Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 19.09.2020

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Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT

Truppenübungsplatz: Aktivisten bauen Protestzelte ab

Auf dem Truppenüberungsplatz in der Colbitz-Letzlinger Heide haben die Aktivisten ihre Zelte abgebaut. Seit Freitag hatten rund 20 Menschen eines Aktionsbündnisses auf dem Gelände campiert. Das Bündnis ruft seit sechs Jahren immer wieder dazu auf, den Truppenübungsplatz zu besetzten. Der Protest richtet sich unter anderem gegen die fast fertiggestellte Übungsstadt Schnöggersburg. Dort sollen Soldatinnen und Soldaten auf Auslandseinsätze vorbereitet werden

Stand: 18:30 Uhr


Umweltbundesamt: Städte müssen mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger schaffen

Das Umweltbundesamt hat Städte aufgefordert, Radfahrern und Fußgängern mehr Platz auf den Straßen zu verschaffen. Von der in Dessau angesiedelten Behörde hieß es, im Kampf gegen Klimakrise und Luftverschmutzung könne die Corona-Pandemie als Gelegenheits-Fenster genutzt werden. Laufen oder Radfahren sei gesund, im Vergleich zum Autofahren leise und erzeuge weder klimaschädliche Treibhausgase noch Luftschadstoffe. Das Umweltbundesamt spricht sich auch dafür aus, Parkgebühren zu erhöhen, um den Umstieg vom Auto auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel zu fördern.

Stand: 16:30 Uhr


Frühere Aerosol-Arena in Magdeburg: 1.500 Kubikmeter Abfall in Industriehalle entdeckt

Auf dem Gelände der früheren Aerosol-Arena in Magdeburg wurden 1.500 Kubikmeter Abfall entdeckt. Das schreibt die Volksstimme und beruft sich auf ein anonymes Schreiben, das in diesen Tagen auch an die Stadt und die Polizei gegangen sein soll. In einer Industriehalle soll der Müll demnach von einer Schicht Erde bedeckt worden sein. Die Stadt bestätigte die Informationen. Man wolle nun den Eigentümer auffordern, die Abfälle zu entsorgen. Unklar sei, ob die früheren Betreiber der Arena den Müll dort hinterlassen haben. In der Aerosol-Arena hatten in den vergangenen Jahren Street-Art-Künstler aus aller Welt ihre Kunst präsentiert.

Stand: 15:15 Uhr


Aktion: Wieder mehr blühende Wiesen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt soll es wieder mehr blühende Wiesen geben. Das Umweltministerium hat dazu eine Aktion mit dem Namen "Insektenwiese" ins Leben gerufen und verteilt kostenlos Wildpflanzen-Saatgut für prächtige Blühwiesen. Die Aktion richte sich an Kitas, Schulen, Vereine und öffentliche Einrichtungen. Ziel sei, Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge, Käfern mehr Lebensraum zu geben und die Artenvielfalt zu vergrößern.

Stand: 15:15 Uhr


Vier Verletzte nach Auffahrunfall bei Halberstadt

Bei einem Auffahrunfall auf der Bundesstraße 81 bei Halberstadt sind vier Menschen verletzt worden, darunter zwei Kinder. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, kam es zu dem Unfall bereits am Freitag. Ein 47 Jahre alter Mann sei an einer roten Ampel auf ein anderes Auto aufgefahren. Die Verletzten seien in die Krankenhäuser Halberstadt und Quedlinburg gebracht worden. Den Schaden beziffert die Polizei auf rund 35.000 Euro.

Stand: 13:00 Uhr


Liebig für weitere sechs Jahre zum Kirchenpräsidenten gewählt

Joachim Liebig bleibt für weitere sechs Jahre an der Spitze der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Der 62-Jährige wurde am Sonnabend mit großer Mehrheit von der Landessynode als Kirchenpräsident wiedergewählt. Für ihn stimmten 34 der 36 Synodalen. Liebig hatte sich als einziges Mitglied des Landeskirchenrates und als einziger Kandidat der Wiederwahl als Leitender Geistlicher der Landeskirche gestellt. Der Kirchenpräsident sprach von einem "wunderbaren Ergebnis". Er steht seit Januar 2009 an der Spitze der Evangelischen Landeskirche. Die ist mit knapp 30.000 Mitgliedern die kleinste evangelische Landeskirche Deutschlands.

