SPD-Wahlkampfauftakt in Magdeburg Budde warnt vor Einzug der AfD in Landtag

Wahlkampfauftakt der SPD in Magdeburg
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Sachsen-Anhalts SPD-Chefin Katrin Budde hat beim Wahlkampfauftakt ihrer Partei vor dem Einzug der rechtspopulistischen AfD in den Landtag gewarnt.

Ich wünsche mir, dass landauf, landab die Menschen den Ernst der Lage erkennen und verstehen, dass sie sich mit ihrer Stimme zu der Demokratie bekennen müssen, die wir 1989 erkämpft haben.

Sachsen-Anhalts SPD-Chefin Katrin Budde beim Neujahrsempfang der Partei in Magdeburg
Katrin Budde 2 min
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Es sei Zeit, ein klares Stoppsignal gegen Rechtspopulismus und Rassismus zu setzen. Es werde sonst dem Ansehen des Landes und seiner Wirtschaft schaden, wenn der Landtag "zur Tribüne für fremdenfeindliches Theater und völkische Sprache" gemacht werde.

Budde hielt sich in ihrer Rede im Gegensatz zu früheren Auftritten mit harscher Kritik am Koalitionspartner CDU zurück. Die SPD lässt sich im Wahlkampf offen, ob sie im Fall eines ausreichenden Ergebnisses nach der Wahl mit der Linkspartei ein Bündnis eingeht oder die Koalition mit der CDU fortsetzt. 2011 hatten führende SPD-Politiker dagegen ein rot-rotes Bündnis kategorisch ausgeschlossen.

Zwei Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt starteten die Sozialdemokraten am Freitag in Magdeburg mit ihrem Wahlkampf. Unter den Gästen waren auch EU-Parlamentspräsident Martin Schulz und der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel.

Gabriel: "Das anständige Deutschland muss wählen gehen"

Zur Gefahr durch die AfD äußerte sich Gabriel ähnlich. Er sagte, sie stelle sich gegen die Errungenschaften des Sozialstaates. Gabriel rief die Menschen auf, am 13. März demokratische Parteien zu wählen: "Das anständige Deutschland muss wählen gehen, damit das unanständige nicht in unsere Parlamente kommt", so Gabriel. Deutschland erlebe derzeit ein Erstarken von Rechtspopulisten, wie er es noch nie erlebt habe.

Ergebnisse aus ZDF-Politbarometer

Eine Umfrage des ZDF sah in Sachsen-Anhalt die AfD zuletzt bei 15 Prozent, die SPD bei 19 Prozent. Damit liegt die SPD hinter den Christdemokraten und gleichauf mit der Linken. In der Erhebung sprachen sich 45 Prozent der befragten Sachsen-Anhalter für eine Fortsetzung der Regierung aus CDU und SPD aus. Bei der Frage, wen man lieber als Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt hätte, liegt Amtsinhaber Reiner Haseloff im Umfrageergebnis mit 53 Prozent deutlich vorne. Selbst bei den SPD-Anhängern unterstützen mehr Befragte Haseloff als die eigene Spitzenkandidatin Budde.

Kompetenzteam vorgestellt

Erst am Montag hatte Budde ihre zwölfköpfige Wahlmannschaft vorgestellt. Neben Regierungsmitgliedern sind darin auch Kandidaten von außerhalb vertreten, so etwa der Rektor der Hochschule Harz, Armin Willingmann, und die Integrationsbeauftragte des Landes, Susi Möbbeck.

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135 Kommentare

20.01.2016 03:15 buergerx 135

@124 Krause-"ich bin selbst ein Nazi und merke es nicht ": na endlich haben Sie die Katze mal aus dem Sack gelassen. Sie, der sich seit Wochen als der Prediger versteht in Sachen Humanität, etwaiger Wortlaut "alle Menschen sind gleich und Multikulti ist sowieso das tollste" bezeichnet nun Menschen als Kreaturen, dann sind diese wieder "keine .... gesittet agierende MENSCHEN". Also was in manchen Köpfen so vor sich geht, Sie kann man wirklich nicht ernst nehmen. Warum schreiben Sie eigentlich nicht ausschließlich in den westdeutschen Foren, also dort wo Sie im wahrsten Sinne des Wortes zuhause sind und verstanden werden? Merken Sie nicht, dass Ihre kruden Inhalte hier quer durch alle Themen im mdr-Forum kaum jemanden interessieren?

19.01.2016 15:12 Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" 134

@ 133. Vergeltungswaffen-Knut: Sie dürfen hier im MDR doch auch Ihre Meinung kundtun! Warum wollen Sie das Fr. Reschke in der ARD verbieten?? Fr. Reschke ist nicht nur Redakteurin der Sendung Panorama, sondern auch Privatperson. Ansonsten verweise ich auf meine #131.

19.01.2016 13:49 V2Knut 133

@127. [Karina] und @128. [Ahmed]: Als die Runde vorgestellt wurde, habe ich sofort abgeschaltet! Da waren zwei weibliche krachlederne Gutmenschen dabei, die ich schon lange nicht mehr hören kann. Denen geht es auch gar nicht so sehr um ihre "Schutzsuchenden" (gemeint: pauschal alle illegalen Einwanderer), sondern darum, ihre eigene Ideologie in aggressiver Weise zu verkaufen. Das sage ich, auch wenn ich mir diese Sendung gestern nicht antun konnte. Frau Reschke ist ja noch intelligent; das kommt in ihren Meinungsäußerungen aber dort zum Tragen, wenn es manipulativ wird. Und es ist fragwürdig, wenn gerade diese Frau in dem Medium, in dem sie eine hohe Stellung einnimmt, Platz findet für ihre politische Meinungsäußerung. Denn: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk sollte eigentlich AUSGEWOGEN berichten, weil: Die Menschen können es sich nicht aussuchen, ob sie derlei nun bezahlen oder nicht!

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