Neue Corona-Verordnung Private Feiern in Sachsen-Anhalt wieder erlaubt

In Sachsen-Anhalt werden die Corona-Regeln weiter gelockert. Die Landesregierung stellte am Dienstag die neue Verordnung vor. So sind private Feiern aus besonderem Anlass wie Hochzeit oder Jugendweihe wieder erlaubt. Dagegen bleiben Diskos weiter geschlossen.

Ein Mädchen hängt bei einer Geburtstagsfeier eine Gierlande auf
Private Feiern sind ab Donnerstag wieder erlaubt. Bildrechte: imago images/Westend61

Die Regierung Sachsen-Anhalts lockert weiter die Corona-Maßnahmen. Am Donnerstag tritt die sechste Corona-Verordnung in Kraft. Ab dann dürfen sich bis zu zehn Personen im Privaten Kreis treffen. Die Landesregierung stellte die neuen Maßnahmen am Dienstag auf einer Pressekonferenz vor.

Schwimmbäder und Kinos öffnen

Auch private Feiern sind wieder mit bis zu 20 Personen erlaubt, wenn es sich um einen besonderen Anlass wie zum Beispiel eine Hochzeit, einen Trauerfall oder einen Geburtstag handelt. Bei fachkundig organisierten Feiern sind sogar 100 Teilnehmer möglich.

So sei es dem Gesundheitsamt noch möglich, etwaige Infektionsketten nachzuverfolgen, sagt Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) in Magdeburg.

Auch Schwimmbäder, Sportstudios und Kinos dürfen ab Donnerstag wieder öffnen. Ab dem 2. Juni werden Kindertageseinrichtungen und Horte einen eingeschränkten Regelbetrieb anbieten.

Zwar öffnen viele Einrichtungen wieder, einiges bleibt auch weiter geschlossen. Darunter fallen Clubs und Diskotheken. Auch Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen bleiben bis Ende August untersagt.

Ampelsystem zur Überwachung

Sachsen-Anhalt will künftig mit einem Ampelsystem und strategischen Tests das Corona-Infektionsgeschehen überwachen. So sollen die Lockerungen aber auch wieder zurückgefahren werden, wenn es nötig wird. Gesundheitsministerin Grimm-Benne kündigte an, bei mehr als 10 Fällen pro 100.000 Einwohnern wieder strengere Maßnahmen einführen zu wollen.

Je nachdem, ob es sich um einen lokalen Ausbruch handele oder lauter einzelne Menschen betroffen seien, kämen sowohl Schließungen von Betrieben und Einrichtungen als auch großräumige Einschränkungen in Betracht. Dabei solle, abgestimmt mit der betroffenen Kommune, möglichst regional reagiert werden.

265 Millionen Euro Soforthilfe

Das Soforthilfeprogramm für Unternehmen läuft nur noch eine Woche. Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) sprach von einer "Herkules-Aufgabe", da 46.000 Unternehmen bisher Anträge gestellt haben, über 6.000 davon doppelt.

Das meiste Geld (176 Millionen Euro) sei dabei an kleine Unternehmen mit bis zu sechs Mitarbeitern geflossen.

Prämie für Pflegerinnen

Altenpflegerinnen und Altenpfleger in Sachsen-Anhalt sollen in diesem Jahr eine Prämie von bis zu 1.500 Euro bekommen. Das Land werde den vom Bund geplanten Bonus aufstocken, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff auf der Pressekonferenz. Geplant sei, rund 17,5 Millionen Euro aus dem Corona-Nachtragshaushalt dafür zu verwenden.

Quelle: MDR/mx

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | MDR SACHSEN-ANHALT | 26. Mai 2020 | 15:00 Uhr

4 Kommentare

MDR-Team vor 6 Wochen

Da sieht es leider schlecht aus. Der Beschluss der Bundesregierung beschränkt sich auf die Altenpflege. Im Wortlaut:
"Alle Beschäftigten in der Altenpflege erhalten im Jahr 2020 einen gestaffelten Anspruch auf eine einmalige Sonderleistung (Corona-Prämie) in Höhe von bis zu 1.000 Euro. Die höchste Prämie erhalten Vollzeitbeschäftigte in der direkten Pflege und Betreuung. Auch Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Helfer im freiwilligen sozialen Jahr und Leiharbeiter sowie Mitarbeiter in Servicegesellschaften sollen eine Prämie erhalten." Sachsen-Anhalt will die Prämie – wie andere Bundesländer auch – um weitere 500 Euro aufstocken.

nie wieder cdu vor 6 Wochen

Das Land werde den vom Bund geplanten Bonus aufstocken, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff auf der Pressekonferenz.
Die Beste Entscheidung seid langem, sie kommt spät aber sie kommt.
Nur das zählt, der Betrag ist mehr als verdient und kann weiter aufgestockt werden. Die Belastung in den Gruppen kann man mit Geld allein nicht ausgleichen. Mein Vorschlag, auf ein Zeitkonto, 7 Tage bezahlt gut schreiben.

na99sowas vor 6 Wochen

Schön für die Altenpfleger,gönneich ihnen wirklich!
Trotzdem habe ich eine Frage gilt das auch für die Pflegehelfer und Pflegekräfte in Behinderteneinrichtungen usw.
Vielleicht kann ja der MDR helfen-Danke

Mehr aus Sachsen-Anhalt