Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 19.10.2020

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Harz: Hoher Schaden bei Einbruch in Labor

Bei einem Einbruch in ein Labor in Rübeland im Harz haben die Diebe eine größere Beute gemacht. Wie die Polizei meldet, wurde sie heute über den Einbruch informiert. Der oder die Täter haben mehrere Platin-Tiegel und Abgieß-Schalen gestohlen. Die Utensilien haben einen Gesamtwert von mehr als 20.000 Euro. Die Ermittler hoffen nun auf Zeugen-Hinweise.

Stand: 20:00 Uhr


Neuwerk: Fünf tote Wildschweine in der Bode

In der Bode sind in Neuwerk bei Elbingerode im Harz fünf tote Wildschweine gefunden worden. Der Amtstierarzt sagte, die Tiere seien mit hoher Wahrscheinlichkeit ertrunken. Um eine Seuche auszuschließen seien Blutproben genommen worden. Außerdem werde ein Frischling genauer untersucht. Damit soll auch ein Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in Sachsen-Anhalt ausgeschlossen werden.

Stand: 17:00 Uhr


Unbekannte beschädigen auf A14-Baustelle Fahrzeuge

Unbekannte haben auf der Baustelle für die Autobahn 14 bei Lüderitz randaliert. Das teilte die Polizei mit. Die Täter beschädigten mehrere Traktoren und Radlader. Sie zerstachen Reifen und bohrten Löcher in den Tank. Die Feuerwehr musste kommen, um ausgelaufenen Diesel zu binden. Die betroffene Baufirma schätzt den Schaden auf rund 70.000 Euro.

Stand: 16:00 Uhr


Corona: Brandbrief der Klub-und Diskoszene in Sachsen-Anhalt

Die Klub-und Diskoszene in Sachsen-Anhalt hat einen Brandbrief an die Landesregierung geschrieben. Darin kritisieren die Unterzeichner, dass sie nicht wie versprochen zum ersten November wieder öffnen dürfen. Zahlreiche Klubs und Diskotheken stünden inzwischen am wirtschaftlichen Abgrund. Seit sieben Monaten gebe es keine Veranstaltungen mehr. Die Betreiber forderten vom Land umfassende Hilfen. Hinter dem Brief stehen rund 25 Klubs, etwa der "Turm" und die "Schorre" in Halle oder die Kulturfabrik Dessau. Weil die Corona-Zahlen steigen, hatte kürzlich die Landesregierung in Aussicht gestellte Lockerungen für Diskotheken wieder zurückgenommen. Morgen soll es vor der Staatskanzlei in Magdeburg eine Protestaktion geben.

Stand: 16:00 Uhr


Tourismusverband: Harz gut gerüstet für Herbstferien trotz Corona

Zum Start der Herbstferien sieht sich der Harzer Tourismusverband trotz Corona-Pandemie gut gerüstet. Geschäftsführerin Schmidt sagte MDR SACHSEN-ANHALT, man habe das schon im Sommer gut erprobt. Am ruhigsten sei es im Wald, wo die Abstände gut eingehalten werden könnten. Laut Schmidt sind aber auch Stadtbesuche in Quedlinburg, Wernigerode oder Braunlage kein Problem, wenn man sich an die Corona-Regeln hält.

Stand: 16:00 Uhr


Sachsen-Anhalt: Warnstreiks im öffentlichen Dienst am Mittwoch

In Sachsen-Anhalt drohen am Mittwoch weitere Warnstreiks im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft ver.di rief vor allem in Magdeburg zu Arbeitsniederlegungen auf. Konkret geht es um Beschäftigte der Landeshauptstadt, der städtischen Kindertagesstätten, der Abfallwirtschaft und der Arbeitsagentur. Auch Mitarbeiter der Stadt Halberstadt sowie Zivilangestellte der Bundeswehr in Klietz und Burg sollen am Mittwoch die Arbeit ruhen lassen. Mit den Warnstreiks will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Ab Donnerstag wird im Tarifstreit erneut verhandelt.

Stand: 14:00 Uhr


Wefensleben: Suche nach Mutter wird intensiviert

Die Suche nach der Mutter des toten Kleinkinds in Wefensleben im Kreis Börde wird intensiviert. Das hat ein Polizeisprecher MDR SACHEN-ANHALT mitgeteilt. Unter anderem gebe es eine Öffentlichkeitsfahndung. Die Polizei vermutet, dass die Frau ihre drei anderen Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren bei sich hat. Seit dem Fund des toten 14 Monate alten Jungen am 3. September sind Mutter und Geschwister verschwunden. Die Staatsanwaltschaft wirft Mutter und Vater des Jungen Totschlag durch Unterlassung vor. Sie sollen ihrem schwerkranken Sohn eine rettende medizinische Behandlung vorenthalten haben. Der Vater sitzt bereits seit Ende September in Untersuchungshaft. Er verweigert die Aussage.

