Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 23.05.2020

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Quedlinburg: Mehrfacher Gewaltstraftäter erneut festgenommen

Polizisten haben in Quedlinburg einen mehrfach vorbestraften Gewalttäter festgenommen. Ein Sprecher der Polizei im Harz bestätigte auf Anfrage von MDR SACHSEN-ANHALT, dass es sich um einen polizeibekannten 31-Jährigen handelt. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT handelt es sich dabei um Paul G., der bereits eine Haftstrafe von neun Jahren abgesessen hat, weil er 2008 eine Frau vergewaltigt und mit einem Messer verletzt hatte. Kurz nach der Entlassung griff er ein elfjähriges Mädchen an. Danach musste der Mann eine Fußfessel tragen und kam für weitere zwei Jahre ins Gefängnis. Die Haft endete vor acht Monaten. Am Freitag ist er erneut von Beamten festgenommen worden, weil er zu Beginn der Woche in einem Park in Quedlinburg eine Frau angegriffen und verletzt haben soll. Bei einer Wohnungsdurchsuchung konnten die Beamten DNA-Spuren des Opfers sichern. Das Amtsgericht hat heute Haftbefehl erlassen.

Stand: 13:30 Uhr


Zwei neue Fälle bestätigter Sars-CoV-2-Infektionen im Land

Nachdem es über den Herrentag keine neu bestätigte Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus gab, sind nun zwei Fälle im Vergleich zum Vortag hinzugekommen. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus im Land auf 1695. Wie das Sozialministerium am Sonnabend weiter mitteilte, sind diese zwei Fälle im Burgenlandkreis aufgetreten, insgesamt weist der Kreis 113 bestätigte Fälle seit Aufkommen der neuen Krankheit aus. Schätzungsweise 1568 Menschen sind dem Ministerium zufolge wieder genesen. Die Todeszahl im Zusammenhang mit Covid-19 liege unverändert bei 54, hieß es. Halle, wo es im Landesvergleich eine zeitlang recht hohe Infektionszahlen gab, ist seit sieben Tagen ohne registrierte Neuinfektionen.

Stand: 14:00 Uhr


Erben fordert, Feuerwehrschule wieder zu öffnen

Seit zehn Wochen ist der Lehrbetrieb an der Landesfeuerwehrschule in Heyrothsberge bei Magdeburg pandemie-bedingt ausgesetzt. Der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Rüdiger Erben, hat nun einen raschen Neustart an dem Institut für Brand- und Katastrophenschutz gefordert. Er begründete dies am Sonnabend mit der sich deutlich entspannenden Lage im Land. Er teilte mit, dass eine sehr große Zahl von Lehrgängen ausgefallen sei. "Es wird lange dauern, die ausgefallenen Maßnahmen aufzuholen." Sachsen-Anhalt müsse dem Vorbild anderer ostdeutscher Feuerwehrschulen folgen, die den Betrieb bereits wieder aufnähmen.

Stand: 15:30 Uhr


Olympiavorbereitung trotz Corona

In Sachsen-Anhalt dürfen sich derzeit rund 80 Athletinnen und Athleten auf die Olympischen Sommerspiele vorbereiten. Die meisten von ihnen trainieren Leichtathletik, gefolgt vom Schwimmsport. Das teilte das Landesverwaltungsamt mit. Wegen der Corona-Pandemie gelten Hygieneregeln im ganzen Land. So darf Sport momentan nur im Freien stattfinden. Schwimmbäder sind geschlossen. Doch öffnen sie für die Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele. Die sollten eigentlich diesen Sommer in Tokio stattfinden, wurden aber auf kommendes Jahr verschoben.

