Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 11.07.2020

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Jagdverband Sachsen-Anhalt kritisiert Gesetzentwurf zu Bleimunition

Der Jagdverband Sachsen-Anhalt kritisiert ein geplantes EU-weites Gesetz zur Nutzung von Bleimunition. Geschäftsführer Florstedt sagte MDR AKTUELL, der Gesetzentwurf sei viel zu schwammig. Danach soll bleihaltige Jagdmunition in Feuchtegebieten verboten werden. Laut Florstedt würden darunter auch Felder fallen, wenn es lange geregnet hat. Es bestehe die Gefahr, dass auch Agrarflächen zu Feuchtgebieten erklärt würden und Jäger Strafen zahlen müssten.

Derzeit regelt jedes Bundesland selbst, ob man Bleimunition verwenden darf. In Sachsen gilt ein generelles Verbot. Thüringen will Bleischrot ab 2022 untersagen. In Sachsen-Anhalt ist es nur bei der Jagd auf Wassertiere verboten.

Stand: 18:00 Uhr


Halberstadt: Corona-Tests an Kita negativ

In Halberstadt sind auch die letzten Corona-Tests an einer Kita negativ ausgefallen. Nach Angaben des Landkreises Harz wurden insgesamt mehr als 80 Proben von Kindern, Erziehern und Service-Kräften genommen. Trotz der negativen Befunden müssen rund 120 betroffene Kinder und Erzieher vorerst in Quarantäne bleiben. Die Kita "Regenbogen" bleibt mindestens bis zum kommenden Wochenende geschlossen. Grund für die Tests war ein nachweislich infiziertes Kind in der Kita.

Stand: 18:00 Uhr


Notstrom: Nicht jeder Landkreis ist ausgestattet

Sollte in einem Krisenfall der Strom längerfristig ausbleiben, sind einige Landkreise in Sachsen-Anhalt dafür nicht gewappnet. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der SPD hervor. Demnach verfügen insgesamt sieben Regionen nicht über mobile Notstromaggregate. Neben dem Jerichower Land, dem Altmarkkreis Salzwedel und dem Burgenlandkreis ist das auch in den Kreisen Anhalt-Bitterfeld, Mansfeld-Südharz, Stendal und Wittenberg der Fall. Den Angaben zufolge ist geplant, die Landkreise besser auszustatten. Wann das Geld dafür bereitsteht, ist allerdings unklar. Zum Teil müssen Einrichtungen für sich selbst eigene Notstromaggregate bereithalten, wie zum Beispiel Krankenhäuser.

Stand: 14:00 Uhr


Weiterhin oft lange Suche nach Pflegekräften

In Sachsen-Anhalt dauert es fast acht Monate, bis eine offene Stelle für examinierte Altenpfleger besetzt werden kann. Das geht aus Daten der Bundesagentur für Arbeit hervor. Demnach wurden zuletzt im Schnitt nach 226 Tagen geeignete Bewerber gefunden. Das sei deutlich länger als der Durchschnitt bei allen Fachkräften in Sachsen-Anhalt. Dort dauere eine Stellenbesetzung etwa 155 Tage. Den Zahlen zufolge waren im Juni 2019 insgesamt gut 21.300 Altenpflege-Kräfte sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind rund vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Stand: 13:00 Uhr


Linke stellt die Weichen für die Landtagswahl

Sachsen-Anhalts Linke ist in Magdeburg zu einem sogenannten Kleinen Parteitag zusammengekommen. Dort sollen erste Vorbereitungen für die Landtagswahl im kommenden Sommer getroffen werden. Linken-Landeschef Gebhardt will am Nachmittag außerdem seinen Vorschlag für die Spitzenkandidatur bekanntgeben. Als aussichtsreich gilt die Magdeburger Landtagsabgeordnete und Rechtsexpertin von Angern. Im Vorfeld hatten mehrere Kreisverbände Kritik geäußert. In anderen Parteien gebe es in solchen Fragen einen Mitgliederentscheid. Bei der SPD hat sich in einem solchen Entscheid Fraktionschefin Pähle gegen den Politikwissenschaftler Stöcker durchgesetzt.

Stand 10:00 Uhr


Halle: Polizei-Großeinsatz wegen Schlägerei

In Halle-Neustadt hat eine nächtliche Schlägerei zu einem Polizei-Großeinsatz geführt. Wie eine Polizeisprecherin MDR SACHSEN-ANHALT sagte, waren neun Personen direkt verwickelt. Die meisten anderen der rund 50 Syrer hätten als Zaungäste dabei gestanden. Zwei Männer wurden den Angaben nach verletzt. Außerdem gab es mehrere Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung. Einer der Männer habe ein Messer gezückt. Nach den Worten der Sprecherin hatte die Polizei die Situation in Halle-Neustadt nach einer Dreiviertelstunde unter Kontrolle und nahm alle Personalien auf.

Stand: 9:00 Uhr


Alle Corona-Tests in Halberstädter Kita bislang negativ

In Halberstadt sind alle Coronavirus-Tests an einer Kita bislang negativ ausgefallen. Nach Angaben des Landkreises Harz wurden insgesamt mehr als 80 Proben von Kindern, Erziehern und Service-Kräften genommen. Bis auf vier seien alle Tests analysiert worden. Die Ergebnisse der verbliebenen Proben werden den Angaben zufolge heute Mittag erwartet. Wegen der Infektion eines Kindes hatte der Kreis die Kita "Regenbogen" in Halberstadt bis Ende kommender Woche geschlossen. Mehr als 120 Menschen befinden sind nun für zehn Tage in Quarantäne.

Stand: 7:00 Uhr


Waldbesitzerverband kritisiert Landesregierung

Sachsen-Anhalts Waldbesitzerverband kritisiert die Landesregierung. In einer Erklärung sprach er sich am Freitagabend für sofortige Schritte aus, um Wald und Besitzer besser zu unterstützen. Unter anderem fordert der Verband ressort-übergeifende Einsatz- und Krisenstäbe auf Landesebene. Der Vorsitzende zu Salm-Salm sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Landesregierung halte ihren eigenen Koalitionsvertrag nicht ein. Um der Forderung Ausdruck zu verleihen, wurden in den vergangenen Tagen an wichtigen Straßen Transparente und eine schwarze Trauerbeflaggung für den Wald angebracht.

Stand: 7:00 Uhr


Halle: FfF-Demonstrant angegriffen

In Halle ist ein Demonstrant der Fridays-for-Future-Bewegung von einem vermutlich rechten Mann angegriffen worden. Das bestätigte die Polizei. Sie ermittelt nach einer Anzeige gegen Unbekannt. Der Angreifer soll den Demo-Teilnehmer während des Protestzuges am Freitagnachmittag in Höhe des Leipziger Turms ohne Vorwarnung von hinten geschlagen haben. Andere Demo-Teilnehmer seien sofort eingeschritten, darauf habe sich der Angreifer verzogen.

Stand: 8:00 Uhr


Ärztekammer: Behandlungen während der Pandemie nicht länger aufschieben

Die Ärztekammer in Sachsen-Anhalt appelliert an Patienten, Behandlungen während der Corona-Pandemie nicht länger aufzuschieben. Die geringen Infektionszahlen ließen Spielraum für einen großen Schritt in Richtung Normalität. Man halte es für fatal, wenn aus unnötiger Angst sinnvolle Untersuchungen, Impfungen oder Behandlungen ausblieben, teilte die Ärztekammer mit. Hierdurch entstehe oft ein viel höheres Gesundheitsrisiko.

Stand: 7:00 Uhr


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