Nach Bund-Länder-Absprache Haseloff stellt Corona-Lockerungen für die kommende Woche in Aussicht

Ende der Woche läuft die derzeitige Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus aus. Ab Montag soll es in Sachsen-Anhalt weitere Lockerungen der Regeln geben. Das hat Ministerpräsident Haseloff angekündigt.

MP Reiner Haseloff (CDU) kommt in den Plenarsaal des Landtages.
Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalt will bei den Lockerungen der Corona-Beschränkungen bundesweit vorangehen. "Wir bleiben bei unserem Plan und gehen unseren eigenen Sachsen-Anhalt-Weg", sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Donnerstag in Magdeburg nach einer Schalte mit seinen Länderkollegen und der Bundesregierung. Der werde sich nicht sehr vom Bundesweg unterscheiden, aber eher starten. Zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern habe man es geschafft, die Fallzahlen vergleichsweise gering zu halten. Das erlaube jetzt, voranzugehen und Lockerungen zu erproben. Andere Länder müssten hingegen daran arbeiten, ihre Infektionszahlen zu senken und könnten Lockerungen erst später vornehmen.

Kontaktbeschränkungen werden voraussichtlich gelockert

Haseloff kündigte unter anderem an, die seit sechs Wochen geltenden strengen Kontaktbeschränkungen zu lockern. Am Montag trete eine neue fünfte Verordnung in Kraft, erklärte der Ministerpräsident, sodass die vierte und bestehende nicht verlängert wird. Die Vorbereitungen für die fünfte Verordnung beinhalten laut Haseloff die Themenfelder Spielplätze, Schulen, Sport, Kultur und "Kontaktqualität." Damit meinte er die derzeit geltenden Beschränkungen über die Anzahl der Menschen, mit denen man Kontakt haben darf.

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Bisher dürfen die Sachsen-Anhalter nur mit höchstens einem Menschen unterwegs sein, der nicht mit ihnen unter einem Dach lebt. Zudem ist das Verlassen der Wohnung nur aus triftigen Gründen erlaubt. In dieses und die anderen Themen würde die Politk nun "Bewegung reinbringen", sagte Haseloff.

Konkrete Entscheidungen werden am Samstag getroffen

In welchem Umfang die Kontaktregeln genau gelockert werden, soll die schwarz-rot-grüne Landesregierung am Samstagvormittag entscheiden. Die bisherigen Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus laufen in der Nacht zu Montag aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte nach den Bund-Länder-Beratungen angekündigt, dass die strengen Kontaktbeschränkungen zunächst bestehen bleiben.

Zudem hält Sachsen-Anhalt laut Haseloff an seinem Plan fest, den Schulbetrieb hochzufahren und schon bis Mitte Mai alle Schülerinnen und Schüler für mindestens einen Tag in die Klassenzimmer zurückzuholen. Auch der Kreis der Familien, die Anspruch auf einen Kitaplatz haben, werde ausgeweitet. Beim Bund-Länder-Treffen hatten die Spitzenpolitiker ihre Abstimmung über Konzepte zur Öffnung von Schulen und Kitas auf nächste Woche Mittwoch vertagt.

Quelle: dpa, MDR/jh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 30. April 2020 | 18:00 Uhr

12 Kommentare

Gerd Mueller vor 19 Wochen

muss Rotti wiedersprechen - MP Haseloff mausert sich zum echten Landesvater der wohlüberlegt handelt - die Physiker schein das zu verbinden, schlimm denke ich wird es wenn stählener übernimmt da rechts geliebäugelt wird und aktuelle Koalition dann verspielt mit nationalistischen Gesellen unser aller Demokratie in Gefahr kommt.

knuti vor 19 Wochen

Ich möchte nur gerne mal wissen wie langen noch verzichten soll und seine lieben nicht sehen zu dürfen mann darf ni hat in die Pflegeheime ich würde gerne meine Nichte mit familiebesuchen aber leider darf das alles nicht sein ich hoffe das sich heute was ändert

ElBuffo vor 19 Wochen

Also da sehe ich nun wirklich kein Problem. Die letzten Wochen haben doch gezeigt, dass Papa Staat aber auch wirklich jeden Spielplatz durch irgendwelche Ordnungsdienste bestreifen lassen kann. Das geht sicher so weiter. Daneben wird man sich auch weiter auf die Blockwarte verlassen können, die sofort bei den Ordnungsbehörden anrufen, falls da auch nur der leiseste Verdacht besteht, dass da gegen die Bestimmungen verstoßen werden könnte. Soviel Tagesfreizeit hat die Risikogruppe schon noch und wird da ganz im eigenen Interessen Augen und Ohren offen halten.

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