Erwartungen, Hoffnungen Noch ein Jahr bis zur Landtagswahl: Was den Menschen in Sachsen-Anhalt wichtig ist

In Sachsen-Anhalt wird in genau einem Jahr ein neuer Landtag gewählt. Am 6. Juni 2021 haben die Wähler das Wort. MDR SACHSEN-ANHALT hat Menschen gefragt, was ihnen bis zur Wahl wichtig ist. Schon jetzt ist klar: Die Folgen der Coronavirus-Pandemie werden einen großen Einfluss auf die Wahl haben.

Ein Jahr bis zur Wahl: Das denken Sachsen-Anhalter

Ein Mann steht auf dem Marktplatz von Halle und blickt in die Kamera.
Mit Sorge beobachtet Robert Felsch die enormen öffentlichen Ausgaben, die momentan wegen der Coronakrise getätigt werden. "Da frage ich mich schon, woher das ganze Geld kommen soll." Auch zuvor sah er die Ausgabenpolitik in Stadt und Land bereits kritisch. "Halle hat riesige Schulden, das Land ebenso. Aber irgendwann muss das auch alles bezahlt werden. Ich hoffe, dass das die künftige Landesregierung stärker in den Blick nimmt."

Doch zumindest bei Bildung und Schulinfrastruktur sollte nicht gespart werden, fordert der Familienvater. Denn die Ausstattung der Schule seiner Tochter etwa erinnert ihn an die eigene Schulzeit. "Da hat sich nichts getan."
Bildrechte: MDR/Oliver Leiste
Ein Mann steht auf dem Marktplatz von Halle und blickt in die Kamera.
Mit Sorge beobachtet Robert Felsch die enormen öffentlichen Ausgaben, die momentan wegen der Coronakrise getätigt werden. "Da frage ich mich schon, woher das ganze Geld kommen soll." Auch zuvor sah er die Ausgabenpolitik in Stadt und Land bereits kritisch. "Halle hat riesige Schulden, das Land ebenso. Aber irgendwann muss das auch alles bezahlt werden. Ich hoffe, dass das die künftige Landesregierung stärker in den Blick nimmt."

Doch zumindest bei Bildung und Schulinfrastruktur sollte nicht gespart werden, fordert der Familienvater. Denn die Ausstattung der Schule seiner Tochter etwa erinnert ihn an die eigene Schulzeit. "Da hat sich nichts getan."
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Eine junge Frau steht in Stendal vor einer Hecke und lächelt in die Kamera.
Nour Aleid kommt gebürtig aus Syrien – und lebt in Stendal. Sie hofft, dass bis zur Wahl und auch danach mehr gegen Rassismus unternommen wird. Den hat sie auf den Straßen in Stendal nämlich auch schon erlebt.

Außerdem hofft sie, dass mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen werden. In Stendal seien die Mangelware, hat Aleid beobachtet. Um einen Platz zu finden, müsse sie sich in Magdeburg und Umgebung umsehen, sagt sie.
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Zwei junge Männer stehen auf dem Marktplatz von Halle und blicken in die Kamera.
Fragt man Ebi (links) und Jason, welche Themen in Sachsen-Anhalt sofort vom Landtag angegangen werden sollte, müssen die beiden nicht lange überlegen: "Rassismus ist ein großes Problem. Um den zu bekämpfen, müsste man viel mehr in Bildung investieren", sagt Jason. Auch das Klima ist für beide ein wichtiges Thema.

Der öffentliche Nahverkehr sollte viel besser ausgebaut werden, fordern sie. "Natürlich kann man das nicht alles in einem Jahr lösen. Aber man könnte bis zur Wahl noch vieles auf den Weg bringen", glaubt Jason.
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Eine Frau steht vor einem Lokal in Naumburg.
Doreen Uhlemann aus Naumburg sagt: "Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden. Der Laden läuft gut." Uhlemann arbeitet in einem kleinen Café in der Domstadt.

