Wirtschaftliche Schieflage Kein Extra-Geld vom Land für Nord/LB

Die 400 Mitarbeiter der Landesbank Nord/LB müssen um ihre Jobs bangen. Wie Finanzminister André Schröder erklärte, wird es kein zusätzliches Geld für die wirtschaftlich angeschlagene Bank geben. Finanzielle Hilfe könnte das Kreditinstitut dennoch bekommen – von privaten Kapitalgebern.

Für die wirtschaftlich angeschlagene Landesbank Nord/LB wird es kein zusätzliches Geld aus dem Landeshaushalt geben. Das hat Sachsen-Anhalts Finanzminister André Schröder (CDU) klargestellt. Der Minister sagte MDR SACHSEN-ANHALT: "Es gibt eine klare Bringschuld des Nord/LB-Vorstands, ein Kapitalisierungsmodell vorzulegen. Dann werden wir uns mit den Optionen auseinandersetzen." Eine politische Entscheidung zur Zukunft der Landesbank sei noch nicht endgültig getroffen.

Private Kapitalgeber als Option

Andre Schröder
Finanzminister André Schröder (CDU) Bildrechte: imago/Christian Schroedter

Für die Aufstockung des Eigenkapitals stünden allerdings private Kapitalgeber bereit, wie Schröder am Freitag sagte: "Es gibt mehrere Bieter, die bereit sind, Geld in die Landesbank zu geben." Medienberichte, wonach auch die Commerzbank dazu gehöre, wollte Schröder nicht kommentieren.

Schröder stellte klar, dass im Falle einer Teilprivatisierung der Nord/LB politisch entschieden werden müsse, ob Sachsen-Anhalt an einer Aktiengesellschaft mit einem Restanteil beteiligt bleibt und auch seine Trägerschaft an der Investitionsbank IB beibehält. "Das hängt vom Konzept der Nord/LB ab. Die Träger Sachsen-Anhalt, Niedersachsen sowie die Sparkassen fordern ein Konzept noch in diesem Jahr", unterstrich Schröder.

400 Mitarbeiter sorgen sich um Arbeitsplätze

Die Landesbank beschäftigt am Standort in Magdeburg rund 400 Mitarbeiter. In mehreren Zeitungen wurde bereits über eine Übernahme der Nord/LB durch die Commerzbank oder eine Fusion mit der Landesbank Hessen-Thüringen spekuliert. Die Mitarbeiter sind deshalb in Sorge um ihre Arbeitsplätze.

Die Nord/LB ist die gemeinsame Landesbank von Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.

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Quelle: MDR/pat

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 26. Oktober 2018 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2018, 15:28 Uhr

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5 Kommentare

26.10.2018 22:57 frank r. 5

Hat man das Geld wieder verzockt, macht diese Bank dicht. Und dann noch das Bargeld abschaffen wollen, das sollte sich ein vernünftiger Mensch lieber nicht wünschen.

26.10.2018 22:32 Märchen 4

Die NordLB hat niemals 400 Mitarbeiter in Magdeburg. Vermutlich hat man auch die Investitionsbank mit 375 Mitarbeitern dazugezählt....... aber die könnte wunderbar ohne NordLB existieren!!!! Also bitte kein Landesgeld für Banker!!!!

26.10.2018 19:50 Groni 3

Auch zu viele Reisen unternommen?