Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 21.09.2020

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Weiteres Wachstum am Chemie-Standort in Leuna

Der Chemie-Standort Leuna wächst weiter. Die Tochter einer japanischen Firma will dort künftig Kunststoff-Granulat für Medizintechnik herstellen und in alle Welt liefern. Dafür soll in Leuna ein dreistelliger Millionenbetrag investiert werden. Der Chemiestandort umfasst rund 100 Firmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten.

Stand: 19:00 Uhr


Ehemaliger innerdeutscher Grenzstreifen wird unter Naturschutz gestellt

Der ehemalige innerdeutsche Grenzstreifen wird unter Naturschutz gestellt. Das haben der Bund und die betroffenen Länder beschlossen. Ziel ist, das Gebiet als Nationales Naturmonument auszuweisen. Der ehemalige Grenzstreifen wird auch Grünes Band genannt. Er ist 1.400 Kilometer lang und 177 Quadratkilometer groß. In ihm leben mehr als 1.200 gefährdete Tier- und Pflanzenarten.

Stand: 18:00 Uhr


Supermarkt in Salzwedel überfallen

In Salzwedel haben zwei Maskierte am Mittag einen Supermarkt überfallen. Laut Polizei rissen die beiden eine Kasse aus der Verankerung. Damit seien sie dann nach draußen gerannt und mit einem Auto verschwunden. Zeugen zufolge soll es ein silbergrauer Keinwagen gewesen sein.

Stand: 16:30 Uhr


Bildungsminister Tullner zu Schulgipfel bei Merkel

Im Kanzleramt in Berlin geht es heute um die Schulen in Corona-Zeiten. Dazu trifft sich Bundeskanzlerin Merkel mit den Kultusministern der Länder. Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU) sagte MDR SACHSEN-ANHALT, er erhoffe sich vor allem Klarheit über die angekündigten Förderungen für die Digitalisierung der Schulen. Außerdem müsse man sich verständigen, wie man die Digitalisierung beschleunigen könne und bürokratische Hürden abgebaut werden könnten. Es gehe aber vor allem um einen Austausch, nicht um konkrete Beschlüsse.

Stand: 15:30 Uhr


Neues Bewerbungsbuch für Titel: Kulturhauptstadt

Die Stadt Magdeburg hat am Montag ihr neues Bewerbungsbuch für den Titel "Kulturhauptstadt Europas" vorgestellt. Es steht unter dem Motto "Die Kraft der Anziehung". Wie Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD), MDR SACHSEN-ANHALT sagte, ist die Bewerbung in drei Themenbereiche gegliedert. Das sei zum einen das Heimatgefühl. Desweiteren stünden neben den Räumen der Stadt als Themen auch Wissen und Experimente im Mittelpunkt. Dieses Konzept will Magdeburg mit rund 180 internationalen Partnern sowie mehr als 100 Partnern aus der Stadt und der Region umsetzen. Dazu sind im künstlerischen Programm 44 Projekte geplant. Magdeburg ist eine von fünf deutschen Bewerberstädten um den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025". Neben Magdeburg sind noch Chemnitz, Hannover, Hildesheim und Nürnberg im Rennen. Die Entscheidung soll am 28. Oktober fallen.

Stand: 15:00 Uhr


CDU Saalekreis wehrt sich gegen Vorwürfe

Die CDU im Saalekreis wehrt sich gegen Vorwürfe der unsauberen Buchführung. Der Kreisvorsitzende Michael Hayn sagte MDR SACHSEN-ANHALT, an den Vorwürfen einer Rechnungsprüferin sei nichts dran. Für die Jahre 2018 und 2019 könne man sogar das Prüfsiegel einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorlegen. Man habe die Rechnungsprüferin zu einem Gespräch eingeladen. Dabei habe sie ihre Anschuldigungen nicht klar beweisen können. Die Frau hatte in einem Rundbrief schwere Vorwürfe erhoben. Ihrer Ansicht nach sind Beiträge in Höhe von Zehntausenden Euro unterschlagen und Rechnungen nicht korrekt verbucht worden. Außerdem sei sie bei den Prüfungen behindert worden. Die Rechnungsprüferin wurde vor zwei Jahren beauftragt, Hinweisen auf Unregelmäßigkeiten bei der CDU im Saalekreis nachzugehen.