Sie findet: "Es müsste gar nicht viel geändert werden. Außer für die Kinder, etwa bei Spielplätzen. Da könnte immer mehr gemacht werden."
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Eine Frau lehnt an einem Marktstand in Stendal und lacht in die Kamera.
"Mir gehen so viele Fragen durch den Kopf", sagt Diana Gottschling aus Heinrichsberg in der Börde. Schuld daran ist die Corona-Krise. "Wie geht es mit der Wirtschaft weiter, wie für meine Enkelchen?" Das sind die Fragen, die Gottschling beschäftigen.

Jeden Mittwoch steht sie auf dem Stendaler Markt – und sieht, dass es Rentner gibt, die sich nicht mal ein Brot leisten können. Deshalb ist Diana Gottschling dafür, bei der Zuwanderung Augenmaß an den Tag zu legen. "Wenn es uns allen gut geht, können wir gerne abgeben", sagt sie.
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Ein Mann steht vor einem Busch in Stendal und lächelt in die Kamera.
Rund 40 Jahre hat Günter Heine als Lehrer gearbeitet. Vor zwei Jahren zog er aus Wust im Landkreis Stendal in die Kreisstadt – weil Dörfer wie Wust nach seiner Beobachtung immer weiter veröden. "Schulen werden geschlossen, es gibt keine Dienstleistungen mehr. Die Dörfer werden eines Tages tot sein", fürchtet Günter Heine – und hofft, dass die Regierung etwas dagegen unternimmt.

Als pensionierter Lehrer ist er außerdem dafür, dass in Sachsen-Anhalt keine weiteren Schulen geschlossen werden.
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Zwei Frauen stehen in einer Fleischerei hinter der Theke und lächeln in die Kamera.
Jeniffer Krull aus Stendal (links) und Solveig Melchor aus Parchen im Jerichower Land verkaufen Fleisch auf dem Wochenmarkt in Stendal. Beiden ist wichtig, dass mehr für junge Menschen getan wird. Dass sie sich in Jugendclubs treffen können. Dass die Radwege gut ausgebaut sind, um erst einmal sicher zum Jugendclub zu kommen. Und: Dass die Schulen modernisiert werden – äußerlich wie auch das Schulsystem selbst. Bildrechte: MDR/Anne Gehn-Zeller
Eine junge Frau lächelt bei einem Selfie in die Kamera.
Laura Prüfer kommt eigentlich aus Sachsen, lebt seit Oktober vergangenen Jahres aber in Magdeburg. Dort studiert sie an der Fachhochschule. Besonders wichtig ist ihr Bildung. "Da ist bei den politischen Entscheidungen noch Luft nach oben", sagt Prüfer. Für Bildung werde zu wenig Geld ausgegeben. "Dabei ist Bildung die Grundlage von allem."

Gerade die Corona-Krise habe doch gezeigt, dass es allein bei der Ausstattung der Schulen Nachholbedarf gebe. Prüfer findet, dass die Lernbedingungen ins Hier und Jetzt angepasst werden sollten. Das ist ihr wichtig. Das, so hofft sie, wird bis zur Landtagswahl und auch danach stärker in den Blick genommen.
Bildrechte: Laura Prüfer
Eine junge Frau steht vor einem Haus in Halle und hat die Hände in den Hosentaschen.
Katharina Kühne aus Halle beschäftigen aktuell vor allem die rassistischen Vorfälle in den USA. Auch in Sachsen-Anhalt gibt es Rassismus. Dagegen wünscht sie sich mehr Einsatz von der Politik – auch schon vor der Wahl.

Auch Umweltthemen sind ihr wichtig. Spätestens nach der Landtagswahl sollte sich die Politik viel entschlossener der Schaffung von Radwegen widmen, findet sie.  
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Zwei Frauen mit Schürze stehen vor einem Geschäft im Zentrum von Naumburg.
Die beiden Verkäuferinnen Monika Lorenz (links) und Dagmar Allstedt aus Naumburg wünschen sich, dass es mehr Unterstützung für die Region gibt. "Auch abseits der großen Städte, etwa für Geschäfte mit regionalen Angeboten oder für kulturelle Angebote in Kleinstädten", sagen sie.

