Schutz von Nutztieren Schnellere Schadenszahlung bei Wolfsriss

Umweltministerin Claudia Dalbert will den Schaden bei gerissenen Nutztieren zukünftig schneller ausgleichen. Die Grünen-Politikerin nannte am Dienstag eine Frist von vier Wochen. Auch Rinder und Pferde sollen besseren Schutz bekommen.

Wölfe
Die Angriffe von Wölfen auf Nutztiere ist 2017 angestiegen. Bildrechte: IMAGO

Umweltministerin Claudia Dalbert (Die Grünen) kündigte am Dienstag im Landtag an, Schäden im Falle getöteter Nutztiere schneller auszugleichen. So sollen Anträge zukünftig innerhalb von vier Wochen bearbeitet werden, wenn es trotz Schutzmaßnamen zu Übergriffen kommt. Außerdem will sie den Schutz vor Wölfen verbessern: So müssten auch Rinder und Pferde auf Weiden besser geschützt werden. Die Grünen-Politikerin betonte, dass es bisher zu keiner gefährlichen Situation für den Menschen gekommen sei. Trotzdem sei die Bevölkerung verunsichert.

Mehr Angriffe auf Kälber

In diesem Jahr ist die Zahl der Angriffe auf Nutztiere durch Wölfe angestiegen. Das geht aus einem Bericht hervor, den das Umweltministerium Anfang Dezember vorstellte. So seien Vorfälle mit Wölfen von 44 im Vorjahr auf nun 70 angewachsen. Dabei fiel auf, dass immer mehr Kälber gerissen werden.

In Sachsen-Anhalt leben 11 Rudel mit insgesamt 80 Tieren. Zwei weitere Rudel an den Grenzen zu Brandenburg und Niedersachsen werden laut Ministerium nicht Sachsen-Anhalt zugerechnet. Bundesweit gehen die Experten von 60 nachgewiesenen Rudeln mit 150 bis 160 Tieren aus, das sind 13 Rudel mehr als ein Jahr zuvor.

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Quelle: MDR,epd/sp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 19. Dezember 2017 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. August 2019, 11:36 Uhr

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