Stand: 15:00 Uhr


Vorbereitungen für neue Muldebrücke begonnen

In Pouch im Landkreis Anhalt-Bitterfeld haben die vorbereitenden Arbeiten für eine neue Brücke über die Mulde begonnen. Die alte Brücke ist nur noch einspurig befahrbar und Teil der vielbefahrenen Bundesstraße 100 zwischen Bitterfeld und Wittenberg. Der Bürgermeister der Gemeinde Muldestausee, Ferid Giebler (parteilos), sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Brücke werde unbedingt gebraucht. Sie sei eine wichtige Lebensader der Gemeinde. Auch wenn die Vorbereitungen begonnen hätten, dauere es bis zum eigentlichen Baustart noch etwa zwei Jahre. Noch fehlten beispielsweise die Tragwerksplanungen. Dann müssten die notwendigen Ausschreibungen erfolgen. Die neue Muldebrücke in Pouch soll neben die alte Brücke gebaut werden und wird etwa 21 Millionen Euro kosten.

Stand: 14:00 Uhr


Halle stellt Haushalt für 2021 vor

In Halle ist am Montag der Haushaltsplan für das kommende Jahr vorgestellt worden. Wegen der besonderen Belastungen durch die Corona-Krise in diesem Jahr ist außerdem ein Nachtragshaushalt in Vorbereitung. Wie MDR SACHSEN-ANHALT erfuhr, hat Corona ein Loch von 67,5 Millionen Euro in die Stadtkasse gerissen. Der Fehlbetrag komme zu annähernd gleichen Teilen durch weniger Steuereinnahmen und höhere Ausgaben zustande. Die Stadt wolle die Belastungen durch Corona in dem Nachtragshaushalt zusammenfassen. Dadurch bleibe der Etat für das nächste Jahr ausgeglichen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass weiter Fördermittel in die Stadt fließen und freie Träger ihr Geld bekommen können. Beschlossen werden soll der Haushalt vom Stadtrat im Dezember.

Stand: 14:00 Uhr


Reiner Haseloff tritt als Spitzenkandidat der CDU an

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff tritt als Spitzenkandidat der CDU bei der Landtagswahl im Juni nächsten Jahres an. Das gab die CDU bekannt. Haseloff hat demnach heute mit CDU-Landeschef Stahlknecht und Generalsekretär Schulze gesprochen und zugestimmt, als Kandidat zur Verfügung zu stehen. Im November sollen der Landesvorstand und die Kreisvorsitzenden der Christdemokraten eine namentliche Empfehlung abgeben. Die Wahl des CDU-Spitzenkandidaten erfolgt auf dem Landesparteitag Ende November in Dessau-Roßlau.

Stand: 14:00 Uhr


Ein Drittel aller Arten im Land gefährdet

In Sachsen-Anhalt sind mehr als ein Drittel aller Arten von Tieren, Pflanzen, Algen und Pilzen gefährdet. Das belegen die aktuellen Roten Listen des Landesamts für Umweltschutz in Halle, die Umweltministerin Dalbert heute vorgestellt hat. Sechs Prozent aller Arten gelten demnach als ausgestorben oder verschollen, wie etwa das Birkhuhn und die Wasserpflanze Froschkraut. Gezielter Artenschutz hat aber auch zu Erfolgen geführt, beispielsweise bei Fischotter, Wildkatze und Großtrappe. Das Aussterben der Großtrappe in Sachsen-Anhalt konnte laut den Roten Listen verhindert werden. Für den 900 Seiten starken Band hatten Fachleute knapp 21.500 Arten bewertet.

Stand: 13:30 Uhr


Bald erster Spatenstich für A14 bei Seehausen

Für den Weiterbau der Autobahn 14 im Norden Sachsen-Anhalts soll es noch im Oktober einen ersten Spatenstich geben. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT laufen dazu die Abstimmungen zwischen den Verkehrsministerien Sachsen-Anhalts und Brandenburg. Der fast neun Kilometer lange Abschnitt zwischen Wittenberge und Seehausen soll rund 193 Millionen Euro kosten und 2025 fertig sein. Dazu gehört eine 1,1 Kilometer lange Elbbrücke, die beide Bundesländer verbinden wird. Der Abschnitt galt lange als problematisch und musste mehrfach umgeplant werden. Es gab mehrere Klagen gegen die Streckenführung aus Lärm- und Umweltschutzgründen.