Ein konkretes Anliegen ist für sie der Busverkehr. "Wenn ich abends zu einer Veranstaltung ins Zentrum von Naumburg möchte, fährt aus den Randgebieten kein Bus mehr", sagt Monika Lorenz.
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Eine Frau steht im Grünen und blickt in die Kamera.
Die Folgen der Corona-Pandemie werden den Wahlkampf und den Ausgang der Landtagswahl in jedem Fall bestimmen. Davon ist Celine Leib überzeugt, die gebürtig aus Hamburg kommt und fürs Studium vor einigen Jahren nach Magdeburg kam. "Das wird enormen Einfluss auf die Wahl haben", sagt sie und betont, dass alle anderen Themen nun zurückstecken müssten. "Wir können nicht davon ausgehen, dass viel anderes passiert außer der Diskussion rund um Corona."

Unabhängig von der Pandemie sind der Studentin vor allem der Umweltschutz und eine Politik gegen Extremismus und Rassismus wichtig. "Mir ist wichtig, dass eine klare Anti-Rassismus- und Anti-Faschismus-Regierung am Start ist", sagt sie.
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Eine Frau steht mit Mundschutz auf einer Straße in Naumburg.
Anja Gorges aus Naumburg meint, dass die aktuelle Situation gute Ansätze für die Zeit nach der Corona-Krise aufgezeigt hat. "Die Zahlung für Kinder finde ich zum Beispiel gut. Aber generell sollten die besser gestellt werden, die arbeiten. Viele hier bekommen nur ein paar Euro mehr als Flüchtlinge oder Hartz IV-Empfänger."

Die Steuern und Lohnnebenkosten seien zu hoch, sagt Gorges. Ihr ist aber klar, dass das Sache des Bundes ist. Trotzdem meint sie, dass auch auf Seite der Länder da mehr kommen könnte. 
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Ein Mann steht vor einem Busch in Stendal und lächelt in die Kamera.
Ob die AfD auch weiter so hohe Zustimmungswerte bekommt? Das ist eine Frage, die Christoph Scheel aus Stendal ein Jahr vor der Landtagswahl beschäftigt. Er sei gespannt darauf, wie die Partei abschneide – hofft nach eigenen Worten aber, dass in einem Jahr weniger Menschen die Partei wählen als noch 2016.

Christoph Scheel ist wichtig, dass sich die Regierung bis zur Wahl und auch danach mit Umwelt- und Tierschutz auseinandersetzt. "Es ist nicht gut, wie wir Umwelt und Tiere ausbeuten, um unsere Interessen durchzusetzen", sagt Scheel. Wichtig ist ihm für den Norden von Sachsen-Anhalt auch, dass die Autobahn 14 zeitig fertig wird.
Bildrechte: MDR/Anne Gehn-Zeller
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Ein Mann steht auf dem Marktplatz von Halle und blickt in die Kamera.
Mit Sorge beobachtet Robert Felsch die enormen öffentlichen Ausgaben, die momentan wegen der Coronakrise getätigt werden. "Da frage ich mich schon, woher das ganze Geld kommen soll." Auch zuvor sah er die Ausgabenpolitik in Stadt und Land bereits kritisch. "Halle hat riesige Schulden, das Land ebenso. Aber irgendwann muss das auch alles bezahlt werden. Ich hoffe, dass das die künftige Landesregierung stärker in den Blick nimmt."

Doch zumindest bei Bildung und Schulinfrastruktur sollte nicht gespart werden, fordert der Familienvater. Denn die Ausstattung der Schule seiner Tochter etwa erinnert ihn an die eigene Schulzeit. "Da hat sich nichts getan."
Bildrechte: MDR/Oliver Leiste

In Sachsen-Anhalt wird in genau einem Jahr ein neuer Landtag gewählt. Am 6. Juni 2021 wird sich entscheiden, wer das Land bis 2026 regieren wird.

