Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 12.01.2020

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Haseloff: Erst Arbeitsplätze, dann Kohleausstieg

Ministerpräsident Haseloff hat gefordert, dass zunächst Arbeitsplätze geschaffen werden und dann der Kohleausstieg folgt. Es müsse genug Zeit für den Strukturwandel in den Abbaugebieten bleiben. Haseloff betonte, West vor Ost oder Steinkohle vor Braunkohle – das gehe nicht. Am Abend beraten Haseloff, sein sächsischer Amtskollege Kretschmer und Kanzleramtsminister Braun über den Kohleausstieg. Am Mittwoch ist ein Spitzentreffen zur Abschaltung von Kohlekraftwerken mit Kanzlerin Merkel geplant.

Stand: 16:00 Uhr


Landrat enttäuscht vom Rückzug der Uniklinik Halle

Der Landrat des Burgenlandkreises, Ulrich, hat sich enttäuscht vom Rückzug der Uniklinik Halle aus dem Rettungsversuch für das Burgenland-Klinikum gezeigt. Ulrich sagte, die kurzfristige Mitteilung sei ein Paukenschlag gewesen. Damit habe sich das wichtigste kommunalpolitische Vorhaben in Luft aufgelöst. Das Burgenland-Klinikum mit Standorten in Naumburg und Zeitz hatte im September Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Im Gespräch als Partner zur Weiterführung des Klinikums war die Uniklinik Halle, die sich nun jedoch aus finanziellen Gründen zurückgezogen hat.

Stand: 16:00 Uhr


Hund löst in Köthen Feuerwehr-Einsatz aus

In Köthen hat ein Hund einen Feuerwehr-Einsatz ausgelöst. Wie ein Polizeisprecher sagte, war das Tier vermutlich auf den Herd gesprungen. Mit den Pfoten oder dem Körper habe der Hund das Gerät angeschaltet. Ein Topf mit Essen wurde heiß, qualmte und löste den Rauchmelder aus. Anwohner alarmierten die Köthener Feuerwehr. Sie öffnete die Tür und schaltete den Herd aus. Wenig später sei die Besitzerin des Hundes nach Hause gekommen.

Stand: 16:00 Uhr


Unbekannter überfällt Tankstelle

Ein mit einer Sturmhaube maskierter Unbekannter hat am Sonnabendabend eine Tankstelle in der Hermann-Hesse-Straße überfallen. Er bedrohte laut Polizei die beiden Angestellten mit einem "pistolenähnlichen Gegenstand" und griff in die Kassen. Wieviel Bargeld er in seiner Umhängetasche mitgehen ließ, ist noch nicht bekannt. Er flüchtete zu Fuß in unbekannte Richtung. Die Fahndung der Polizei und auch der Einsatz eines Fährtensuchhundes blieben erfolglos. Der Täter soll 1,65 bis 1,75 Meter lang gewesen sein und einen oliv-grünen Kapuzenpullover und eine blaue Latzhose getragen haben. Zeugen melden sich bitte bei der Polizei in Magdeburg.

Stand: 14:00 Uhr


Automat gesprengt, nichts gestohlen

Ein Zigarettenautomat in Kropstädt ist – offenbar durch eine Sprengung – zerstört worden. Die Polizei stellte den Schaden am Sonnabendabend mit Hilfe eines Zeugen fest. Die unbekannten Täter hatten war den Automaten demoliert, aber keine Zigaretten mitgenommen.

Stand: 14:00 Uhr


Verletzte bei Verkehrsunfall im Salzlandkreis

Bei einem schweren Verkehrsunfall sind im Salzlandkreis vier Menschen verletzt worden, darunter ein zwei Jahre altes Mädchen. Wie die Polizei mitteilte, war ein 32-Jähriger in Aschersleben mit seinem Wagen in einer Kurve ins Schleudern geraten. Das Auto stieß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen. Der Mann wurde schwer verletzt. Die Insassen des anderen Fahrzeugs erlitten leichte Verletzungen.

Stand: 13:00 Uhr


Verfolgungsjagd im Elb-Havel-Winkel

Ein 33-jähriger ist am Sonnabendabend in Hohengöhren mit seinem Pkw vor der Polizei geflüchtet. Er raste durch mehrere Ortschaften, bis er in Wust gegen den Anbau eines Hauses und gegen eine Straßenlaterne krachte. Der Mann setzte daraufhin seine Flucht zu Fuß fort. Weit kam er allerdings nicht. Die Polizei schnappte ihn noch in Wust. Der Mann hatte keinen Führerschein, dafür aber Alkohol getrunken und Betäubungsmittel zu sich genommen. Jetzt ist sein Auto Schrott, und er muss sich einem Strafverfahren stellen. Nach seiner Flucht wurde der 33-Jährige ins Krankenhaus gebracht, weil er sich leicht verletzt hatte.

