Der Schriftzug der Nord/LB Landesbank für Sachsen-Anhalt, ist am Stammsitz in Magdeburg zu sehen.
Die Nord-LB ist auf finanzielle Hilfe angewiesen. Bildrechte: dpa

Angeschlagene Landesbank Nord-LB: Keine Entscheidung bei Sondersitzung der Landesregierung

Die Sondersitzung der Landesregierung zu finanziellen Hilfen für die angeschlagene Landesbank Nord-LB ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Am kommenden Dienstag soll es eine weitere Sitzung geben. Laut Finanzminister André Schröder soll für alle die beste Lösung gefunden werden.

Der Schriftzug der Nord/LB Landesbank für Sachsen-Anhalt, ist am Stammsitz in Magdeburg zu sehen.
Die Nord-LB ist auf finanzielle Hilfe angewiesen. Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalts Landesregierung hat bei ihrer Sondersitzung keine Entscheidung zur Norddeutschen Landesbank (Nord-LB) getroffen. Am kommenden Dienstag soll erneut über mögliche Finanzhilfen gesprochen werden.

Finanzminister André Schröder (CDU) sagte MDR SACHSEN-ANHALT, man wolle für das Land, die Sparer und Sparkassen sowie die Investitionsbank die beste Lösung finden. Risiken für den Landeshaushalt sollten abgewendet werden.

Vorwurf: Landesregierung "eiert herum"

Die Linke wirft der Landesregierung vor, "herumzueiern". Der finanzpolitische Sprecher der Linken, Swen Knöchel, teilte mit: "Es zeigt sich immer deutlicher, dass der Umgang mit Steuergeldern seitens der Landesregierung verantwortungslos ist. Sie ist offensichtlich nicht in der Lage, eine Entscheidung zu treffen."

Finanzierungsgesellschaft nicht vom Tisch

Die Nord-LB braucht nach misslungenen Schiffsfinanzierungen insgesamt 3,5 Milliarden Euro. Am Dienstag hatte Schröder einen Plan vorgestellt, um Sachsen-Anhalts Anteil von 198 Millionen Euro zu dem Rettungspaket beizusteuern. Demnach soll eine Finanzierungsgesellschaft gegründet werden, die entsprechende Kredite aufnimmt. Eine Entscheidung zu Schröders Vorhaben steht noch aus.

Sachsen-Anhalt trägt an der Nord-LB einen Anteil von sechs Prozent, Haupteigentümer ist Niedersachsen, außerdem sind zahlreiche Sparkassen beteiligt. Für Sachsen-Anhalt hängt an der Nord-LB auch die Investitionsbank, ein landeseigenes Förderinstitut mit knapp 360 Mitarbeitern.

Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 22. Februar 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2019, 17:05 Uhr

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3 Kommentare

24.02.2019 10:59 böse-zunge 3

Um Investitionen bitten?
Und was soll einen Konzern mit der Vita VW dazu bringen neue Werke zu errichten wenn man nicht mal freiwillig vorsätzlich getäuschte Kunden bereitwillig und angemessen entschädigt?
Wäre unser Landesvater ein Recke, kühn im Kampfe und weise im Rat, dann könnte man irgendetwas wunderbares erwarten - nur, sowenig wie der Landesfinanzminister rechtzeitig handelte ... sowenig wunderbares ist zu erwarten.
Es ist ja keine Einzelleistung, die Akteure der Landesregierung haben durchaus in Mehrzahl ihre Fähigkeiten schon aufblitzen lassen - der Bogen lässt sich über Legislaturperioden und Pöstchen von der LB zu Tongruben spannen, leider.

22.02.2019 22:09 Gelbe Weste 2

Warum verhandelt Haseloff nicht mit Niedersachsen und bittet im Gegenzug VW um Investitionen in Höhe von ca. € 200 Mio. für neue Werke in der Altmarkt??? Dann hätten wir endlich praktische Strukturpolitik!!! Ein Jammer diese schlechten Politiker!!!

22.02.2019 19:46 Pe57 1

....was heißt denn hier..." ...für die SPARER die beste Lösung finden...". Sollen wir wieder für die Zocker der Banken und völlig unfähige Politiker die Zeche zahlen???
Lasst doch den Schröder mal für Mindestlohn an einer Supermarktkasse arbeiten. 200 Millionen Euro, ich kanns kaum fassen.