Was die Sachsen-Anhalter denken

Die Stimmung in der Corona-Krise zeigt: Viele Menschen sind in Sorge. Das deckt sich auch mit einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap für den MDR. Das Meinungsforschungsinstitut hatte gefragt, wie sehr sich die Sachsen-Anhalter beim Blick auf die Wirtschaft sorgen. Ergebnis: Fast zwei Drittel machen sich "große" oder "sehr große" Sorgen um die Entwicklung der Wirtschaft im Land.

Eine Straßenumfrage von MDR SACHSEN-ANHALT zeigt, dass den Menschen im Land aber noch ganz andere Dinge wichtig sind: Während einige höhere Ausgaben für Bildung und Umweltschutz verlangen, hoffen andere, dass die Regierung von Reiner Haseloff (CDU) bis zur Wahl mehr für sozial benachteiligte Rentner unternimmt. Das Spektrum der genannten Themen ist breit, die Entscheidungsgrundlage im Vorfeld der Wahl ebenso.

Gerade in den kleineren Städten, wie etwa Naumburg oder Stendal, wünschen sich die Menschen mehr Unterstützung von der Landesregierung. Etwa bei kulturellen Angeboten, Freizeitmöglichkeiten, öffentlichem Nahverkehr oder beim Internetausbau. Obwohl die Städte oft schick hergerichtet sind, fühlen sich die Menschen oft abgehängt und vermissen Dinge, die das Zusammenleben in der Stadt verschönern oder vereinfachen würden.

Die politische Ausgangslage

Die Landtagswahl 2021 wird eine Richtungsentscheidung. Das mag abgedroschen klingen – ist aber vor allem mit Blick auf die letzte Landtagswahl vor vier Jahren eine logische Schlussfolgerung. Eine große Frage wird nämlich sein, wie die AfD im kommenden Sommer abschneidet – und ob sie ihren großen Wahlerfolg von 2016 wiederholen kann. Damals hatte knapp ein Viertel der Wähler für die Partei gestimmt. Wäre diesen Sonntag Landtagswahl, käme die Partei auf 19 Prozent.

Balkendiagramm mit den Umfragewerten für die Parteien in Sachsen-Anhalt: CDU 34 Prozent, AFD 19 Prozent, Linke 16 Prozent, Grüne 8 Prozent, FDP 4 Prozent, Sonstige 6 Prozent
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

1.003 Wahlberechtigte telefonisch befragt

Für den Sachsen-Anhalt-Trend hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap 1.003 Wahlberechtigte telefonisch befragt. Die Daten wurden zwischen 28. Mai und 3. Juni erhoben und sind repräsentativ.

Wer die politische Ausgangslage betrachtet, kann das nicht tun, ohne die Corona-Krise zu berücksichtigen: Das Krisenmanagement der Landesregierung hat Grünen, SPD und vor allem der CDU Rückenwind verliehen. Ministerpräsident Haseloff ist in der Wählergunst so beliebt wie noch nie: 76 Prozent der Sachsen-Anhalter sind laut aktueller repräsentativer Umfrage "zufrieden" oder "sehr zufrieden" mit Haseloff. An dieser Stelle greift eine bekannte politische Regel: In der Krise profitiert die Regierung – weniger die Opposition.

Reicht es für Rot-Rot-Grün?

Interessant wird sein, ob die Grünen ihren bundesweiten Höhenflug der vergangenen Monate auf Sachsen-Anhalt übertragen können. Im Osten schneidet die Partei traditionell schlechter ab als in Westdeutschland. Können die Grünen also tatsächlich mehr punkten als noch vor vier Jahren, als der Einzug in den Landtag hauchdünn gelang? Und reicht ein besseres Abschneiden rechnerisch automatisch für ein linkes, rot-rot-grünes Bündnis? Entsprechende Gedankenspiele waren in den vergangenen Monaten immer wieder zu beobachten – vor allem, wenn es mal wieder zwischen SPD, Grünen und CDU krachte. Klar ist schon jetzt: Für Rot-Rot-Grün werden sich auch SPD und Linke steigern müssen. Die Sozialdemokraten hatten vor vier Jahren gerade einmal zehn Prozent der Wählerstimmen eingefahren und ihre Bundespartei so quasi auf die schweren Jahre der SPD eingestimmt. Bei einer Wahl diesen Sonntag käme die SPD auf 13 Prozent, die Linke stünde unverändert bei 16 Prozent. Für Rot-Rot-Grün würde das – zumindest aktuell – nicht reichen.

