Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 28.09.2020

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Radsport: Sangerhausen Startort für Etappe der Deutschland-Tour

Eine Etappe der Deutschland-Tour startet im kommenden Jahr in Sangerhausen. Das hat der Welt-Radsportverband bestätigt. Das Radrennen startet am 26. August in Stralsund und endet vier Tage später in Nürnberg. In Sangerhausen startet die zweite Etappe. Zielort ist nach 185 Kilometern Ilmenau.

Stand: 19:30 Uhr


Ost-Innenminister: Gemeinsames Vorgehen gegen Rechts

Die Innenminister der ostdeutschen Länder haben ein gemeinsames Vorgehen gegen Rechtsextremismus vereinbart. Sachsen-Anhalts Innenminister Stahlknecht kündigte an, verstärkt gegen den Kauf von Grundstücken und Immobilien durch Rechte vorgehen zu wollen. Dafür solle ein länderübergreifendes Projekt erarbeitet werden. Sachsen-Anhalt werde die Federführung übernehmen. Sachsens Innenminister Wöller sagte nach dem Treffen in Leipzig, Rechtsextremismus mache vor Grenzen nicht halt.

Stand: 18:00 Uhr


Jerichower Land fordert härteres Vorgehen gegen einzelne Wölfe

Der Landrat des Jerichower Landes, Steffen Burchhardt, fordert angesichts einer Reihe von Wolfsangriffen ein härteres Vorgehen gegen einzelne Tiere. "Ich sehe das Land jetzt in der Pflicht zu reagieren. Der Wolf ist kein flächendeckendes Thema, aber Regionen, die so stark betroffen sind wie wir, benötigen dringend Hilfe. Die Zeit des Redens ist vorbei, jetzt muss gehandelt werden"
Der Wolf solle dort "entnommen" werden, wo er wiederholt Nutztiere reiße und dem Menschen sehr nahe komme. "Bereits im August dieses Jahres mussten wir im Jerichower Land mehr Nutztierrisse verzeichnen als im gesamten Jahr 2019", so Burchardt.
Am Wochenende haben im Jerichower Land haben vermutlich Wölfe mehrere Schafe und ein Pferd gerissen. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT entdeckte eine Pferde-Besitzerin in Möckern eine getötete Stute. Bei Tuchheim und Loburg wurden tote Schafe gefunden. Mitarbeiter des Wolfskompetenzzentrums Iden begutachten die Tiere nun. DNA-Untersuchungen sollen klären, ob tatsächlich Wölfe am Werk waren. Ergebnisse gibt es in drei bis vier Wochen.

Stand: 17:30 Uhr


Börde: Drei Männer nach Einbrüchen festgenommen

Nach Einbrüchen in mehrere Vereinsheime hat die Polizei drei mutmaßliche Täter festgenommen. Bei Durchsuchungen fanden die Beamten Gegenstände, die den Einbrüchen zugeordnet werden konnten. Die drei Männer im Alter von 18, 19 und 23 Jahren wurden in die Justizvollzugsanstalt gebracht.

Stand: 17:30 Uhr


Guardian Flachglas in Bitterfeld-Wolfen: Neuer Warnstreik möglich

Im Tarifstreit bei der Firma Guardian Flachglas in Bitterfeld-Wolfen droht die IG Bergbau, Chemie und Energie mit weiteren Streiks. Gewerkschaftssekretär Jan Melzer sagte MDR SACHSEN-ANHALT am Montag, man werde in dieser Woche noch einmal auf das Unternehmen zugehen. Sollte es die Verhandlungen immer noch verweigern, werde man weiter streiken und die Ankündigungsfrist reduzieren. "Wir werden also die Daumenschrauben anziehen."

Bei Guardian Flachglas in Bitterfeld-Wolfen gab es am Montag einen Warnstreik. Die IG BCE will für die rund 300 Beschäftigten einen Flächentarifvertrag durchsetzen. Das würde mehr Lohn und eine geringere Wochenarbeitszeit bedeutet, festes Urlaubs- und Weihnachtsgeld und höhere Zulagen für Schichtarbeiter. Die Geschäftsführung hat der IG BCE zufolge bisher 0,5 Prozent mehr Lohn angeboten. Das mache gerade einmal sieben Cent pro Stunde mehr aus.

Stand: 17:00 Uhr


Betreiber der Deponie Brüchau klagt gegen das Land

Der Betreiber der Giftschlammdeponie Brüchau in der Altmark verklagt das Land Sachsen-Anhalt. Wie das Unternehmen Neptune Energy mitteilte, hat das Landes-Bergbauamt einen Plan für die Beseitigung der Deponie bis Ende März kommenden Jahres gefordert. Gleichzeitig lehnt die Landesanstalt für Altlastensanierung laut Unternehmen eine vertraglich zugesagte Refinanzierung der Auskofferung ab. Ein Neptune-Sprecher sagte, das Unternehmen stehe zu seinen Zusagen, wolle aber alle rechtlichen Maßnahmen nutzen, dass sich auch die Behörden vertragsgemäß verhalten. Der Landtag hatte im Sommer beschlossen, die Giftschlammgrube komplett zu beseitigen.

