Digitalisierung von Schulen Note Eins für Grundschule in Möckern

Der Bund will fünf Milliarden Euro in die Digitalisierung von Schulen investieren. Bundesbildungsministerin Karliczek war am Montag an einer Grundschule im Jerichower Land zu Gast, die sie als Leuchtturm-Projekt der Digitalisierung bezeichnete. Mit Blick auf die Debatte um den Digitalpakt trat die CDU-Politikerin den Befürchtungen mancher Länder entgegen.

Anja Karliczek (l, CDU) Bundesministerin für Bildung und Forschung steht in der Grundschule am Schloss vor einer digitalen Schultafel und spricht mit einem Schüler.
Kreide auf Tafel ist out. In Möckern schreiben die Schüler mit Smartstiften auf digitale Tafeln. Bildungsministerin Karliczek war am Montag in der digitalten Gundschule zu Gast. Bildrechte: dpa

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die Grundschule in Möckern im Jerichower Land als ein Leuchtturm-Projekt der Digitalisierung gelobt. Karliczek sagte MDR SACHSEN-ANHALT bei einem Vor-Ort-Termin am Montag, sie schaue sich genau an, wo die Digitalisierung gut klappe. Möckern sei auf einem guten Weg. Hier werde innovativ an Konzepten gearbeitet.

An der Grundschule hat sich im vergangenen halben Jahr einiges in Sachen Digitalisierung getan. In sechs von acht Klassenräumen wurden digitale Tafeln installiert. Auch Tablets gibt es mittlerweile an einigen Plätzen.

Einheitliche Technik wichtig

Die Schüler sind von der neuen Technik begeistert. Auch Schulleiter Ralf Laaß freut sich über die Entwicklung seiner Schule. Er sagte MDR SACHSEN-ANHALT, er wünsche sich, dass der digitale Fortschritt in Zukunft weitergehe. Gut fände er es, wenn alle Grundschulen – aber auch weiterführende Schulen – diese Technik hätten, so dass Kinder keinen Bruch erhalten und damit weiter arbeiten könnten. Wichtig sei dabei, dass die Technik vor allem einheitlich sei und man sich nicht umstellen müsse.

Anja Karliczek (CDU), Münsterländer Abgeordnete, aufgenommen beim 30. Parteitag der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU).
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) Bildrechte: dpa

Bildungsministerin Karliczek sieht im Zuge der Digitalisierung aber noch mehr Veränderung bei den Lehrmitteln. So geht sie davon aus, dass sich die Schulbücher mit fortschreitender Digitalisierung verändern werden. Die Bücher würden nicht aussterben, erklärte Karliczek, sie würden sich jedoch anders gestalten. Das Ganze sei aber ein wachsender Prozess: "Das muss sich entwickeln." Es komme auf den pädagogischen Mehrwert an.

Fünf Milliarden Euro für Digitalisierung der Schulen

Der Bund will mit dem sogenannten Digitalpakt die Schulen mit fünf Milliarden Euro unterstützen. Die Länder befürchten einen Eingriff in ihre Bildungspolitik. Mit Blick auf diese Debatte trat die CDU-Politikerin den Befürchtungen der Länder entgegen. Der Bund liefere die Infrastruktur, für den Inhalt seien weiter die Länder verantwortlich.

Auch Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU) warb am Montag erneut für den Digitalpakt. Man müsse den Schulen bei der Umsetzung digitaler Projekte aber viel Freiraum lassen, sagte Tullner. Bund und Länder müssten die Entwicklung begleiten und von unten wachsen lassen.

Ende Januar wird das Vorhaben im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat besprochen. Die Länder hatten Ende 2018 eine Grundgesetzänderung abgelehnt. Karliczek sagte am Montag, dass sie optimistisch sei, dass das Geld für die Umsetzung des Digitalpaktes im Sommer dieses Jahres zur Verfügung gestellt werden könnte.

Quelle: MDR,dpa/cw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 21. Januar 2019 | 19:00 Uhr

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4 Kommentare

22.01.2019 11:16 Franzi 4

es wurde im Netz hier schon einmal kritik gegen der ausgeübt, das sie keinerleie Ahnung hat von ihrem Ministerposten ? sogar von ihren eigenen Parteigenossen, und nun wieder so eine Meldung , sehr eigenartig, diese verarscherei.

22.01.2019 10:59 Bernd L. 3

Ob man mit Kreide an eine normale Tafel oder mit Smartstift an eine digitale Tafel schreibt, ändert absolut nichts am Verständnis . Aber was will man erwarten, wenn man eine Hotelfachfrau zum Bildungsminister macht.
Klara Morgenrot:
Nein, mit Fortschritt in der Schule hat das nichts zu tun. Wir brauchen kreative kluge Köpfe- das ist die Crux! Smartphone können sogar Idioten.

22.01.2019 09:09 Dieter 2

Der Artikel geht von dem fundamentalen Irrtum aus, dass die Digitalisierung entscheidend für Verbesserungen in unserem Schulsystem ist- das ist sie nicht, die Qualität und das Engagement der Lehrer sind es! Nichts anderes.