Kenia-Koalition könnte rechnerisch weitermachen

Die aktuell regierende Koalition von CDU, SPD und Grünen könnte dagegen bei den aktuellen Zustimmungswerten rein rechnerisch weitermachen. Die entscheidende Frage ist, ob sie das überhaupt möchte: Vertreter aller drei Partner haben in den vergangenen Jahren immer wieder betont, dass das sogenannte Kenia-Bündnis eine Koalition der Vernunft in schwierigen Zeiten war – auch, weil die Stimmen eine Koalition von CDU und SPD nicht hergegeben hätten. Vor allem zwischen Abgeordneten von CDU und Grünen knirscht es regelmäßig. Es war in den vergangenen Jahren oft Regierungschef Haseloff, der die Gemüter beruhigte und dafür sorgte, dass die Koaliton nicht auseinander flog.

Was bis zur Wahl wichtig wird

Bis wann müssen die Wahlvorschläge eingereicht werden? Wann werden die Wahlbenachrichtigungen verschickt? Welche Wahllokale gibt es? Antworten auf diese und viele weitere Fragen zur Vorbereitung und Umsetzung der Landtagswahl regelt die Wahlordnung des Landes. Sie beantwortet all das, was organisatorisch und logistisch in den kommenden zwölf Monaten wichtig wird. Anders die politische Auseinandersetzung: Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, dass sowohl die Haseloff-Regierung als auch die Parteien im Wahlkampf auf die Folgen der Coronavirus-Pandemie werden eingehen müssen. Sie werden das Land nachhaltig beschäftigen – wirtschaftlich wie gesellschaftlich.

So laufen die Vorbereitungen bei den Parteien

Noch ein Jahr bis zur Landtagswahl: Das bedeutet auch, dass die Vorbereitungen bei den Parteien längst begonnen haben – wenn auch zu einem großen Teil im Hintergrund. Die Corona-Krise hat ohnehin dafür gesorgt, dass in diesen Wochen andere Dinge im Vordergrund stehen – und weniger die politische Auseinandersetzung zwischen den Parteigrenzen.

Holger Stahlknecht und Reiner Haseloff
Der Alte und der Neue? Von der Kandidatur Holger Stahlknechts (links) für die CDU hängt ab, ob Amtsinhaber Reiner Haseloff noch einmal kandidiert. Bildrechte: dpa

So hat die CDU die eigentlich für diesen Monat geplante Kür ihres Spitzenkandidaten für die Wahl verschoben. Bis November soll sich entscheiden, ob Regierungschef Reiner Haseloff noch einmal antritt – oder ob der von vielen gehandelte Innenminister und CDU-Landeschef Holger Stahlknecht zugreift. Stahlknecht hatte schon vor einiger Zeit grundsätzlich Interesse signalisiert – seine Entscheidung aber davon abhängig gemacht, ob Amtsinhaber Haseloff noch einmal kandidieren will.

SPD will Spitzenkandidaten bis Mitte Juli küren

Die Sozialdemokraten in Sachsen-Anhalt sind da schon ein kleines Stück weiter: Sie wollen bis 10. Juli entscheiden, wer die Partei in den Landtagswahlkampf führen wird. Neben Fraktionschefin Katja Pähle hat sich auch der Politikwissenschaftler Roger Stöcker beworben. Wer am Ende das Gesicht der Partei im Wahlkampf wird, sollen die rund 3.500 Mitglieder der SPD in Sachsen-Anhalt entscheiden. Zuvor werden sich Pähle und Stöcker in fünf Regionalkonferenzen in allen Landesteilen der Parteibasis vorstellen.