Stand: 10:45 Uhr


Besetzung von Gefechtsübungszentrum dauert an – Aktivisten haben Nacht auf dem Gelände verbracht

Rund 20 Aktivisten aus ganz Deutschland halten sich noch immer auf dem Gelände des Gefechtsübungszentrums der Bundeswehr in der Colbitz-Letzlinger Heide auf. Das bestätigte ein Sprecher des Landeskommandos Sachsen-Anhalt am Sonnabend MDR SACHSEN-ANHALT. Nach seinen Worten haben die Aktivisten die Nacht auf dem Gelände verbracht. Die Lage sei ruhig. Ziel der Bundeswehr sei, dass keine weiteren Aktivisten auf das Gelände eindrängen. Die Besetzung hatte am Freitagvormittag begonnen. Ziel der Aktivisten ist, dass die Colbitz-Letzlinger Heide nicht mehr militärisch genutzt wird. Außerdem wollen die Demonstranten die Bundeswehr abschaffen. Am Standort in Letzlingen bildet die Truppe Soldaten für Auslandseinsätze aus.

Stand: 10:00 Uhr


Lehrermangel: Knapp 500 Lehrer fehlen

In Sachsen Anhalt fehlen 484 Lehrkräfte. Das geht aus Daten des Bildungsministeriums hervor, die MDR SACHSEN-ANHALT vorliegen. Demnach waren zu Beginn des Schuljahres Sekundar- und Grundschulen am meisten betroffen. Am wenigsten Lehrer fehlen an Berufsschulen und Gymnasien. Unterschiede zeigen sich auch regional. Den geringsten Bedarf gibt es den Daten zufolge in der Stadt Dessau-Roßlau, während die Landeshauptstadt Magdeburg am meisten Lehrkräfte benötigt. Wie das Bildungsministerium bereits Ende Juni mitgeteilt hatte, soll eine Agentur mit speziellen Personal-Experten vom Baltikum bis nach Spanien nach geeigneten Pädagogen suchen und diese gezielt anwerben. Die Bildungsgewerkschaft GEW kritisiert das Vorgehen des Landes. In Sachsen-Anhalt gibt es insgesamt 870 Schulen.

Stand: 09:00 Uhr


Hunderte Mitarbeiter der Post in Warnstreik getreten

Hunderte Postmitarbeiter sind am Sonnabend dem Ruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt und haben in Teilen Sachsen-Anhalts die Arbeit niedergelegt. Damit solle den Einkommensforderungen vor der nächsten Tarifrunde noch einmal Nachdruck verliehen werden, sagte Gewerkschaftssekretär Normen Schulze am Morgen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Montag und Dienstag angesetzt. Bislang hatte Verdi den Eindruck gewonnen, dass die Post nur eine Lohnsteigerung um 1,5 Prozent anbieten wolle. Die Gewerkschaft fordert allerdings eine Erhöhung von 5,5 Prozent.

Stand: 08:00 Uhr


Halle: Demonstranten drücken Solidarität für Flüchtlinge auf Lesbos aus

In Halle hat es eine Solidaritäts-Demo für die Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos gegeben. Nach Polizeiangaben kamen am Freitagabend rund 300 Menschen. Sie forderten unter dem Motto "Kein Moria 2.0" eine Lösung für die Flüchtlinge, die seit dem Lager-Brand obdachlos sind. Eine Rednerin sagte, man wolle Druck auf die Politik in Europa ausüben. Ziel sei nicht, dass alle Geflüchteten nach Deutschland kommen. Man verlange Lösungen, die perspektivisch sinnvoller seien als das, was gerade passiere. Deutschland hatte sich zuletzt bereit erklärt, mehr als 1.500 Flüchtlinge aus Moria aufzunehmen.

Stand: 07:00 Uhr


Tafeln in Sorge vor dem nahenden Winter

Die Tafeln in Sachsen-Anhalt haben Sorge vor dem Winter. Der Vorsitzende des Landesverbandes, Stepphuhn, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die kalte Jahreszeit werde eine Herausforderung, da die Ausgaben momentan Corona-bedingt zum Teil im Freien stattfänden. Das werde im Winter nicht mehr funktionieren. Stepphuhn forderte die Kommunen auf, den Tafeln übergangsweise größere Räume zur Verfügung zu stellen. Oftmals seien die Räumlichkeiten aus Kostengründen sehr klein. Nach der Corona-Zwangspause im Frühjahr haben mittlerweile alle Tafeln in Sachsen-Anhalt wieder ihre Arbeit aufgenommen.

Stand: 06:00 Uhr


Corona: Umsatz von Kinos halbiert

Die Corona-Beschränkungen haben die Kinos in Sachsen-Anhalt hart getroffen. Wie die Filmförderungsanstalt mitteilte, hat sich der Umsatz der Kinos in den ersten Monaten dieses Jahres halbiert. Demnach sanken die Umsätze auf 4,6 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es 9,4 Millionen Euro gewesen. Im Frühjahr hatten die Lichtspielhäuser wegen der Corona-Pandemie schließen müssen. Im Mai durften sie wieder öffnen, allerdings mit weniger Sitzplätzen. Branchenvertreter kritisieren, dass dadurch viele Kinobetreiber um ihre Existenz kämpfen.

Stand: 06:00 Uhr


Weitere Meldungen aus den Regionalstudios

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