Stand: 13:00 Uhr


Haseloff spricht sich für Erhalt des Burgenlandklinikums aus

Sachsen-Anhalt Ministerpräsident Haseloff hat sich für den Erhalt des Burgenland-Klinikums ausgesprochen. Auf dem Neujahrsempfang des Kreises sagte Hasleoff am Abend, es müsse alles getan werden, um eine akzeptable Lösung für Patienten und Mitarbeiter zu finden. Das Burgenland-Klinikum mit Standorten in Naumburg und Zeitz hatte im September Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Der Landkreis will das Klinikum in kommunaler Verantwortung halten und sucht dafür einen Partner. Die Uniklinik Halle hatte sich aus finanziellen Gründen als möglicher Mitbieter zurückgezogen.

Stand: 11:00 Uhr


Baustart für Ortsumfahrung Bad Kösen

Nach jahrelangen Planungen und Verzögerungen soll in diesem Jahr der Bau der Ortsumfahrung Bad Kösen im Burgenlandkreis beginnen. Das Verkehrsministerium teilte mit, der Start der Bauarbeiten sei für Ende 2020 geplant. Seit dem vorigen Jahr liefen bereits die Vorbereitungen. Der Baustart hatte sich unter anderem wegen mehrerer Klagen immer wieder verzögert. Zuletzt hatte Sachsen-Anhalt die Ortsumfahrung von Bad Kösen als Sofortprojekt beim Bund angemeldet, um den Strukturwandel nach dem Kohleausstieg zu unterstützen. Für den Bau sind knapp 117 Millionen Euro geplant.

Stand: 09:00 Uhr


Kohleausstieg: EU-Finanzhilfen für betroffene Regionen

Die Europäische Union richtet einen Fonds für die vom Kohle-Ausstieg betroffenen Regionen ein. Das geht aus einem EU-Entwurf hervor. Für den Fonds werden 7,5 Milliarden Euro bereitgestellt. Weiteres Geld soll aus anderen Töpfen umgeschichtet werden. Für die Auszahlung sollen strikte Voraussetzungen gelten. Dazu sollen die Regionen Entwicklungspläne bis 2030 erarbeiten. Europaweit könnten 108 Regionen davon profitieren. In Sachsen-Anhalt ist vor allem der Landessüden vom Kohle-Ausstieg betroffen. Der Fonds ist die erste Maßnahme der neuen EU-Kommission zu einer klimaneutralen Wirtschaft bis 2050.

Stand: 06:00 Uhr


Klinik Havelberg: Linke fordert mehr Verantwortung vom Land

Nach der angekündigten Schließung der Klinik in Havelberg hat die Partei Die Linke mehr Verantwortung vom Land gefordert. Wie der Kreisverband Stendal mitteilte müsse das Havelberger Krankenhaus unter allen Umständen erhalten bleiben. Ein Umsatz orientiertes Gesundheitswesen funktioniere nicht, vielmehr gehöre es in die öffentliche Hand, so Die Linke. Der Betreiber KMG hat unterdessen angekündigt, das Krankenhaus in ein Seniorenheim umwandeln zu wollen. Grund für die Schließung der Klinik sei die stetig sinkende Patientenzahl und die abnehmende Schwere der Fälle. Für weitere medizinische Angebote in Havelberg sei das Unternehmen mit dem Land im Gespräch.

Stand: 06:00 Uhr


Krankenkassen warnen vor Beitragssteigerungen ab 2021

Auf Kassenpatienten könnten im nächsten Jahr höhere Beiträge zukommen. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes, Kiefer, sagte der "Welt am Sonntag", die Kassen rechneten in diesem Jahr mit fünf Milliarden Euro Mehrausgaben. Grund seien das Termin-Servicegesetz und das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz. Wenn die Rücklagen erst mal aufgebraucht seien, führe kein Weg an höheren Beiträgen vorbei. so Kiefer. Die gesetzlichen Krankenkassen hatten 2019 erstmals seit Jahren wieder Verluste gemacht – trotz Rekordeinnahmen.

Stand: 09:00 Uhr


Weitere Meldungen aus den Regionalstudios

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Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2020, 16:06 Uhr

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