Stand: 16:00 Uhr


Schließung der Grundschule in Siersleben gestoppt

Die Schließung der Grundschule in Siersleben ist vorläufig gestoppt. Das Oberverwaltungsgericht in Magdeburg entschied, dass der Betrieb bis zum Ablauf des ersten Schulhalbjahres weiterlaufen soll. Danach könne die Grundschule aber geschlossen werden. Damit wurde ein Beschluss des Verwaltungsgerichtes Halle teilweise geändert, den die benachbarte Gemeinde Gerbstedt erwirkt hatte. Die Magdeburger Richter begründeten ihre Entscheidung unter anderem auch mit den jungen Alter der Schulkinder.

Stand: 14:00 Uhr


Corona: Krankenhaus Seehausen erlässt Besuchsverbot

Das Diakoniekrankenhaus Seehausen in der Altmark erlaubt seit heute keine Besucher mehr. Grund sind nach Angaben der Geschäftsleitung die steigenden Corona-Infektionszahlen. Patienten und Beschäftigte sollten geschützt werden. Das Verbot gelte vorerst bis ersten November. Der normale Klinikbetrieb, die Notaufnahme und die Ambulanzen würden regulär weiterlaufen. Die anderen altmärkischen Krankenhäuser haben bislang kein Besuchsverbot ausgesprochen.

Stand: 14:00 Uhr


Saalesparkasse schließt nachts weitere SB-Container

Immer mehr Standorte mit Sparkassen-Geldautomaten bleiben in Halle und im Saalekreis nachts geschlossen. Wie die Saalekreissparkasse mitteilte, sind künftig 20 weitere SB-Container zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens nicht mehr geöffnet. Das Kreditinstitut will sich damit nach eigenen Angaben vor Automaten-Knackern schützen. In diesem Jahr seien bereits drei Mal Geldautomaten gesprengt worden. Von der Nacht-Schließung sind neben Standorten in Halle auch SB-Container in Beesenstedt, Gröbers, Schkopau, Salzmünde, Landsberg oder Döllnitz betroffen.

Stand: 14:00 Uhr


Jäger befürchten Ausbreitung der Schweinepest

Zahlreiche Jäger in Sachsen-Anhalt befürchten, dass sich die Afrikanische Schweinepest ausbreitet. Im benachbarten Brandenburg wurden nach Behördenangaben bislang knapp 60 Fälle bestätigt. Der Kreisjägermeister von Dessau-Roßlau, Michael Mitsching, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, er sei extrem besorgt, dass die Tierseuche nach Sachsen-Anhalt überspringe. Durch die Schweinepest leide zudem die Akzeptanz für Schweinefleisch in der Bevölkerung.

Stand: 14:00 Uhr


Haftbefehl gegen Mutter des toten Kindes in Welfensleben

Nach dem Tod eines Kleinkindes in Wefensleben in der Börde ist Haftbefehl gegen die Mutter erlassen worden. Wie die Polizei mitteilte, wird der 43-Jährigen Totschlag vorgeworfen. Sie soll nicht pflichtgemäß gehandelt und damit ihren 14 Monate alten Sohn nicht vor dem Tod bewahrt haben. Der Vater sitzt deshalb bereits in Untersuchungshaft. Anfang September hatte der Rettungsdienst nur noch den Tod des Kleinen feststellen können. Die Obduktion ergab, dass der Junge an einer schweren Krankheit gestorben ist. Nach der Frau wird gefahndet. Die Polizei vermutet, dass sie auf ihrer Flucht drei ihrer weiteren Kinder bei sich hat.

Stand: 12:00 Uhr


Räumung von Weltkriegsmunition aus der Wilden Luppe hat begonnen

Die Bergung von Weltkriegsmunition aus der Wilden Luppe nahe der Autobahn 9 an der Landesgrenze von Sachsen und Sachsen-Anhalt bei Leipzig hat am Montag begonnen. Dafür sind Spezialisten der sächsischen Polizei angereist. In der Wilden Luppe schlummern unter anderem Granaten und Patronen für Handfeuerwaffen in größeren Mengen – und das schon seit Ende des Krieges. Eigentlich hätten sie schon im Mai geborgen werden soll. Das wurde aber wegen der Corona-Pandemie verschoben. Wie lange der Einsatz dauert, ist noch nicht klar. Das hänge auch davon ab, wie viele Mengen Munition geborgen werden müssten, sagte Andreas Weiner vom Polizeiverwaltungsamt. Eine Sperrung der Autobahn 9 ist nach derzeitigem Stand nicht notwendig.


Tangerhütte erweitert Digitalservice des Rathauses

In Tangerhütte werden Dienstleistungen der Stadt ab sofort auch per App für das Smartphone angeboten. Bürgermeister Andreas Brohm teilte mit, dass damit der Digitalservice der Stadt ausgebaut wird. Bürger könnten sich mit ihrem Fingerabdruck einloggen und zum Beispiel Termine mit der Verwaltung vereinbaren. Seit Frühjahr gibt es in Tangerhütte das sogenannte Digitale Rathaus. Mittlerweile haben sich rund 600 Frauen und Männer für den digitalen Service registriert.