Stand: 13:00 Uhr


Unregelmäßigkeiten bei der CDU im Saalekreis

Bei der CDU im Saalekreis gibt es Unregelmäßigkeiten bei der Beitrags-Abrechnung. Wie der CDU-Kreisverband bestätigte, hat eine Rechnungsprüferin schwere Vorwürfe erhoben. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT war die Frau vor zwei Jahren beauftragt worden, den Hinweisen nachzugehen. Jetzt habe die Rechnungsprüferin dem Kreisverband schwerste Verfehlungen bei der Buchhaltung vorgeworfen. So seien zum Beispiel Rechnungen über 5.000 Euro einfach geteilt worden, um einfacher genehmigt zu werden. Außerdem sei sie bei ihrer Aufklärungsarbeit immer wieder behindert worden, zum Beispiel wenn es um die Einsicht in Unterlagen gegangen sei.

Stand: 13:00 Uhr


Bau für Lückenschluss für B6n an A9 bei Thurland kann starten

Der Anschluss der B6n an die Autobahn 9 bei Thurland im Kreis Anhalt-Bitterfeld kann gebaut werden. Nach Angaben des Verkehrsministeriums ist die Klagefrist gegen das Projekt abgelaufen. Bürgermeister Egert sagte MDR SACHSEN-ANHALT, der Lückenschluss nördlich der Stadt Zörbig sei wichtig. Man sei damit mittendrin in einem Transitgebiet, wo sich Firmen ansiedeln könnten. Bis der Abschnitt fertig ist, vergehen aber laut Ministerium noch mindestens vier Jahre. Weil dort seltene Kröten und Frösche gefunden wurden, mussten die Baupläne überarbeitet werden.

Stand: 11:00 Uhr


B81 im Harz wegen Sanierung bis Jahresende gesperrt

Im Harz wird von heute an die Bundesstraße 81 saniert. Autofahrer müssen sich deshalb zwischen Blankenburg und Hasselfelde auf Behinderungen einstellen. Wie das Verkehrsministerium mitteilte, wird die B81 von Cattenstedt bis Almsfeld gesperrt. Bis Jahresende sollen Fahrbahn, Kanalisation und Leitplanken erneuert werden. Auch marode Bushaltestellen werden schick gemacht. Für die Einwohner von Hüttenrode bedeuten die Bauarbeiten vor allem viel Verkehrslärm. Denn durch ihr Dorf werden die meisten Fahrzeuge umgeleitet.- Auch im Landkreis Börde drohen ab heute für drei Wochen Verkehrsbehinderungen. Dort wird die Straße zwischen dem Ortsausgang Wellen und der B1-Kreuzung saniert.

Stand: 11:00 Uhr


Cyberagentur des Bundes fährt Arbeit hoch

Die neue Cyberagentur des Bundes in Halle fährt allmählich ihre Arbeit hoch. Forschungsdirektor Igel sagte, im September habe der erste Mitarbeiter seinen Job angetreten. Bis Jahresende könnten im besten Fall 20 der geplanten 100 Stellen besetzt sein. Die Agentur soll laut Igel Deutschlands Sicherheit im Internet stärken. Dafür würden Forschungsprojekte angestoßen und finanziert.

Stand: 11:00 Uhr


Neue Radwegekonzept für Sachsen-Anhalt

Die Landesregierung will noch in diesem Jahr ein neues Radverkehrs-Konzept beschließen. Ihr Ziel ist es, alle Gemeinden mit über 800 Einwohnern in das Radwegenetz einzubinden. Das bestätigte das Landesverkehrsministerium MDR SACHSEN-ANHALT. Dazu sollen bereits bestehende Wege für den Fahrradverkehr ausgebaut werden. Aber auch neue Radwege sind geplant. Das gesamte Radwegenetz soll 4.500 Kilometer umfassen. Koordinatorin Arnold sagte, die Bedeutung des Radverkehrs nehme vor allem im ländlichen Raum zu. So könnten auch ältere Menschen ohne Auto mobil bleiben.

Stand: 11:00 Uhr


Fensterscheiben an der Johanniskirche eingeworfen

An der Johanniskirche wurden die gestalteten Fenster des Dresdner Künstlers Max Uhlig noch bewundert. Sie machen die Kirche in der Altstadt zu etwas Besonderem. Nun ist die Kirche ist in den vergangenen Tagen mehrfach Ziel von Vandalismus geworden. Wie die Polizei mitteilte, wurden dabei Fensterscheiben eingeworfen. In der Nacht zu Samstag sei etwa ein 22-Jähriger auf frischer Tat ertappt worden. Allein sein Steinwurf habe einen Schaden im hohen fünfstelligen Bereich verursacht. Die Ermittlungen laufen noch. Wie die "Volksstimme" unter Berufung auf das Baudezernat berichtet, sind die wertvollen Uhlig-Fenster im Kirchenschiff von den Steinwürfen verschont geblieben.

Stand: 11:00 Uhr


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