Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 28.03.2020

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Waldbrandgefahr in Sachsen-Anhalt steigt

Laut Deutschem Wetterdienst steigt die Waldbrandgefahr im Land. Mitunter herrsche Warnstufe vier von fünf. Besonders betroffen sei der Norden Sachsen-Anhalts. Für die restlichen Landesteile gilt die Stufe drei. Der DWD erklärte, es habe in den vergangenen Tagen wenig geregnet. Hinzu komme, dass auf den Oberflächen noch vertrocknetes Laub und Gras vom Herbst liege.

Stand: 20:00 Uhr


Sicherheitsmann von Unbekannten attackiert

In Magdeburg haben drei vermummte Personen vor einem Supermarkt den Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes angegriffen. Der Mann war für die Einhaltung der Corona-Regelungen abgestellt. Nach Polizeiangaben versetzten die drei Personen dem 49-Jährigen einen Schlag gegen den Kopf. Der Angriff erfolgte am Freitagabend. Die Täter konnten nach der Tat unerkannt flüchten. Der Mitarbeiter erlitt leichte Verletzungen und wurde in einem Krankenhaus behandelt.

Stand: 16:30 Uhr


Polizei fasst Graffitisprayer in Magdeburg

Die Polizei hat am Samstagmorgen zwei mutmaßliche Graffitisprayer geschnappt. Nach einem Zeugenhinweis fanden die Beamten sie versteckt in einer Hecke. Laut Polizei hatten sie Handschuhe und Spraydosen dabei. Die beiden 25 und 28 Jahre alten Männer hatten zuvor eine Wand besprüht, teilte ein Polizeisprecher mit. Beide Personen seien polizeibekannt. Gegen die Männer wurden Strafverfahren eingeleitet.

Stand: 16:00 Uhr


Ab Montag: Teilweise Sperrung der B 189

Die vielbefahrene Bundesstraße 189 wird ab Montag auf einem Teilabschnitt in nördlicher Richtung voll gesperrt. Die Fahrbahn wird halbseitig zwischen Dolle und Brunkau erneuert. Die Umleitung gen Nordern führt über Dörfer wie Burgstall, Uchtdorf und Schernebeck. In südlicher Richtung wird der Verkehr an der Baustelle vorbeigeführt. Wie das Verkehrsministerium mitteilt, investiert das Land rund 243 000 Euro in die Sanierung.

Stand: 12:30 Uhr


Neuer Beauftragter für Infomationstechnik in Sachsen-Anhalt

Finanz-Staatssekretär Rüdiger Malter wird der neue Beauftragte der Landesregierung Sachsen-Anhalt für Informations- und Kommunikationstechnik (CIO). Malter werde seine neuen Aufgaben zum 1. April aufnehmen, teilte das Finanzministerium am Samstag in Magdeburg mit. Bislang war Finanzminister Michael Richter (CDU) CIO der Landesregierung. "Jetzt erkennen wir, wie wichtig die Digitalisierung der Verwaltung – und überhaupt in unserer Gesellschaft – ist", erklärte Malter mit Verweis auf die Coronakrise. Auch in Ausnahmezeiten müssten staatliche Leistungen funktionieren.

Stand: 12:30 Uhr


Mittelstand in Sachsen-Anhalt zufrieden mit Hilfspaket

Sachsen-Anhalts Mittelstand ist mit dem Hilfspaket für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer zufrieden. Das sagte Verbandssprecher Martini MDR SACHSEN-ANHALT. Gerade für die kleineren Unternehmen seien wegen des Coronavirus viele Aufträge weggebrochen. Es sei wichtig, dass die nun gewährten Darlehen nicht sofort zurückgezahlt werden müssten - sondern erst mit zeitlichem Abstand. Die Anträge für die Hilfen vom Land können ab Montag gestellt werden. Sachsen-Anhalt hält dafür 150 Millionen Euro vor.