Stand: 11:00 Uhr


Lottospielerin aus dem Salzlandkreis gewinnt fast 900.000 Euro

Lottoglück für eine Frau im Salzlandkreis: Sechs Richtige haben der Frau nach Angaben von Lotto fast 900.000 Euro eingebracht. Für den Hauptgewinn von etwa sechs Millionen Euro habe der Frau lediglich die richtige Superzahl gefehlt, teilte Lotto Sachsen-Anhalt heute Morgen mit. Übrigens: Der Einsatz der Frau lag bei knapp 65 Euro.

Stand: 10:30 Uhr


Wegen steigender Infektionszahlen: Wieder telefonische Krankschreibungen möglich

Seit Montag sind auch in Sachsen-Anhalt wegen der verschärften Corona-Lage wieder telefonische Krankschreibungen möglich. Patienten mit leichten Erkältungssymptomen müssen nicht in eine Arztpraxis gehen, um eine Krankschreibung zu erhalten. Damit sollen volle Wartezimmer und Ansteckungsrisiken vermieden werden. Die Krankschreibung gilt für sieben Tage. Per Telefon kann sie um weitere sieben Tage verlängert werden. Die Regelung gilt bundesweit vorerst bis zum Jahresende.

Stand: 10:30 Uhr


Mann stirbt bei Unfall auf der B188 bei Gardelegen

Auf der Bundesstraße 188 bei Gardelegen ist am Montagmorgen ein Mann bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Ein weiterer wurde schwer verletzt. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT war das Auto mit den beiden Männer aus noch ungeklärter Ursache gegen einen Baum geprallt. Die Bundesstraße musste zeitweise voll gesperrt werden.

Stand: 10:00 Uhr


Service für Touristen: Neue Wegweiser für Dessau-Roßlau werden aufgebaut

In Dessau-Roßlau sollen Besucher nun besser über die Sehenswürdigkeiten der Stadt Bescheid wissen. Ab Montag wird ein Informations- und Leitsystem installiert. Dabei handelt es sich um zweieinhalb Meter große grün-graue Stelen. Nach Angaben der Stadtverwaltung sollen sie nicht nur an den bekannten Welterbestätten aufgestellt werden, sondern auch an Bahnhöfen, Parklätzen oder Haltestellen. Die Wegweiser in Dessau-Roßlau kosten 1,4 Millionen Euro.

Stand: 09:00 Uhr


Baustart für Landesgartenschau in Bad Dürrenberg 2023

In Bad Dürrenberg im Saalekreis starten am Montag offiziell die Baumaßnahmen zur Landesgartenschau. Wegen der Corona-Pandemie startet die Blumenschau aber erst 2023, ein Jahr später als geplant. Bei dem Festakt im Kurpark soll nun der erste Spatenstich gesetzt werden. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff wird eine Winterlinde einpflanzen. Zur der Feier in Bad Dürrenberg werden rund 400 Gäste erwartet.

Stand: 07:00 Uhr


Krimm wird neuer Bürgermeister in Petersberg

Die Gemeinde Petersberg im Saalekreis hat einen neuen Bürgermeister. Bei der Stichwahl setzte sich am Sonntag Ronny Krimm mit knapp 62 Prozent der Stimmen durch. Der ebenfalls parteilose Kandidat Daniel Zwick erhielt rund 38 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug knapp 40 Prozent. Petersbergs bisheriger Bürgermeister hatte sein Amt aus Gesundheitsgründen niedergelegt.

Stand: 05:00 Uhr


Zugstrecke Magdeburg-Braunschweig wieder befahrbar

Gute Nachricht für Zugreisende zwischen Magdeburg und Braunschweig. Die Bahnstrecke ist nach dem Zugunglück bei Dreileben in der Börde für den Fernverkehr wieder frei. Nach Angaben der Deutsche Bahn steht seit Betriebsbeginn ein Gleis zur Verfügung. Trotzdem rät die Bahn Reisenden, sich vor der geplanten Zugfahrt im Internet zu informieren. Am Freitag war ein leerer Personenzug in der Börde verunglückt. Die Ursache ist noch unklar. Der Bahnverkehr war seitdem zwischen Magdeburg und Braunschweig unterbrochen.

Stand: 05:00 Uhr


Corona: Weniger Weihnachtsfeiern in Sachsen-Anhalt

Der Hotel- und Gaststättenverband rechnet in Sachsen-Anhalt wegen der Corona-Pandemie mit deutlich weniger Weihnachtsfeiern als sonst. DEHOGA-Landeschef Michael Schmidt sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es zeichne sich ab, dass vor allem größere Unternehmen ihre Betriebsfeiern absagten. Das sei bedenklich. Der Umsatz zum Jahresende werde gebraucht, um die Beschäftigten und die Betriebskosten im ersten Quartal des neuen Jahres zu bezahlen. - In den kommenden Tagen befassen sich außerdem voraussichtlich die Gerichte mit dem Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt. Ein Vermieter von Ferienwohnungen in Naumburg hatte angekündigt, heute gegen das Verbot klagen zu wollen.

Stand: 05:00 Uhr


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