CDU Fahne
Der politische Gegenwind für die CDU war stark, die Stimmenverluste waren am Ende massiv. Dennoch geht die CDU als Sieger aus der Kommunalwahl 2019 in Sachsen-Anhalt hervor. Bildrechte: imago/IPON

Kommunalwahl in Sachsen-Anhalt CDU gewinnt und verliert zugleich

Die Kommunalwahlen 2019 in Sachsen-Anhalt sind Geschichte. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 54 Prozent. Die CDU ist Sieger bei den Stadtrats- und Kreistagswahlen. Dafür muss sie auch die größten Verluste verkraften. In 57 Wahlbezirken im Landkreis Anhalt-Bitterfeld wird die Kreistagswahl planmäßig erst am 22. September erfolgen.

CDU Fahne
Der politische Gegenwind für die CDU war stark, die Stimmenverluste waren am Ende massiv. Dennoch geht die CDU als Sieger aus der Kommunalwahl 2019 in Sachsen-Anhalt hervor. Bildrechte: imago/IPON

CDU trotz Verlusten vor AfD – SPD und Linke verlieren

Die CDU geht als stärkste Kraft aus den Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt hervor. Das zeigen die Ergebnisse der Stadtrats- und Kreistagswahlen des Statistischen Landesamtes. Erst am Dienstagmorgen waren 2.410 der 2.467 Wahlbezirke ausgezählt. Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld wird die Kreistagswahl in 57 Wahlbezirken am 22. September nachgeholt. Hier war ein Kandidat zu Unrecht aufgestellt worden. Im Saalekreis war ein Wahlbezirk zunächst noch ohne Ergebnis. Wie die Kreissprecherin Kerstin Küpperbusch MDR SACHSEN-ANHALT erklärte, war die Auszählung der Briefwahlstimmen am Montagmorgen abgebrochen worden.

24,6 Prozent der Wählerinnen und Wähler haben dem vorläufigen Ergebnis zufolge für die CDU gestimmt. Das sind 9,7 Prozentpunkte weniger als bei der vergangenen Wahl. Damit fahren die Christdemokraten im Vergleich den größten Verlust ein. 16,4 Prozent der Stimmen entfallen auf die AfD. Sie holt mit einem Plus von 14,1 Prozent den größten Gewinn. Die Linke kommt auf 15 Prozent (-6,5), die SPD auf 13,7 (-4,6). Die Grünen erreichen 8,4 Prozent (+2,9), die FDP 5,9 (+1,5). Auf die Freien Wähler entfallen landesweit 1,7 Prozent der Stimmen.

Wahlbeteiligung deutlich gestiegen

Zwei Männer kippen den Inhalt zweier Wahlurnen auf einen Tisch.
Die Auszählung der Stimmen dauerte zum Teil bis Montagmorgen. Bildrechte: Uwe Baumgart

Erfreulich: An der Kommunalwahl haben sich rund 54 Prozent der Wählerinnen und Wähler beteiligt. Das sind mehr als noch vor fünf Jahren, als etwa 43 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.

Und offenbar war auch das Interesse an den Ergebnissen groß – zu groß. Kurz nach 18 Uhr gab es beim Statistischen Landesamt Probleme mit dem Server – wegen der hohen Zugriffszahlen. Zeitweise war die Seite nicht erreichbar, die Probleme waren aber schnell im Griff. Allerdings kam es mitunter die Wartezeiten, ehe die Ergebnisse angezeigt wurden.

Schlange stehen vor dem Wahllokal

Im Laufe des Sonntags, so berichten es Reporter von MDR SACHSEN-ANHALT, standen einige Wählerinnen und Wähler sogar Schlange, um ihre Stimme abzugeben – etwa in Stendal. Dort war das Interesse an der Briefwahl zurückgegangen, sagte Stadtwahlleiter Philipp Krüger MDR SACHSEN-ANHALT. Grund dürfte die Briefwahlaffäre im Jahr 2014 sein, bei der Stimmen gefälscht worden waren.

Auch Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) musste Schlange stehen, ehe er am Sonntagmittag seine Wahlunterlagen in Wittenberg bekam.

Ausgezählt wurden zuerst die Stimmzettel zu den Europawahlen, danach folgen Kommunal- und Bürgermeisterwahlen. In Sachsen-Anhalt gibt es 2.250 Wahllokale.

Wer bei der Kommunalwahl gewählt wird Neben den elf Kreistagen und drei Stadträten der kreisfreien Städte Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau werden Gemeinde- und Ortschaftsräte neu gewählt. Insgesamt sind es rund 1.000 kommunale Gremien. Hinzu kommen die Wahlen zum Europäischen Parlament. Allein zu den Kommunalwahlen waren laut Landeswahlleiterin 14.000 Kandidaten angetreten, die größte Gruppe stellten mit 4.800 parteiunabhängige Kandidaten.

Um die Stimmen auszuzählen, waren in ganz Sachsen-Anhalt rund 20.000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer im Einsatz. "Ohne Wahlhelfer läuft gar nichts", sagte Landeswahlleiterin Christa Dieckmann am Sonntagabend.

Christa Dieckmann, Landeswahlleiterin von Sachsen-Anhalt
Bildrechte: dpa

Ganz herzlichen Dank an alle Wahlhelfer. Das ist eine wichtige und wertvolle Arbeit, die Sie machen. Bitte machen Sie das weiter.

Christa Dieckmann, Landeswahlleiterin

Die Ergebnisse aus Ihrer Region

Quelle: MDR/ld,ap

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 26. Mai 2019 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. Mai 2019, 09:46 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

31 Kommentare

29.05.2019 17:36 Benutzer 31

29.05.2019 13:38 Eulenspiegel

ich finde es imemr amüsant das Leute wie sie. Jedne Flüchtling automatisch als Kriegsflüchtling betiteln. Und man kennt nicht jeden einzelnen!! Fall ;)

29.05.2019 17:34 Benutzer 30

29.05.2019 13:38 Eulenspiegel

woher wollen sie wissen das es alle sind? Glaskugel? und warum gehen diese Leute dann nicht zurück wenn Frieden in ihren Land herrscht?

Und nur weil sie es bezweifeln muss es nicht so kommen. Schön nich.

29.05.2019 16:47 Maria 29

@28 Eulenspiegel
Die AfD kann bundesweit nicht höher kommen, weil im Westen sehr viele mit Migrationshintergrund ihresgleichen islamischen Mitbürger hier haben wollen und auch wählen dürfen, siehe Duisburg.
Und genau deshalb wird im Osten AfD gewählt, weil wir diese Zustände aus NRW usw. usw. nicht bei uns haben wollen, ganz einfach....Die Ossis merken nämlich noch wenn sie angeschwindelt werden, mussten das ja Jahrzehnte ertragen, hier ist Naivität noch etwas geringer angesiedelt, eher gesunde Skepsis!!

Mehr aus Sachsen-Anhalt