Stand: 09:30 Uhr


ADAC warnt wegen Zeitumstellung vor erhöhter Gefahr von Wildunfällen

Der ADAC warnt aufgrund der Zeitumstellung an diesem Wochenende vor einer erhöhten Wildunfallgefahr. Vor allem der Berufsverkehr falle nun wieder in die Dämmerung, hieß es. Rehe würden im Frühjahr wieder aktiver und seien vermehrt auf Futter-, oder Reviersuche. Wildschweinrotten seien mit Frischlingen unterwegs. Die Gefahr von Wildunfällen steige also in der kommenden Woche bis Ende Mai deutlich an. Rund 20 Prozent mehr Unfälle wurden in den vergangenen Jahren laut ADAC in diesem Zeitraum verzeichnet. Wildwechsel ist in Sachsen-Anhalt im vierten Jahr in Folge Unfallursache Nummer eins. Allein 2019 hat es 15.100 Wildunfälle gegeben, 1.000 mehr als im Jahr zuvor.

Stand: 08:45 Uhr


Dalbert erleichtert über neue Düngemittelverordnung

Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert (Bündnis 90/ Die Grünen) hat sich erleichtert über die Verabschiedung der neuen Düngeverordnung gezeigt. Sie sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es sei unverantwortlich, dass Sachsen-Anhalt selbst im Bundesrat nicht zugestimmt habe. Wäre die neue Düngeverordnung nicht durchgekommen, hätte Deutschland Strafen von knapp 900.000 Euro pro Tag an die Europäische Union zahlen müssen. "Wir brauchen in der gegenwärtigen Situation aber Milliarden, um die Wirtschft am Laufen zu halten, um das medizinisches System am Laufen zu halten."

Dalbert räumt ein: "Die Düngeverordnung, so wie sie jetzt vorgelegt ist, ist nicht gut; sie hat handwerkliche Fehler. Das haben wir immer gesagt, darum wird sie auch nicht lange Bestand haben." Jetzt gebe es aber mehr Zeit für die Umsetzung. Einheitliche Regeln zu finden sei schwierig. Dazu werde man auch die Bauern miteinbeziehen. Dabei sei es aber falsch nur auf die besonders belasteten Gebiete zu schauen. "Wir brauchen Maßnahmen, die alle Grundwasserkörper schützen. Ich bin überzeugt, da ziehen auch alle Landwirte mit."

Stand: 06:30 Uhr


Abellio dünnt zum Monatswechsel sein Zugangebot aus

Abellio dünnt ab Mittwoch sein Zugangebot in Sachsen-Anhalt aus. Das Unternehmen reagiert damit auf sinkende Fahrgastzahlen wegen der Coronavirus-Pandemie. Ab dem 1. April fahren die Züge im so genannten "Dieselnetz" nach einem Ersatzkonzept. Vorgesehen ist, weiter so viele Orte wie möglich mit dem Zug anzufahren. Es fallen vor allem Verbindungen aus, die das Grundangebot, zum Beispiel für Schüler, verdichten. Auf einigen Strecken werden Busse eingesetzt. Wer mit Abellio fahren möchte, sollte sich vorab auf der Internetseite des Unternehmens informieren.

Stand: 06:30 Uhr


Verkehrsexpertin der Polizei: Weniger Unfälle

Die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Krise lassen nach Einschätzung einer Verkehrsexpertin der Polizei auch die Zahl der Verkehrsunfälle sinken. Derzeit mache sich das in den Lageberichten der Polizei in Sachsen-Anhalt deutlich bemerkbar, sagte die Verkehrsexpertin des Innenministeriums, Nadine Raabe-Goldermann. Sie gehe davon aus, dass diese Entwicklung auch in der Unfallstatistik ablesbar sein werde. Viele Menschen seien vernünftig und blieben zuhause, sagte Raabe-Goldermann. Zudem seien deutlich weniger Sachsen-Anhalter zur Arbeit unterwegs, weil sie von zuhause arbeiteten oder die Kinder betreuten. Es sei ein logischer Effekt, dass bei weniger Autos im Straßenverkehr auch weniger Unfälle passierten. In Sachsen-Anhalt gelten seit eineinhalb Wochen deutliche Beschränkungen des öffentlichen Lebens, die mehrfach verschärft wurden. Laut Polizei halten sich die meisten Sachsen-Anhalter daran.

