Ein Landwirt steht auf einem vertrockneten Feld, auf dem nur wenige Maispflanzen wachsen
Der Weg für trockenheitsbedingte Ernteausfallhilfen ist frei. Bildrechte: dpa

Weg für Nothilfen frei Trockenheit zur Naturkatastrophe erklärt

Die Landesregierung erklärt die Trockenheit offiziell zur Naturkatastrophe. Damit ist der Weg für Nothilfen für betroffene Bauern frei. Wie das Prüfverfahren aussehen soll, ist jedoch noch nicht klar.

Ein Landwirt steht auf einem vertrockneten Feld, auf dem nur wenige Maispflanzen wachsen
Der Weg für trockenheitsbedingte Ernteausfallhilfen ist frei. Bildrechte: dpa

Die Landesregierung hat die monatelange Trockenheit und ihre Folgen für die Landwirtschaft am Dienstag offiziell zu einer Naturkatastrophe erklärt. Damit ist der Weg für staatliche Dürrehilfen nun formell frei. Noch in diesem Jahr können Sachsen-Anhalts Landwirte mit finanzieller Unterstützung rechnen, kündigte Umweltministerin Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen) am Rande einer Kabinettssitzung am Dienstag an. Sie sagte MDR SACHSEN-ANHALT, auf 63 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche gebe es Ernteeinbußen von mindestens 30 Prozent. Die Regeln der Europäischen Union für die Anerkennung einer Naturkatastrophe seien somit "mehr als erfüllt".

Vieh- und Futterbauern werden bevorzugt

Bevorzugt sollen Anträge von Vieh- und Futterbauern geprüft werden. Diese seien besonders hart getroffen worden, erklärte die Ministerin. Wie das Prüfverfahren genau aussehe, soll Dalbert zufolge bis Mitte September feststehen. Bis dahin verhandelt das Land mit dem Bund die Details der Unterstützung.

Das Land hatte Dürreschäden in Höhe von 237 Millionen Euro an den Bund gemeldet. Dalbert geht jedoch davon aus, dass Hilfsgelder in Höhe von 30 Millionen Euro ausreichen werden. Es gehe darum, existenzbedrohten Betrieben zu helfen, sagte sie. Bund und Land wollen jeweils 15 Millionen Euro bereitsstellen. Bauernverbände und Landwirte aus Sachsen-Anhalt kritisierten die angekündigten Hilfszahlungen schon vor einigen Tagen als viel zu gering.

Quelle: dpa/MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 29. August 2018 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. August 2018, 19:29 Uhr