Ein Delegierter stimmt auf dem Landesparteitag mit einer Delegiertenkarte an.
Die Mitglieder entscheiden: Bei der SPD wählt die Basis, wer die Partei in den Landtagswahlkampf führt. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Langsam zeigt sich: Der Countdown bis zur Landtagswahl – er beginnt genau jetzt.

Anne Gehn-Zeller
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Über Anne-Gehn-Zeller Anne Gehn-Zeller arbeitet seit 2009 in der Online-Redaktion von MDR SACHSEN-ANHALT. Ihre Schwerpunkte sind Themen aus Gesellschaft und Kultur. Außerdem interessiert sie sich für die netten Geschichten "von nebenan". Die gebürtige Stendalerin arbeitete, bevor sie zu MDR SACHSEN-ANHALT kam, bei der Volksstimme. Während ihres Studiums in Magdeburg absolvierte sie u.a. Praktika beim MDR, beim Mitteldeutschen Verlag in Halle und beim Deutschen Evangelischen Institut in Jerusalem. Ihre Lieblingsorte in Sachsen-Anhalt sind ihr Garten, das Unstruttal und die Radwege entlang der Elbe.

Oliver Leiste
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Über Oliver Leiste Oliver Leiste arbeitet seit Anfang 2015 bei MDR SACHSEN-ANHALT – mit dem Schwerpunkt Sport. Dabei begleitet er den Halleschen FC, den 1. FC Magdeburg und den SC Magdeburg durch alle Höhen und Tiefen. Zudem ist er immer auf der Suche nach spannenden Geschichten aus dem Süden Sachsen-Anhalts. Während seines Anglistikstudiums in Leipzig und auch danach war er für die Mitteldeutsche Zeitung in Halle und Radio Mephisto 97,6 am Ball. Als gebürtiger Bernburger hat er in Sachsen-Anhalt schon vieles gesehen und noch lange nicht genug davon.

Luca Deutschländer
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Über Luca Deutschländer Luca Deutschländer arbeitet seit Januar 2016 bei MDR SACHSEN-ANHALT – in der Online-Redaktion und im Hörfunk. Seine Schwerpunkte sind Themen aus Politik und Gesellschaft. Bevor er zu MDR SACHSEN-ANHALT kam, hat der gebürtige Hesse bei der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeine in Kassel gearbeitet. Während des Journalistik-Studiums in Magdeburg Praktika bei dpa, Hessischem Rundfunk, Süddeutsche.de und dem Kindermagazin "Dein Spiegel". Seine Lieblingsorte in Sachsen-Anhalt sind das Schleinufer in Magdeburg und der Saaleradweg – besonders rund um Naumburg. In seiner Freizeit steht er mit Leidenschaft auf der Theaterbühne.

Quelle: MDR/ld

Dieses Thema im Programm: MDR Fernsehen | MDR um 11 | 05. Juni 2020 | 11:00 Uhr

10 Kommentare

Dan vor 16 Wochen

Also ich weiß zwar nicht was sie damit sagen möchten aber wenn es sie so interessiert, nein! Ich arbeite selbst im öffentlichen Dienst, aber es hört sich eher so an als möchten Sie uns Ihre Meinung dazu hier kund tun und nicht nur irgendwelche Anspielungen machen.
Wir warten...

Klaus vor 16 Wochen

Ich habe da vollstes Mitleid. 😊
Wer hindert Sie daran zu wählen was Sie wollen. Die Wahl ist geheim und wenn Sie sich nicht trauen sich zu bekennen, niemand zwingt Sie dazu.

faultier vor 16 Wochen

Habe mir mal den Spass gemacht die Umfragen von 2016 anzusehen und zwar alle im Bezug zu unserem Bundesland und alle lagen völlig daneben bei der AFd teilweise 7-8 % und wenn ihr vom MDR meint die wichtigen Themen durch diese Umfrage auf der Strasse erkannt zu haben welche die Leute wirklich berühren sage ich euch ,ihr liegt daneben .

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