Landtagswahl 2016 Porträt: Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Zur Landtagswahl stellt MDR SACHSEN-ANHALT die Parteien vor, die am 13. März antreten. Hier können Sie die Schwerpunkte des Wahlprogramms nachlesen, mehr über die Spitzenkandidaten erfahren und zum Beispiel herausfinden, wie die Partei den Menschen die Politik näherbringen will. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz setzt sich etwa für eine Forschung ohne Tierversuche ein - und das ausnahmslos.

Das Logo der Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bildrechte: Partei Mensch Umwelt Tierschutz

1,5 Prozent der Wählerstimmen wollen sie erreichen: Das hat die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, kurz Tierschutzpartei, als Ziel für die nahende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ausgegeben. Auch wolle man neue Mitglieder und Unterstützer gewinnen und hoffe auf eine Wahlbeteiligung, die "weit über den Zahlen der letzten Jahre liegt".

Erreichen will die Partei das mit Lothar Tietge. Er ist der Spitzenkandidat der Tierschutzpartei. Auf dem zweiten und dritten Platz der Landesliste stehen Mirjam Karl-Sy und Andreas Döring.

Spitzenkandidat Tietge

Spitzenkandidat Lothar Tietge
Spitzenkandidat Lothar Tietge Bildrechte: Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Lothar Tietge dürfte dem einen oder anderen Magdeburger bereits bekannt sein. Der 82-Jährige sitzt im Stadtrat der Landeshauptstadt. Er war bereits bei der Kommunalwahl 2009 in den Stadtrat eingezogen, drei Jahre später aber wieder bei der Tierschutzpartei ausgeschieden. Seit der Kommunalwahl 2014 sitzt Lothar Tietge wieder für die Tierschutzpartei im Magdeburger Stadtrat. Damals hatte die Partei 2,1 Prozent der Wählerstimmen geholt.

Der Landesverband der Partei in Sachsen-Anhalt besteht seit 1994. Er hat nach eigenen Angaben 20 Mitglieder. Seitdem haben sich dessen Mitglieder etwa dafür eingesetzt, den Bau einer Schweinemastanlage in Zerbst zu verhindern.

Theorie und Praxis in den Hochschulen verzahnen

Inhaltlich fordert die Tierschutzpartei, Landwirtschaft umwelt- und tiergerecht zu machen. Man brauche eine Agrarwirtschaft, die ihrem Namen endlich wieder gerecht werde. Auch setzt sich die Partei für eine ausnahmslos tierversuchsfreie Forschung ein. Medizinischer Fortschritt dürfe nicht durch auferlegten Publikationsdruck, dem die Wissenschaft unterliege, verhindert werden.

In Richtung der Hochschullandschaft fordert die Partei, dass diese sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusster werden müsse. Das könne etwa durch eine engere Verzahnung von Theorie und Praxis gelingen, so der Parteivorstand.

Was die Asyl- und Flüchtlingspolitik angeht, vertritt die Partei Mensch Umwelt Tierschutz die Auffassung, dass eine Lösung insbesondere durch die Beseitigung von Fluchtgründen erreicht werde. Man bekenne sich eindeutig zur Verantwortung Deutschlands in der internationalen Wertegemeinschaft. Dennoch müssten Asylmissbrauch verhindert und Asylverfahren beschleunigt werden.

MDR SACHSEN-ANHALT hat die Tierschutzpartei gefragt:

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