Nach Absprache mit der Bundesregierung Diskos in Sachsen-Anhalt öffnen doch nicht

Clubs und Diskotheken in Sachsen-Anhalt werden doch nicht ab November öffnen. Das hat die Landesregierung am Mittwoch gemeinsam mit der Bundesregierung entschieden. Unklar ist noch, inwieweit Betreiber entschädigt werden.

Menschen feiern in der Disko Schorre in Halle
Partys im Club wird es auch in Sachsen-Anhalt so bald nicht geben. Bildrechte: Schorre Halle

Diskotheken und Clubs in Sachsen-Anhalt dürfen doch nicht wie geplant am 1. November öffnen. Das berichtet eine MDR SACHSEN-ANHALT-Reporterin aus dem Landtag. Laut Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) ist die Entscheidung auch ein Ergebnis des Gesprächs am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Merkel.

Das Risiko: "Disko-Tourismus"

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) hatte am Dienstag erklärt, dass Sachsen-Anhalt, hätten die Clubs öffnen dürfen, das einzige Bundesland mit offenen Diskotheken gewesen wäre. Die Gefahr dabei sei eine Art "Disko-Tourismus" aus anderen Bundesländern. Gleichzeitig hatte Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) am Dienstag Unterstützung für die Betroffenen angekündigt.

Armin Willingmann
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wir lassen die Unternehmen nicht allein.

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat den Betreibern von Bars und Diskotheken Hilfe in Aussicht gestellt. Haseloff sagte MDR SACHSEN-ANHALT am Donnerstag, wo Opfer gebracht würden, damit sich das Coronavirus nicht weiter ausbreite, bedürfe es einer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung.

Hilfen abhängig von Bundes-Entscheidungen

Der Bundeswirtschaftsminister habe beim Corona-Gipfel gestern in Berlin klare Vorstellungen geäußert, wie der Branche geholfen werden könne. Man werde das in Sachsen-Anhalt verfolgen und zu Entscheidungen bringen.

Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, spricht im Plenarsaal des Landtages zu den Abgeordneten.
Bildrechte: dpa

Wir wissen, dass Hilfe notwendig ist. Nur so findet man auch die nötige Akzeptanz, um diese Durststrecke weiter zu durchschreiten.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff

Das Bundeskabinett wolle nächste Woche Entscheidungen treffen. Davon hänge ab, was man als Land machen werde. Der Nachtragshaushalt erlaube Hilfen. Es dürfe aber keine Doppelungen geben.

Quelle: MDR/aso

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 15. Oktober 2020 | 13:00 Uhr

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