Landtagswahl 2016 Porträt: AfD

Zur Landtagswahl stellt MDR SACHSEN-ANHALT die Parteien vor, die am 13. März antreten. Hier können Sie die Schwerpunkte des Wahlprogramms nachlesen, mehr über die Spitzenkandidaten erfahren und zum Beispiel herausfinden, wie die Partei den Menschen die Politik näherbringen will. Die Alternative für Deutschland AfD tritt zum ersten Mal zu einer Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an, weil es die Partei erst seit 2013 gibt. Sie fordert einen Aufnahmestopp für Flüchtlinge. Die AfD bezeichnet sich selbst als deutsch-national.

Das Logo der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD)
Bildrechte: dpa

Die Alternative für Deutschland AfD hält dem, nach eigenen Worten, linken Zeitgeist einen gesunden Menschenverstand und Heimatliebe entgegen. Man dürfe die Politik nicht "einer Kaste von abgehobenen Berufspolitikern" überlassen, heißt es von der Partei. Die AfD wolle die demokratische Mitbestimmung stärken, insbesondere die direkte Demokratie.

In ihrem 64 Seiten umfassenden Wahlprogramm spielt das Thema Zuwanderung, Asyl und Integration eine kleinere Rolle. Die AfD fordert einen deutlich erschwerten Zugang für Ausländer zu Sozialleistungen und schnellere Ausweisungen bei Verstößen gegen geltende Gesetze. Für deutsche Familien will die Partei in Zukunft deutlich mehr Geld ausgeben. Außerdem will die AfD die innere Sicherheit stärken.

In der Wirtschaftspolitik macht sich die AfD vor allem für die Förderung des Mittelstandes stark. Durch Verbesserung der Infrastruktur will die AfD den Zuzug von Städtern in die ländlichen Regionen fördern. Grundschulen sollen dort unbedingt erhalten bleiben.

Spitzenkandidat André Poggenburg

André Poggenburg
Spitzenkandidat André Poggenburg Bildrechte: AFD Sachsen-Anhalt

Die AfD zieht in Sachsen-Anhalt mit Spitzenkandidat André Poggenburg in den Wahlkampf. Poggenburg ist 40 Jahre alt, Unternehmer und Landesvorsitzender der AfD in Sachsen-Anhalt. Auf den weiteren Listenplätzen stehen Daniel Roi, Alexander Raue, Sarah Sauermann und Jan Wenzel Schmidt.

Die Partei bezeichnet sich selbst als national, nicht nationalistisch. Die Partei stehe als liberal- und nationalkonservative Partei mitte-rechts und sei nicht rechtsextrem, so Poggenburg.

Die AfD-Bundespartei wurde im April 2013 in Berlin gegründet, den Landesverband Sachsen-Anhalt gibt es ebenfalls seit 2013. In aktuellen Wahl-Umfragen erreicht die AfD in Sachsen-Anhalt über zehn Prozent und würde in den Landtag einziehen. Das selbst definierte Ziel für die Landtagswahl liegt bei 20 Prozent plus X.

MDR SACHSEN-ANHALT hat die AfD gefragt:

Mehr aus Sachsen-Anhalt