Stand: 06:30 Uhr


"Earth Hour": Lichter sollen für eine Stunde ausgeschaltet werden

Als Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz sollen am Samstagabend (20.30 Uhr) die Lichter ausgehen. Dazu ruft auch in diesem Jahr die Umweltstiftung WWF weltweit auf. Idee ist, für eine Stunde die Lichter auszuschalten. Die Stadt Magdeburg wird sich nach eigenen Angaben mit städtischen Gebäuden und Objekten an der Aktion beteiligen. Beispielsweise die Johanniskirche, das Alte Rathaus, das Kloster Unser Lieben Frauen sowie der Dom seien dabei, kündigte die Stadt an.

Halle will unter anderem die Bestrahlung der Hausmannstürme, der Marktkirche, des Roten Turms und der Oberburg Giebichenstein abschalten, um so ein symbolisches Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen, hieß es aus dem Rathaus. In Dessau-Roßlau bleiben das Umweltbundesamt, das Schloss und das Rathaus für eine Stunde im Dunkeln.

Die Bürgerinnen und Bürger können in ihren eigenen vier Wänden aktiv werden, indem sie sich ebenfalls an der symbolischen Licht-Aus-Aktion beteiligen. Der WWF ruft dazu auf, von Zuhause Selfies aus der Dunkelheit online zu teilen. Die Aktion gibt es nach WWF-Angaben seit 2007.

Stand: 06:00 Uhr


Fähre Prettin setzt am Wochenende doch über

Die Elbfähre Prettin im Kreis Wittenberg setzt auch am Wochenende über. Wie Fährmann Kollin MDR SACHSEN-ANHALT sagte, soll damit auf die Absperrungen in Jessen und Schweinitz reagiert werden. Weil beide Orte wegen des Coronavirus unter Quarantäne gestellt wurden, müssen die Autofahrer ohne die Fähre lange Umwege in Kauf nehmen. Die nächsten Elbbrücken wären in Wittenberg oder Torgau. Allein in Prettin sind die Einnahmen an der Fähre um die Hälfte gesunken. Die Fähren Coswig, Elster und Pretzsch haben ihren Verkehr deswegen bereits eingestellt.

Stand: 06:00 Uhr


Weitere Meldungen aus den Regionalstudios

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1 Kommentar

Harri vor 19 Wochen

Da die Landesregierung wieder Lockerungen in den Kindergärten zuläßt, wo vorher zur Notfallbetreuung beide Elternteile einen medizinischen Beruf ausüben mussten und jetzt braucht nur ein Elternteil einen sogenannten Schlüsselberuf. Diese Lockerung ist das genaue Gegenteil der Schließung! Ein Kontaktverbot sieht anders aus! Das ist bei all den anderen Maßnahmen in Deutschland jetzt fahrlässig und erhöht die Ansteckung enorm! Würde man einen Virologen fragen, würde auch er hier eine zunehmende Ansteckung nicht ausschließen können. Es ist erst der Anfang der Infektion in unserem Land, da ist jede Ansteckung eine zuviel. Falls es so kommt wie in Italien, hat keiner mehr Zeit über solche gravierenden Fehler zu sprechen, aber die Angehörigen der Toten wissen, wer eine Mitverantwortung trägt. Ich bin immer wieder erstaunt über soviel Naivität der Verantwortlichen, das RKI hat schon genug Fehler gemacht und immer alles verharmlost.

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