Stand: 09:00 Uhr


3.Liga: DFB widerspricht FCM

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat Aussagen des 1.FC Magdeburg über ein Corona-Testlabor des DFB zurückgewiesen. Der FCM hat eine Spielverlegung beantragt und begründete diesen Schritt damit, dass er seine Testreihe nicht habe durchführen können, weil im Labor alle Kapazitäten erschöpft seien. Ein DFB-Sprecher erklärte demgegenüber nun, das Labor sei zu jedem Zeitpunkt in der Lage gewesen, Tests zu analysieren. Es gebe keinerlei Kapazitätsprobleme. Außerdem hätten die Magdeburger einen ersten Testtermin am Mittwoch ohne Angaben von Gründen kurzfristig abgesagt. Der FCM hat unterdessen beantragt, erst am 11.Juni in den Spielbetrieb in der 3. Liga einsteigen zu dürfen, der DFB hat den Starttermin eigentlich auf Ende Mai gesetzt

Stand: 15:30 Uhr


FCM beantragt Spielverlegung

Eine Woche vor dem vom DFB geplanten Neustart der 3. Liga hat der 1. FC Magdeburg eine Spielverlegung beantragt. Der Drittligist will frühestens am 11. Juni in den Spielbetrieb einsteigen, eher nicht. Das teilte der Verein am Sonnabend mit. Zudem möchte der FCM "im Sinne einer sportlichen Fairness und annähernden Wettbewerbsgleichheit eine entsprechende Vorbereitungszeit im Mannschaftstraining von mindestens 14 Tagen vor Auftakt seiner Punktspiele erhalten." Grund für die Anträge ist die durchzuführende erste Corona-Testreihe, die laut Vereinsangaben am Freitag nicht durchgeführt werden konnte. Das vom DFB gestellte Labor habe dem FCM mitteilt, dass derzeit alle Testkapazitäten erschöpft seien und frühestens am Montag eine Testreihe stattfinden könne.

Stand: 9:00 Uhr


Nothilfefonds für Studierende an den Hochschulen

Die Hochschule Magdeburg-Stendal ruft gemeinsam mit den beiden bestehenden Fördervereinen zu einer Spendenaktion auf. Ziel sei es, Geld für in Not geratene Studierende zu sammeln, so dass ein einmaliger Zuschuss zum Lebensunterhalt von 450 Euro gezahlt werden könne. Das teilt die Hochschule mit. Die Fördervereine haben den Notfonds demnach mit einer Startsumme von jeweils 5.000 Euro bereits eingerichtet. Spender könnten sich nun mit Summen in beliebiger Höhe beteiligen. Betroffene Studierende könnten sich ab sofort auf einen Zuschuss bewerben, teilt die Hochschule mit. Ein ähnliches Modell zur Unterstützung von Studierenden, die in der Krise finanziell auf Zuschüsse angewiesen sind, hat auch die Universität Magdeburg unter dem Titel "Guericke hilft" eingerichtet.

Stand: 9 Uhr


DEHOGA-Landes-Präsident: "Menschen haben noch Angst"

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband in Sachsen-Anhalt rechnet nur mit einer langsamen Erholung der Betriebe. Landeschef Michael Schmidt sagte MDR SACHSEN-ANHALT, er sei erleichtert über die Erlaubnis für die Gaststätten, wieder zu öffnen. Es werde jedoch nicht einfach, weil die Menschen noch Angst hätten. Sachsen-Anhalt habe aber ein sehr gutes Hygiene-Konzept entwickelt, dass die Betreiber entsprechend umsetzen würden. Dazu werde es unter anderem an den Tischen nur maximal fünf Plätze geben. Auch würden bei Reservierungen gegebenenfalls zusätzliche Fragen gestellt. Eine Ansteckung, versicherte er, müssten die Besucher in den Gaststätten und Restaurants nicht fürchten.

Stand: 09:00 Uhr


Bistum erlaubt Ende Mai wieder Besuch von Gottesdiensten

Das katholische Bistum Magdeburg erlaubt nach dem 24. Mai, also ab kommender Woche, wieder öffentliche Gottesdienste. Das teilte das Bistum am Freitag mit. Bischof Gerhard Feige brachte in der Mitteilung zum Ausdruck, dass seine Bedenken zwar nicht ausgeräumt seien. Unter Einhaltung der Abstands- und Hygienregeln sei das Feiern von Gottsdiensten aber zu verantworten. Ehren- und Hauptamtliche sollten sich dazu vor Ort abstimmen. Am Sonntag will das Bistum zunächst erneut einen Livestream schalten, vom Gottesdienst aus der Kirche St. Sebastian in Magdeburg.

Stand: 18:00 Uhr


Weitere Meldungen aus den Regionalstudios


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