Ein Mann mit Brille und Anzug strahlt in die Kamera.
Grund zur Freude: Martin Reichardt wurde zum neuen Landesschef gewählt. Bildrechte: MDR/Falko Wittig

Parteitag in Magdeburg Reichardt ist neuer AfD-Landeschef

Die AfD in Sachsen-Anhalt hat einen neuen Landesvorsitzenden. Auf dem Parteitag in Magdeburg wurde Martin Reichardt mit deutlicher Mehrheit gewählt. Er war als einziger Kandidat angetreten. Eine hitzige Debatte gab es derweil über die Parteifinanzierung.

Ein Mann mit Brille und Anzug strahlt in die Kamera.
Grund zur Freude: Martin Reichardt wurde zum neuen Landesschef gewählt. Bildrechte: MDR/Falko Wittig

Der neue Landesvorsitzende der AfD in Sachsen-Anhalt heißt Martin Reichardt. Er wurde auf dem Parteitag am Samstag in Magdeburg mit deutlicher Mehrheit gewählt. 254 Mitglieder stimmten mit "Ja", 43 dagegen und 13 enthielten sich. Reichardt war als einziger Kandidat für den Posten angetreten. Bereits im Vorfeld hieß es aus der Partei, dass Reichhardt eine breite Zustimmung hat.

In einer Halle sitzen viele Menschen an Tischen.
Parteitag in Magdeburg Bildrechte: MDR/Falko Wittig

In seiner Bewerbungsrede sagte Reichhardt, dass die AfD so bleiben solle, wie sie ist. Er nannte sie "sozial, mutig und deutsch". Die schwarz-rot-grüne Landesregierung sei eine "unheilige Allianz". Der 48-Jährige gehört dem Landesvorstand bislang als Beisitzer an und hat sich im Bundestag mit den Themen Soziales und Familien profiliert. Politisch gehört Reichardt wie sein Vorgänger André Poggenburg zum rechtsnationalen Flügel seiner Partei.

Neuer Generalsekretär gewählt

Seit dem Rücktritt Poggenburgs vom Amt des Landeschefs Ende März führte Vizechef Ronny Kumpf die AfD kommissarisch. Ex-Landeschef Poggenburg war auf dem Parteitag am Samstag ebenfalls als Kandidat vorgeschlagen worden. Er trat die Wahl aber wie angekündigt nicht an.

Ebenfalls haben sich die AfD-Mitglieder dafür entschieden, den Posten eines Generalsekretärs zu schaffen. Besetzen wird ihn der Kreischef im Jerichower Land, Gordon Köhler. Bei der Wahl erhielt er mehr als die Hälfte der Stimmen. Er gilt als Wunschkandidat von Landeschef Reichhardt.

Kritik an Schatzmeister Pasemann

Während sich die 300 AfD-Mitglieder bei der Wahl des neuen Landeschefs recht geschlossen zeigten, sorgte eine Person für Zündstoff beim Parteitag: Schatzmeister Frank Pasemann. Die Kritik der Kassenprüfer: Belege für Ausgaben würden fehlen, die Buchhaltung sei mangelhaft. Der Vorstand wurde deshalb am Sonnabend nicht entlastet. Und Pasemann fiel bei seiner erneuten Kandidatur als Schatzmeister durch. Die Mitglieder ersetzen ihn ausgerechnet durch die Rechungsprüferin.

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Quelle: MDR,dpa/sp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 09. Juni 2018 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Juni 2018, 19:23 Uhr

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40 Kommentare

11.06.2018 17:46 Ekkehard Kohfeld { grüner Ziegelstein,MDR Donald [ (X) Notorischer Lügner ] } 40

@ Wolpertinger 39 Aber die Etablierten haben zusammen eine große Mehrheit. Wie kommen Sie auf zusammengelogen ? Kann man recht einfach durch Addition ermitteln.##Das ist keine gewählte Mehrheit sondern eine GroKo nur mal zum Verständnis,das hat der Wähler nicht gewählt sondern die Verlierer Parteien haben sich zusammengerottet,das hat nicht mit Wählerwillen zu tun."Klare Mehrheit der Bundesbürger mit GroKo unzufrieden"Bildung: Koalitionsvertrag der GroKo ist ein ungedeckter Scheck | FDPBerlin: Der Frust über die "GroKo" wird in der SPD immer größer ...##Noch Fragen?

11.06.2018 16:20 Wolpertinger 39

@09.06.2018 21:16 Ekkehard Kohfeld
"Welch Mehrheit meinen sie,die zusammen gelogene,nicht eine der sogenannten Etablierten hat alleine irgend eine Mehrheit,träumen sie weiter. "
ALleine nicht, Herr Kohfeld. Aber die Etablierten haben zusammen eine große Mehrheit. Wie kommen Sie auf zusammengelogen ? Kann man recht einfach durch Addition ermitteln.

11.06.2018 15:02 Martin Vomberg 38

@ ralf maier

"Das haben Frau Merkel und ihre rotgrünen Claquere bereits erfolgreich gemacht. "

Wieso? Nur, weil sie beispielsweise in der Flüchtlingspolitik eine Selbstverständlichkeit eingefordert hat: nämlich Solidarität unter den EU-Mitgliedstaaten, unter denen die Lasten, entsprechend ihrer jeweiligen Möglichkeiten, möglichst gerecht und anteilig verteilt werden sollten. Wenn dabei angeblich achso christliche und gut katholische Länder wie Polen, Ungarn, Tschechien etc. nicht mitziehen wollen, dann ist das wohl kaum Frau Merkel anzulasten, sondern wirft wohl eher ein bezeichnendes Licht auf das Europa(un)verständnis dieser Länder, die sich aus dem EU-Kuchen nur die Rosinen rauspicken wollen, aber sich einen schlanken Fuß machen, sobald umgekehrt sie mal in der solidarischen Bringschuld sind! Nein, die wahren Spalter suchen sie auf der falschen Seite!