Stand: 15:00 Uhr


Erneut Auseinandersetzung in der ZASt in Halberstadt

In der Zentralen Aufnahmestelle für Flüchtlinge in Halberstadt ist es erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Bewohnern und Sicherheitspersonal gekommen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte sich ein 33-Jähriger einer Ausweiskontrolle widersetzt. Es sei zum Streit zwischen ihm und einem Wachmann gekommen. Mehrere Bewohner hätten sich anschließend mit Wachleuten eine körperliche Auseinandersetztung geliefert. Sechs Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens und ein ZASt-Bewohner wurden leicht verletzt. Die Polizei habe die Lage beruhigt. In den vergangenen Wochen hatte es bereits mehrere Auseinandersetzungen in der Aufnahmestelle gegeben.

Stand: 13:45 Uhr


Bauarbeiten bringen Busverkehr in der Innenstadt von Dessau durcheinander

Bauarbeiten in der Dessauer Innenstadt bringen den Busverkehr durcheinander. Das haben die Verkehrsbetriebe MDR SACHSEN-ANHALT mitgeteilt. Demnach fahren die Linien 16 und N6 anders als sonst. Außerdem entfallen einige Haltestellen. Die Einschränkungen sollen bis Mitte Oktober gelten.

Stand: 13:45 Uhr


Tödlicher Streit in Halle: Verdächtiger in Untersuchungshaft

Nach einem tödlichen Streit unter drei Männern in Halle sitzt ein Verdächtiger in Untersuchungshaft. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, hat das Amtsgericht gegen einen 21-Jährigen Haftbefehl wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung erlassen. Bei dem Streit am Samstagabend war ein 31-Jähriger tödlich mit einem Messer verletzt worden. Ein weiterer Mann wurde schwer verletzt. Zu den Hintergründen und zum Motiv ist noch nichts bekannt.

Stand: 13:45 Uhr


Prozess gegen Halle-Attentäter wird erst Mitte Oktober fortgeführt

Der für diesen Mittwoch geplante Verhandlungstag im Prozess gegen den Halle-Attentäter entfällt. Das hat das Oberlandesgericht Naumburg bekanntgegeben. Grund ist einem Sprecher zufolge, dass Prozessbeteiligte erkrankt sind – allerdings nicht an Covid-19. Der somit nächste Verhandlungstag wird der 13. Oktober sein. Die Tagesordnung stand zunächst noch nicht fest.

Stand: 11:30 Uhr


In Sachsen-Anhalt fehlen Kinderärzte

In Sachsen-Anhalt fehlt es an Kinderarzt-Praxen. Davor warnt der Kinderärzte-Verband des Landes. Vorsitzender Roland Achtzehn sagte dem MDR, der Mangel könnte sich wegen des hohen Alters vieler Kinderärzte und des fehlenden Medizinernachwuchses noch verschärfen. Schon jetzt sei etwa in Magdeburg die Versorgungssituation für den kinderärztlichen Notdienst problematisch. Kollegen aus dem angrenzenden Bördekreis müssten einspringen.

Stand: 11:00 Uhr


Raubüberfall auf Tankstelle in Magdeburg

In Magdeburg ist am frühen Montagmorgen eine Tankstelle überfallen worden. Laut Polizei fuhren die beiden Täter mit einem Motorroller vor. Nachdem sie getankt hatten, betraten die beiden Männer die Tankstelle im Stadtteil Buckau und bedrohten die Angestellte mit einem Messer. Anschließend flüchteten die Täter mit Bargeld im dreistelligen Bereich.

Stand: 11:00 Uhr


Warnstreik bei Guardian Flachglas in Bitterfeld-Wolfen

Die Beschäftigten der Firma Guardian Flachglas in Bitterfeld-Wolfen sind im Warnstreik. Wie die Industriegewerkschaft BCE mitteilte, soll der Ausstand acht Stunden dauern. Die Gewerkschaft will für die rund 300 Beschäftigten bei Guardian die Bedingungen des Flächentarifvertrags der Branche durchsetzen. Das würde eine geringere Wochenarbeitszeit, festes Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie höhere Zulagen für Schichtarbeit und mehr Lohn bedeuten. In den laufenden Tarifverhandlungen hat Guardian laut Gewerkschaft bisher ein Lohnplus von 0,5 Prozent angeboten.

Stand: 11:00 Uhr


Innenministerkonferenz in Leipzig: Themen sind rechsextreme Netzwerke und Cyberkriminalität

Viele Augen richten sich heute auf Leipzig: Dort kommen die ostdeutschen Innenminister am Vormittag zu einer Sicherheitskonferenz zusammen. Ein wichtiges Thema ist der Austausch zu rechtsextremen Netzwerken und die Bekämpfung des Rechtsextremismus in ostdeutschen Bundesländern. Außerdem will Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) seinen Länderkollegen das Cyber-Crime-Kompetenzzentrum des Landeskriminalamtes vorstellen. Auf der Sicherheitskonferenz will Stahlknecht einen ersten Erfahrungsbericht vorlegen. Ein weiteres Thema des Treffens, das sagte Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD), sei die Auseinandersetzung mit rassistischem Gedankengut im öffentlichen Dienst.

Stand: 11:00 Uhr


Weitere Meldungen aus den Regionalstudios


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