Nach Wendt-Rückzug Stahlknecht präsentiert neue Innenstaatssekretärin

Die Causa Rainer Wendt hatte zum Jahresende für Streit in Sachsen-Anhalts Regierungskoalition gesorgt. Der Polizeigewerkschafter sollte neuer Staatssekretär im Innenministerium werden, bekam den Posten am Ende aber doch nicht. Nach wochenlanger Suche schlägt Innenminister Holger Stahlknecht eine neue Kandidatin vor: seine Büroleiterin Anne Poggemann.

Parteichef und Innenminister Holger Stahlknecht gestikuliert vor einer Sondersitzung der CDU-Landtagsfraktion im Landtag in Magdeburg.
Die Personalie Wendt war für Stahlknecht zum Debakel worden (Archivbild). Bildrechte: dpa

Gut sechs Wochen nach der gescheiterten Ernennung des Polizeigewerkschafters Rainer Wendt zum Innen-Staatssekretär gibt es eine neue Kandidatin. Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) sieht für den Posten seine Büroleiterin Anne Poggemann (CDU) vor. Stahlknecht sagte, er habe Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) gebeten, die 44-Jährige zeitnah zu ernennen.

Die neue Innenstaatssekretärin Anne Poggemann posiert in der Staatskanzlei in Magdeburg.
Anne Poggemann wird neue Innenstaatssekretärin. Bildrechte: dpa

Stahlknecht hatte die Personalie am Montag bei einer Winterklausur der CDU-Fraktion präsentiert. Darüber hatte zunächst die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet.

Poggemann soll somit auf Tamara Zieschang (CDU) folgen, die vergangenes Jahr als Staatssekretärin ins Bundesverkehrsministerium gewechselt ist. Ursprünglich hatte Stahlknecht als Nachfolger den umstrittenen Polizeigewerkschafter Rainer Wendt vorgeschlagen. Der Plan sorgte allerdings für heftigen Streit in der schwarz-rot-grünen Koalition, Stahlknecht musste sich sogar der Vertrauensfrage stellen. Die Ernennung Wendts scheiterte am Ende auch an rechtlichen Hürden.

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Quelle: dpa, MDR/kb

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 13. Januar 2020 | 19:00 Uhr

18 Kommentare

MDR-Team vor 29 Wochen

Ihre Definition ist korrekt. Der erste Absatz unserer Antwort bezog sich auf den Artikel, unter den Sie kommentiert haben (Stahlknecht präsentiert neue Innenstaatssekretärin) - hierbei handelt es sich um einen nachrichtlichen Artikel ohne persönliche Wertung.

Der zweite Absatz bezog sich nun auf den Kommentar, also die Einschätzung unseres Autors, auf die Sie vermutlich angespielt haben. Diese ist auch eindeutig als "Einschätzung" gekennzeichnet. In diesem Artikel nennt unser Autor die Gründe für sein Fazit ausführlich.

Sachsen-Anhaltinerin vor 29 Wochen

Sehr geehrtes MDR-Team, ein Kommentar / eine Einschätzung gibt im journalistischen Sinne die Meinung des Verfassers zu einem bestimmten Thema wieder; ein Bericht / eine Nachricht hingegen informiert über einen Sachverhalt ohne eine persönliche Wertung zu hinterlassen. Was wurde denn Ihrer Meinung nach nun verfasst? Es wäre für den Leser interessant zu wissen, warum Sie sich dazu positionieren, dass die Personalie Frau Poggemann für Herrn Stahlknecht eine "SINNVOLLE LÖSUNG" ist. Ein Verweis auf die in diesem Zusammenhang längst "vergangene Personalie Rainer Wendt" ist hier nicht hilfreich.

MDR-Team vor 29 Wochen

Die Herkunft des Autors spielt bei diesem nachrichtlichen Artikel überhaupt keine Rolle und fließt in der objektiven Faktenwiedergabe ( - eine neue Staatssekräterin wird vorgestellt -) gar nicht herein.
Der Kommentar beschäftigt sich dahingehend auch nicht mit der Frage, ob der Autor die Person Poggemann gut findet. Der Kommentar beschäftigt sich damit, dass es für Herrn Stahlknecht eine sinnvolle Lösung gewesen ist – speziell im Hinblick auf die Begebenheiten rund um die Person Rainer Wendt.

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