Politik Lischka will als SPD-Landeschef aufhören

Burkhard Lischka gibt sein Amt als SPD-Landesvorsitzender zum Ende dieses Jahres ab. Er kündigte an, nicht noch einmal als Landeschef anzutreten. Nun sollen die Mitglieder entscheiden, wer die Nachfolge antreten wird.

Burkhard Lischka
Burkhard Lischka will sein Amt als SPD-Landesvorsitzender Ende 2019 niederlegen. Bildrechte: MDR/Anja Schlender

Die SPD in Sachsen-Anhalt muss sich zum Ende dieses Jahres einen neuen Vorsitzenden suchen. Wer das sein wird, ist bislang noch offen. Ein Parteisprecher sagte MDR SACHSEN-ANHALT: "niemand hat bisher seinen Hut in den Ring geworfen." Die SPD plant nun eine Mitgliederbefragung, um die Kandidatenauswahl zu klären. Die Entscheidung über die Nachfolge von Lischka soll dann im zweiten Halbjahr auf einer Mitgliederversammlung getroffen werden.

SPD-Landeschef Burkhard Lischka will sein Amt zum Jahresende niederlegen. Das hatte Lischka bereits mehrfach angekündigt und am Montag in einem Volksstimme-Interview bekräftigt. Er wolle den Staffelstab weitergeben, das habe er immer gesagt, so der Politiker.

Amt nach der Landtagswahl übernommen

Burkhard Lischka hatte das Amt des Landeschefs nach der Landtagswahl 2016 von Katrin Budde übernommen – übergangsweise, wie er damals betonte. Die SPD hatte damals ein desaströses Ergebnis von etwas mehr als zehn Prozent eingefahren. Eigentlich hatte der 53-Jährige bereits Anfang 2018 wieder von dem Amt zurücktreten wollen. Auf einem Landesparteitag überredeten die Mitglieder ihn aber, doch wieder zu kandidieren. Lischka war damals mit 97 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden.

Burkhard Lischka, SPD, im Deutschen Bundestag
Bildrechte: Deutscher Bundestag / Achim Melde

Das ist Burkhard Lischka Neben seinem Amt als SPD-Landesvorsitzender sitzt Burkhard Lischka seit 2009 im Deutschen Bundestag. In seinem Wahlkreis vertritt er Magdeburg, Schönebeck, Calbe (Saale), Barby und Bördeland. Er ist innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und außerdem Mitglied im Fraktionsvorstand. Lischka wohnt in Magdeburg. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Quelle: MDR/ld

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 07. Januar 2019 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Januar 2019, 07:52 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

26 Kommentare

10.01.2019 20:39 weisweiler 26

Bei den letzten Wahlen lagen die Sozen bei 10 % in Sachsen-Anhalt. Wird's bei den nächsten Wahlen reichen, um über die 5 % zu kommen?

Privat kann man Lischka verstehen, zumal er eigentlich als Notar auch kein Einkommen erzielen muss. Seine Anwartschaften in diversen politischen Ämtern reichen dem 53 Jährigen für einen angenehmen Lebensabend.

09.01.2019 18:34 benutzer 25

08.01.2019 21:58 Moewe

wer hat den H4 eingeführt.
Dadurch auch zur Verarmung uswusw.. Und seien sie doch ehrlich. Die SPD tut doch jetzt nur jetzt auf sozial. Weil sie ihre gutbezahlten Posten und Pöstchen wegschwimmen sieht ;).

09.01.2019 18:06 SGDHarzer66 24

Wer interessiert sich ernsthaft zum Verbleib eines SPD-Hinterbänklers?
Er hat sich die ganzen Jahre doch auch nicht um das Volk geschert, dem er angehört.....