Schultafel und Schultasche
Kein Lehrer in Sicht: Angestellte Lehrer im Landesnorden sind am Dienstag und Mittwoch zu Streiks aufgerufen. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO

Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst Lehrerstreiks am Dienstag und Mittwoch im Norden Sachsen-Anhalts

Die Gewerkschaften GEW und Ver.di haben Lehrer im Norden Sachsen-Anhalts zu Streiks aufgerufen. Am Dienstag und Mittwoch sollen Lehrer die Arbeit niederlegen. Vorige Woche hatte es im öffentlichen Dienst bereits Streiks im Süden und Osten des Landes gegeben.

Schultafel und Schultasche
Kein Lehrer in Sicht: Angestellte Lehrer im Landesnorden sind am Dienstag und Mittwoch zu Streiks aufgerufen. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes haben Gewerkschaften nun auch ganztägige Warnstreiks im Norden Sachsen-Anhalts angekündigt. Die Bildungsgewerkschaft GEW hat Lehrer, pädagogische Mitarbeiter und Hochschulbeschäftigte in Halberstadt und im Landkreis Harz für Dienstag zum Streik aufgerufen.

Am Mittwoch sind Streiks in Magdeburg und in den Landkreisen Jerichower Land, Börde, Stendal, Salzlandkreis und dem Altmarkkreis Salzwedel geplant. Am Mittwochvormittag soll eine Streikkundgebung vor dem Finanzministerium stattfinden.

Bereits Streiks in Halle und Dessau

Menschen demonstrieren auf dem Markt in Halle
Lehrkräfte haben am Mittwoch in Halle gestreikt. (Archivbild) Bildrechte: Stefan Bringezu

Vorige Woche hatte es bereits im Süden beziehungsweise Osten des Landes Warnstreiks gegeben. In Halle waren am Mittwoch etwa 700 Lehrkräfte auf die Straße gegangen. In Dessau-Roßlau hatten sich am Donnerstag etwa 450 Beschäftigte im öffentlichen Dienst an einer Kundgebung beteiligt. Da verbeamtete Lehrer nicht streiken dürfen, war die Betreuung der Schüler gewährleistet worden.

Die Gewerkschaften wollen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sechs Prozent mehr Lohn durchsetzen, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Für die gleiche Arbeit bekommen angestellte Lehrer laut GEW monatlich bis zu 900 Euro weniger als verbeamtete. Das gelte vor allem für Grundschullehrer. Aus Sicht der Arbeitgeber ist die Forderung der Gewerkschaften überzogen.

In Sachsen-Anhalt könnten von den Lohnerhöhungen nach Gewerkschaftsangaben rund 60.000 Menschen profitieren. Die nächste Verhandlungsrunde findet ab 28. Februar in Potsdam statt.

Quelle: MDR/mh, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 23. Februar 2019 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2019, 20:03 Uhr

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10 Kommentare

26.02.2019 23:19 Rainer Z. 10

@sachse: recht so...

07:30 - 15:00 arbeiten (tlw. weniger)
Mind. 50 Tage Urlaub zzgl. Krankheit.

Die Schere geht weit auseinander...

24.02.2019 21:12 Fre 9

Lehrermangel in Sa Anhalt...bezahlt die Lehrer anständig ...und mit welchem Recht bekommen verbeamtete Lehrer zwischen 600 Euro und 900 Euro mehr im Monat???
Das muss sich ändern....ungerecht....bringt nur Unmut in die Lehrerzimmer!

24.02.2019 19:39 FremdSchämen 8

...Nachhilfe für @ureinwohner...auch Lehrer haben ein Streikrecht, so wie jeder Arbeitnehmer in Deutschland. Ausgenommen hiervon sind verbeamtete Lehrer, welche aber auch nicht streiken werden. Und @sachse43 - Augen auf bei der Berufswahl oder in der Schule besser aufgepasst - jeder ist für seinen beruflichen Werdegang selbst verantwortlich!

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