Schultafel und Schultasche
Die meisten Lehrer werden an Sekundarschulen gesucht. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO

Ausschreibung des Landes Sachsen-Anhalt sucht hunderte neue Lehrer

In Sachsen-Anhalt herrscht Lehrermangel. Deshalb sucht das Land 895 neue Lehrer, vor allem für Sekundar- und Grundschulen. Die Ausschreibung wird von einer Werbekampgne mit dem Motto "#Weltenretter" begleitet.

Schultafel und Schultasche
Die meisten Lehrer werden an Sekundarschulen gesucht. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO

Sachsen-Anhalt sucht 895 neue Lehrer. Die Stellenausschreibung ist nach Angaben des Landes die bisher größte. Für alle Schulformen und alle Landkreise werden Lehrer gesucht. Mit 252 ausgeschriebenen Stellen sind die meisten Posten an Sekundarschulen offen. An Grundschulen werden 170 neue Lehrer gesucht. Die Ausschreibungen richten sich vor allem an Referendare und ausgebildete Lehrer. Das Land will aber weiterhin offen für Quereinsteiger sein.

Mit den Ausschreibungen will Sachsen-Anhalt dem Lehrermangel im Land entgegenwirken. Allein im vergangenen Jahr gingen 800 Lehrer in Rente. Das Land hat 2018 schon 1.050 neue Lehrer eingestellt. Die diesjährigen Ausschreibungen werden von einer Werbekampagne mit dem Motto "#Weltenretter – Rette jeden Tag ein Stück der Welt" begleitet. Die Kampagne kostet das Land insgesamt 200.000 Euro. Werbespots, bei denen verschiedene Lehrkräfte aus Sachsen-Anhalt und ihre Geschichte gezeigt werden, sind schon online.

Mehrere Ausschreibungsrunden für 2019 geplant

2019 soll es wie im vergangenen Jahr mehrere Ausschreibungen für Lehrkräfte geben. Deshalb sollen im Laufe des Jahres noch Radiospots folgen. Bereits im Frühsommer ist die nächste Ausschreibung geplant. "Das System der Lehrereinstellung ist ein lernendes System. Deswegen verbessern wir von Runde zu Runde sowohl das Verfahren als auch die Ausschreibungsmodalitäten", teilte der Bildungsminister Sachsen-Anhalts, Marco Tullner, am Montag mit. Er sei froh darüber, dass das Ministerium in diesem Jahr deutlich früher als im vergangenen Jahr die zentrale Ausschreibungsrunde starten konnte.

Warnstreiks von Lehrern am Mittwoch und Donnerstag

Für die zweite Wochenhälfte sind außerdem Warnstreiks von Lehrern angekündigt. Am Mittwoch wird daher der Unterricht in Halle und in den Landkreisen Mansfeld-Südharz, Saalekreis und Burgenlandkreis ausfallen. Am Donnerstag streiken Lehrer in Dessau-Roßlau und in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg. Für die etwa 40.000 betroffenen Schüler fällt der Unterricht zwar aus, sie sollen aber in den Schulen betreut werden.

Quelle: MDR/aso

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 18. Februar 2019 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Februar 2019, 22:19 Uhr

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16 Kommentare

20.02.2019 17:30 Paule 16

Wie sagte mal ein alter Preuße: Jeder Unteroffizier kann ein guter Lehrer werden, aber kein Lehrer ein guter Unteroffizier. Das sagt doch alles zu diesen Berufszweig.

20.02.2019 16:24 Denkschnecke 15

@12 Frank "Polizisten und Feuerwehrmänner bekommen A7, A8 oder A9 und Lehrer ab A bzw. E 13. Das ist der Witz an sich. "
Wie man's nimmt. Lehrer haben dafür ein volles Masterstudium absolviert.

20.02.2019 10:48 medikator 14

Das Lehrer irgendwann mal in Rente gehen war so jetzt aber nicht von den Entscheidungsträgern vorherzusehen.
Renteneintritt passiert plötzlich.

Aber es gehen ja nicht nur Lehrer in Rente. Auch in allen anderen Berufsfeldern ist das so.
Man hat also:
a: zu wenig ausgebildet
b: zu wenig eingestellt
c: oder die Entlohnung ist schlicht zu gering

das gilt dann für alle Berufsfelder.

Wir haben schon sehr weise Politiker.