite geschleudert. Der Fahrer war betrunken und hatte keinen Führerschein. Bei Magdeburg war die A2 seit Mittag in Richtung Hannover nach einem Unfall stundenlang gesperrt. Wie ein Sprecher der Autobahnpolizei MDR SACHSEN-ANHALT sagte, waren in den Unfall ein Auto und zwei Lkw verwickelt. Der Autofahrer sei leicht verletzt worden, Informationen zu den Lkw-Fahrern gebe es noch nicht.

Stand: 15:00 Uhr


Sitzung im Stadion: Stadtrat Halle tagt wegen Corona beim HFC

Wegen der Corona-Pandemie tagt der Stadtrat von Halle zur Stunde im Stadion des Halleschen FC. Im Amtsblatt hieß es, dort könnten alle Infektions-Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Lange Debatten können zudem unter Flutlicht fortgesetzt werden. Die Stadt Halle geht davon aus, dass der Stadtrat und seine Gremien ab September wieder im Regelbetrieb beraten können.

Stand: 14:00 Uhr


Polizeirazzia in Weißenfels

Eine großangelegte Razzia beschäftigt zur Stunde die Polizei in Weißenfels. Seit dem Morgen durchsuchen Ermittler 20 Wohnungen; vor allem in Weißenfels West und in der Neustadt. Hintergrund sind Ermittlungen im Bereich der Drogenkriminalität.

Stand: 13:00 Uhr


Tullner: Bisher mehr als 700 neue Lehrkräfte eingestellt

Sachsen-Anhalt hat in den vergangenen Monaten mehr als 700 neue Lehrkräfte eingestellt. Das teilte Bildungsminister Tullner mit. Knapp 600 stünden mit Beginn des neuen Schuljahres zur Verfügung. Der Rest folge etwas später. Sachsen-Anhalt will jedes Jahr 1.000 neue Lehrkräfte einstellen. Dieses Ziel wird laut Tullner erreicht. Es hänge jedoch von verschiedenen Faktoren ab, wie viele Stunden mit dem Personal abgedeckt werden könnten. - In Sachsen-Anhalt beginnen heute für knapp 200.000 Kinder und Jugendliche die Sommerferien.

Stand: 10:00 Uhr


Dessau lehnt Schenkung für Museum ab

Dessau-Roßlau hat eine Schenkung für sein Naturkundemuseum abgelehnt. Die Goitzsche Bernstein GmbH aus Bitterfeld wollte dem Museum 500 Bernsteine schenken, die fossile Einschlüsse von Pflanzen und Insekten aufweisen. Der Bernstein ist bis zu 24 Millionen Jahre alt. Der Kulturdezernent von Dessau-Roßlau, Reck, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, derzeit werde über die Zukunft des Naturkundemuseums diskutiert. Möglicherweise würden Dessauer Museen zusammengelegt. Dann werde sich zeigen, ob Bernstein aus der Goitzsche noch Platz in einer Sammlung habe.

Stand: 10:00 Uhr


Düsedau: Bedenken vor zu hohen Windrädern

Im Windpark Düsedau im Landkreis Stendal sollen nach dem Willen der Betreiber bald Windräder gebaut werden, die 244 Meter hoch sind. Bislang stehen dort 100 Meter hohe Windräder. Eine Bürgerinitiative warnt vor dem Vorhaben und hat für den Abend zu einer Versammlung eingeladen. Viele Anwohner fürchten sich vor den neuen, vergleichsweise riesigen Windrädern. Schon jetzt werden auf dem Areal bei Düsedau zwei 200 Meter hohe Anlagen durch zwei neue, 30 Meter höhere ersetzt. Das Vorhaben des Konzerns EnBW - er will fünf 100 Meter hohe gegen vier 244 Meter hohe Windräder austauschen - stößt ihnen bitter auf. Roland Märker, Gründer der Protestgruppe, warnt vor wesentlich größerem Schattenschlag und Schall und fordert, bei den kleineren Anlagen zu bleiben. Es gehe nicht um die Windenergie an sich, sagte Roland Märker jetzt, lediglich um die geplanten monströsen Anlagen. Die Bürgerversammlung beginnt um 19 Uhr im Düsedauer Dorfgemeinschaftshaus. Die Stadtverwaltung will seine Einwände prüfen.

Stand: 09:00 Uhr


Sachsen-Anhalt denkt über Maskenpflicht nach

In Sachsen-Anhalt denkt die Landesregierung erneut über ein Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel nach. Sozialministerin Grimm-Benne sagte MDR SACHSEN-ANHALT, Ende Juli wolle man prüfen, ob die bestehende Regelung weiter notwendig sei. Hintergrund ist laut Grimm-Benne die wirtschaftliche Lage vieler Einzelhändler. Erst vergangene Woche hatten sich die Gesundheitsminister der Länder und des Bundes darauf geeinigt, dass die Maskenpflicht im Einzelhandel vorerst bestehen bleibt. - Nach Angaben des Handelsverbandes Sachsen-Anhalt ist der Umsatz vieler Händler durch die Maskenpflicht spürbar gesunken. Dennoch halte man das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bis Herbst für richtig.

Stand: 07:00 Uhr


Verfassungsschutz setzt Agenten im Internet ein

Sachsen-Anhalts Verfassungsschützer wollen Agenten im Netz einsetzen, um Extremisten aufzuspüren. Die Mitarbeiter würden typische Plattformen nach auffälligen Personen und Inhalten durchsuchen, sagte der Chef des Landes-Verfassungsschutzes, Hollmann. Zudem gehe es darum, Informanten anzuwerben sowie falsche Identitäten aufzubauen, um die Szene zu infiltrieren. Damit reagiert der Geheimdienst auch auf die Erkenntnisse zum Terroranschlag von Halle. Der Täter sei den Sicherheitsbehörden nicht bekannt gewesen, habe aber in Internetforen agiert.

Stand: 05:00 Uhr


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1 Kommentar

Rotti vor 3 Wochen

@ Winträder in Düsedau
Es sind nicht nur die Höhen der Windkraftanlagen, sondern auch die befürchteten gesundheitlichen Folgen, die den Anwohnern in der Umgebung Angst und Sorgen bereiten.
Zum Thema "Infraschall" gehen Investoren und Bürgermeister auf Tauchstation. Da frage ich mich, warum einer der Großen der Branche betroffenen Familien in Irland Entschädigungen dafür zahlen muss und warum Dänemark sich dieses Themas jetzt besonders widmet? Zählen Menschenleben und Gesundheit hierzulande nichts mehr?

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