Wunschkandidat für Vorsitz CDU Sachsen-Anhalt will Merz als neuen Bundeschef

Die CDU-Mitglieder in Sachsen-Anhalt haben sich mehrheitlich für Friedrich Merz als ihren Wunschkandidaten für den Parteivorsitz ausgesprochen. Das ist das Ergebnis einer Abstimmung des Landesverbandes. Merz erhielt dabei mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen. Aber: Das Ergebnis ist nicht bindend. Über die Nachfolge von Angela Merkel an der Spitze der Bundespartei entscheidet am Freitag und Samstag nämlich ein Parteitag in Hamburg.

Die CDU in Sachsen-Anhalt stimmt per Briefwahl über ihren Wunschkandidaten für den Parteivorsitz ab
2.448 von insgesamt 6.476 Mitgliedern des CDU-Landesverbandes haben an der Abstimmung teilgenommen. Am Mittwoch wurden die Stimmen ausgezählt. Bildrechte: MDR/Falko Wittig

Mitglieder des CDU-Landesverbandes in Sachsen-Anhalt haben sich mehrheitlich für Friedrich Merz als ihren Wunschkandidaten für den Vorsitz der Bundespartei ausgesprochen. Der Landesverband der CDU hatte seine Mitglieder darüber per Briefwahl abstimmen lassen.

Wahlbeteiligung bei 37,8 Prozent

Merz erhielt mit 1.366 Stimmen mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen. Annegret Kramp-Karrenbauer landete mit 968 Stimmen auf dem zweiten Platz. Für Jens Spahn stimmten lediglich 114 der an der Abstimmung teilnehmenden Mitglieder.

Die Wahlbeteiligung lag bei 37,8 Prozent. Das heißt: 2.448 von insgesamt 6.476 Mitgliedern des Landesverbandes haben an der Abstimmung teilgenommen. Das teilte der CDU-Landesverband Sachsen-Anhalt mit.

Die Wahl über die Nachfolge auf dem Bundesvorsitz sei bundesweit unter den Landesverbänden einzigartig, hieß es weiter. Das Ergebnis sei aber nicht bindend. Der Landesvorsitzende der CDU, Holger Stahlknecht, nannte die CDU trotzdem eine "dynamische Mitmachpartei".

Bereits Anfang November für Merz ausgesprochen

Dass die CDU in Sachsen-Anhalt viel von Friedrich Merz hält, war bereits seit einigen Wochen bekannt. Bereits Anfang November hatte sich der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Landtag, Siegfried Borgwardt, für Merz als neuen Bundesvorsitzenden ausgesprochen. Im MDR SACHSEN-ANHALT-Format #keineausreden sagte Borgwardt damals, ein großer Teil seiner Fraktion sei für Merz als neuen Bundeschef. Gut ist nach Einschätzung der CDU-Fraktion im Landtag so oder so, dass die Delegierten beim Bundesparteitag eine Wahl zwischen mehreren Kandidaten haben.  

Bei dem Bundesparteitag in Hamburg kommenden Freitag und Sonnabend wählen die CDU-Delegierten einen neuen Bundesvorsitzenden. Sachsen-Anhalt stellt dabei 18 von 1.001 Delegierten.

Neben Friedrich Merz gelten Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn als aussichtsreichste Kandidaten für das Amt des Bundesvorsitzenden. Kanzlerin Angela Merkel hatte vor rund einem Monat angekündigt, nicht mehr für dieses Amt kandidieren zu wollen. Diese Entscheidung kam für viele überraschend.

Merkel hatte in den vergangenen Jahren stets betont, dass der Bundesvorsitz und die Kanzlerschaft ihrer Meinung nach von einer Person besetzt werden müssen. Die Regierungschefin hatte angekündigt, dennoch bis 2021 für das Kanzleramt bereitzustehen – ohne den CDU-Vorsitz innezuhaben.

Quelle: MDR/mp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 05. Dezember 2018 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Dezember 2018, 16:00 Uhr

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22 Kommentare

07.12.2018 11:21 Max W. - Wahr ist, was der Fall ist. 22

@06.12.2018 20:03 CDU Wählerin (Warum wird der Tod tabuisiert?)

Wunderbar, einfach wunderbar - das ist so wunderbar allgemeinmelancholisch. Wie die Lindenstrasse... Nun gut, zur Sache: Warum der "Tod tabuisiert wird", vor allem natürlich gewisse zeitgenössische Todesursachen? Na, da fragen sie mal die öffentlichrechtlichen Medien und die Lobbyisten in (nicht nur) ihrer Partei - also etwa den Parteifreund Friedrich "Blackrock" Merz . Sie können dazu gleich einen aktuellen Fall aus dem Raum Köln heranziehen, genauer: St. Augustin. Davon haben sie noch garnichts gehört? Na, eben.

07.12.2018 11:14 Wo ist das Lobbyregister? 21

(Die Wahlbeteiligung lag bei 37,8 Prozent. Das heißt: 2.448 von insgesamt 6.476 Mitgliedern des Landesverbandes haben an der Abstimmung teilgenommen. Das teilte der CDU-Landesverband Sachsen-Anhalt mit.)

Was für ein wundervolles und machtvolles Bekenntnis der, äh, Werktätigen zur Wichtigkeit der K-Frage! Volle Siebenunddreissigkommaacht Prozent! Dem "Rest" war's egal - hauptsache Arbeit, Braunkohle und regelmässig Kaffe und Kuchen! Oderso! Weiter so in der Erfüllung der Hauptaufgabe! Plaste und Elaste aus Schkopau für die CDU! Es lebe der Dings, der, na, ah ja, Ministerpräsident! Es lebe der Rückwärtsgang!
Waskommtdennheutimfernsehen...

07.12.2018 10:51 Wolpertinger 20

@06.12.2018 16:30 Bernd L.
Dass Sie diese populistische Aussage als "Argument" bringen, ist ein Armutszeugnis Ihrer Persönlichkeit.